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Tesla-Chef gesteht Fehler ein

Tesla Model 3
Themenstarteram 14. April 2018 um 11:19

Palo Alto - Tesla-Chef Elon Musk hat eingeräumt, dass die Produktionsprobleme beim neuen Elektroauto Model 3 von einer übertriebener Automatisierung verschärft wurden. In einem Interview des TV-Senders CBS bestätigte Musk, dass Roboter die Fertigung in einigen Fällen verlangsamt hätten. "Wir hatten dieses verrückte, komplexe Netzwerk von Laufbändern. Und es funktionierte nicht, also sind wir es losgeworden", nannte er als Beispiel. Später fügte Musk bei Twitter hinzu: "Ja, die übertriebene Automatisierung bei Tesla war ein Fehler. Um genau zu sein, mein Fehler. Menschen sind unterbewertet."

Es ist ein ungewöhnliches Eingeständnis für Musk, der sich stets fasziniert vom Potenzial der automatisierten Produktion zeigte. Er sprach von der "Maschine, die Maschinen baut", und Robotern, die sich schneller bewegen, als das menschliche Auge erkennen kann. Um die Vision umzusetzen, kaufte Tesla unter anderem den deutschen Maschinenbauer Grohmann aus Prüm in Rheinland-Pfalz.

Musk sagte in dem Interview auch, dass ins Model 3 "zu viele neue Technologien auf einmal reingepackt" worden seien. "Das hätte gestaffelt werden müssen." Das Model 3 soll mit einem Preis von 35.000 Dollar vor Steuern und Vergünstigungen Elektromobilität aus der Nische in einen breiteren Markt bringen. Tesla bekam mehr als 400.000 Reservierungen für das Fahrzeug, müht sich aber seit dem offiziellen Produktionsstart im Sommer 2017, diese abzuarbeiten.

Der Firmenchef wollte die Produktion bereits zum Ende des vergangenen Jahres auf 5.000 Wagen pro Woche bringen. Dieses Ziel wurde auf Ende Juni verschoben. Ende März fertigte Tesla gut 2.000 Model 3 wöchentlich.

Quelle: dpa

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173 Antworten

Wer hat wohl auf Musk eingeredet?

Es ist nix schlechtes, wenn man anders denkt und auch den Mut hat, es durchzusetzten. Aber man sollte erst mal lernen zu gehen, bevor man anfängt zu laufen.

So etwas gibt es selten, dass ein Chef Fehler zu gibt. Wo anders wird alles, was von oben kommt, auf biegen und brechen umgesetzt. Ausbaden müssen es die Kleinen, weil sie angeblich nicht fähig sind, die Neuerungen umzusetzen.

Zitat:

@Fischbrezel schrieb am 14. April 2018 um 11:28:28 Uhr:

Wer hat wohl auf Musk eingeredet?

Es ist nix schlechtes, wenn man anders denkt und auch den Mut hat, es durchzusetzten. Aber man sollte erst mal lernen zu gehen, bevor man anfängt zu laufen.

Ich denke mal, da hat keiner auf ihn eingeredet. Das wird er sich selbst ausgedacht haben, Ahnung von der Materie und Technik hat ja inzwischen genug. Und genug erfahrene Produktionsmanager von anderen Volumenherstellern arbeiten inzwischen auch für Tesla.

Aber statt 5 nur 3 Schritte auf einmal zu machen, wäre wahrscheinlich besser gewesen. Aus Fehlern wird gelernt, gerade auch bei Tesla. Ich denke, beim Model Y werden wir dann wieder ein oder zwei der neuen Ideen sehen.

Zitat:

@IX. schrieb am 14. April 2018 um 11:32:45 Uhr:

So etwas gibt es selten, dass ein Chef Fehler zu gibt. Wo anders wird alles, was von oben kommt, auf biegen und brechen umgesetzt. Ausbaden müssen es die Kleinen, weil sie angeblich nicht fähig sind, die Neuerungen umzusetzen.

Und, weiterer Vorteil vieler anderer PKW-Hersteller: Die reden im Vorfeld nicht so laut darüber. Die werden sicherlich oft genau dieselben Probleme wie Tesla beim hochfahren einer komlett neuen Produktion haben, aber das geschieht im Verborgenen und wir bekommen es somit schlicht und ergreifend nicht mit.

Mir persönlich gefällt diese Transparenz, wie sie Tesla praktiziert, aber viel besser. Auch wenn sie, zumindest in den Medien, mehr Optionen zum scheitern bietet.

Wir haben solche Anlagen oder Linien nur in klein bei uns auf Arbeit, aber selbst dort dauert es teilweise über ein Jahr bis alles perfekt läuft.

Das doch nichts besonderes jeder Hersteller hatte solche höchstautomatisierten Produktionslinien schon im Betrieb und bei keinem hat das ausreichend sinnvoll funktioniert und jeder hat die Automatisierung wieder zurückgeschraubt.

Der Unterschied ist nur die anderen Hersteller machen solche Produktionslinien nicht bei zentral wichtigen Modellen, weil sie eben aus Erfahrung wissen dass die Automatisierung wahrscheinlich noch immer Grenzen hat.

Der letzte der Automatisierung in grösserem Stil zurückgefahren hat war Toyota - weil eben Qualität und Flexibilität trotz Vollautomatisierung dann doch nicht für den Toyota Anspruch ausreichend war.

Automobilproduktion ist halt keine statische Produktionsumgebung in der Automatisierung einfach möglich ist - täglich ändern sich da an vielen Stellen einzelne Teile.

Dass Musk das auch macht ist doch ok und ein gutes Zeichen.

Die Frage, die offen bleibt: Wann gedenkt Tesla die 400.000 Model 3 zu produzieren, für die bereits Reservierungen vorliegen? Immerhin geht es da um ein Produktionsvolumen für zwei bis drei Jahre.

Es stellt sich unweigerlich der Eindruck ein, dass wir es hier mit einem neuen Ankündigungsweltmeister zu tun haben. Und noch bevor die letzte Ankündigung umgesetzt ist, kommt schon die nächste.

Naja, zwischen "wollen" und "können" ist halt doch ein himmelweiter Unterschied....

2000 pro Woche ist doch ein solide Ausgangsbasis? Das ist schon Massenproduktion und nicht mehr von Hand was zusammenklöppeln wie doch vor kurzem noch.

Sicherlich dauert es noch bis man bei 5000 / Woche ist aber das Ziel ist doch wenn man die 2000 inzwischen schafft deutlich realistischer. Man muss auch bedenken die gleiche % Steigerung der Produktion hat nun einen wesentlich höhere absolute Stückzahlensteigerung zur Folge.

Dass Musk so flexibel reagiert und auch mal so persönliche Lieblingsprojekte wie "vollautomatische Produktion ganz ohne Menschen" doch zum Teil verwerfen kann das muss man doch sagen ist etwas das man ihm sehr positiv anrechnen muss.

Zitat:

@DanielWb schrieb am 14. April 2018 um 13:49:19 Uhr:

2000 pro Woche ist doch ein solide Ausgangsbasis?

Das ist schon Massenproduktion und nicht mehr von Hand was zusammenklöppeln wie doch vor kurzem noch.

Sicherlich dauert es noch bis man bei 5000 / Woche ist aber das Ziel ist doch wenn man die 2000 schafft deutlich realistischer und auch denke ich erreichbar.

2.000 pro Woche ist zunächst einmal eine Ankündigung. Es fällt auch auf, dass Musk keinerlei Zusagen gibt, wann er den Reservierungsberg abgearbeitet haben will. Deutlich wird auf jeden Fall, dass es bei Tesla an Wissen, wie Massenproduktion geht, mangelt.

Nein - etwas über 2.000 M3 pro Woche ist das was offiziell erreicht wird und keine Ankündigung mehr - siehe Quartalsbericht (geplant waren 2.500 / Woche)

Und das heisst man baut das Model 3 schon jetzt fast auf dem Stückzahlniveau der weltweiten(!) X3 Produktion von BMW (Daten 2015). Und das ist doch eindeutig Masse?

Hehe oder wann hat sich jemand zuletzt umgedreht und gesagt uiuiui ein BMW X3 na sowas so ein seltener Anblick :D

Zitat:

@DanielWb schrieb am 14. April 2018 um 13:54:40 Uhr:

 

Und das heisst man baut das Model 3 schon jetzt fast auf dem Stückzahlniveau der weltweiten(!) X3 Produktion von BMW (Daten 2015). Und das ist doch eindeutig Masse?

Hehe oder wann hat sich jemand zuletzt umgedreht und gesagt uiuiui ein BMW X3 na sowas so ein seltener Anblick :D

Nur Blöd das der X3 10 Mitbewerber oder weltweit noch mehr hat. Kauf ich neun Q3 oder CX5 oder.

Tesla hat mit dem Model3 aktuell keine .Mitbewerber. Was ist aber wenn es welche gibt. Wollen die Kunden dann weiter warten oder lieber wo anders kaufen wo es schneller geht?

Die Leute wollen jetzt ihr Auto nicht in 2 Jahren. Dazu kommt das die karre ja auch altert. Irgendwann muss entweder was neues dazukommen oder ein neue Version her. Einfach nur weil die Konkurrenz neuer ist macht einen Nachteil.

Um die 400000 Reservierungen abzubauen brauchen sie ja schon fast zwei Jahre , bei 5000 die Woche , und die haben sie noch lange nicht .

Fakt ist, dass sich Musk verzockt hat und schlauer sein wollte als die etablierte Automobilindustrie, die an Massenproduktion und Optimierung seit Jahrzehnten feilen.

Man muss aber auch anerkennen, dass Musk das nicht auf Zulieferer oder andere externe Gründe schiebt, sondern den Fehler eingesteht und zu konverntionellen Produktionsmethoden zurückkehrt.

Interessant wäre, wie sich das auf die Kostenkalkulation des Model 3 auswirkt. Schließlich sollte der hohe Automatisierungsgrad ja kein Selbstzweck sein. dass das gigantische Anlaufkosten verursacht hat, haben wir ja schon gesehen.

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