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Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in deutschen Innenstädten?

VW
Themenstarteram 14. Januar 2016 um 12:07

Hallo liebe Community,

ich habe bisher immer nur mitgelesen, da ich mich mit Autos eigentlich nicht auskenne. Jetzt muss ich aber doch mal ein Thema starten und hoffe, dass ich das richtig mache :)

Ich möchte mir einen gebrauchten Touran kaufen als Dieselfahrzeug. Heute morgen erfahre ich im Radio, dass die Deutsche Umwelthilfe erfolgreich gegen die regelmäßigen Überschreitungen der zulässigen NO2-Werte in deutschen Innenstädten geklagt hat, und das Verwaltungsgericht in Wiesbaden die Städte Wiesbaden und Darmstadt dazu verdonnert hat, innerhalb von 12 Monaten einen Plan vorzulegen, wie bis 2018 / 2019 die EU-Abgasgrenzen eingehalten werden können. Man liest daher heute auf verschiedenen Portalen, dass Wiesbaden und Darmstadt in 2-3 Jahren vermutlich Fahrverbote für Dieselfahrzeuge einführen würden. Und auch in Städte wie Köln, Düsseldorf, Essen, Aachen, München usw. wurde nun die Klage eingereicht und dort könnte es ebenfalls diesen Urteilsspruch geben.

Mehr Infos hier: http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=3710&cHash=9df7b34e1090119833982aeef8afab5b

Meine Frage: wie realistisch seht ihr das? Werden die Innenstädte großer Städte in Deutschland in den nächsten Jahren Dieselfrei sein? Lohnt es sich, jetzt noch ein gebrauchtes Dieselfahrzeug zu kaufen oder sollte man hinsichtlich der Entwicklung einen Benziner nehmen? Ich freue mich auf eure Meinungen.

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18 Antworten

Das ist schwer zu sagen, wo hier die Entwicklung hingehen wird. Prognosen sind schwierig, vor allem dann, wenn sie die Zukunft betreffen.

In der immer mehr zu einer Bananenrepublik verkommenden Bundesrepublik Deutschland ist nur eine sicher: Auf nichts ist mehr Verlass! Schon gar nicht auf das dumme Geschwafel aller Politiker, die reden heute so und morgen anders.

Das Wahrscheinlichste wird sein, falls sich in dieser Hinsicht überhaupt etwas tun wird, dass man bundesweit eine neue Plakette "blau" einführen wird, die dann nur Diesel-PKW mit Euro 6 bekommen und natürlich alle Benziner mit geregeltem Kat. Diese Maßnahme ginge am leichtesten auch bundesweit durchzusetzen, das wäre der "Weg des geringsten Widerstandes" und den gehen nun mal unsere dünnbrettbohrenden Politiker.

Selbstverständlich wiederum versehen mit allerlei Ausnahmen, was Behördenfahrzeuge, Lieferanten-LKWs und dergleichen betrifft.

Wieder mal eine Maßnahme, die rein gar nichts bringt, aber die Politiker "haben dann wieder was getan".

Ich kann mit nicht vorstellen, dass Städte die Macht hätten, selber ALLE PKW-Diesel aus ihren Innenstadtbereichen zu verbannen, schon gar nicht ein untergeordnetes Verwaltungsgericht, das ja nur geurteilt hat, dass diese Städte die Abgaswerte einhalten müssen, also sowieso schon geltende gesetzliche Vorgaben einzuhalten. Das WIE diese Städte das durchsetzen, hat das Gericht offen gelassen.

Aber ...... wie gesagt, wir befinden uns auf dem Wege zu einer Bananenrepublik, da kann man leider nichts ausschließen.

 

Grüße

Udo

Dass viele Lokal-, Regional- und Bundespolitiker schon lange geltendes Recht ignorieren und weiterhin z.B. im ÖPNV, Fernverkehr und bei Dienstwagen auf Diesel setzen, gehört bestraft. Die DUH geht schon lange im Sinne aller gegen die miese Luftqualität in deutschen Städten vor.

Schonmal in Wiesbaden während der Rush Hour am Kaiser-Friedrich-Ring spazieren gewesen, oder in der Schiersteiner Straße? Dann wüssten Sie schlechte Luftqualität bedeutet und wie schnell man es selbst merkt.

Dieses Urteil als unerwartet oder einzigartig einzuordnen ist realitätsfern. Bereits 2012 gab es z.B. ein Urteil gegen die Stadt München, wo die Stadt verpflichtet wird ihren Luftreinhalteplan zu ändern, damit die Einhaltung der NOx Grenzwerte erreicht wird.

http://www.duh.de/uploads/media/Urteil_M%C3%BCnchen_2012-10-09.pdf

Die Kommunen werden verpflichtet Maßnahmen zu definieren, die zur Einhaltung der Grenzwerte beitragen. Klar, die Umsetzung von Maßnahmen muss die Politik beschliessen, aber auch die kann man per Gerichtsbeschluss zur Umsetzung von Maßnahmen verpflichten.

Dass die Städte trotzdem jahrelang die Hände in den Schoß gelegt und weiter auf Diesel gesetzt haben, rächt sich nun. München ist da ein "gutes" Beispiel. Das Urteil des Verwaltungsgerichts in Wiesbaden ist wegweisend, denn endlich drohen den Städten, die jahrelang untätig geblieben sind, Konsequenzen. Da sich unsere Justiz nicht über geltendes deutsches und europäisches Recht hinwegsetzen kann, ist mit weiteren Urteilen in diese Richtung zu rechnen. Ein bedingtes Fahrverbot für Diesel in Ballungsgebieten ist vermutlich nicht mehr so fern.

Zitat:

@VVW [url=http://www.motor-talk.de/.../...tschen-innenstaedten-t5555963.html?...]Ein bedingtes Fahrverbot für Diesel in Ballungsgebieten ist vermutlich nicht mehr so fern.

Das wird auch nicht helfen, wetten?

Warum kein unbedingtes Fahrverbot auf unbestimmte Zeit für ALLE Dieselfahrzeuge?

Dann würde man den Rhein für die Schifffahrt sperren müssen, denn was an Giften alles aus nur einem Motorschiff so rauskommt, spottet jeder Beschreibung! Nur noch Segelboote müssten erlaubt sein und Lastenkähne werden wieder mit Pferden vom Ufer aus getreidelt.

Und natürlich darf kein mit einem Dieselmotor ausgerüstetes Behördenfahrzeug in diese Städte fahren oder darin herumfahren, die Polizei muss zu Pferd oder zu Fuß den Bösewichtern hinterher oder mit dem Fahrrad, wenns brennt, kann die Feuerwehr nicht anrücken, denn die haben ja allesamt uralte Autos mit veralteten Dieseln, das geht doch nicht! Dieser Feinstaub! Und die ganzen Giftstoffe! Dann lieber brennen lassen, am Ende wird noch ein Großbrand daraus, der die ganze Stadt verwüstet, dann hat sich das mit dort hineinfahren sowieso erledigt.

Ach ja, der Großteil der schlechten Luft stammt auch von Heizungsanlagen aller Art, also: Abstellen und frieren.

 

Mein Gott, wie weltfremd muss man sein?

 

Die südeuropäischen Großstädte gehen da mit einem praktikableren Ansatz ran: Die wässern regelmäßig ihre Straßen mittels Wasserwagen, diese Aktion bindet die Stäube und die an den Partikeln haftenden Giftmoleküle und schafft diese vorübergehend in den Rinnstein, dann sind die Messungen von Schadstoffen unter dem Grenzwert .... fertig.

Grüße

Udo

P.S.: Unser gesamtes modernes industrielles und urbanes Leben führt unweigerlich dazu die Natur auszubeuten und zu schädigen, das ist so. Punkt. Wenn wir das nicht wollen, müssen wir darauf verzichten und wieder als Jäger und Sammler leben. Dann aber kein offenes Feuer machen, so ganz ohne Filter ....... das sorgt ja dann für Schadstoffe aller Art, also alles roh essen, woraufhin sich die menschliche Spezies wieder zu Tieren zurückentwickeln müsste.

Was ich nicht so recht verstehen will, jemand der jährlich lange Strecken zurücklegt...

Würde mit einem Benziner doch viel mehr Schadstoffe Ausstoßen, oder?

Der Verbrauch ist mehr als doppelt so hoch... Das kann sich doch nicht rechnen.

Ich bin der selben Meinung.

Es wird in einigen Jahre eine Euro 6 Plakette geben und gut ist.

Zitat:

@Fargrin schrieb am 29. Januar 2016 um 10:59:27 Uhr:

Was ich nicht so recht verstehen will, jemand der jährlich lange Strecken zurücklegt...

Würde mit einem Benziner doch viel mehr Schadstoffe Ausstoßen, oder?

Der Verbrauch ist mehr als doppelt so hoch... Das kann sich doch nicht rechnen.

Kann man so nicht sagen. Ein Benziner mag etwas mehr verbrauchen, dadurch entsteht mehr CO2. Allerdings ist CO2 kein Schadstoff.

 

MfG

DirkB

Zitat:

@DirkB schrieb am 29. Januar 2016 um 21:17:41 Uhr:

Zitat:

@Fargrin schrieb am 29. Januar 2016 um 10:59:27 Uhr:

Was ich nicht so recht verstehen will, jemand der jährlich lange Strecken zurücklegt...

Würde mit einem Benziner doch viel mehr Schadstoffe Ausstoßen, oder?

Der Verbrauch ist mehr als doppelt so hoch... Das kann sich doch nicht rechnen.

Kann man so nicht sagen. Ein Benziner mag etwas mehr verbrauchen, dadurch entsteht mehr CO2. Allerdings ist CO2 kein Schadstoff.

 

MfG

DirkB

Da ist schon was dran... aber Benzin herzustellen ist auch nicht gerade Öko.

... Da man aber doppelt so viel braucht im gegensatz zum Diesel...

Hmm schwer. Müsste jemand, der sich damit super auskennt mal wirklich durchrechnen.

Würde mich ehrlich gesagt interessieren.

Mein Problem: Sollte wirklich ein Diesel "Verbot" kommen, bin ich aufgeschmissen. :D

Ich habe eine Jährliche Fahrleistung von ~30.000km. -> Privat!

Man stelle sich die Spritkosten mit Benzin vor...

Da wird mir jetzt schon schwindelig.

Ein Benziner braucht doch nicht doppelt so viel wie ein Diesel.

Ich glaube nicht, dass sowas kommt. Dafür ist die Lobby hier einfach zu stark. Falls ich mich irre und es doch kommt: schon mal über LPG nachgedacht?

Zitat:

@marcu90 schrieb am 30. Januar 2016 um 12:49:22 Uhr:

Ein Benziner braucht doch nicht doppelt so viel wie ein Diesel.

Ich glaube nicht, dass sowas kommt. Dafür ist die Lobby hier einfach zu stark. Falls ich mich irre und es doch kommt: schon mal über LPG nachgedacht?

Natürlich. Mein 2.0l Diesel fahre ich mit 5-6l

Davor hatte ich einen 2.0 TSI. Dieser brauchte min. 9l die Tendenz ging aber eher Richtung 14l.

LPG ist der letzte Mist. Motorleistung geht verloren und man braucht tendenziell so viel LPG, dass der Diesel billiger ist.

10"liter" LPG/100km. = 1l/50cent.

Diesel ist auf demselben Niveau. 1l/98cent.

Aber Verbrauch halb so hoch.

Feinstaub ist ein komplexes Problem, viel zu komplex als das man es mit einem plumpen Dieselverbot lösen könnte. Dieser von Hysterie getriebene und auf "einfache Lösungen" ausgelegte Öko- Fanatismus macht die Welt nicht besser ... nur teurer. Das ist zutieft asozial...

Asozial sind die Diesel, die wesentlich mehr NOx ausstossen, als gesetzlich erlaubt ist, von lungengängigen Rußpartikeln mal ganz zu schweigen. Schonmal ein Stechen in der Lunge verspürt, während dem Stadtbummel, oder Reizhusten beim Fahrradfahren? NOx/Ruß ist ein reines Dieselproblem. Feinstauib erzeugt jeder, der Diesel aber überproportional viel, vorallem in Form von Ruß. Schaut Euch mal Wohnungen an Hauptverkehrsstrassen an z.B. Landshuter Allee (München). Da kann man kein Fenster offen lassen, Staub-/Rußschicht auf Postkästen und parkenden PKW, tote Bäume... Nur weil man ein paar cent sparen will bzw. sich saubere Leistung nicht leisten kann, einen Diesel zu kaufen, das zeugt von wenig Rücksicht auf Mitmenschen und Umwelt.

"Ein paar Cent sparen will".

Naja, mein alter Golf brauchte ~14l Benzin auf 100km

Mein GTD mit der doppelten Lesitung nur ~5,5l Diesel auf 100km

Das sind Ersparnisse für mich im Jahr von rund ~2400 Euro! (Jahresfahrleistung ~21.000km)

Paar Cent... Sry, aber das was ich am Diesel spare... Dafür kann ich einen Schönen Urlaub machen!

Und mir kann niemand erzählen, dass es Umweltfreundlicher ist, die doppelte Menge Benzin herzustellen!

Wenn nun jeder Benzin fahren würde, wären unsere Öl vorkommen auf der Welt in wenigen Jahren aufgebraucht.

Der Diesel hat Zukunft und ist auch sehr viel Besser als Benziner.

Es muss lediglich eine Technik her, diesen "Sauberer" zu machen!

Oder es sollten endlich gute und bezahlbare Hybrid Autos kommen, dann steige ich sofort um!

Aber entweder sind Hybrid Autos klein und somit für mich Nutzlos (2 Kinder... Urlaub mit Auto... Campen)

Oder aber sie sind für mich als Alleinverdiener in der Familie unbezahlbar.

Ganz einfach.

Dieses Diesel gehetze ist einfach nur lächerlich.

Hauptsache die Umweltverschmutzung ist nicht bei uns, sondern nur da, wo der Benzin hergestellt wird.

Also unser Familienvan (Touran) verbraucht 6,5-8l Benzin bei 150 PS. Der Diesel ist sicher nicht mit 3,5l fahrbar, eher 5,5l. Zeig mir bitte ein Fahrzeugmodell , wo der Benziner (bei gleicher Leistung) doppelt so viel verbraucht wie der Diesel, dann reden wir weiter.

Der Diesel stößt auch mehr Schadstoffe aus, als ein Benziner, hohe NOx / Feinstaubbelastungen in deutschen Städten kommen sicher nicht von Benzinern.

Dieseltechnik sauberer machen... Du hast offensichtlich keine Ahnung von der Dieseltechnik. Aufgrund der Art der Verbrennung entsteht immer NOx und Ruß. Die Frage ist nur, wieviel. Man kann NOx reduzieren, dann entsteht mehr Ruß. Aber niemand will alle 100tkm seinen DPF wechseln lassen, also mehr NOx, was wiederum zu saurem Regen und Atemwegserkrankungen führt. Mercedes will seinen Kunden nicht zumuten den Urintank (aka Adblue) alle 3-5tkm aufzufüllen, also wird die Abgasnachebadlung einfach eingestellt. VW schafft die NOx Ziele nicht, also wird die Motorsteuerung gepimpt. Einzelfälle? Betrug in Serie!

Den Diesel "sauber" zu machen ist unmöglich. Da kann man noch soviel Chemie durch die Gegend fahren. Der Dieselantrieb ist ein Relikt und gehört max auf dem Acker.

Bei Dir geht es doch nur ums Geld "Oder es sollten endlich gute und bezahlbare Hybrid Autos kommen" Es gibt sie, seit Jahren. Nur sind sie für Dich wahrscheinlich nicht gut genug. Ein Auto ist Luxus, wenn Du Dir das Auto nur leisten kannst, wenn andere darunter leiden, dann ist das zu bedauern.

Zitat:

Hauptsache die Umweltverschmutzung ist nicht bei uns, sondern nur da, wo der Benzin hergestellt wird.

Dass Diesel ein Abfallprodukt bei der Benzinherstellung ist, weisst Du aber schon? Dass es neben Benzin auch noch andere Kraftstoffe/Antriebsformen gibt? Ach egal, die Dieselabgase haben vermutlich schon erste bleibende Schäden verursacht. :D

Es zeichnet sich ja mit diesem Urteil ab, dass wir einen richtigen Flickenteppich bekommen werden, wo nahezu jede einzelne Stadt eigene Entscheidungen trifft. Ein Dieselverbot einzelner Städte dürfte schon machbar sein. Die Städte können ja auch LKW Fahrverbote in bestimmten Stadtteilen aussprechen.

Letztlich müssen die Städte zu Einzellösungen greifen, weil die Regierung leider seit Jahren eine Reform bzw. Erweiterung der Plakettenverordnung verhindert. Die grüne Plakette bekommen alle Diesel der letzten 10 Jahre. Da reicht gesunder Menschenverstand um zu wissen, dass das nicht fair oder sinnvoll sein kann. So stehen Euro 4 Diesel ohne Partikelfilter auf dem gleichen Niveau wie aktuelle Euro 6 Diesel, obwohl sich die Schadstoffemissionen erheblich unterscheiden.

Eine weitere Schadstoffgruppe ist dringend erforderlich. Wird es aber wohl nicht geben.

Ich finde es ja lustig, wie 'VVW' seinen 1.4 oder 1.6l Benziner mit einem 2.0 Diesel vergleicht.

Ebenso hat er keine Ahnung, dass ich in den Alpen lebe und täglich 1000m Höhenunterschied bewältigen muss.

Man zeige mir einen 2.0l Benziner, der dort seine angeblichen 6l Benzin braucht.

Lächerlich.

Viel Spaß beim bewältigen des Höhenunterschied's mit einem 1.6l Benziner und Hänger dran.

Aber das der dann locker 20l braucht ;)

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