Entscheidungshilfe für den ersten MB
Hallo zusammen,
nachdem ich die letzten Jahre meinen Arbeitsweg (4KM Stadtverkehr) ausschließlich mit alten Kleinwagen gefahren bin, und der aktuelle gerade seinen Geist aufgibt, suche ich mal etwas das ein wenig zuverlässiger und langfristig gefahren werden kann.
Ist ein MB W204 diesbezüglich eine gute Wahl?
Als absoluter Laie und MB-Neuling möchte ich beim Kauf zumindest die möglichen Kardinalfehler vermeiden.??
Zur Wahl stehen ein C180 Baujahr 2011 mit 110.000 gelaufen und ein C240 Baujahr 2003 26.000 gelaufen.
Beide Automatik und von den Grunddaten einwandfrei.
https://suchen.mobile.de/.../details.html?...
https://home.mobile.de/RORO#des_340118559
Worauf muss besonders geachtet werden, irgendwelche möglichen Kardinalfehler oder bekannte Probleme bei den Modellen?
85 Antworten
Nein, es sollte der 1,6Liter sein. Die Kompressoren gab es vorher. Das Angebot an 1,6ern dürfte aufgrund der gestiegenen Preise knapp sein.
Lass dich nicht von übervorsichtigen Kommentaren verunsichern, frag aber bitte nicht Sachen, die dir keiner nennen kann. Gewissen Risiken bleiben immer, selbst bei einem Prius oder 204er...
Zitat:
@Emsland666 schrieb am 1. April 2022 um 17:20:23 Uhr:
Nein, es sollte der 1,6Liter sein. Die Kompressoren gab es vorher. Das Angebot an 1,6ern dürfte aufgrund der gestiegenen Preise knapp sein.Lass dich nicht von übervorsichtigen Kommentaren verunsichern, frag aber bitte nicht Sachen, die dir keiner nennen kann. Gewissen Risiken bleiben immer, selbst bei einem Prius oder 204er...
Ok, also der M274 sollte es dann sein, der von 2012-2015 gebaut wurde, richtig?
Ich erwarte kein Glaskugel-Lesen oder risikoloses Auto, wenn es den Eindruck erweckt hat, sorry...
Ich versuche nur den Kardinalsfehler zu umgehen und ein Modell zu wählen, wo ein Problem zwangsläufig ist und keine Überraschung wäre...
So ein 1,6‘er Modell wird in meiner Preisklasse ~15.000€, natürlich schon einige KM auf dem Buckel haben.
Welche „Arbeiten“ sollten so 100.000 KM Modelle bestenfalls schon hinter sich haben?
Neben Beläge, Scheiben, Getriebespülung noch irgendwas, worauf ich achten sollte?
Also Baustellen, die um die 100.000 oft oder exemplarisch sind?
Oder reicht ein sauberes Scheckheft vollkommen aus?
Zitat:
@MS.RE schrieb am 1. April 2022 um 17:12:52 Uhr:
Vielen Dank für die vielen Antworten und Tips.Es mag ja verständlich sein, dass einige moralische bzw. ideologische Bedenken haben, sind jedoch wenig hilfreich für mich.
Weil diese Antworten den Großteil ausmachen, nochmal:Ich bin meinen Arbeitsweg ( 6,2 KM/ 20 Minuten Fahrzeit) jetzt 20 Jahre mit einem alten Kleinwagen (Polo 6N) gefahren.
Dieser ist jetzt leider Schrott.
Ich möchte mir jetzt einfach nur einen gemütlichen, zuverlässigen, Automatik gönnen.
Meine Wahl ist auf einen Benz gefallen.
Dass es günstigere, logischere Alternativen gibt, ist mir klar und haben mich natürlich auch beschäftigt.Ich fahre jedoch nicht nur zur Arbeit und bewege ab und an auch Gegenstände, zwischen Job und Heimat.
Ich möchte mit dem Fahrzeug auch mal in den Urlaub oder sonst wo hin, das wurde bisher zumeist mit einem Firmenwagen innerhalb der Familie erledigt, der jetzt leider wegfällt...
Also, was ich den hilfreichen Kommentaren entnehmen kann ist, dass ein 180‘er ab 2012 eine gute Wahl ist,
Steuerkette nicht mehr so anfällig und der Motor ist ausgereift und robust.
Einen 6 Zylinder sollte ich vermeiden, weil dieser bei dem 20 Minuten Arbeitsweg keine Betriebstemperatur erreicht.Der 1,6‘er Motor sollte erste Wahl sein.
Die Auswahl ist jedoch gering...
Ist der 1,8 auch noch ok?
Macht es einen großen Unterschied ob es die Kompressor-Variante ist oder diese BlueEfficiency Modelle?Das Motoren-Angebot überfordert mich irgendwie...🙂
Ab 04/2012 , 1.6l , 156ps , m274 (heißt trotzdem c 180)
1.8er ist Steuerkette ein Thema, kann eins sein..
Von "Massiver Ölverdünnung" beim.1.6er hier ehrlich gesagt nichts gelesen.
Die Achse hinten gibts neu wenn was ist.
Zitat:
@MS.RE schrieb am 1. April 2022 um 17:12:52 Uhr:
Einen 6 Zylinder sollte ich vermeiden, weil dieser bei dem 20 Minuten Arbeitsweg keine Betriebstemperatur erreicht.
Also mein 350er wird nach 20 Minuten warm, habe im KI die Öltemperatur via AMG Menü nachgerüstet und er erreicht über 80 Grad in der Zeit, im Sommer auch früher. Vielleicht sollten hier einige nicht über Motoren sprechen, die sie selbst nicht fahren. Ich schreibe auch nicht wann ein 180er warm wird, weil ich keinen habe und es nicht sagen kann...
Ein Saugbenziner ist für Kurzstrecke m.E. eigentlich ideal.....
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Zitat:
@prony85 schrieb am 1. April 2022 um 18:28:51 Uhr:
Zitat:
@MS.RE schrieb am 1. April 2022 um 17:12:52 Uhr:
Einen 6 Zylinder sollte ich vermeiden, weil dieser bei dem 20 Minuten Arbeitsweg keine Betriebstemperatur erreicht.Also mein 350er wird nach 20 Minuten warm, habe im KI die Öltemperatur via AMG Menü nachgerüstet und er erreicht über 80 Grad in der Zeit, im Sommer auch früher. Vielleicht sollten hier einige nicht über Motoren sprechen, die sie selbst nicht fahren. Ich schreibe auch nicht wann ein 180er warm wird, weil ich keinen habe und es nicht sagen kann...
Ein Saugbenziner ist für Kurzstrecke m.E. eigentlich ideal.....
Besten Dank.
Mal eine vollkommen andere Ansicht zu lesen ist interessant.
Mein allererster Gedanke ging auch in diese Richtung.
Wenn der Anteil Kurzstrecke überwiegt, kein einspritzer, weil viele von verkokung berichten...
Ich will ja nicht die Euphorie zerstören, aber wenn es in Richtung Mopf geht (wo dann der M276 verbaut ist) dann zieht das Argument nicht mehr.
Wegen der Direkteinspritzung und Schichtladung sind da NoX-Kats verbaut und wenn man nur Kurzstrecke fährt, dann gehen die sehr gerne kaputt.
Der Vormopf mit M272 hat das Problem nicht, da könnte man drüber nachdenken.
Die 1.8er sind die 271.xxx Motore, mit den Kettenproblemen. Der1.6er ist der 274er mit geringeren Kettenproblemen.
Also darauf achten, das der 274er verbaut ist mit 1596ccm.
Wobei der auch nicht für Kurzstrecken geeignet ist, da er bei Kurzstrecke, wie alle Direkteispritzer Turbomotore zur Ölverdünnung neigt.
Wenn man nen 1.8er Kompressor mit erneuerter Kette und -Spanner hat ist das auch kein Ding. Hab bei meinem bei 100 tkm die Kette wechseln lassen, meine Werkstatt sagte mir das man bei diesem km-Stand zumindest die Steuerzeiten prüfen sollte um eine Längung zu erkennen, und die war bereits gegeben. Seit dem etwas über 40 tkm gefahren und außer Serviceintervall und hintere Bremsscheiben / Beläge keine Zusatzkosten / Ausfälle.
Man muß natürlich berücksichtigen das der 1.8 k im Kurzstreckenbetrieb kräftig schluckt, zwischen 10 und 11 l / 100 sind drin, und wenn du wie du schreibst ab und an auch Dinge herumfährst ist er als Kombi eine akzeptable Wahl. Wer sehr große Gegenstände befördern will wird aber eher nach nem E-Klasse Kombi schauen.
Und nebenbei bemerkt relativieren sich Dinge wie Steuerkette usw wenn man die Kosten beim Kauf von vorne herein kennt, wenn ein in Frage kommendes Fahrzeug die bekannten Schwachstellen noch unbearbeitet hat kann man den Kaufpreis entsprechend drücken und läßt dann eben frühzeitig die Schwachstellen beheben. Bei den Preisen zu denen man Gebrauchte bekommt kann man auch einiges an Sprit und Ersatzteilen durchpusten, bis man auf dem finanziellen Niveau eines kleinen Neuwagens angelangt ist.
Zitat:
@Crizz schrieb am 3. April 2022 um 14:25:27 Uhr:
Wenn man nen 1.8er Kompressor mit erneuerter Kette und -Spanner hat ist das auch kein Ding. Hab bei meinem bei 100 tkm die Kette wechseln lassen, meine Werkstatt sagte mir das man bei diesem km-Stand zumindest die Steuerzeiten prüfen sollte um eine Längung zu erkennen, und die war bereits gegeben. Seit dem etwas über 40 tkm gefahren und außer Serviceintervall und hintere Bremsscheiben / Beläge keine Zusatzkosten / Ausfälle.Man muß natürlich berücksichtigen das der 1.8 k im Kurzstreckenbetrieb kräftig schluckt, zwischen 10 und 11 l / 100 sind drin, und wenn du wie du schreibst ab und an auch Dinge herumfährst ist er als Kombi eine akzeptable Wahl. Wer sehr große Gegenstände befördern will wird aber eher nach nem E-Klasse Kombi schauen.
Und nebenbei bemerkt relativieren sich Dinge wie Steuerkette usw wenn man die Kosten beim Kauf von vorne herein kennt, wenn ein in Frage kommendes Fahrzeug die bekannten Schwachstellen noch unbearbeitet hat kann man den Kaufpreis entsprechend drücken und läßt dann eben frühzeitig die Schwachstellen beheben. Bei den Preisen zu denen man Gebrauchte bekommt kann man auch einiges an Sprit und Ersatzteilen durchpusten, bis man auf dem finanziellen Niveau eines kleinen Neuwagens angelangt ist.
Vielen Dank.
Das war auch mein Gedanke, wenn man die typischen Baustellen kennt, kann man drauf achten und einplanen und kommt auf den Preis eines neuen Kleinwagens, Wertverlust inklusive.
Jetzt habe ich gerade genau das Fahrzeug gefunden, was alle Wünsche beinhaltet.
Schwarz, Schiebedach und gute Sound-Anlage.
Jedoch anderer Motor (271, denke ich).
Rahmendaten, (1.Hand, wenig KM) sind auch gut, einzig der Händler bereitet mir ein wenig Kopfschmerzen.
https://suchen.mobile.de/.../details.html?...
Sehr schöner Wagen, gerade 8 Jahre alt und mit guter Ausstattung.
In welcher Beziehung macht der Händler Dir Kopfschmerzen?
Für 20.000 Euro gibt es auch schon 205er, aber dann mit mehr KM, erheblich weniger Ausstattung und mehr Vorbesitzern.
Zitat:
@Poloman59 schrieb am 3. April 2022 um 14:53:21 Uhr:
Sehr schöner Wagen, gerade 8 Jahre alt und mit guter Ausstattung.
In welcher Beziehung macht der Händler Dir Kopfschmerzen?Für 20.000 Euro gibt es auch schon 205er, aber dann mit mehr KM, erheblich weniger Ausstattung und mehr Vorbesitzern.
Der Händler ist nicht gesamt schlecht bewertet, aber so ein paar Kunden-Bewertungen sind schon denkwürdig.
Er bietet aber auch eine Begutachtung von neutraler Stelle an.
Das sollte doch in Frage kommen.
Bei so einem Check, würden etwaige Fehler, bzw. Manipulationen doch erkannt werden, oder?
Vereinzelte negative Bewertungen können gerne mal auf „individuellen Befindlichkeiten“ des Bewertenden basieren.
Wenn ich beim Händler blöd auftrete, unrealistische Vorstellungen habe, deswegen auch kein Entgegenkommen erhalten setze ich mich hin, schreibe ne miese Bewertung und freue mich, ihm eins ausgewischt zu haben.
Er hat Vertrauen in seine Autos, sonst würde er nicht anbieten, dass man den Wagen bei ADAC, DEKRA o.ä prüfen lassen kann
Ich finde den Preis etwas zu hoch, zumal es ein Handschalter ist. Da kriegt man nen jüngeren w 205 schon für und hat das modernere Fahrzeug. Wenn man sich aber in die Optik verliebt hat, sollte man die Augen offen halten nach einem günstigeren.
Was in den wenigsten Online-Anzeigen drinsteht und ich hier vermisse ist ein Hinweis, ob das Fahrzeug scheckheftgepflegt ist. Das ist ne gute Basis um unliebsame Überraschungen ausschließen zu können und die Echtheit des KM-Standes zu prüfen. Sollte man sich vor Kaufabschluß auf jeden Fall vorlegen lassen.
Zitat:
@Crizz schrieb am 3. April 2022 um 15:32:23 Uhr:
Ich finde den Preis etwas zu hoch, zumal es ein Handschalter ist. Da kriegt man nen jüngeren w 205 schon für und hat das modernere Fahrzeug. Wenn man sich aber in die Optik verliebt hat, sollte man die Augen offen halten nach einem günstigeren.Was in den wenigsten Online-Anzeigen drinsteht und ich hier vermisse ist ein Hinweis, ob das Fahrzeug scheckheftgepflegt ist. Das ist ne gute Basis um unliebsame Überraschungen ausschließen zu können und die Echtheit des KM-Standes zu prüfen. Sollte man sich vor Kaufabschluß auf jeden Fall vorlegen lassen.
Der Wagen hat ein Automatik-Getriebe.
Laut Anzeige, unfallfrei, Scheckheft, 1.Hand und wenig KM.
Das klingt irgendwie zu gut alles...😉
Da vermute ich immer irgendwo einen Haken, oder ich bin zu pessimistisch...
Nicht zu pessimistisch / misstrauisch sein, dadurch kann man sich auch mal gute Gelegenheiten entgehen lassen.
Ist mir aber auch schon passiert.