Erspart aus versteuertem Einkommen ?
Ich lese hier ständig nur " mein Budget für den Firmenwagen liegt bei 40.000 Euro " ,
oder mein neuer Firmenwagen wird fällig ....
Ich gebe zu, daß ich das mit Neid lese ..... und denke die Firmen hätten da noch einige Sparmöglichkeiten.
Es ist natürlich kein Problem für unter 180 Euro mtl. dann immer den aktuellsten
Mercedes zu fahren ..... ( 1 % = 400 Euro davon Grenzsteuersatz )
Wer rein privat ebenso alle 3 Jahre wechseln will , hat dann Kosten
von mindestens 420 Euro mtl. ( 7 % Neuwagenrabatt und Wertverlust 45 %
in 3 Jahren ).
Mich würde nun Mal interessieren, wer hier sich einen Neuwagen dieser Klasse
rein privat alle 3-4 Jahre neu kauft aus voll versteuertem Einkommen ?
Keine Schätzungen wie in dem anderen Fred, sondern konkret aus dem
Forum .....
Ich könnt mir Nichts schöneres vorstellen, als sorgenfrei alle 3 Jahre
in einen neuen C 220 CDI einsteigen zu können und läppische 180 mtl.
dafür netto zahlen zu müßen.
Teure Reparaturen fallen naturgemäß weg und oft ist ja sogar noch
Benzin und Versicherung dabei
48 Antworten
Hallo,
hier wird ja des öfteren Brutto/Netto, 0,3 oder 0,03% durcheinandergewirbelt.
Es ist doch Fakt, dass es für Firmenwagen zwei steurliche Möglichkeiten der privaten Ntzung für den Fahrer gibt:
1. Versteuerung mit 1% vom Bruttolistenanschaffungspreis (also inkl. MwSt. ohne Rabattberücksichtigung!)
2. Führen eines Fahrtenbuches
Des weiteren sind 0,03% des Bruttolistenanschaffungspreis für die kürzeste, einfache Fahrtstrecke zwischen Wohnsitz und Arbeitgeber zu versteuern. Wohl dem, der ein Homeoffice hat.
Zu 1. ist zu sagen, dass nach derzeitiger Rechtssprechung Navis versteuert werden müssen. Ausgenommen sind Kommunikationseinrichtungen (Handyvorrüstung) und beim Kauf mitbestellte Winterreifen.
Ich habe vor 7 Wochen einen neuen Firmenwagen bekommen und habe das ausführlich mit Steuerberatern geklärt.
@Themenstarter
Klar ist das nett einen Firmenwagen zu haben, aber es kostet auch mehr als die von dir angegebenen EUR 180. In meinem Fall ca. EUR 350.
Der Grund, weshalb immer höhere Firmenwagenanteil für Arbeitnehmer anfallen liegt in den hohen Sozialversicherungsanteilen. Ein Arbeitnehmer verzichtet lieber auf eine Gehaltserhöhung und nimmt dafür lieber einen Firmenwagen, Firmenhandy, Tanken in der Firma usw.
Aufgrund dieser Konstelation haben der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber geringere Sozialversicherungsbeiträge und beide steurerliche Vorteile.
Das kann man auch "Subvention" nennen. Diese Subvention bezahlen alle Steuerzahler, welche nicht in den Genuss eines Firmenwagens bzw. Sachkostenanteiles kommen (können).
Ganz besonders trifft es diejenigen, welche von der Abschaffung bzw. Kürzung der Pendlerpauschale betroffen sind. Hier hat der Arbeitnehmer keine "Gestaltungsmöglichkeit" mehr.
Nur dadurch sinkt der Rentenanspruch auch um den abgesenkten Gehaltsanteil.
Wie ich dachte, es hat sich Niemand gemeldet der ein Auto für 40.000 bis 50.000
Euro ( wie früher üblich ) privat angespart und aus versteuertem Einkommen neu gekauft hat.
Hallo alf1000,
interessante Thesen ..... :-)
Wer weniger in die Sozialversicherung z.B. Rentenkasse einzahl, bekommt auch weniger heraus. Ganz einfach.
Wo habe ich denn beim Dienstwagen einen steuerlichen Vorteil? Ich z a h l e Steuern dafür = MBSchwuppdich ==> Staatskasse.
Durch die Kürzung der Pendlerpauschale bekomme auch ich weniger.
Das Wort "Subvention" ist in diesem Zusammenhang meiner bescheidenen Meinung nach mehr als falsch.
Alle Steuerzahler zahlen nicht mehr als wenn keiner einen Dienstwagen hätte. Im Gegenteil, die Steuereinnahmen des Stattes wären geringer. 1. durch die private Versteuerung eines jeden Dienstwagenfahrers , 2. durch die geringeren Zulassungen. Der Statt verdient an jedem Auto tausendfach. Mehrwehrsteuer, KFZ Steuer, Benzinsteuer, Mehrwertsteuer auf Benzin.... . Du musst zwischen Steuer- und Sozialversicherungsabgaben unterscheiden.
Keiner hat durch die Kürzung der Pendlerpauschale eine "Gestaltungsmöglichkeit". Weder der Privatfahrer, noch der Dienstwagenfahrer.
Ich warte noch drauf, dass jemand sagt, dass der Dienstwagenfahrer, der wie ich ca. 40.000km fährt,ja auch viel Spesen bekommt und sich davon ganze Häuserzeilen leisten kann.
Wer gerne einne Dienstwagen haben möchte sollte versuchen einen Job zu finden in dem ihm einer gestellt wird. Nur sollte er darauf achten, dass sein Arbeitgeber nicht zu weit von Wohnsitz entfent wohnt, sonst gibts das grosse Heulen.
Zitat:
Original geschrieben von rainer-wiesbade
Wie ich dachte, es hat sich Niemand gemeldet der ein Auto für 40.000 bis 50.000
Euro ( wie früher üblich ) privat angespart und aus versteuertem Einkommen neu gekauft hat.
Na dann geh mit gutem Beispiel voran und hau die Kohle die du eventuell nächstes Jahr bekommst unters Volk 😁
Zitat:
Original geschrieben von rainer-wiesbade
Wie ich dachte, es hat sich Niemand gemeldet der ein Auto für 40.000 bis 50.000
Euro ( wie früher üblich ) privat angespart und aus versteuertem Einkommen neu gekauft hat.
Vielleicht möchte sich hier auch gar keiner dazu äußern, weils dann hinterher wieder heißt, er wäre ein Angeber und müßte es unbedingt kundtun, dass die "Karre" bar bezahlt ist.
Gruß,
Marc
hallo mbschwuppdich,
zunächst stelle ich fest:
Niemand muß einen Geschäftswagen von seinem Arbeitgeber nehmen wenn er nicht will. Ich kenn jedoch keinen, der darauf verzichtet hätte - warum wohl ?
Die 1 %ige Pauschalversteuerung des Geschäftswagens bedeutet, dass bei einem Bruttopreis von 50.000,- der Arbeitnehmer einen monatlichen Einkommensanteil von 500,- mehr versteuern muß. Bei einem Steueranteil von angenommen 30 % bedeutet dies, dass ein Entgelt von zusätzlich mtl. ca. 150,- an Steuern zu bezahlen ist.
Jetzt stellt sich die Frage:
Wenn ich n un anstatt eines Geschäftswagens ein privates Kfz anschaffen müsste, dann würde mich dieses ein vielfaches davon kosten - wohlgemerkt aus meinem schon versteuerten Einkommen - zusätzlich.
Wenn das keine Subvention ist !! dann weiß ich nicht mehr, was man Subvention nennen kann!
Zitat:
Original geschrieben von alf100
Niemand muß einen Geschäftswagen von seinem Arbeitgeber nehmen wenn er nicht will. Ich kenn jedoch keinen, der darauf verzichtet hätte - warum wohl ?
Kann man so pauschal sicher nicht sagen, da es sofern keine Außendiensttätigkeit vorliegt verschiedenen "Dienstwagenmodelle" gibt.
Oft fällt hier zusätzlich zur Besteuerung (1% und 0,03%) eine Mitarbeiterbeteiligung der Leasingrate und der Unterhaltskosten in Abhängigkeit vom angegeben Normverbrauch als Kürzung der Bonuszahlung vor Steuer an. Hier "rechnet" sich ein Geschäftswagen i.d.R. nur ab einer hohen privaten km-Fahrleistung.
*mitdemfingerschnipp*
Ja, ich kenne jemanden, der seinen Firmenwagen nach 3 Monaten abgegeben hat. Er hatte ca. 90km zur Arbeit und brauchte seinen privaten Wagen für seine Frau, d.h. er konnte ihn nicht verkaufen. Bei nur EUR 40.000 Bruttolistenanschaffungspreis musste er allein für die Fahrten zur Arbeitsstätte EUR 1.080 monatlich versteuern. Ist aber auch egal. Du hast deine Meinung dazu und jut ists.
Ach, zum Thema "Subvention":
Subventionen (von lat. subvenire = zu Hilfe kommen) sind finanzielle Hilfen ohne unmittelbare Gegenleistung, die von staatlichen Institutionen an private Haushalte oder an private Unternehmen geleistet werden. Es steht bei Wikipedia aber auch: "Es gibt jedoch keine allgemein verbindliche und/oder anerkannte Definition dessen, was als Subvention anzusehen ist."
Also, nimm es als "Subention", für mich ist es keine.
Es gibt auch Firmen, die es ihren Mitarbeitern ermöglichen, zu günstigen Konditionen Fahrzeuge zu leasen und die Leasingrate über einen Gehaltsverzicht (d.h. also vom Brutto) zu bezahlen.
KlickZitat:
Original geschrieben von pfirschau
Die andere Regelung ist auch nicht "steuerlich Festgeschrieben" festgeschrieben...
Mit anderen Worten .... es wird subventioniert, weil wie ich ja vermutet habe
nur noch 30 % sowas privat kaufen.
Sogar Schröder fuhr privat einen 25.000 Euro Wagen usw.
Ohne diese Firmenwagen Subvention würden praktisch nur noch Autos
der Golf Klasse gekauft und da können die ausländischen Hersteller
mithalten = deutsche Autoindustrie würde sicher 25 % runtergehen
Zitat:
Original geschrieben von rainer-wiesbade
Ohne diese Firmenwagen Subvention würden praktisch nur noch Autos
der Golf Klasse gekauft und da können die ausländischen Hersteller
mithalten = deutsche Autoindustrie würde sicher 25 % runtergehen
Lol, ob die Edelkatzen darauf wohl abfahren
Hallo Rainer,
dein 1. Satz ist Gold wert.
An dir ist ein Volkswirt verloren gegangen.
Es gibt auch viele Firmen bei denen der Mitarbeiter nicht nur die 1% + 0,03% Steuer bezahlen muss, sondern sich auch an einem Teil der Anschaffungskosten - gegenüber seinem Arbeitgeber - beteiligen muss, sofern das Auto über dem zugedachten Standard liegt.
Fakt ist ja dann - nach deiner Aussage - das wir Firmenwageninhaber die Autoindustrie am laufen halten! Uns gebührt der Dank, dass nicht alle Fahrzeuge einer Klasse entsprechen (hatten wir schonmal vor 1989) .
So, ich bin nur nicht mehr online, da ich jetzt meinen Firmenwagen morgen den ganzen Tag dazu nutzen muss für die Firma unterwegs zu sein. Ja, auch das kommt vor :-)
Schönen Abend.