Entladung Akku Winter
Hallo zusammen,
wollte mal nachfragen wie weit ihr den Akku leer fahrt bis ihr ihn wieder an die Wallbox hängt?
Gerade bei den kalten Tagen schrumpft ja durch Heizung und allerlei Elektronik die Reichweite.
Gruß Einstein
70 Antworten
Das würde ich anders sehen. Wenn man den Verbrenner leerfährt, dann hat der so seine ganz eigenen Probleme. Das wird wohl hier nur noch niemand gemacht haben, da die Reichweitenreserven viel höher sind, als beim E-Fahrzeug.
Beim Verbrenner auf den letzten Mililitern Sprit bekommt man:
- einen stotternden Motor in Kurven, oder beim Bremsen und Beschleunigen
- eine verstopfte Kraftstoffzuführung, wenn mit dem letzten Treibstoff der abgelagerte Schmutz mit angesaugt wird
- Probleme ihn überhaupt wieder in Gang zu bringen, wenn das System leer war und gegen Vakuum ansaugen muss
- und als wichtigstes bekommt man einen Motor, der dann schlagartig komplett aus ist, ohne jegliche Möglichkeit eine Notmanövrierfähigkeit zu erhalten, um noch aus dem Gefahrenbereich zu fahren
Finde ich auch alles nicht so sexy.
Moderne Motoren haben eigentlich eine Abschaltautomatik, da bei ihnen ein Motorschaden droht. Servolenkung und Bremskraftverstärker funktionieren, solange das Auto rollt. Da kann auch der Motor aus sein. Beim BEV ist alles viel komplizierter und man muss sich drauf einstellen. Da muss man sich nur die lange Liste der Tesla Fails anschauen. Das ist zwar lustig beim anschauen, aber doch dann wieder nicht, wenn man betroffen ist.
Ist zwar Tesla spezifisch aber trotzdem lustig:
- Auto läd überhaupt nicht, wenn zu kalt
- Türen lassen sich nicht öffnen, wenn Starterbatterie (12-14V) schwach
- Starterbatterie lässt sich nicht laden, da der Frunk nicht auf geht
- Auto lässt sich nicht abschleppen, wenn Starterbatterie schwach
- Auto läd nicht, wenn Starterbatterie schwach
Kein Auto macht Freude, wenn ihm der Saft ausgeht.
Da macht es keinen Unterschied, ob 30 Jahre alter Benziner, nagelneuer Diesel oder junger Elektrische.
Einfach das "Leerwerden" sicher vermeiden und gut ist.
Wie haben die alten Römer schon gesagt:
"Ohne Heu kann auch das beste Pferd nicht furzen." 🙂
Zitat:
@div_E schrieb am 31. Januar 2024 um 21:34:34 Uhr:
Ich würds nicht mutig, sondern schlicht verantwortungslos nennen. Kein Mensch rechnet damit, dass ein Auto auf der Landstraße mit 10km/h rumschleicht, weil der Fahrer nicht in der Lage war sein Fahrzeug verantwortungsbewusst zu benutzen. Und es rechnet auch keiner damit, dass ein Fahrzeug plötzlich abrupt langsamer wird, weil der Fahrer meinte mit Akku 0% noch 2km fahren zu können. Da sind schwerste Unfälle fast schon garantiert.Schuld wird in so einem Fall dann wahrscheinlich zu 100% der E-Autofahrer sein. Würde mich auch nicht wundern, wenn sich Versicherungen dann weigern Vollkasko zu bezahlen, weil man im Grunde grob fahrlässig gehandelt hat.
Fehlt mir jedes Verständnis für solch halsbrecherische Manöver im öffentlichen Straßenverkehr. Sagt jemand, der mit der Karre schon 550km am Stück gefahren ist und bald 900km nach Schweden vor sich hat. Bei 15% wird geladen, eher früher als später.
Ohne die Absicht des "Testfahrers" zu bewerten halte ich diese Reaktion an zwei Stellen für übertrieben:
1. Jeder Verkehrsteilnehmer muss stets mit Hindernissen und Defekten rechnen. U.a. deshalb gilt das Sichtfahrgebot als Grundregel. Es ist nur auf der BAB reglementiert, dass min 60 km/h zu fahren sind und für Störfälle idR. eine Pannenspur vorhanden ist (und ein paar Regeln zum Treibstoff..).
2. Das Verhalten ist nie (!!) grob fahrlässig, sondern max. fahrlässig. Aber auch dies ist einzuschränken, da bei Fahrtantritt und während der Fahrt das Ziel mit der angezeigten Restreichweite zu erreichen gewesen wäre und auch war. Da ist die BAL zu befragen, was da dazu steht.
Sagt jemand der schon rund 100.000 km BEV fährt und eigentlich vor 10% unterwegs lädt.
Ähnliche Themen
Zitat:
@StefanLi schrieb am 2. Februar 2024 um 09:30:47 Uhr:
... Es ist nur auf der BAB reglementiert, dass min 60 km/h zu fahren sind ...
Falsch.
Die StVO sagt lediglich etwas über die Benutzung aus (bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von mehr als 60km/h) und nicht über die Mindestgeschwindigkeit.
Und das gilt nicht nur auf Autobahnen (VZ 330.1), sondern auch auf entsprechend ausgeschilderten Kraftfahrstraßen (VZ 331.1).
Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__18.html
Zitat:
@radio schrieb am 2. Februar 2024 um 08:52:14 Uhr:
Moderne Motoren haben eigentlich eine Abschaltautomatik, da bei ihnen ein Motorschaden droht. Servolenkung und Bremskraftverstärker funktionieren, solange das Auto rollt. Da kann auch der Motor aus sein. Beim BEV ist alles viel komplizierter und man muss sich drauf einstellen. Da muss man sich nur die lange Liste der Tesla Fails anschauen. Das ist zwar lustig beim anschauen, aber doch dann wieder nicht, wenn man betroffen ist.
Ist zwar Tesla spezifisch aber trotzdem lustig:
- Auto läd überhaupt nicht, wenn zu kalt
- Türen lassen sich nicht öffnen, wenn Starterbatterie (12-14V) schwach
- Starterbatterie lässt sich nicht laden, da der Frunk nicht auf geht
- Auto lässt sich nicht abschleppen, wenn Starterbatterie schwach
- Auto läd nicht, wenn Starterbatterie schwach
Servo und Bremskraftverstärker fallen aus sobald der Motor aus ist, egal ob man noch rollt. Unterdruckpumpe und Servopumpe werden direkt vom Motor angetrieben.
Der Unterdruck wird im Bremskraftverstärker reicht aber normalerweise für eine vernünftige Abbremsung noch aus. Es gibt auch genug Automatikgetriebe die nicht abgeschleppt werden dürfen. Wenn die Batterie beim Verbrenner versagt geht ebenfalls nichts mehr. Bei den Temperaturen bei denen der Tesla nicht mehr lädt würden einige Verbrenner im kalten Zustand nicht mal mehr anspringen.
Ich wollte hier nur mitteilen, was bei tiefen Temperaturen bei einem BEV passiert. Somit können sich andere User drauf einstellen und gegebenenfalls früher nachladen. Bei Plusgraden kommt diese Situation quasi nicht vor, da einige hier berichten, erst mit 1-3% SOC zum Schnelllader zu fahren.
Ich habe auch nicht damit gerechnet, dass die Leistung so drastisch abfällt. Ich fahre nun genau 20 Monate IDs und kannte die rote Schildkröte nur aus den Schulungsunterlagen. Und ja, auf meiner "Hausstrecke" sind auch Traktoren erlaubt und häufig unterwegs. Ein Hindernis war ich zwar, aber es hat genau eine Person gehupt beim Überholen und dieses Auto hatte ein Deutsches Kennzeichen. Alle anderen, Österreichische Kennzeichen, haben entweder normal überholt, oder sich brav eingereiht. Waren ja nur 500m, wo der ID zu langsam unterwegs war. Und davor wars topfeben, da fiel das überhaupt nicht ins Gewicht und Tacho 75 wurden bis dahin noch erreicht.
Ja kann diese Erfahrung auch genauso bestätigen.
Allerdings ist das im Winter eigentlich nur ein Problem wenn der Akku ausgekühlt ist.
Auf Langstrecken konnte ich bisher auch im Winter immer bis 5% runterfahren ohne Probleme, nach 300km ist der Akku in der Regel warm genug so dass es dort keine Probleme gibt.
Der nächste Schritt wäre bei dir übrigens die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 6 km/h gewesen. Hatte ich leider auch schonmal weil der rettende Schnelllader nicht funktionierte und nach Neustart waren dann nur noch 6 km/h möglich. Zum Glück war 500m weiter eine Ladesäule die funktionierte. 😉
Zitat:
@kurtis.brown schrieb am 2. Februar 2024 um 18:57:07 Uhr:
Servo und Bremskraftverstärker fallen aus sobald der Motor aus ist, egal ob man noch rollt. Unterdruckpumpe und Servopumpe werden direkt vom Motor angetrieben.
Da bist Du aber überhaupt nicht auf Stand. So gut wie alle modernen Autos haben elektrische Servolenkungen, die auch ohne Motor weiterbetrieben werden.
Die meisten modernen Autos (Golf 8, Passat B8, IDs) haben elektronische Bremskraftverstärker, die auch motorunabhängig sind.
Zitat:
@MacV8 schrieb am 2. Februar 2024 um 19:58:33 Uhr:
Zitat:
@kurtis.brown schrieb am 2. Februar 2024 um 18:57:07 Uhr:
Servo und Bremskraftverstärker fallen aus sobald der Motor aus ist, egal ob man noch rollt. Unterdruckpumpe und Servopumpe werden direkt vom Motor angetrieben.Da bist Du aber überhaupt nicht auf Stand. So gut wie alle modernen Autos haben elektrische Servolenkungen, die auch ohne Motor weiterbetrieben werden.
Die meisten modernen Autos (Golf 8, Passat B8, IDs) haben elektronische Bremskraftverstärker, die auch motorunabhängig sind.
Die meisten Autos auf unseren Straßen sind nur leider nicht diese modernen Autos. Keine Angst ich bin auf dem aktuellen Stand.
Man sollte nur nicht bei solchen Pauschalisierungen nicht immer vom Optimum ausgehen. Schon gar nicht wenn man ein WorstCase BEV gegen Verbrenner vergleicht. Zumal man wohl eher nur noch mit 6km/h im BEV unterwegs ist, bevor der Akku so leer ist das Bremskraftverstärker und Servolenkung ausfallen.
Die Technik gibt es aber schon ein wenig länger. Der Golf 5 hatte schon eine elektrische Servolenkung.
Insofern habe ich mich über Deine Pauschalaussage gewundert. Auch das hätte man etwas relativieren können, denn Deine Aussage ist formal erst einmal absolut, würde also für alle Autos gelten, was einfach nicht der Fall ist.
Also wissen wir jetzt, dass Du es nicht so gemeint hast, da Du Dich ja auskennst ;-) .
Zitat:
@MacV8 schrieb am 2. Februar 2024 um 20:09:16 Uhr:
Die Technik gibt es aber schon ein wenig länger. Der Golf 5 hatte schon eine elektrische Servolenkung.
Insofern habe ich mich über Deine Pauschalaussage gewundert. Auch das hätte man etwas relativieren können, denn Deine Aussage ist formal erst einmal absolut, würde also für alle Autos gelten, was einfach nicht der Fall ist.
Also wissen wir jetzt, dass Du es nicht so gemeint hast, da Du Dich ja auskennst ;-) .
Ich habe mit Absicht pauschalisiert, ja das ist so.
Weil es mich einfach nervt, wenn man so tut als würde es manche Probleme beim Verbrenner nicht geben.
Etwas reflektierter hätte ich sicherlich anders antworten können. Habe ich aber nicht, weil die Aussage so auch nicht allgemeingültig ist für moderne Motoren.
Der Smiley hinter deinem letzten Satz ist dann allerdings genauso deplatziert. 😉
Zitat:
@Mertinho schrieb am 02. Feb. 2024 um 19:28:30 Uhr:
Ich wollte hier nur mitteilen, was bei tiefen Temperaturen bei einem BEV passiert...
Das ist angekommen und deckt sich auch mit anderen Modellen/Hersteller.
Der Rest wird hier demnächst dann wohl wieder durch "einmal nass Durchwischen" eines Mods gerichtet werden.
Und da nehme ich meine Beiträge davon auch nicht aus. 🙂
Zitat:
@krani42 schrieb am 13. Februar 2023 um 20:26:49 Uhr:
Zitat:
@kurtis.brown schrieb am 9. Februar 2023 um 20:33:16 Uhr:
Wenn der Akku kalt genug ist, kann es dir schon ab 5-6 Prozent passieren, das zunächst die Leistung und dann die Höchstgeschwindigkeit drastisch reduziert wird. Hatte ich selber schon und musste dann trotz 6% Akku mit 10km/h zur Ladesäule schleichen.
Im Sommer gingen auch regelmäßig 4 Prozent ohne ProblemeEine Frage dazu. Hast Du einen Klemmenwechsel (Startknopf) gedrückt oder ging es aus der Fahrt heraus nur noch mit 10km/h (Schrittgeschwindigkeit). Kam da die Meldung "nur noch rangieren möglich"
Ich war zwischendurch ausgestiegen. Ich wollte ja das Fahrzeug aufladen. Nur leider ging die Ladesäule nicht. Musste dann 500 m mit 6km/h zur nächsten. Ob nur ein Fahrzeugstillstand ausgereicht hätte weiß ich leider nicht. Es waren übrigens sogar nur 6km/h nicht 10.