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Eure Erfahrungen zum Peugeot 207 SW

Peugeot
Themenstarteram 17. Juni 2021 um 11:04

Hallo,

ich bin ja noch immer auf der Suche nach dem passenden Fahrzeug. Jetzt habe ich einen Peugeot 207 sw gefunden,der mir gut gefallen würde.

Man hört und liest aber sehr viel negatives über das Modell. Könnt ihr das bestätigen? Kann man beruhigt ein Auto mit 120.000 km kaufen oder ist das zu viel? Der SW zählt ja (obwohl er ein Kombi ist) zu den Kleinwagen und da ist dann oft bei 150.000 schon Schluss oder die Reparaturkosten werden zu hoch.

Was sind die Schwachstellen bei diesem Modell?

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11 Antworten

So ein kleiner Kombi kann in vielen Fällen trotzdem sehr praktisch sein.

Eines sollte klar sein (und das gilt für alle Marken): Mit Alter und Laufleistung steigt die Chance auf eine teure Reparatur.

Der 207 ist durchaus recht robust. Viele negative Kommentare resultieren oftmals daher, dass man für kleines Geld einen Wagen mit Wartungsstau kauft. Und manchen Leuten fehlt heutzutage das Verständnis für bestimmte Wartungsmaßnahmen / Reparaturen.

Im Alter sind Benziner häufig günstiger, weil viele der Komponenten, die beim Diesel ausgetauscht werden müssen nicht vorhanden sind.

Je nach Fahrprofil dürfte der 1.6 VTi wohl die beste Wahl sein.

Themenstarteram 17. Juni 2021 um 13:48

Ja, der große Kofferraum und dennoch ist es ein kompaktes Auto, das finde ich wirklich sehr gut.

Optisch und vom praktischen ist das Modell mein Favorit.

Das Auto ist ein Benziner (ich möchte auch unbedingt einen Benziner) und Scheckheftgepflegt. Hat allerdings schon über 120.000 km gelaufen. Habe aber noch einen anderen mit etwas weniger gefunden, vielleicht schaue ich mir den auch noch an.

Kannst du mir ein paar Tipps geben, worauf ich beim Kauf besonders achten muss?

Ich fahre seit 4 Jahren einen SW 120VTi und liebe das Auto. Praktisch, komfortabel, robust.

Dummerweise hatte meiner scheinbar schon ein paar Macken ab Kauf, die teuer repariert werden mussten.

Ab 120.000km würde ich darauf achten, ob die Steuerkette + Kettenspanner ersetzt wurden. Auch die variable Ventilsteuerung ist im Alter mit Vorsicht zu genießen. Diese Dinge haben mich in den letzten Monaten Zeit, Nerven und Geld gekostet. Öl frisst er auch gut und gern. Und wenn du viel Kurzstrecke fahren möchtest, dies mag speziell dieser Motor gar nicht.

Klingt jetzt unterm Strich nicht so gut, aber das sollte man vor Kauf berücksichtigen und beherzigen. Ein bisschen mechanisches Verständnis mitbringen und ein wenig Bastelbereitschaft.

Mein 1.6 VTi bekommt jetzt im Alter zwischen der Wartung (alle 30tkm) auch einen reinen Ölwechsel (nach 15tkm). Bin vor einiger Zeit auf das PSA B71 2312 0W-30 gewechselt.

Die Kette in meinem 1.6 VTi ist bei 165tkm noch okay.

Ein gewisser Ölverbrauch ist bei den Motoren der EP Serie leider nicht untypisch.

Themenstarteram 17. Juni 2021 um 20:33

Ich bin überhaupt kein Autobastler, habe gar keine Ahnung davon. Es wäre daher schon wichtig, dass das Auto zuverlässig ist, da ich sonst alles in der Werkstatt machen lassen müsste. Dafür habe ich als Student aber auch nicht unbedingt das Budget. Ist der Peugeot den bei den Altersmängeln im Durchschnitt oder hat er da mehr Macken als andere Modelle?

Dann zähle ich noch die Dinge auf, die ich unter Bastelei verstehe und du dir selbst Werkstattkosten sparst:

in 3 von 4 Türverkleidungen die Clips ersetzt, weil alt und haben geklappert;

Vordersitze festgezogen, weil lose und geklappert;

Beifahrertür arretiert;

Parksensoren ersetzt;

Zündspulen ersetzt;

Innenraumfilter ersetzt;

Türschalter ersetzt;

Obligatorisches: Öl nachfüllen (oft, weil die EP6 Motoren sich gerne mehr gönnen); Lichtmittel ersetzen (auch die gehen gern kaputt);

Das ist alles kein Hexenwerk, aber du brauchst halt Zeit/Nerven und Werkzeug. Mein Peugeot 306 Cabrio ist gefühlt wartungsärmer. Mir fehlt auch der Vergleich zu anderen gleichaltrigen Gebrauchten, aber in jedem Fall verfügt der 207 über ein paar Annehmlichkeiten im Kleinwagensegment, die es zu einem - find ich - tollen Auto machen, aber die eben auch teuer werden, wenn sie, des Alters geschuldet, kaputt gehen.

Entscheidest du dich pro 207 SW, nimm das Facelift von 2009-2012. Da wurde nicht nur optisch und mit ESP nachgebessert, sondern auch der Motor an einigen Stellen optimiert.

Themenstarteram 20. Juni 2021 um 10:03

Wie viel haben eure Autos eigentlich schon gelaufen? Habe jetzt ein Fahrzeug mit 100.000 km gefunden (Baujahr 2009) und scheckheftgepflegt.

Ich habe meinen mit 78.000km übernommen und hat jetzt 128.000km auf der Uhr.

Du hattest weiter oben erwähnt, dass bei Kleinwagen oft bei 150.000 Schluss sei. Die VTi Motoren sind eher keine typischen Kleinwagenmotoren. Die vertragen mehr.

Ich habe meinen (2007er, 1.6 Benziner) mit 46‘000 km einem Freund abgekauft (Erbe seines verstorbenen Vaters). Der Wagen war top gepflegt und gewartet (natürlich immer noch dank meiner Pflege) und die Kilometer waren fast metergenau die kumulierten, täglichen Fahrten von seinem Haus zu seinem Lieblingsrestaurant.

Leider hatte er noch den schwächeren Kettenspanner und die Kette war bei etwa 50‘000 km gelängt. Für mich immer noch ein Rätsel bei diesem Kilometerstand und dieser Historie. Nach selbstständiger Reparatur kann ich nur das Beste über diesen Wagen sagen. Leider benutze ich ihn zwangsläufig fast ausschliesslich auf Kurzstrecken. Nicht ideal betreffend Verbrauch und allgemein für den Motor.

Als nächstes werde ich den Rat von @206driver befolgen und beim nächsten Ölwechsel auf 0W-30 Öl umsteigen.

Hab den SW, 2009, 1.4 95 P.S,

Meiner hat jetzt 204000 Km auf der Uhr.

Den als Limo, BJ 2010 mit 140000 Km auf der Uhr.

Beide laufen tadellos. Service mache ich selbst laut Hersteller Vorgaben.

Alle Verschleißteile werden von mir erneuert. Bremsen ,Filter usw.

Kann das Fahrzeug empfehlen.

Mal so meine Erfahrungen:

Kleinkram:

- Birnchen brennen quasi überall gerne und regelmäßig durch. Ansich kein Thema, ist halt nur nervig spätestens alle 6 Monate wieder irgendwo eine Birne zu tauschen.

- Vordersitze lösen sich gerne, kann man relativ einfach wieder festziehen. Fällt auch in die Kategorie nervig.

- Ein Bremslichtschalter hatte sich bei mir verabschiedet, kann man mit minimalem Aufwand und Sachverstand auch selber tauschen.

- Die vorderen Bremsbeläge sind relativ verschleißfreudig, besonders wenn man die 120 PS mal was auskosten will. Schadet nicht sich die mal bei jedem Reifenwechsel genauer anzusehen. Meine haben immer nur 30.000km gehalten und ich bin beileibe kein Raser. Schließlich hab ich bei anderen Autos schon 100.000km mit den ersten Belägen geschafft.

Größeres Zeug:

- Die Motoren fressen gerne Öl, besonders wenn man Sie auf der Bahn mal rannimmt. Also immer auf den Ölverbrauch achten!

- Steuerketten, sind auch bei den VTI ein Thema. Zwar haltbarer als bei den THP Motoren aber auch hier hatten wir jetzt schon den ein oder anderen Fall, mich eingeschlossen. Kostet schnell mal 1000€ für Alles.

- Getriebe sind auch ein Thema. Die 5-Gang Getriebe geben gerne schon mal den Geist auf. Besonders beim CC gehen die gerne mal kaputt, aber auch bei den anderen. Der Tausch kostet in einer freien Werkstatt auch schnell mal 1500€, vorausgesetzt man nimmt ein überholtes Getriebe.

- Nockenwellensteuerung zickt auch gerne herum. Irgendwann ist der Filter von dem Magnetventil dicht und dann kann sich die Nockenwelle nicht mehr so verstellen wie das Steuergerät es erwartet. Die Folge: Fehlermeldung Nockenwellensensor. Viele Werkstätten tauschen dann aus Unwissenheit einfach den Sensor ohne mal zu hinterfragen warum der Sensor anspringt. Wenn die Steuerzeiten nicht mehr passen gibt der Sensor natürlich die Info ans Steuergerät ;) Das ist schließlich sein Job!

- Thermostatgehäuse waren in den frühen Baujahren der VTI ein Thema. Hat Peugeot später auf Kulanz gewechselt, falls der Motor mal schleichend Kühlwasser verliert würde ich dort zuerst nachsehen.

- Wasserpumpen sind bei dem Motor auch so ein kleines Thema. BMW hat da eine Pumpe mit Reibradantrieb verbaut die gerne mal undicht werden. Der Keilriemen hat keinen fixen Wechselintervall und somit wird bei dem Tausch auch die Pumpe nicht getauscht bevor Sie undicht wird. Ansich kein riesiger Kostenfaktor, sollte man aber auch im Hinterkopf behalten.

So, nun zu den positiven Aspekten:

Die restliche Verarbeitung und die Rostresistenz sind relativ gut. Meiner war am Ende gut 8 Jahre alt und hatte keinen einzigen Rostfleck. Es gab zwar immer mal wieder Probleme mit kleineren Roststellen an Heckklappe und so weiter, aber das war wie gesagt bei meinem nie ein Problem. Auch mit dem Fahrwerk hatte ich, entgegen einiger TÜV-Berichte, nie ein Thema.

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