Entladung Akku Winter
Hallo zusammen,
wollte mal nachfragen wie weit ihr den Akku leer fahrt bis ihr ihn wieder an die Wallbox hängt?
Gerade bei den kalten Tagen schrumpft ja durch Heizung und allerlei Elektronik die Reichweite.
Gruß Einstein
70 Antworten
Hallo zusammen,
bin neu hier im ID Forum, da ich meinen ID4 pro Performance erst seit einer Woche habe. Daher die Frage an Euch: Ich habe verstanden, dass WLPT -30% im Winter passt. Aktuell habe ich bei 0-5 Grad bei 100% zwischen 350 und 370 km in der Anzeige, was ja von WLPT eine ganze Strecke weg ist.
Wie sind Eure Erfahrungen im Sommer, wird das wirklich signifikant besser?
Ja, die bei mir jetzt tagsüber vorherrschenden 10-15 Grad machen sich auch deutlich positiv bemerkbar.
Der Reichweitensimulator zeigt den Temperatureinfluss recht deutlich. Bei viel Kurzstrecke, keine Wärmepumpe, hohen Innenraumtemperaturen... o.ä. Faktoren wird die Reichweite auch zusätzlich merkbar beeinflusst.
Zitat:
@Hafi545 schrieb am 21. Februar 2023 um 21:44:47 Uhr:
Hallo zusammen,bin neu hier im ID Forum, da ich meinen ID4 pro Performance erst seit einer Woche habe. Daher die Frage an Euch: Ich habe verstanden, dass WLPT -30% im Winter passt. Aktuell habe ich bei 0-5 Grad bei 100% zwischen 350 und 370 km in der Anzeige, was ja von WLPT eine ganze Strecke weg ist.
Wie sind Eure Erfahrungen im Sommer, wird das wirklich signifikant besser?
Diese Formel ist viel zu pauschal. Die Reichweite ist maßgeblich von der Geschwindigkeit abhängig.
Also in erster Näherung von der Durchschnittsgeschwindigkeit des WLTP liegt bei ca. 50km/h. Die WLTP Reichweite erreichst Du also nur wenn Du auch auf ca. 50km/h kommst (Stadt/Landstraße)
WLTP wird ohne Heizung bemessen und der Vebrauch liegt bei ca. 15kWh. 30% davon wären 4,5kWh auf 100 km. Da Du ja nur 50km/h fährst also die Heizung 2 Stunden an ist darf sie 2,25kW ziehen. Das kommt hin.
Oder anders gesagt: der Wintereinfluss ist auf kurzer Strecke und mit langsamer Fahrweise stärker als umgekehrt. Und höher als der Wintereinfluss ist die gefahrene Geschwindigkeit.
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Ein ID 4 Fahrer meinte zu mir das er aktuell nur 200 km schafft und wenn es etwas wärmer wird werden es 300km. Ich kann das kaum glauben. Wie ist das wenn man 700 km in den Urlaub will? Geht das bei normaler Geschwindigkeit ca 120 bis 130 km/h? Oder muss man dann so oft laden das die Strecke praktisch nicht zu schaffen ist?
Zitat:
@smax schrieb am 28. Februar 2023 um 19:59:27 Uhr:
Ein ID 4 Fahrer meinte zu mir das er aktuell nur 200 km schafft und wenn es etwas wärmer wird werden es 300km. Ich kann das kaum glauben. Wie ist das wenn man 700 km in den Urlaub will? Geht das bei normaler Geschwindigkeit ca 120 bis 130 km/h? Oder muss man dann so oft laden das die Strecke praktisch nicht zu schaffen ist?
Kann ich selbst und für meine Kollegen. Ich bestätigen.
Unter 5 Grad mit dem 77kwh Akku zwischen 295 und 320km
Darüber und besonders im Sommer bis 395km
Und Urlaube mit über 700km besonders auch in der kalten Jahreszeit gehen definitiv.
Zitat:
@smax schrieb am 28. Februar 2023 um 19:59:27 Uhr:
Ein ID 4 Fahrer meinte zu mir das er aktuell nur 200 km schafft und wenn es etwas wärmer wird werden es 300km. Ich kann das kaum glauben. Wie ist das wenn man 700 km in den Urlaub will? Geht das bei normaler Geschwindigkeit ca 120 bis 130 km/h? Oder muss man dann so oft laden das die Strecke praktisch nicht zu schaffen ist?
Welchen Akku hat er denn?
Tempomat 130km/h waren bisher auf Langstrecke immer 300km drin. Egal ob Sommer oder Winter.
Im Winter allerdings schon etwas knapper.
Langstrecke auch 700km sind kein Thema, zwei Ladepausen a 30-40 min.
Sind pauschale Aussagen ohne Wert.
Die einen wollen mit einem ach so günstigen Verbrauch glänzen (lesen innen vom Display ab und fahren nur mit Mantel im Windschatten eines Lkws), die anderen verteufeln den elektrischen Dienstwagen und regen sich darüber auf, weil die Strecke Hamburg-München nicht mit einer Ladung und Vollgas zu schaffen ist.
Zitat:
@Einstein82004 schrieb am 7. Februar 2023 um 15:31:17 Uhr:
Hallo zusammen,
wollte mal nachfragen wie weit ihr den Akku leer fahrt bis ihr ihn wieder an die Wallbox hängt?
Gerade bei den kalten Tagen schrumpft ja durch Heizung und allerlei Elektronik die Reichweite.
Gruß Einstein
Bin heute morgen bei -0,5° mit 13% und 53km Reichweite gestartet. Bis in meine Firma sinds 38km Bundesstraße, relativ eben. Heizung hatte ich auf OFF, vorm Wegfahren die Scheibenheizung vorne, da angefroren, für ca. 1,5-2min. Dann gings langsam durch die Stadt zur Umfahrung. Die Lenkradheizung hatte ich auf Stufe 3 an, so brauchte er bei der ersten Ampel 1,5KW/h im Stand, anstatt den 3,8-4,5KW/h bei eingeschalteter Heizung. Dann cruiste ich gen Westen und nach ca. 24km habe ich die Lenkradheizung deaktiviert. Nach ca. 30km Fahrt kam dann die rote Schildkröte mit der Warnung "Nur noch Rangieren möglich". Da fuhr ich gerade mit Tacho 53 einem Linienbus im Ort hinterher. Am Ortsende wurde dieser Bus etwas schneller und fuhr dann mit 75-80, ich hinterher. Dann kam ein kurzer Halt vorm Kreisverkehr und danach gehts leicht bergauf auf eine Brücke, wo ich kaum 40kmh erreichen konnte, bei 4%. Auf der Brücke wurde der ID4 GTX etwas schneller, am Ende der Brücke kommt die letzte Steigung, wo er auf 30kmh abfiel und ich die erste Abfahrt nehmen musste. Zum Kreisverkehr schaffte ich es noch und dann kam ich innerorts mit 30-40kmh voran. Mit 2% und 8km Restreichweite erreichte ich die Firma und konnte gleich laden. Somit ist das Erlebte nicht nachzuahmen, zumindest bei unter 0°. Ich fror, ich war die letzten Kilometer ein Verkehrshindernis und der Nervenkitzel auf den letzten 2km reichte mir. Vor einigen Wochen kam ich auf der Autobahn bei 3° plus und Tacho 95kmh mit 5% und Reichweite 30km an eine Ladesäule, ganz ohne roter Schildkröte. Auch da die letzten 30km ohne Heizung, aber zumindest save. Daneben parkte sich dann ein BMW i4 ein. Die Säule zeigte am Display 1% Akku an, als er einstöpselte. Auch mutig. Dafür zog er adhoc 146KW am 150KW Lader.
Ich würds nicht mutig, sondern schlicht verantwortungslos nennen. Kein Mensch rechnet damit, dass ein Auto auf der Landstraße mit 10km/h rumschleicht, weil der Fahrer nicht in der Lage war sein Fahrzeug verantwortungsbewusst zu benutzen. Und es rechnet auch keiner damit, dass ein Fahrzeug plötzlich abrupt langsamer wird, weil der Fahrer meinte mit Akku 0% noch 2km fahren zu können. Da sind schwerste Unfälle fast schon garantiert.
Schuld wird in so einem Fall dann wahrscheinlich zu 100% der E-Autofahrer sein. Würde mich auch nicht wundern, wenn sich Versicherungen dann weigern Vollkasko zu bezahlen, weil man im Grunde grob fahrlässig gehandelt hat.
Fehlt mir jedes Verständnis für solch halsbrecherische Manöver im öffentlichen Straßenverkehr. Sagt jemand, der mit der Karre schon 550km am Stück gefahren ist und bald 900km nach Schweden vor sich hat. Bei 15% wird geladen, eher früher als später.
Hi,
solche "Geschichten" schrecken pot. Käufer eher ab und sind damit kontraproduktiv..Mit 13 % SOC würden sich im Winter die wenigsten E-Fahrer auf die Straße wagen.. 😎
Gibt es auch beim Verbrenner, nennt sich "Reserve".
Nur dass der nicht vorher langsamer wird, sondern gleich stehen bleibt.
Ich sehe da keinen großen Unterschied zum Elektrischen.
Zitat:
@pfaelzerwildsau schrieb am 1. Februar 2024 um 09:02:17 Uhr:
Gibt es auch beim Verbrenner, nennt sich "Reserve".
Nur dass der nicht vorher langsamer wird, sondern gleich stehen bleibt.
Ich sehe da keinen großen Unterschied zum Elektrischen.
Kann man auch anders sehen, denn der Verbrenner hat keine Schildkröteanzeige nötig, wird dementsprechend nicht eingebremst, braucht bis zum letzten Tropfen keine Einschränkung bei der Heizung und hätte daher bei 13% "Ladezustand" noch rund echte 100km, ohne jegliche Einschränkung, vor sich.
Naja, dass Elektro und Verbrenner unterschiedlich zu betrachten sind, ist schon klar.
Aber beide haben gemeinsam, wenn keine Energiereserve mehr vorhanden ist, bleiben sie stehen.
Es existieren auch heute noch Panikmache-Storys zu den Elektrischen:
Stundenlang bei Minusgraden im Stau auf der Autobahn stehen und erfrieren, tagelanges Umherirren im Ausland um eine Ladesäule zu finden, etc.
Ich habe 2 Jahre lang (80.000km) einen ID.4 gefahren.
Damit war ich in Spanien am Mittelmeer (1x ohne und 1x mit Anhänger) und einmal im 2.500km entfernten Portugal. Was soll ich sagen, ich lebe immer noch. 😛
Aber zurück zum Thema.
Kalte Jahreszeiten und entsprechend progressive Fahrweise schränken die Batteriekapazität deutlich ein, das sollte weitgehendst bekannt sein.
Und bei Minusgraden mit 13% Akku einen 30km lange Fahrstrecke anzutreten, halte ich gelinde gesagt für "zu experimentierfreudig".
Ich fahre meinen Verbrenner nicht in Richtung Reserve (denn dann funktioniert die Standheizung nicht) und habe den ID.4 auch nicht in einstellige Prozente runtergefahren.
Auserplanmäßige Wartezeiten während der Fahrt hatte ich auch öfters. Dann aber immer mit mollig warmen Innenraum das Soundsystem ausgereizt. 😁
Auffüllen muss man eh, ist nur die Frage, wann. 😉
Zitat:
@pfaelzerwildsau schrieb am 1. Februar 2024 um 11:51:46 Uhr:
Naja, dass Elektro und Verbrenner unterschiedlich zu betrachten sind, ist schon klar.
Aber beide haben gemeinsam, wenn keine Energiereserve mehr vorhanden ist, bleiben sie stehen.
...das ist dann aber auch ziemlich die einzige Gemeinsamkeit....bis es so weit kommt, ist der Verbrenner halt unproblematischer.