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Extreme Startprobleme EL 252

Kawasaki EL 250
Themenstarteram 26. Mai 2016 um 13:34

Hallo liebe Zweiradfreunde!

Ich fahre seit nun gut 4 ½ Jahren meine EL 252. Das Motorrad ist ganzjährig angemeldet und steht mangels Garage die meiste Zeit des Jahres im Freien. Als ich sie zu dieser Saison wieder fahren wollte ergab sich allerdings das Problem, dass sie kaum noch ansprang. Einmal benötigte ich über eine Stunde um sie nach zahlreichen Start- und Anschiebeversuchen zum Laufen bekommen habe. Leider hat sich dieses Problem nach dem Start nach längerer Zeit nicht von selbst gelöst und sie zickt bei jedem Start so rum.

Bemerkenswert ist, dass sie nach ausschalten des Motors quasi genauso schlecht wieder anspringt, selbst wenn sie schon über 150km warm gelaufen ist. Die meisten Anschiebeversuche sind ebenfalls zwecklos.

Interessant ist allerdings, dass wenn sie an ist auch problemlos läuft, auffällig war dabei nur, dass sich der Spritverbrauch anscheinend erhöht hat. (normalerweise ca. 200km mit einer Tankfüllung, jetzt ist bei ca. 165-170km Schluss). Insbesondere nach dem Tanken tut sie sich schwer wieder anzuspringen, was mich vermuten ließ, dass sie möglicherweise absäuft. Aber auch die Schließung des Benzinhahnes hat keine Besserung gebracht.

Folgendes habe ich mittlerweile versucht:

- Vergaser ausgebaut und gereinigt, der wirkte allerdings nicht verstopft, Düsenlöcher waren offen.

- Zündkerzen getauscht, war nötig aber hat das Problem nicht behoben.

- Tank abgebaut und leerlaufen lassen, allerdings ist auch der sauber.

- Schalter der Wegfahrsperre gereinigt

Ansonsten habe ich die Elektrik gecheckt, Zündfunken bekommt sie, Luftfilter ist auch okay und Benzin kommt ebenfalls im Vergaser an, sprich: Es ist eigentlich alles da, dass es Wums machen müsste (Was ja auch der Fall ist wenn sie erstmal läuft).

Auffällig ist, dass sie offensichtlich Öl verliert, ich tippe mal auf die Zylinderkopfdichtung. Es ist etwas mehr Motoröl drin, als drin sein sollte, allerdings kann ich mir nur schwerlich vorstellen, dass das der Knackpunkt ist.

Ich bin mit meinem Latein leider am Ende und habe keine Idee mehr, wo der Fehler sein könnte, ich wäre daher sehr dankbar über gute Ratschläge!

Beste Antwort im Thema

Ja bin ich. Ablagerungen aus öffnungen deutlich kleiner als 1mm bekommst du nicht sauber. Und wenn die zu ist, kommt auch keine luft durch. Und sry, das war auch schon vor 30jahren so.

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35 Antworten
am 26. Mai 2016 um 14:22

Hast du mal versucht, Benzin mit einer Spritze o.ä. in die Zylinder zu füllen und dann zu starten ?

ist ne harte Nuss, was du da schreibst; ich tippe auf ein Vergaser-Problem bzw. Benzinzufuhr !

Ich würde die Vergaserdüsen-und Leitungen erstmal ordentlich mit Druckluft ausblasen;

Auch mal die Tankentlüftung beachten ! Deckel öffnen und starten;

Benzinfilter im Tank offen ? mal rausschrauben und prüfen !

Motoröl besser im Dreiviertel.-Bereich ; zuviel ist immer Sch.... !

Bau den vergaser aus, lass ihn im ultraschallbad reinigen. Nur so bekommst du die leerlaufkanäle sauber. Luftdruck etc hilft nicht. Dazu zur sicherheit ggf das schwimmerbadelventil neu ( vorher prüfen ). Ggg ist am sitz ein O-ring. Der auch neu...

2 probleme kannst du haben. Kein sprit durch ablagerungen, oder absaufen bzw überlaufen des vergasers.

Dürfte vom bild ähnlich sein...

am 26. Mai 2016 um 17:54

" Luftdruck hilft nicht "

Aha !

ich habe schon viele Vergaser während meiner mittlerweile mind. 35-jährigen Möp-Zeit mit Luftdruck gereinigt und die betroffenen Karren wieder zum Leben erweckt !

Da gabs noch keine Reinigung durch Ultraschall !

oder bist du der Meinung, dass man eine verdreckte Düse oder Zuleitung nicht mit Druckluft reinigen kann ?

Ja bin ich. Ablagerungen aus öffnungen deutlich kleiner als 1mm bekommst du nicht sauber. Und wenn die zu ist, kommt auch keine luft durch. Und sry, das war auch schon vor 30jahren so.

am 26. Mai 2016 um 18:33

Ich rede hier nicht von " Düse an den Mund und blasen", sondern von DRUCKluft; die Betonung liegt auf DRUCK !

aber wenn du meinst......

am 26. Mai 2016 um 21:45

Wie sieht es mit der Grundeinstellung (Leerlaufgemischschrauben) aus?

Es kommt hier ganz drauf an, wie das ganze verwinkelt ist. Aber rein Theoretisch ist es mit Druckluft durchblaßbar. Nur ist halt die Frage, ob man soviel Druck bei manchen Kompressoren auch wirklich aufbauen kann. Manche Kompressoren schaffen dies nämlich nicht.

Außerdem muss man auch schauen, wo man was und wie zuhält oder eben zu bekommt, damit der Druck auch wirklich in den Kanal geht, wo er hin soll.

Ein Ultraschallbad ist hier die einfachere und bequemere Variante. Aber mit Geduld und spuke kann man das auch ohne solch ein Bad machen.

Für mich hört sich das auch nach Nem Gemischproblem aus. Entweder direkt am Vergaser oder sie zieht irgendwo falschluft oder bekommt gar keine => Filter dicht...

Das schon kontrolliert?

am 26. Mai 2016 um 23:23

Könnte meiner Meinung nach auch in die Richtung gehen, Forster0007.

@KoelnKawa:

Prüf mal die Einstellung der Leerlaufgemischschrauben.

Laut Werkstatthandbuch sollen das 1,75 Umdrehungen raus sein

Bekommst noch ne PN von mir.

Themenstarteram 29. Mai 2016 um 14:12

Vielen Dank für eure Antworten. Ich werde den Tipps jetzt mal nachgehen, was ihr so schreibt, seit ihr ja recht sicher, dass der Vergaser der Knackpunkt ist. Was mich ein wenig irritiert: Wieso sich Schrauben einfach verstellen sollten. Den Vergaser werde ich dann wohl noch mal ausbauen und reinigen, wobei der mir wie gesagt sauber vorkam.

Meine Vermutung wäre jetzt dahingehend gegangen, dass die Geschichte möglicherweise was mit einem undichten Zylinderkopf und mangelnder Kompression zu tun hat. Der Anlasser arbeitet jedenfalls für meinen Geschmack fast ein bisschen zu widerstandsfrei.

am 29. Mai 2016 um 14:32

Dann wäre der einfachste Test jetzt erstmal die Kompression zu messen, bevor du was anderes machst.

hast du den Filter und nach Falschluft schon kontrolliert? Das ist das einfachste von allem. Einfach beim startknopfbetätigen und kalten motor mit Bremsenreiniger oder Startpilot auf den Ansaugtrakt sprühen. Ändert sich die Drehzahl? Dann hast du da ne Undichtigkeit gefunden.

Und luftfilter kontrollieren ist ja fast nen selbstgänger ;-)

Themenstarteram 29. Mai 2016 um 19:47

Jepp habe ich schon, Luftfilter sieht okay aus, Versuche mit Bremsenreiniger und Startpilot haben auch keinen Erfolg gebracht.

Allerdings habe ich eben mal die Kompression getestet, zwar nicht mittels Gerätschaft sondern nur mittels Abdichtung mit dem Handballen, aber das Ergebnis war meiner Meinung nach recht eindeutig:

Während auf dem rechten Zylinder ein merkbarer Unterdruck entstanden ist, war bei dem linken Zylinder nur ein schlürfen zu hören, jedoch kein spürbarer Unterdruck. Tippe daher mal auf die ZKD oder gibt es noch andere Ideen? Mir stellt sich jetzt nur die Frage: Müsste sie dann nicht zumindest auf dem einen Zylinder anspringen (abgesehen von der Möglichkeit, dass hier die Kompression für einen lockeren Start auch nicht ausreichend ist)?

Die Handballen technik ist doch Müll. Wirkliche aussagen kann man damit nicht.

Sollte aber wirklich auf dem einen keine Kompression stattfinden. Außerdem, warum läuft die Maschine, wenn sie läuft dann normal und zickt nur beim Start rum? Da stimmt was nicht. Die Kompression wäre auch im laufenden Zustand nicht da und die Maschine würde immer unrund laufen.

Sonst mal Ventilkontrolle gemacht? Wenn die vollkommen verstellt sind, kann auch keine Kompression mehr aufgebaut werden. Die ZKD würde ich als letztes ins Rennen werfen, weil es mit des teuersten ist.

am 29. Mai 2016 um 20:44

Hi

Den Vergaser hattest du ja zerlegt und gereinigt. Hattest denn bei der Reinigung, auch die Leerlaufgemischschrauben raus und wieder auf Grundeinstellung eingeschraubt? O-Ringe und Scheiben, Feder und Spitze an den Schrauben waren noch in Ordnung?

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