Erfahrung mit Leistungssteigerung E400 333PS
Hallo,
gibt es hier jemanden der Erfahrung mit einer Leistungssteigerung bei dem E400 3,5l Motor hat?
Bisher fuhr ich nur Dieselfahrzeuge mit einer Brabus Chipbox und war immer sehr zufrieden. Nie Probleme mit den Autos gebabt
Was wird empfohlen ?
Racechip ? Brabus ? Carlsson?
Oder kann Mercedes selber eine Leistungssteigerung vornehmen?
Beste Antwort im Thema
Hm,- warum wollt Ihr eigentlich immer Eure Motoren kaputt machen für eine Handvoll PS mehr...?
63 Antworten
Zitat:
@Hyperbel schrieb am 24. April 2019 um 17:48:35 Uhr:
Nicht ganz richtig.
Durch ein Motortuning verändert sich die Getriebeübersetzung NICHT. Beide Motoren laufen also zunächst mal im gleichen Gang und damit bei gleicher Drehzahl.
Logisch ändert sich die Übersetzung nicht... aber der Leistungsgesteigerte Motor hat im selben Gang bei gleicher Drehzahl mehr Kraft. Da, wo ein schwächerer Motor runterschalten muss, kann der stärkere Motor den Gang halten.
Zitat:
@ReCoNtY schrieb am 25. April 2019 um 10:30:30 Uhr:
Zitat:
@Hyperbel schrieb am 24. April 2019 um 17:48:35 Uhr:
Nicht ganz richtig.
Durch ein Motortuning verändert sich die Getriebeübersetzung NICHT. Beide Motoren laufen also zunächst mal im gleichen Gang und damit bei gleicher Drehzahl.Logisch ändert sich die Übersetzung nicht... aber der Leistungsgesteigerte Motor hat im selben Gang bei gleicher Drehzahl mehr Kraft. Da, wo ein schwächerer Motor runterschalten muss, kann der stärkere Motor den Gang halten.
Aber dazu muss das Getriebesteuergerät auch wissen, dass jetzt mehr Kraft da ist und es nicht runterschalten muss. Bei Handschaltern geht das natürlich, dürften die meisten im 212 aber nicht haben.
Nein, das steuert man ja über den Gasfuß. Da mehr Kraft anliegt, muss ich weniger Gas geben, um die Geschwindigkeit zu halten, als bei einer schwächeren Maschine - da müsste ich mehr Gas geben, um die Geschwindigkeit zu halten und dann würde das Getriebe zurückschalten.
Ähnliche Themen
Wenn Minderverbrauch anliegt, habe ich größte Zweifel daran, dass die Software legal ist. Denn auch beim Daimler ist man nicht gerade auf den Kopf gefallen und setzt alles daran den Verbrauch zu minimieren. Wird er nunmehr unterboten, so wird dies in sehr vielen Fällen zu Lasten der Stickoxid-Emissionen gehen, weil der Wagen zu mager wird .
Es gibt keinen generellen Minderverbrauch... einfach noch mal richtig lesen. Im Teillastbereich bei niedriger Drehzahl kann man einen Minderverbrauch erreichen, da läuft der Motor dann weder zu fett noch zu mager.
Zitat:
@ReCoNtY schrieb am 25. April 2019 um 13:30:21 Uhr:
Es gibt keinen generellen Minderverbrauch... einfach noch mal richtig lesen. Im Teillastbereich bei niedriger Drehzahl kann man einen Minderverbrauch erreichen, da läuft der Motor dann weder zu fett noch zu mager.
Die Schlussfolgerung aus dieser Theorie wäre dann ja die:
Wenn alle Autos Leistungsstärkere Motoren hätten, würden wir insgesamt weniger Sprit verbrauchen.
Das wäre mal ein Motto für die DUH....nur: ich kann da nicht dran glauben
Zitat:
@ReCoNtY schrieb am 25. April 2019 um 13:30:21 Uhr:
Es gibt keinen generellen Minderverbrauch... einfach noch mal richtig lesen. Im Teillastbereich bei niedriger Drehzahl kann man einen Minderverbrauch erreichen, da läuft der Motor dann weder zu fett noch zu mager.
Ich kann durchaus lesen. Woraus soll dieser Minderverbrauch Deiner Meinung nach resultieren? Und ja, mir sind die Verbrauchskennfelder der BlueDirect-Motoren bekannt - die ihren geringsten spezifischen Verbrauch über einen riesigen Bereich erreichen (~1.500 u/min-3.200 u/min bei ~50-75% Last). Das Besondere an den BlueDirect-Motoren ist aber, dass sie auch abseits des Bestpunkts unfassbar gute spezifische Verbrauchswerte darstellen können. Bestpunkt+10% erreichen sie von ~1.000-4.500 u/min bei 25%-100% Last! Die Motoren waren ein großer Wurf und fahren sich daher in dem genannten Bereich unfassbar sparsam. Das merkt man auch, wenn man mit dem E500 BiTurbo zügig aber in "E" mit einem E500 Sauger von A nach B reist (Durchschnittsgeschwindigkeit (!!!!) laut KI >170). Dann stehen da mal eben +5 l/100km beim Sauger im Display. Eben weil die Biturbos bis 4.500 u/min praktisch immer im Bestpunkt bis Bestpunkt +15% laufen.
Wer da jetzt noch was sparen will, der möge mir die Physik dahinter gerne mal erklären. Das funktioniert nur, wenn man abmagert - und das täte Daimler, wenn es der Bauteilschutz (Kattemperatur!!!) und die Umweltstandards (NOX) erlauben würden.
Gerade ersteres "vergisst" so mancher "Tuner".
Dank J.M.G
Das mit der Physik schrieb ich oben auch schon mal.
Wenn es ein Hersteller schaffen würde, die gleichen Abgaswerte und Lebensdauern bei weniger Kraftstoffeinsatz zu erreichen würden sie das tun.
Ein getunter Motor benötigt immer mindestens die gleiche Kraftstoffmenge. Und wenn man die Mehrleistung abruft dann eben mehr.
Man man man... ihr wollt es scheinbar nicht begreifen... 🙄
Ja, die Motoren verbrauchen bei exakt der selben Drehzahl im selben Gang exakt gleich viel Sprit.
ABER:
Der leistungsschwächere Motor muss in einigen Situationen höher drehen, um die gewünschte Leistung zu bringen - und da - NUR DA - punktet der stärkere Motor mit einer Spritersparnis, weil ihm eine niedrigere Drehzahl für exakt die selbe Leistung des schwächeren Motors reicht.
Es ist doch nachvollziehbar, dass eine deutlich niedrigere Drehzahl im höheren Gang weniger Sprit benötigt, als eine hohe Drehzahl im niedrigen Gang - wohlgemerkt bei der selben Geschwindigkeit.
Warum das die Hersteller nicht direkt machen? Weil der Motor dann insgesamt eine höhere Leitung bringt und wenn man diese abruft, der Verbrauch steigt. Die Ersparnis gibt es ja nur in bestimmten Betriebszuständen. Zudem wollen sie ihre Motorenpalette schön abgegrenzt halten, sonst gäbe es auch nicht identische Motoren mit verschiedenen Leistungsdaten in verschiedenen Modellen. Das nennt man dann Marketing.
Wovon du sprichst ist die vermiedene Reibung, wenn die Drehzahl niedriger ist. Das ist jedoch nur im unteren Teillastbereich relevant. Bei Vollast jedoch spielt die "eingesparte" Reibung keine Rolle mehr. Wenn der Motor bei Vollast Momentanverbräuche von über 100 Litern hat ist das nur noch ein Tropfen auf den heißen Stein.
Umd um die Drehzahl zu verringern müssten die Drehzahlen runter, was die Getriebe - außer bei Handschaltern - nicht machen. Ein gepimpter Motor wird also genau so hoch drehen wie der ungepimpte.
Und selbst wenn man dann per Hand hochschaltet kommt die Physik wieder mit der "Arbeit" - gleiche Kraftstoffmenge.
Und ob ein Motor effizienter ist bei niedriger Drehzahl (nur dann hätte man eine Kraftstoffersparnis) wäre noch zu beweisen. Da kommen mehrere Faktoren zusammen: aufgeladen oder Sauger, Pumpverluste, schwingende Luftsäulen, etc.
Daher kann man aus meiner Sicht ruhigen Gewissens behaupten: Ein gepimpter Motor kann unterm Strich nicht sparsamer sein.
Diese alt-hergebrachte Faustformel - niedrige Drehzahl, hohe Last = niedriger Verbrauch - funktioniert heute nur noch bedingt. Die Technologie ist weitergeschritten. Die Motoren können immer mehr auf Volllastanfettung zum Kat-Schutz verzichten. Moderne Einspritzverfahren (Mehrfacheinspritzung usw.), Entdrosselung des Ansaugtrakts, Aufladung usw. führen dazu, dass der verbrauchsarm nutzbare Bereich wirklich sehr, sehr weit ist.
Technologiestand 2010 (BlueDirect) findet Ihr ein Diagramm hier:
https://i.ebayimg.com/00/s/MzIzWDUyOQ==/z/nT8AAOSwdOdcpAU7/$_10.JPG
Heute sind wir nochmals weiter. Miller-Verfahren und Co führen dazu, dass der sparsam nutzbare Bereich immer breiter wird. Merke ich auch an meinem M177, der in einer unfassbar unaerodynamischen Karosserie steckt aber doch für 510 PS recht sparsam bleiben kann (auch im Vergleich zum Vorgänger M157 mit 525 PS).
Ich denke nicht, dass Spritsparen wesentlicher Bestandteil der Entscheidung sein wird, sein Auto pimpen zu lassen, oder nicht.
Nach wissenschaftlicher Analyse (vor ein paar Jahren mal gesehen, wenn auch nicht mit einem Benz im Mittelpunkt) nahmen sich gleiche Autos mit und ohne Tuning nichts beim Spritverbrauch. Das eine war halt etwas schneller, als das andere, aber bei dem gleichen Fahrer, dem gleichem Auto mit und ohne Tuning, gleichen Witterungsbedingen und gleichem Verkehr (Teststrecke) war der Unterschied praktisch Null.
Von daher wird es auch kein Kaufargument für oder gegen Tuning sein, wenn sich Unterschiede im Spritverbrauch im Alltag, wie auf abgesperrten Teststrecken im Bereich der 2. Stelle hinter dem Komma messen lassen.
Wer mehr Spaß haben will, lässt was machen, nutzt es hier und da aus und verzichtet vlt. auf 10 oder 20k Lebenszeit seines Motors und verwandter Teile und fühlt sich gut dabei.
Die Masse der Fahrer ist da eher konservativ und lässt alles so, wie es ist und wenn es einem irgendwann einmal zu wenig vorkommt, was unter seiner Haube brutzelt, dann greift er eben in zum 8Ender bzw. das nicht enden wollende Regal von AMG und holt sich da seine Erfüllung. Suum cuique.
Zitat:
@ralphus1 schrieb am 26. April 2019 um 06:54:15 Uhr:
Die Masse der Fahrer ist da eher konservativ und lässt alles so, wie es ist und wenn es einem irgendwann einmal zu wenig vorkommt, was unter seiner Haube brutzelt, dann greift er eben in zum 8Ender bzw. das nicht enden wollende Regal von AMG und holt sich da seine Erfüllung. Suum cuique.
Nach dem 8Ender kommt nur eben nichts mehr, was für jeden alltagstauglich ist 😉 Beim AMG ist der Unterhalt und die Wartung bedeutend teurer, als beim normalen V8, dazu würde mir persönlich der Beutehaken fehlen - und nur dafür einen separaten Lastenesel anzuschaffen, rentiert sich nicht (für mich) und würde die Fixkosten weiter nach oben treiben.
Aber wenn dir der 8Ender zu lahm ist/erscheint, gibt es ja auch da Möglichkeiten bis ca. 500 PS die Ressourcen zu optimieren und damit geht der schon sehr nah an die AMGs - mit oder ohne Kanthaken am Heck.