Elektrotechniker an Bord? Dauerleistung Strom PKW - was ist möglich? Verbraucher 800Watt?
Hallo,
ich habe nochmal eine ungewöhnliche Frage, jedoch interessiert mich, wie viel "Strom" bzw. Energie ein handesüblicher PKW wie beispielsweise Ford Transit Connect dauerhaft liefern kann? Das sowass ja durchaus irgendwie möglich ist, zeigen Rettungswagen, kleinere Krankenwagen, Feuerwehr Autos usw..
Stellen wir uns vor, es gäbe zwei "Strom"-Vebraucher im Heck, die jeweils circa 400 Watt verbrauchen, allerdings auf 24 Volt Basis. (Wäre vielleicht auch mehr als 800Watt möglich, wo ist das Ende?)
Welche Gegebenheiten müssen da sein, um die Geschichte von morgens bis Abends wärend der Fahrt betreiben zu können? Und nein, der PKW kann nicht extern an 220Volt oder aufwärts angeschlossen werden.
Grüße!
46 Antworten
Zitat:
@X6fahrer schrieb am 14. Februar 2018 um 12:21:21 Uhr:
Natürlich gibt es auch Beratungsresistente und lernresistente Leute.
Das hat leider wenig mit Beratungsresistenz zu tun, sondern es fehlen dazu ein haufen Hintergrundinformationen. z.B. auf welche Leitungslänge bezieht sich die Tabelle?
Du brauchst nur mal in die Halbleitertechnik schauen, z.B. Prozessoren. Dort werden sehr hohe Ströme auf noch geringeren Querschnitten wie in deiner Tabelle verwendet, aber hier ist die Leitungslänge oft nur wenige Zentimeter lang.
Dazu kommt: Erwärmt sich die Leitung, steigt der Leitungswiderstand an, was am Ende in einem kleinen Teufelskreis endet. Höherer Widerstand = noch mehr Wärme usw. Dagegen hilft nur aktive Kühlung oder ein höherer Querschnitt.
In einem Punkt gehe ich mit dir aber einig. Es kommt darauf an, wie lange welche Leistung anliegt. Muss die Heizung z.B. nur 20% die Zeit über laufen, spielt die Verlustleistung des Kabels nur eine untergeordnete Rolle und man müsste nur darauf achten, dass ein zu dünnes Kabel nicht den Großteil der Energie auf dem Weg zur Heizung "verbraucht".
Nachtrag: Die Qualität eines Kabels spielt ebenfalls eine Rolle. Ich hatte z.B. schon mal ein Kabel in der Hand, wo 16 mm² drauf stand, man aber locker eine 10 mm²-Hülse drauf bekommen hat. Daher hier auch im Zweifelsfall eine Größe größer wählen.
https://play.google.com/.../details?...Zitat:
@navec schrieb am 14. Februar 2018 um 12:12:23 Uhr:
wie kommst du auf den Wert (212,...mV/m)?
😁
Zitat:
Eine stärkere Leitung hat auch eine Verlustleistung. Nehmen wir mal die Hälfte der Verlustleistug der 10mm²-Leitung an:
Ja, aber P=U²/R also doppelter Spannungsabfall, 4-fache Verlustleistung.
Zitat:
Was spielen 3W (oder bei dir 6W) mehr bei 800W für eine entscheidende Rolle?
Ich hab 12W ausgerechnet. Fasse mal einen 10W-Lötkolben an der heißen Seite an. 😉 Klar, weniger Masse, aber wenn das Kabel schön unter die Verkleidung gepackt wird, wird das schon ordentlich warm.
Gruß Metalhead
Zitat:
@mayofire schrieb am 14. Februar 2018 um 12:34:31 Uhr:
Leute, ob das Kabel einen Querschnitt von XY hat oder nicht, ist doch eigentlich egal, am Ende verbaut es ein Profi. Bei dem ganzen Gewurschtel, kann ich leider nicht mehr herrauslesen, ob es nun funkonieren würde oder nicht.Also ich bin jetzt so schlau, moderne PKW Generatoren würden mein Vorhaben Ohne Probleme hinkriegen, jedoch ist die Leerlaufleistung das Problem, weil diese auf bis zu 30% absinkt,... richtig?
Und das lässt sich durch eine weitere Batterie kompensieren, da die Starterbatterie nur kurz volle Spannung garantiert und eine spezielle Versorgungsbatterie auch Tief entladen werden kann, korrekt? Und sich dann wieder aufläd während der Fahrt bei 3000 Umdrehungen+...
Ist das so in etwa korrekt?
Am einfachten wäre wahrscheinlich eine externe Generatorlösung bzw. zusätzliche Lima oder Größere. Aber das lässt sich halt bei Leasing schwer umsetzen.
Liest noch Jemand, was ich scheibe? *G*
Zitat:
@mayofire schrieb am 14. Februar 2018 um 12:34:31 Uhr:
Also ich bin jetzt so schlau, moderne PKW Generatoren würden mein Vorhaben Ohne Probleme hinkriegen, jedoch ist die Leerlaufleistung das Problem, weil diese auf bis zu 30% absinkt,... richtig?
Nö, solche Leistungsreserven hat sicher kein Hersteller eingeplant.
Im Winter lebt die Autoelektrik im Standgas schon öfter mal von der Batterie ohne daß jemand solche Sachen ranbaut.
Zitat:
Und das lässt sich durch eine weitere Batterie kompensieren, da die Starterbatterie nur kurz volle Spannung garantiert und eine spezielle Versorgungsbatterie auch Tief entladen werden kann, korrekt? Und sich dann wieder aufläd während der Fahrt bei 3000 Umdrehungen+...
Daß die Zusatzbatterie einen Nennenswerten Ladestrom abbekommt ist nahezu ausgeschlossen.
Zitat:
Am einfachten wäre wahrscheinlich eine externe Generatorlösung bzw. zusätzliche Lima oder Größere. Aber das lässt sich halt bei Leasing schwer umsetzen.
Wie gesagt, ich würde nicht elektrisch Heizen. Wärmepumpe bringt >100% Effizienz, die Stromaufnahme sinkt also bei gleicher Heizleistung.
Gruß Metalhead
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Wenn die Möglichkeit besteht auch mal an 230V Netz nachzuladen kann man das schon verbauen. Eine AGM Versorgerbatterie als Deep Cycle nutzen um zu Puffern. Eine DC-DC Lader der mit Kennlinie die Versorgerbatterie läd.
Wenn die Versorgerbatterie leer ist zeiht das deine Starterbatterie nicht im Mitleidenschaft. Starten ist gewährleistet.
Jetzt ist es nur die Frage wie groß soll die Versorgerbatteri werden. Je größer umso teurer und schwerer, aber auch langlebiger. Dazu wäre mal mal gut die Ladeleistung des Autos per Zangenampermeter zu messen. Dann kannst dir ausrechnen wieviel die Lima überhaupt dazu beitragen kann die Versorgerbatterie zu laden. Wenn man eine CEE Dose verbaut wie bei Camping Mobilen oder einen Defa Stecker läd man einfach am Standplatz immer das Auto voll per festverbauten Ladegerät. Dann startet mann immer mit voller Batterie.
Zitat:
@Provaider schrieb am 14. Februar 2018 um 15:11:21 Uhr:
Eine DC-DC Lader der mit Kennlinie die Versorgerbatterie läd.
Da gehen aber immer noch 60A zur Last (sofern die denn immer läuft, was ich fast vermute wenn da im Lieferbetrieb ständig geöffnet wird), der Ladestrom muß also sinnvollerweise um 100A liegen (da mußt du erst mal so einen Lader finden).
Zitat:
Wenn die Versorgerbatterie leer ist zeiht das deine Starterbatterie nicht im Mitleidenschaft. Starten ist gewährleistet.
Schön, aber da werden Medikamente transportiert, vermutlich ist liegenbleiben nicht das größte Problem. Medikamente können auch mal sehr teuer sein. Was ist wenn da mal eine Lieferung flöten geht?
Gruß Metalhead
Hi, das Bild das du gepostet hast ist ein Litiumeisenphosphat Akku.
Den gibts in einer 12,8V mit 300AH Version. Somit 3,8KW, bedeutet du kannst fast 5 Stunden 800 Watt entnehmen ohne nach zu laden. Kostet schlappe 4000€.
Wegen dem Kabel ist eigentlich egal wie dick das sein , es muss in jedem Fall ein anderes Kabel gelegt werden, die vorhande Bordelektrik macht die 60A nicht mit.
Es gibt für solche Anwendungsfälle Optionen, z.b. Leerlaufanhebungen. Haben Kastenwägen die auch mal aufbau benutzt werden häufig als Bestelloption. Selbst ein billger Dokker bietet sowas an. Damit kann man den Ladestrom im Leerlauf erhöhen. Dazu kann man die Lima gegen eine stärkere Version wechseln. Eine zweite einzubauen ist deutlich schwerer.
S-S Systeme oder andere Energiesparsysteme kann man deaktivieren. Viele merken aber auch wenn eine starker Verbrauch aktiviert ist und regeln dann die Spannung nicht runter und lassen den Ladestrom hoch.
Als Unternehmer trägt er gewissen Risiken, eben auch der Verlust der Ladung. Ob er sich dagen Versichert oder es selber trägt ist seine Sache.
Ohne eine Messung was seinen Lima leisten kann wird es schwer.
Auch kann man z.b. die letzte Gebläsestuffe deaktivieren damit man im Fahrzeug weniger Energie verschwendet. Messen, rechnen und dann entscheiden ob es geht oder nicht.
Ein Generator einbau geht immer, muss man aber außerhalb vom Fahreug machen wegen Vergiftungsgefahr.
Ein Ausrüster von Sonderfahrzeugen wäre sein Ansprechpartner für seine Fragen.
Zitat:
@metalhead79 schrieb am 14. Februar 2018 um 14:58:57 Uhr:
Zitat:
@navec schrieb am 14. Februar 2018 um 12:12:23 Uhr:
wie kommst du auf den Wert (212,...mV/m)?
https://play.google.com/.../details?... 😁
Zitat:
@metalhead79 schrieb am 14. Februar 2018 um 14:58:57 Uhr:
Zitat:
Eine stärkere Leitung hat auch eine Verlustleistung. Nehmen wir mal die Hälfte der Verlustleistug der 10mm²-Leitung an:
Ja, aber P=U²/R also doppelter Spannungsabfall, 4-fache Verlustleistung.
Zitat:
@metalhead79 schrieb am 14. Februar 2018 um 14:58:57 Uhr:
Zitat:
Was spielen 3W (oder bei dir 6W) mehr bei 800W für eine entscheidende Rolle?
Ich hab 12W ausgerechnet. Fasse mal einen 10W-Lötkolben an der heißen Seite an. 😉 Klar, weniger Masse, aber wenn das Kabel schön unter die Verkleidung gepackt wird, wird das schon ordentlich warm.Gruß Metalhead
diese App scheint die Hin- und Rückleitung zu rechnen. Bei einfacher Leitung in Kupferausführung kommt ca der halbe Spannungsabfall heraus....
Eine Kupfer-Rückleitung gibt es bekanntlich im Pkw i.d.R. nicht.
Zitat:
Ja, aber P=U²/R also doppelter Spannungsabfall, 4-fache Verlustleistung.
ja, aber etwas Mathematikwissen sollte schon vorhanden sein...R ist beim doppelt so hohen Spannungsabfall auch doppelt so groß und steht im Nenner des Bruches....daher in diesem Fall nur doppelte Verlustleistung....
also Beispiel Fall 1:
10mm² Leitung: Widerstand für 1m: 0,0018 Ohm } 0,108V bei 60A
20mm² Leitung (theoretisch, denn diesen Querschnitt gibt es üblicherweise nicht):
Widerstand für 1m: 0,0009 Ohm } 0,054V bei 60A.
Spannungsdifferenz: 0,108 - 0,054 = 0,054V }
erhöhte Verlustleistung bei 10mm² anstatt 20mm² bei 1m Länge: 0,054 x 60 = 3,24W
Gesamtverlustleistung bei 10mm² und 1m Länge: 6,48W.
Jetzt mal deine Formel:
P = 0,108²/0,0018 = 6,48W (für 10mm²)
P = 0,054²/0,0009 = 3,24W (für 20mm²)
Die Ergebnisse ähneln sich überraschender Weise...
Die Verwendung des 1m lange Kabels mit doppeltem Querschnitt bringt also bei 60A Nennstrom eine Ersparniss von 3,24W. Bei rund 800W wären das immerhin stolze 0,4%...
Auch wenn du die 10mm²-Leitung mit einer Verlustleistung von gut 6W/m anfasst, ist das übrigens in keiner Weise mit der Wirkung einer punktförmigen Lötkolbenspitze zu vergleichen, die mit gut 6W beheizt wird.
Medikamente, die gekühlt werden höreich . Warum wird nicht ein Kühltransporter gekauft. oder Peltier Elemente Kühltaschen Styropor Behälter? Ich hatte doch geschrieben Sternverteilung so ist eine Erwärmung doch relativ ausgeschlossen und sicherer .Gekühlte Medikamente, werden doch in Styropor angeliefert ? Ein zusätzliches Stromagregat, wird sich preiswerter relisieren lassen. Aber das muss alles eiin zugelassener Fachbetrib real auf die Beine stellen. Ansprchpartner die HWK.
Wenn du ein externes Strom Aggregat verwendest, fährst du günstiger und es wird denke ich auch günstiger.
Danke für Eure Antworten. Am einfachsten wäre sicherlich ein Generator direkt im Innenraum, da sowass verboten ist, wird es wohl doch auf ein Aufbau mit Generator hinauslaufen...
Bei der Masse an Um-/Einbauten käme es mir auf den Austausch der LiMa gegen eine typgleiche, leistungsstärkere evtl. sogar als Sonderausstattung von Ford orderbare nicht mehr an.
Das ist relativ, es gibt jedenfalls Vorschriften, die genau vorgeben wie so etwas realisiert wird. Man sieht es bei Sonderfahrzeugen.
Zitat:
@mayofire schrieb am 15. Februar 2018 um 11:41:03 Uhr:
Danke für Eure Antworten. Am einfachsten wäre sicherlich ein Generator direkt im Innenraum, da sowass verboten ist, wird es wohl doch auf ein Aufbau mit Generator hinauslaufen...
Das Problem wird sein das er ne Leasing Karre will. Da ist es nicht einfach eine Gasdichten einbau hinzubekommen dann man später wieder gut entfernen kann. abgase und Frischluft müssen ja auch zugeführ und abgeführt werden. Eine große Lima verbauen ist da deutlich einfacher. Gibt es kein aufbaupaket? Ford USA bietet sowas an. Mit HD Lima, Leerlaufanhebung, etc. alles als Option ab Werk zu haben.
Wenn er auf die Hecktüren verzichten kann würde ich ne Box auf der Anhängerkupplung vorschlagen. Darf dann halt nicht mehr ~75kg haben wegen der Stützlast.