Elektronisches Fahrtenbuch: Mercedes Me (Comand), MB Adapter Nachrüstung (Audio 20), Drittanbieter?

Mercedes E-Klasse W213

Hallo ins Forum!

Alle Jahre wieder kommen das Christuskind aber auch das Finanzamt und dann stellt sich für einige von uns die Frage nach einem elektronischen Fahrtenbuch.

Angesichts von Comand plus Mercedes me mit App ist der erste naheliegende Gedanke: Gibt es das jetzt als Lösung im Gesamtpaket? Die Recherche im Internet führt zum Mercedes Blog und der (für mich) überraschenden Nachrüstung per Mercedes Me Adapter, der in die ODB-Buchse gesteckt wird. Aha- ich könnte meinen CLS nachrüsten? Zu spät, der neue Dienstwagen ist bestellt. Trotzdem interessant für W213-Besitzer ohne Comand mit APS 20? Beachtlich ist jedenfalls diese Aussage (siehe auch Anhang):

http://....mercedes-benz-passion.com/.../...zeugdaten-aufs-smartphone:
„Ebenfalls ist es möglich (wahlweise), alle Fahrten mit genauer Fahrtroute, Fahrtdauer, usw. zu dokumentieren und über die App anzusehen. Über die App kann die Fahrt als Privat oder Geschäftlich markiert werden. Das „Fahrtenbuch“ ist für die Nutzung beim Finanzamt zulässig und es kann eine genaue CVS-Datei mit den Fahrtenbuchdaten generiert werden.“

Also wenn das die Lösung zum Nachrüsten bietet, dann wohl auch mein künftiges Comand Online zusammen mit Mercedes Me? Flugs auf der Webseite bei Mercedes Me vorbeigeschaut. Dort (https://www.mercedes-benz.com/de/mercedes-me/konnektivitaet/adapter/) wird bei der Suche nach „Fahrtenbuch“ wieder der Adapter zum Nachrüsten angepriesen. Allerdings taucht bei „Fragen und Antworten“ ein Widerspruch auf:

Ist die exportierte CSV-Datei ein rechtsgültiges Fahrtenbuch?
„Die unter der Funktion 'Meine Fahrten' exportierbare CSV-Datei kann lückenhaft sein und stellt somit kein rechtsgültiges Fahrtenbuch dar. Die Tabelle kann jedoch als Grundlage für ein Fahrtenbuch dienen.“

Leider habe ich mit Hilfe der Suchfunktion und auch mit einigem weiteren Aufwand keine zusätzlichen Aussagen dazu gefunden, wie das System in Verbindung mit dem Comand Online gestrickt ist. Bevor ich die Runde hier mit der Frage behellige, habe ich noch alternative Lösungen recherchiert. Hier eine Liste - ohne Anspruch auf Vollständigkeit

Und darum die Frage in die Runde: Wie haltet Ihr es mit dem elektronischen Fahrtenbuch im W213?

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Beste Antwort im Thema

Ich führe jetzt seit einem Jahr schon ein elektronisches Fahrtenbuch.. Per ODB-Stecker werden alle Fahrten automatisch erfasst, per eingebautem GSM ans Handy oder eine Web-App geschickt.. Hier wird dann eingetragen, ob Privat oder Geschäftlich... Die geschäftlichen Kontakte werden gespeichert und bei Bedarf wieder vorgeschlagen...

Fahrten , die nicht innerhalb 7 Tage kategorisiert werden, werden automatisch als Privat gekennzeichnet...

Der export findet über eine signierte PDF - Datei statt.. Das ist dann auch der Punkt, wo das Finanzamt nicht mehr meckern kann... Jede Änderung der Datei ist nachvollziehbar...

Kosten : einmalig ca 650.- oder Jährlich 100.- Miete...

Wen es interessiert: www.vimcar.de (inkl. Rechner, ob es sich lohnt..)

Ist wirlich super zum bedienen..

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@rus:
Ein handschriftliches Fahrtenbuch muss nicht grundsätzlich problematisch sein, doch wird diese Variante oftmals in einer Form geführt, welche vom Prüfer "schnell" verworfen werden kann. Die "Genauigkeit" des Erstellers liefert zumeist nach meiner Erfahrung oftmals genügend Gründe.... .

Kontrollansätze wurde zuvor schon ausreichend angesprochen.

Michael

Also müsste man alle Fahrten sicherheitshalber als Video mit einer Dashcam dokumentieren 😉
Würden das die Prüfer akzeptieren (müssen)?

Hallo zusammen, ich hole das Thema nochmal hoch. Habe gestern versucht, meine Fahrten des Vortags nachzuvollziehen. Konnte aber die Funtion nicht mehr finden (ME web App). Bin ich blind oder hat der MB-Server eine Störung??

Server hatte eine Störung. Hatte auch ein merkwürdiges Verhalten, mein zu Auto in der Warteschlange war auch weg. Dann war es wieder da und dann wieder weg.

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Moin,

ich habe Connect Me in meiner V-Klasse (Marco Polo) seit einem Monat im Einsatz.

Leider ist auch Mercedes, konzerntypisch, nicht in der Lage, Software bedarfsgerecht entwickeln zu lassen.

Warum eine solche half-assed "Fahrtenbuch"-Lösung? Man muß schon mit dem Klammerbeutel gepudert worden sein, um diese essentiellen Funktionen zu vergessen:
- kein PDFa-Export
- kein Export einer Selektion, sondern ausschließlich aller! Einträge (in 5 Jahren exportiere ich eine CSV-Datei mit >10.000 data points?
Ich hatte mir gerade einen mglw. das Finanzamt überzeugenden work flow überlegt: monatlicher upload in Google Drive, automatisch: importieren in ein Google Sheet, Auswerten private, geschäftliche Fahrten, stylen, PDF-generieren und email an mich.
Gab aber just auf, als ich erkannte, ich kann nicht monatlich exportieren, sondern immer nur alle Werte.

Ich bin sauer, FO Daimler, 45€ zzgl. Mwst. für Aufwand und Ärger.

Ein weiteres Problem, wenn der OBD-Stecker gezogen wurde (Werkstattbesuch!), muß Dongle und Benz neu gekoppelt werden. Dazu muß man bei der Service-Hotline anrufen, dass diese das Gerät neu initialisieren. Dabei kann es zu Datenverlusten kommen! Auch zählt es ansonsten einfach nicht mehr mit und man hat eine fehlende Fahrt im Buch. Man kann natürlich exportierte CSV (um dem mit einem Backup vorzubeugen) nicht zurückspielen (Revisionssicherheit adé) oder aus der Cloud zurückholen.

Ich sag ja, retards. Den PDF-export in eine App einbauen kostet keinen Entwicklertag (wkhtmltopdf bspw.), auch sollte angesichts des ohnehin vorhandenen web-Portals eine cloud-Datenhaltung nicht schwer fallen.

Sinnlos, jetzt werde ich PACE ausprobieren. Für Vimcar 220€/Jahr auszugeben sehe ich aktuell nicht ein.

Hallo,
ich habe ein elektronisches Fahrtenbuch von travelcontrol, jetzt schon im vierten
Fahrzeug. Das arbeitet kpl. eigenständig mit eigenem GPS inkl. Antenne. Das Auslesen
erfolgt mit einer Karte. Am PC kann dann mittels Computer alles bearbeitet und verortet
werden. Der Ausdruck kann dann individuell erfolgen und es wird zu 100% vom FA
anerkannt. Aber, es kostet rund 1.000.- € plus Einbau.

T.S.

Zitat:

@Graf_Zahn schrieb am 9. Juli 2017 um 17:35:08 Uhr:


Moin,

ich habe Connect Me in meiner V-Klasse (Marco Polo) seit einem Monat im Einsatz.

Leider ist auch Mercedes, konzerntypisch, nicht in der Lage, Software bedarfsgerecht entwickeln zu lassen.

Warum eine solche half-assed "Fahrtenbuch"-Lösung? Man muß schon mit dem Klammerbeutel gepudert worden sein, um diese essentiellen Funktionen zu vergessen:
- kein PDFa-Export
- kein Export einer Selektion, sondern ausschließlich aller! Einträge (in 5 Jahren exportiere ich eine CSV-Datei mit >10.000 data points?
Ich hatte mir gerade einen mglw. das Finanzamt überzeugenden work flow überlegt: monatlicher upload in Google Drive, automatisch: importieren in ein Google Sheet, Auswerten private, geschäftliche Fahrten, stylen, PDF-generieren und email an mich.
Gab aber just auf, als ich erkannte, ich kann nicht monatlich exportieren, sondern immer nur alle Werte.

Ich bin sauer, FO Daimler, 45€ zzgl. Mwst. für Aufwand und Ärger.

Ein weiteres Problem, wenn der OBD-Stecker gezogen wurde (Werkstattbesuch!), muß Dongle und Benz neu gekoppelt werden. Dazu muß man bei der Service-Hotline anrufen, dass diese das Gerät neu initialisieren. Dabei kann es zu Datenverlusten kommen! Auch zählt es ansonsten einfach nicht mehr mit und man hat eine fehlende Fahrt im Buch. Man kann natürlich exportierte CSV (um dem mit einem Backup vorzubeugen) nicht zurückspielen (Revisionssicherheit adé) oder aus der Cloud zurückholen.

Ich sag ja, retards. Den PDF-export in eine App einbauen kostet keinen Entwicklertag (wkhtmltopdf bspw.), auch sollte angesichts des ohnehin vorhandenen web-Portals eine cloud-Datenhaltung nicht schwer fallen.

Sinnlos, jetzt werde ich PACE ausprobieren. Für Vimcar 220€/Jahr auszugeben sehe ich aktuell nicht ein.

Krass. Das ist nicht wirklich so. Was steht denn in der Leistungsbeschreibung? Wer Geld nimmt, muss auch liefern.

@rus
Es fehlt an einer Leistungsbeschreibung in der App oder als Beipackzettel des Dongles.
Ich ließ mich vom Mercedes Blog blenden:
http://....mercedes-benz-passion.com/.../

Die App hätte soviel Potential, erfasst sogar automatisch Tankvorgänge, erinnert an Prüfung des Ölstands usw.
Naja, ungeachtet dessen will das Finanzamt von mir den Nachweis dienstlicher Nutzung meines Macro Polos, den ich gerne mit diesem GPS-basierten und laufleistungsgenauen Fahrtenbuch belegt hätte. Es bleibt spannend.

Hallo Graf_Zahn,

kauf dier das trevelcontrol da kann´s....und ist autark, ohne App und
ohne laufende Kosten!

Für GK bietet Mercedes mittlerweile eine Fahrtenbuchlösung über das KOM-Modul an, die allerdings auch knapp 15 Euro/netto kostet. Immerhin was vernünftiges und nicht so ein semi-gehampel an der OBD-Buchse.

Zitat:

@Graf_Zahn schrieb am 09. Juli 2017 um 17:35:08 Uhr:


Sinnlos, jetzt werde ich PACE ausprobieren.

Hat bei mir nicht funktioniert. Die Werte stimmten nicht. Vimcar kann ich nur empfehlen. Läuft alles super. Bin sehr zufrieden.

Zitat:

@Graf_Zahn schrieb am 9. Juli 2017 um 19:17:54 Uhr:


@rus
Es fehlt an einer Leistungsbeschreibung in der App oder als Beipackzettel des Dongles.
Ich ließ mich vom Mercedes Blog blenden:
http://....mercedes-benz-passion.com/.../

Die App hätte soviel Potential, erfasst sogar automatisch Tankvorgänge, erinnert an Prüfung des Ölstands usw.
Naja, ungeachtet dessen will das Finanzamt von mir den Nachweis dienstlicher Nutzung meines Macro Polos, den ich gerne mit diesem GPS-basierten und laufleistungsgenauen Fahrtenbuch belegt hätte. Es bleibt spannend.

Du sagst es: Wenn man sich das Potential vor Augen hält, dann möchte man in die Tischkante beißen.

#Zetsche: Bitte ein etabliertes Start-up in der Series C-Finanzierung akquirieren und freie Fahrt im Haus bahnen. Mit internen Grabenkämpfen und Hierarchen wird das offensichtlich leider nix.

Die Empirie in der aktuellen E-Klasse lässt wenig Raum für andere Schlussfolgerungen. Zumindest im Vergleich zu system-unabhängigen Anbietern. Sei es das Fahrtenbuch, andere Apps, die Navigation oder die Konnektivität insgesamt. Das Fahrtenbuch ist aber ein sehr illustratives und instruktives Beispiel.

Nach Jemand, Erfahrung mit Vimcar ? Nach 4 Jahren handschriftlich möchte ich nun auch elektronisch im Neuen ab Oktober tätig werden.

Ja, habe Vimcar gerade erst für ein halbes Jahr testen können. Es läuft und funktioniert, aber was mich nervte waren die ständigen Abweichungen zwischen Km-Stand Fahrzeug und Vimcar - auf einer 200km-Strecke empfinde ich 5km als viel. Liegt daran, dass der OBD-Stecker irgendwelche Steuergeräte ausliest und nicht die Tachoeinheit selbst. Außerdem hat Vimcar zuletzt seine Preise angezogen, daher ist das Mercedes Fahrtenbuch für GK mittlerweile günstiger und funktioniert recht ähnlich mit einer App, in der die Fahrten entsprechend zugeordnet werden und das eben ganz ohne Dongle und anderes Gedöns.

Zitat:

@A5-Fan schrieb am 10. Juli 2017 um 08:55:18 Uhr:


Ja, habe Vimcar gerade erst für ein halbes Jahr testen können. Es läuft und funktioniert, aber was mich nervte waren die ständigen Abweichungen zwischen Km-Stand Fahrzeug und Vimcar - auf einer 200km-Strecke empfinde ich 5km als viel. Liegt daran, dass der OBD-Stecker irgendwelche Steuergeräte ausliest und nicht die Tachoeinheit selbst. Außerdem hat Vimcar zuletzt seine Preise angezogen, daher ist das Mercedes Fahrtenbuch für GK mittlerweile günstiger und funktioniert recht ähnlich mit einer App, in der die Fahrten entsprechend zugeordnet werden und das eben ganz ohne Dongle und anderes Gedöns.

Man muss aber dazusagen, dass die App ab und zu den Tachostand abfragt und dann die Differenzkilometer den bisherigen Strecken zurechnet. Man sagt mir, das sei von den FA anerkannt.
Für mich ich es ein "No-care-paket" und genau das brauche ich. Strecken zuordnen, ggf. zusammenfassen, fertig.

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