Erfahrungsbericht i3
Hallo zusammen,
nach nun 6 Monaten Erfahrung mit dem BMW i3 ist es an der Zeit mal einen Erfahrungsbericht zu schreiben. Ich komme eigentlich nur darauf, weil ich fast täglich auf das Auto angesprochen werde - folglich das allgemeine Interesse hoch ist, insbesondere seit dem Beschluss der staatlichen Förderung.
Modell:
i3 mit Rex (range extender = 2 Zylinder Motor aus dem BMW "Scooterprogramm"😉- an Austattung habe ich alles genommen was es in der Aufpreisliste gibt, die allerdings beim i3 nicht sonderlich lang ist.
Exterieur:
Als Farbe habe ich solarorange gewählt, dazu die abgedunkelten Scheiben, das ist natürlich Geschmackssache aber mir gefällt er so sehr gut und er fällt noch ein bisschen mehr auf (im Vergleich zu schwarz). Ob das Design nun sonderlich gefällig ist, darüber kann man streiten aber ich glaube die Entscheidung für ein solch besonderes Design ist zum Start in die Elektroautoaera sehr geschickt - wer erkennt schon einen Elektrogolf auf den ersten Blick.
Tankklappen hat er durch den Rex zwei, die Eine hinten rechts wie bei jedem BMW, nur das dahinter die Steckdose ist in die der AC2 oder der Combo2 Stecker passt (letzterer für Schnellladen bis 50kW, der Energiespeicher hat ca. 20 kWh Kapazität). Rechts vorne an der Seitenwand (Kotflügel) ist die zweite Tankklappe mit dem Einfüllstutzen für Benzin (alle Sorten verträgt er). Die äußere Kunststoffklappe lässt sich nur öffnen, wenn man vorher im Innenraum auf der Fahrerseite im Fußraum den Knopf zum Belüften des Tanksystems aktiviert hat. Das hat wohl etwas mit den Emissionsvorschriften zu tun, der Tank wird dann über einen Aktivkohlefilter belüftet, es ist also kein Benzingeruch zu vernehmen. In den Tank passen ca. 9l Benzin.
Unter der Frontklappe (elektrisch zu Öffnen über Funkschlüssel oder einen Knopf im Fußraum Fahrerseite) befindet sich ein kleines Fach für das Ladekabel und den Luftkompressor mit Dichtmittel bei Reifenpanne. Ausserdem kann man hier die Scheibenwaschflüssigkeit nachfüllen. Für sehr Neugierige: Hier wäre noch die Möglichkeit Kühlwasser für die beiden Kühlkreisläufe nachzufüllen oder die Bremsflüssigkeit zu kontrollieren und einen Blick auf die winzige 12V Bleisäurebatterie zu werfen, die er zum Puffern der 12V Elektrik braucht.
Das gesamte Exterieur besteht aus Kunststoff, was man aber nur merkt wenn man mal dagegendrückt und wo sonst Blechteile eher wenig nachgeben fühlt sich das beim i3 etwas weicher an. Von der sehr stabilen CFK Fahrgastzelle kann man eigentlich nur im Einstiegsbereich bei geöffneter Tür etwas sehen, da ist der Kunststoff unlackiert so das man die Faser-Matrix-Struktur sehen kann. Apropos Tür, die hintere öffnet ja gegenläufig, was in der Praxis fast immer ok ist, lediglich in engen Parklücken ist das für die hinteren Passagiere eine Herausforderung sich da herauszuschlängeln. Funktioniert folgendermaßen: Immer zuerst die vordere Tür öffnen, dann die Hintere, dann so weit nach vorne treten das die hintere Tür wieder geschlossen werden kann um dann an ihr vorbeizukommen und dann die vordere Tür schliessen zu können. Hört sich aber komplizierter an als es in der Praxis ist. Hinter der Heckklappe befindet sich auf guter Beladungshöhe der schnuckelige Kofferraum, der sich aber prima durch die variabel verstellbaren Rücklehnen erweitern lässt. Ein Fach unter der Kofferraumabdeckung gibt es allerdings nicht, da hier der Elektromotor, die Elektronik und der Rangeextender platziert sind. Lediglich eine Serviceklappe zum Messen des Ölstands des Rex ist hier zugänglich.
Interieur:
Für ein viermeter Auto ist der Innenraum wahnsinnig luftig, man hat das Gefühl in einem viel größeren Auto zu sitzen. Die I-Tafel ist aus meiner Sicht ein echter Designer Schmuckstück, das wirkt sehr modern und edel. Lediglich das Grundmaterial der I-Tafel also direkt vor der Frontscheibe sowie Teile der Türverkleidung sind aus einem sicherlich wahnsinnig ökologisch Wertvollen Material gefertigt, sieht allerdings aus wie Recyclingmaterial- also mir ein bisschen zu viel Öko. Die Sitze sind sehr komfortabel (ich habe die Lederausstattung) und besonders praktisch: man kann durch die fehlende Mittelkonsole problemlos auf die Beifahrerseite rutschen um auf der anderen Seite auszusteigen (wenn man zum Beispiel an einer viel befahrenen Hauptstrasse parkt). Allerdings muß man vorher die Armauflage hochklappen, die würde wahrscheinlich ein Draufsetzen nicht verzeihen. Hinten sind zwei Sitze mit Getränkehaltern zwischen diesen Beiden, also insgesamt ist das Auto ein Viersitzer. Die Beleuchtung im Interieur ist mit hellen LED ausgeführt, welche normal weiß leuchten, lediglich beim Öffnen des Fahrzeugs mit der Fernbedienung leuchten sie grellblau, was ich aber ziemlich cool finde.
Das Fahren:
Selten hat mich Autofahren derart entspannt wie im i3. Nach dem Drücken des Start-Stop-Knopfs kommt aus einem Bestätigungston kein weiteres Geräusch. Dann vorsichtig das erste mal das "Gaspedal" betätigen - irres Gefühl so lautlos zu beschleunigen. Sobald die das erste Staunen vorbei ist mal testen wie er denn wirklich beschleunigt, wow unglaublich wie der abzieht, jetzt kann man ein leises unaufdringliches "Surren" hören aber wirklich beeindruckend wie er bis ca. 120 km/h sprintet. Danach bis 150 km/h (dann wird elektronisch abgeregelt) geht es etwas gemächlicher aber keineswegs langsam. Ausser Windgeräuschen ist dann kaum etwas zu hören, da die dünnen Reifen auch nicht so viele Geräusche machen. Dann die nächste Überraschung: beim Gas wegnehmen "bremst" das Auto als würde man leicht die Bremse treten, was passiert?: Der i3 rekuperiert dann, also er wandelt die Bewegungsenergie über den Elektroantrieb wieder in elektrische Energie um und speichert diese in der Batterie. Die Hochvoltbatterie sitzt übrigens unter den Passagieren im Fahrzeugboden, was für einen sehr niedrigen Schwerpunkt sorgt und somit für ordentlich Spaß beim Kurvenfahren. In Summe fährt der i3 sportlich wie jeder BMW aber ohne Geräusche und mit einem grünen Gewissen wenn man denn Ökostrom tankt. Das Aufladen funktioniert genauso einfach wie das einstöpseln des Staubsaugers oder der Kaffeemaschine, also einfach Stecker in die Steckdose (hoffentlich in der Garage vorhanden und idealerweise mit 16 A abgesichert) und das andere Ende ins Auto gesteckt - fertig. Also zumindest bei völlig leerem Tank/Batterie nach 6 bis 8 h fertig. Wer also über Nacht zu Hause lädt, den wird das nicht stören. Wer es eiliger hat kann sich eine Wallbox kaufen (die muss ein Elektriker installieren), dann geht das Aufladen deutlich schneller. Und für ganz Eilige gibt es die 50kW Schnelllader, dann sind es von 0% auf 80% in 30 Minuten. Sollte sich jemand Sorgen machen den Stecker bei strömendem Regen in das Auto zu stecken, überhaupt kein Problem weil der Ladevorgang erst startet wenn das Auto die Sicherheit überprüft hat (sekundenschnell) und dann die Spannung freigegeben wird.
Sollte einem wirklich mal der Strom ausgehen, dann springt der REX (sofern bestellt) selbständig an und lädt die Batterie nach, also er treibt nicht die Räder an, sondern einen Generator der dann die Batterie lädt. Das hört sich dann ein bisschen so an als ob ein Hubschrauber in einiger Entfernung hinter einem herfliegen würde (habe ich beim ersten Mal wirklich gedacht). Die Drezahl des Verbrenners wird automatisch geregelt und orientiert sich an der Geschwindigkeit mit der man fährt. Wenn man sich aber erstmal an das elektrische Fahren gewöhnt hat möchte man ehrlichgesagt nicht das der REX anspringt und fährt lieber rechtzeitig zu einer Ladesäule. Eine oft gestellte Frage ist die zur Reichweite. Eigentlich spielt sie im Alltag keine Rolle für mich, da mein Arbeitsweg hin und zurück nur 60 km beträgt und dafür benutze ich das Auto hauptsächlich, also mir reicht die Batterie eigentlich immer. Aber jetzt mal zu den Praxisangaben: Im Winter bei gut genutzter Heizung (ich stelle sie meistens auf 25°C da ich sehr Kälteempfindlich bin) sinkt die Reichweite schon mal auf 90 km, jetzt wo es warm draußen ist zeigt er meistens 130 km an (+ REX noch mal ca. 150 km) . Wem das nicht reicht der kann ja jetzt den i3 auch mit größerem Energiespeicher bestellen.
Fazit:
Den i3 würde ich jederzeit wieder kaufen und bin absolut begeistert vom elektrischen Fahren. Was muss noch verbessert werden? Das Auto finde ich perfekt aber die öffentlichen Ladesäulen sollten auf ein einheitliches Bezahlsystem verpflichtet werden, denn leider kann man nicht an jeder Ladesäule (und es gibt inzwischen wirklich sehr, sehr viele) einfach so aufladen, da es verschieden Karten gibt mit denen die Freischaltung erfolgt und einfach so mit Credit- oder EC-Karte funktionieren die meisten Ladesäulen nicht.
Beste Antwort im Thema
Hallo zusammen,
nach nun 6 Monaten Erfahrung mit dem BMW i3 ist es an der Zeit mal einen Erfahrungsbericht zu schreiben. Ich komme eigentlich nur darauf, weil ich fast täglich auf das Auto angesprochen werde - folglich das allgemeine Interesse hoch ist, insbesondere seit dem Beschluss der staatlichen Förderung.
Modell:
i3 mit Rex (range extender = 2 Zylinder Motor aus dem BMW "Scooterprogramm"😉- an Austattung habe ich alles genommen was es in der Aufpreisliste gibt, die allerdings beim i3 nicht sonderlich lang ist.
Exterieur:
Als Farbe habe ich solarorange gewählt, dazu die abgedunkelten Scheiben, das ist natürlich Geschmackssache aber mir gefällt er so sehr gut und er fällt noch ein bisschen mehr auf (im Vergleich zu schwarz). Ob das Design nun sonderlich gefällig ist, darüber kann man streiten aber ich glaube die Entscheidung für ein solch besonderes Design ist zum Start in die Elektroautoaera sehr geschickt - wer erkennt schon einen Elektrogolf auf den ersten Blick.
Tankklappen hat er durch den Rex zwei, die Eine hinten rechts wie bei jedem BMW, nur das dahinter die Steckdose ist in die der AC2 oder der Combo2 Stecker passt (letzterer für Schnellladen bis 50kW, der Energiespeicher hat ca. 20 kWh Kapazität). Rechts vorne an der Seitenwand (Kotflügel) ist die zweite Tankklappe mit dem Einfüllstutzen für Benzin (alle Sorten verträgt er). Die äußere Kunststoffklappe lässt sich nur öffnen, wenn man vorher im Innenraum auf der Fahrerseite im Fußraum den Knopf zum Belüften des Tanksystems aktiviert hat. Das hat wohl etwas mit den Emissionsvorschriften zu tun, der Tank wird dann über einen Aktivkohlefilter belüftet, es ist also kein Benzingeruch zu vernehmen. In den Tank passen ca. 9l Benzin.
Unter der Frontklappe (elektrisch zu Öffnen über Funkschlüssel oder einen Knopf im Fußraum Fahrerseite) befindet sich ein kleines Fach für das Ladekabel und den Luftkompressor mit Dichtmittel bei Reifenpanne. Ausserdem kann man hier die Scheibenwaschflüssigkeit nachfüllen. Für sehr Neugierige: Hier wäre noch die Möglichkeit Kühlwasser für die beiden Kühlkreisläufe nachzufüllen oder die Bremsflüssigkeit zu kontrollieren und einen Blick auf die winzige 12V Bleisäurebatterie zu werfen, die er zum Puffern der 12V Elektrik braucht.
Das gesamte Exterieur besteht aus Kunststoff, was man aber nur merkt wenn man mal dagegendrückt und wo sonst Blechteile eher wenig nachgeben fühlt sich das beim i3 etwas weicher an. Von der sehr stabilen CFK Fahrgastzelle kann man eigentlich nur im Einstiegsbereich bei geöffneter Tür etwas sehen, da ist der Kunststoff unlackiert so das man die Faser-Matrix-Struktur sehen kann. Apropos Tür, die hintere öffnet ja gegenläufig, was in der Praxis fast immer ok ist, lediglich in engen Parklücken ist das für die hinteren Passagiere eine Herausforderung sich da herauszuschlängeln. Funktioniert folgendermaßen: Immer zuerst die vordere Tür öffnen, dann die Hintere, dann so weit nach vorne treten das die hintere Tür wieder geschlossen werden kann um dann an ihr vorbeizukommen und dann die vordere Tür schliessen zu können. Hört sich aber komplizierter an als es in der Praxis ist. Hinter der Heckklappe befindet sich auf guter Beladungshöhe der schnuckelige Kofferraum, der sich aber prima durch die variabel verstellbaren Rücklehnen erweitern lässt. Ein Fach unter der Kofferraumabdeckung gibt es allerdings nicht, da hier der Elektromotor, die Elektronik und der Rangeextender platziert sind. Lediglich eine Serviceklappe zum Messen des Ölstands des Rex ist hier zugänglich.
Interieur:
Für ein viermeter Auto ist der Innenraum wahnsinnig luftig, man hat das Gefühl in einem viel größeren Auto zu sitzen. Die I-Tafel ist aus meiner Sicht ein echter Designer Schmuckstück, das wirkt sehr modern und edel. Lediglich das Grundmaterial der I-Tafel also direkt vor der Frontscheibe sowie Teile der Türverkleidung sind aus einem sicherlich wahnsinnig ökologisch Wertvollen Material gefertigt, sieht allerdings aus wie Recyclingmaterial- also mir ein bisschen zu viel Öko. Die Sitze sind sehr komfortabel (ich habe die Lederausstattung) und besonders praktisch: man kann durch die fehlende Mittelkonsole problemlos auf die Beifahrerseite rutschen um auf der anderen Seite auszusteigen (wenn man zum Beispiel an einer viel befahrenen Hauptstrasse parkt). Allerdings muß man vorher die Armauflage hochklappen, die würde wahrscheinlich ein Draufsetzen nicht verzeihen. Hinten sind zwei Sitze mit Getränkehaltern zwischen diesen Beiden, also insgesamt ist das Auto ein Viersitzer. Die Beleuchtung im Interieur ist mit hellen LED ausgeführt, welche normal weiß leuchten, lediglich beim Öffnen des Fahrzeugs mit der Fernbedienung leuchten sie grellblau, was ich aber ziemlich cool finde.
Das Fahren:
Selten hat mich Autofahren derart entspannt wie im i3. Nach dem Drücken des Start-Stop-Knopfs kommt aus einem Bestätigungston kein weiteres Geräusch. Dann vorsichtig das erste mal das "Gaspedal" betätigen - irres Gefühl so lautlos zu beschleunigen. Sobald die das erste Staunen vorbei ist mal testen wie er denn wirklich beschleunigt, wow unglaublich wie der abzieht, jetzt kann man ein leises unaufdringliches "Surren" hören aber wirklich beeindruckend wie er bis ca. 120 km/h sprintet. Danach bis 150 km/h (dann wird elektronisch abgeregelt) geht es etwas gemächlicher aber keineswegs langsam. Ausser Windgeräuschen ist dann kaum etwas zu hören, da die dünnen Reifen auch nicht so viele Geräusche machen. Dann die nächste Überraschung: beim Gas wegnehmen "bremst" das Auto als würde man leicht die Bremse treten, was passiert?: Der i3 rekuperiert dann, also er wandelt die Bewegungsenergie über den Elektroantrieb wieder in elektrische Energie um und speichert diese in der Batterie. Die Hochvoltbatterie sitzt übrigens unter den Passagieren im Fahrzeugboden, was für einen sehr niedrigen Schwerpunkt sorgt und somit für ordentlich Spaß beim Kurvenfahren. In Summe fährt der i3 sportlich wie jeder BMW aber ohne Geräusche und mit einem grünen Gewissen wenn man denn Ökostrom tankt. Das Aufladen funktioniert genauso einfach wie das einstöpseln des Staubsaugers oder der Kaffeemaschine, also einfach Stecker in die Steckdose (hoffentlich in der Garage vorhanden und idealerweise mit 16 A abgesichert) und das andere Ende ins Auto gesteckt - fertig. Also zumindest bei völlig leerem Tank/Batterie nach 6 bis 8 h fertig. Wer also über Nacht zu Hause lädt, den wird das nicht stören. Wer es eiliger hat kann sich eine Wallbox kaufen (die muss ein Elektriker installieren), dann geht das Aufladen deutlich schneller. Und für ganz Eilige gibt es die 50kW Schnelllader, dann sind es von 0% auf 80% in 30 Minuten. Sollte sich jemand Sorgen machen den Stecker bei strömendem Regen in das Auto zu stecken, überhaupt kein Problem weil der Ladevorgang erst startet wenn das Auto die Sicherheit überprüft hat (sekundenschnell) und dann die Spannung freigegeben wird.
Sollte einem wirklich mal der Strom ausgehen, dann springt der REX (sofern bestellt) selbständig an und lädt die Batterie nach, also er treibt nicht die Räder an, sondern einen Generator der dann die Batterie lädt. Das hört sich dann ein bisschen so an als ob ein Hubschrauber in einiger Entfernung hinter einem herfliegen würde (habe ich beim ersten Mal wirklich gedacht). Die Drezahl des Verbrenners wird automatisch geregelt und orientiert sich an der Geschwindigkeit mit der man fährt. Wenn man sich aber erstmal an das elektrische Fahren gewöhnt hat möchte man ehrlichgesagt nicht das der REX anspringt und fährt lieber rechtzeitig zu einer Ladesäule. Eine oft gestellte Frage ist die zur Reichweite. Eigentlich spielt sie im Alltag keine Rolle für mich, da mein Arbeitsweg hin und zurück nur 60 km beträgt und dafür benutze ich das Auto hauptsächlich, also mir reicht die Batterie eigentlich immer. Aber jetzt mal zu den Praxisangaben: Im Winter bei gut genutzter Heizung (ich stelle sie meistens auf 25°C da ich sehr Kälteempfindlich bin) sinkt die Reichweite schon mal auf 90 km, jetzt wo es warm draußen ist zeigt er meistens 130 km an (+ REX noch mal ca. 150 km) . Wem das nicht reicht der kann ja jetzt den i3 auch mit größerem Energiespeicher bestellen.
Fazit:
Den i3 würde ich jederzeit wieder kaufen und bin absolut begeistert vom elektrischen Fahren. Was muss noch verbessert werden? Das Auto finde ich perfekt aber die öffentlichen Ladesäulen sollten auf ein einheitliches Bezahlsystem verpflichtet werden, denn leider kann man nicht an jeder Ladesäule (und es gibt inzwischen wirklich sehr, sehr viele) einfach so aufladen, da es verschieden Karten gibt mit denen die Freischaltung erfolgt und einfach so mit Credit- oder EC-Karte funktionieren die meisten Ladesäulen nicht.
867 Antworten
Ich fahre gerne schnell. Seit Jahrzehnten. Das Gesamtkonzept „i3“ gibt mir das Gefühl, dass elektrotypische Geschwindigkeiten nicht Fahren ist, sondern Leben. Kann ich nicht genauer erklären. Würde ich in einem IDsonstwas, i4 … vermutlich nicht so empfinden.
Alles Gute für das Neue Jahr.
Wir haben unseren i3 am 9.12. diesen Jahres geholt und sind bis heute bereits 2.300 km gefahren. Der i3 dient als Überbrückung bis unser i4 nächstes Jahr kommt. Davor sind wir den 55er e-tron gefahren. Also uns gefällt er gut. Ein bisschen mehr Reichweite bzw. Akkukapazität würde ihm gut stehen. Der Verbrauch ist aber dennoch Top wenn man bedenkt welchen Technologiestand er hat. 🙂
Zitat:
@rosswell schrieb am 31. Dezember 2021 um 21:28:45 Uhr:
Der i3 dient als Überbrückung bis unser i4 nächstes Jahr kommt.
Vielleicht wirst du den 2,70 m kleineren Wendekreis beim i4 vermissen 🙂.
j.
Das auf jeden Fall. Der i3 wird aber unser Zweitfahrzeug für die alltäglichen Fahrten bleiben. 🙂
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Zitat:
@Xentres schrieb am 31. Dezember 2021 um 14:27:32 Uhr:
Mal sehen wie die Rückfahrt läuft 🙂
Zur Ergänzung:
Rückfahrt ist auch beendet.
Dieses Mal 2:17 für 201 km bei 9 bis 12 Grad.
Tempomat 115 auf der Autobahn, dieses Mal ohne Ladestopp, da die Kinder besser geschlafen haben und ruhig geblieben sind.
Angenehme Fahrt, abgesehen von einem kroatischen Transporter, der uns beim Spurwechsel beinahe abgeschossen hätte.
Guter Verbrauch, bist mit 100% los gefahren? Wenn er wieder voll ist (falls Du ihn jetzt lädst), wie viel kWh sind hineingeladen worden?
Ja, 100% SoC bei Start und vorprogrammierte Abfahrtszeit.
Habe bei meinen Eltern an der Drehstromdose geladen, die Wallbox lassen sie demnächst installieren.
Er lädt gerade in der Garage für morgen.
Wieviel reingeladen wird, kann ich dann nur über mybmw-app angeben.
Dürften halt so 35 bis 36 kwh sein.
PS: Ich dachte ja, wir müssen auf der Rückfahrt laden (Verbrauch ist zurück mit allen Fahrzeugen höher), aber ging ja auch ohne und sogar schneller.
@Xentres guter Bericht. 200 km ist so ziemlich genau auch die Entfernung zu meinen Schwiegeltern, bei mindestens 90% Anteil AB und flacher Topographie. Gut zu wissen, dass man es in einem Rutsch schaffen kann.
Im Moment probieren wir das Auto nur in der näheren Umgebung aus. Soweit sind wir begeistert. Was besser sein könnte sind die Assitenzsysteme und das Entertainment, sowie die Platzausnutzung. Der Kofferraum ist zu klein gemessen am Auto und die Frontscheibe bildet auf Grund der Entfernung zum Fahrer eher eine atmosphärische Grenze zur großen weiten Welt dahinter... Das Thema mit der Reichweite war ja bekannt.
Ansonsten tolles Auto! Vielleicht bringt BMW doch einen Nachfolger. Sonst droht dem Auto wahrscheinlich ein ähnliches Schicksal wie dem Audi A2: zu Lebzeiten eher verschmäht und als Gebrauchter heiß begehrt.
Ich halte das Thema hier ein bisschen am Leben:
Mein i3 hat jetzt nach knapp 2 Jahren (22 Monate seit EZ, fast 24 Monate seit Produktion) und ca. 32000 km den ersten Service hinter sich.
Zugleich ist recht pünktlich zum Service die Sitzheizung fahrerseits ausgefallen ("Wackelkontakt).
Laut Werktstatt ist es die Heizmatte, meines Wissens nach ein übliches Problem.
Leider kann aufgrund der globalen Probleme ein Lieferdatum für das Ersatzteil nicht genannt werden, ich warte also mal ab.
Dann gibt es noch ein paar "First world problems", die wahrscheinlich etwas hausgemacht sind:
- Regensensor funktioniert weiterhin nicht gut genug für mein Empfinden, habe aber keinen DAP und daher wahrscheinlich einfach auch serienmäßig keine besonders gute Kamera verbaut. Beim X1 mit DAP funktioniert das besser.
- Fernlicht kommt mir etwas hoch vor, es gibt eine Art dunklen Balken zwischen Abblendlicht und Fernlicht. Die Werkstatt hat keine Fehleinstellung gefunden. Möglicherweise lege ich da nochmal selbst Hand an, wenn es einfach geht.
- das UKW-Radio ist in meiner Gegend nicht wirklich gut, gerade RDS (also automatische Frequenzwahl) ist mit grausamen und hörbaren "Lags". DAB kam leider erst ein paar Monate später serienmäßig und zu meinem Bestelldatum hieß es noch, UKW würde uns noch 10 Jahre lang erhalten bleiben, also wurde DAB eingespart. Andererseits lese ich auch davon, dass DAB auch nicht immer optimal funktioniert. Da ich selbst nicht viel Radio höre, stört es mich zum Glück nicht so massiv. Eine einfache, günstige Lösung scheint zudem nicht in Sicht.
Alles in allem schlägt sich der i3 im Alltag gut und funktioniert
- für meine Pendelfahrten (aktuell 2x 130 km wöchentlich),
- als Kleinkindtransporter für die Kita,
- als Einkaufsfahrzeug für normal große Einkäufe ohne viel Getränke,
- als gelegentliches Langstreckenfahrzeug bis max 250km einfach mit Lademöglichkeit am Zielort oder 250km hin+zurück
Meine Frau ist auch soweit von Elektro voll überzeugt, so dass sie ihren derzeitigen X1 auch als Elektro nehmen würde.
Hier wird aber noch auf gut 7 bis 10 Jahre wahrscheinlich kein neues Fahrzeug fällig. Wir nehmen dann den iX1 in der 2. Generation 😉
Es wirkt schon kaum glaubhaft, aber wir haben keine Probleme mit unseren beiden i3s, Meine Frau will kein anderes Auto. Der nächste ist für Dezember bestellt.
Auch längere Strecken sind kein Problem. Vor ein paar Wochen waren wir ein langes Wochenende in Brixen (von München aus). Wir haben einmal geladen, was nicht länger als das Kaffeetrinken gedauert hat.
Wenn ich kein Radio mehr habe, nutze ich einfach CarPlay.
Das Einzige, was mich nervt ist, dass ich öfter versehentlich mal die vordere Haube aufmache.
Da ich ja den Einsatz als Kindertransporter erwähnt habe, hier mal für interessierte ein paar Eindrücke 😉
Hinten im i3 zwei der "dicken" Reboarder drin, vorne noch genug Luft und Platz für Papa und Mama.
Zum Vergleich: wir fahren die gleiche Sitzkombination an selben Positionen auch im X1. Wie man auf dem Bild für die Beifahrerseite sieht, ist da wesentlich weniger Beinfreiheit. Meine Frau kommt damit klar, für mich wird auf dem Beifahrersitz im X1 bereits die Fahrt zum Einkaufen zur Tortur (Kniegelenksbeschwerden).
Hallo.
Ja, der i3 ist innen größer und vor allem luftiger als andere Modelle in seiner Klasse.
Eine Bekannte mit auslaufenden i3 Leasing hat sich daher blitzschnell nochmal einen Nachfolger gesichert.
Das hat wohl grade noch so geklappt, danach hat der Händler seine i3 Vertriebsbücher geschlossen.
Schön, dass dieser Thread wieder auflebt!
Dann update ich auch mal:
Ich habe nach nun gut 2,5 Jahren knapp 30000 km runter. Hauptnutzung ist die tägliche Fahrt zur Arbeit über Landstraßen.
Das einzige Nervige bisher waren die Bridgestone Winterreifen, die ich durch Contis ersetzt habe. Jetzt fährt er sich subjektiv stabiler auf Glätte.
Ansonsten alles TOP, keine Defekte, keine Probleme.
Der nächste (und wohl leider letzte) ist bestellt und kommt im Sommer. Dann ist auch das adaptive LED Licht dabei, das ich mir beim ersten gespart hatte. Ach ja, und Leder. Die recycelten Plastikflaschen beruhigen zwar mein Ökogewissen, ich habe mich aber daran leid gesehen :-)
Fazit: i3? Jederzeit wieder!
Finde es schade, dass BMW den i3 nicht noch mit größerem Akku versehen hat. Die brauchen die Zahl wohl für den 3er BMW.
j.
Eigentlich braucht der i3 keinen größeren Akku. Gelegentliche Langstrecken sind kein Problem, obwohl er dafür nicht gedacht ist.
Wie haben uns auch noch einen gesichert. Der wird aber erst im Dezember geliefert und löst den meiner meiner Frau ab.