Einfacher Rotlichtverstoß - Beruht nur auf Meinung des Polizisten (keine Messgeräte)
Guten Tag,
mir wird ein einfacher Rotlichtverstoß vorgeworfen.
Ich bin mir definitiv sicher über gelb gefahren zu sein.
Jetzt weiß ich nicht wie ich mich weiter wehren soll und hoffe jemand kann mir helfen.
Der Polizist "meint" gesehen zu haben, dass ich nicht bei gelb sondern bei rot gefahren bin.
Es gibt weder Aufzeichnung noch Messgeräte die den Verstoß aufgezeichnet hätten.
Widerspruch habe ich bereits eingelegt. Heute bekam ich Post, dass mein Widerspruch abgelehnt wurde.
Der Vorwurf ist ja schon recht subjektiv. Der Polizist kann ja alles behaupten. Keine objektiven Beweise.
Und jetzt soll ich für so etwas zahlen.
Was meint ihr? Lohnt sich da ein Weg zum Anwalt mit den Extrakosten oder soll ich die Sache einfach abhaken und 90 Euro zahlen.
Wobei ich sagen muss, dass es mir jetzt nicht so sehr um die 90 Euro geht. Es geht mir eher ums Prinzip.
Beste Antwort im Thema
Zitat:
@Winnie 24 schrieb am 2. August 2019 um 07:28:36 Uhr:
Muss hier zu dem Thema abschließend noch einmal meinen ganz persönlichen Senf dazugeben weil es ja so schön passt in diesem Land.
[Edit GaryK: Vollzitat "die Welt ist ungerecht" entfernt]
Dir ist vor diesem allgemeinen OT-Gejammer der Hinweis des Mods wohl nicht aufgefallen? Oder hast Du ihn ignoriert, um mal wieder Deine Opferhaltung ausleben zu können? Lass es bleiben.
Grüße vom Ostelch
126 Antworten
Zitat:
@Schubbie schrieb am 29. Juli 2019 um 00:19:09 Uhr:
Zitat:
@8848 schrieb am 28. Juli 2019 um 21:29:09 Uhr:
50 km/h sind ungefähr 13,88 m/s. 3 Sekunden vor Rot wäre man also ca. 41,64 m von der Ampel entfernt. Wie lang ist der Anhalteweg aus Tempo 50?Das Argument kommt immer wieder und ich schrieb schon Mal, dass ich zwischen Neu Wulmstorf und Harburg, bei erlaubten 50km/h, des Öfteren eine 2 Sekunden Gelbphase gezählt habe. Vielleicht hilft es ja mal die Länge der Gelbphase zu messen, zu filmen und zu beanstanden.
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Vorgehen bei einer Ordnungswidrigkeit, die man nicht begangen hat (ohne Anwalt) - Selbstverteidigung' überführt.]
Also bei uns sind die Gelbphasen mit Sicherheit keine 2 Sekunden.
Man kann nur wenn die Ampel bereits länger grün ist bremsbereit heranfahren und sofort in die Eisen gehen wenn es auf Gelb umschaltet.
Es geht hier auch nicht um den Anhalteweg und auch nicht wie lange die Ampel auf gelb stand.
Der Themenstarter fragt wie seine Chancen stehen ohne Strafe davonzukommen.
Ich beantworte diese Frage: SCHLECHT!!!
Ganz einfach.
Er hat nur die einzige Möglichkeit nachzuweisen und das hieb und stichfest, das eben diese Gelbphase der Ampel zu kurz war.
Dann wird nämlich das Verfahren eingestellt.
Das Problem ist schlicht und einfach wenn zwei Grünkittel gegen dich aussagen dann hast du vor dem Richter eh schon schlechte Karten.
Denen wird geglaubt und da du sowieso Angeklagter bist in dem Fall hast du verloren.
Probier es erst gar nicht.
Es kostet letztendlich nur noch mehr Zeit ,Nerven und Geld.
Gerechtigkeit gibt es sowieso keine.
Das musste ich auch erst lernen das dies so ist.
Es gibt Tage da verliert man.
Und das war eben ein solcher.
Nimm es an und ärgere dich nicht mehr. 90 Euro sind ja auch nicht wirklich schlimm.
Blöder ist der Punkt in Flensburg.
Aber der ist in 2,5 Jahren wieder weg.
Alles geht vorüber.....auch wenn es momentan sehr ärgerlich ist!
Ging mir bei meinem angeblichen Handyverstoß auch nicht anders.
Grüße
Zitat:
@Winnie 24 schrieb am 29. Juli 2019 um 13:46:27 Uhr:
Es geht hier auch nicht um den Anhalteweg und auch nicht wie lange die Ampel auf gelb stand.
Der Themenstarter fragt wie seine Chancen stehen ohne Strafe davonzukommen.
Ich beantworte diese Frage: SCHLECHT!!!
Ganz einfach.
Er hat nur die einzige Möglichkeit nachzuweisen und das hieb und stichfest, das eben diese Gelbphase der Ampel zu kurz war.
Wenn ich hier den ersten und den letzen Satz des Zitats miteinander vergleiche, komme ich zu dem Schluss, dass mein Vorschlag zu gucken, wie lange die Gelbphase dauert, keine Anwendung finden soll, jedoch mit anderen eigenen Worten Anwendung finden muss. Sehr kurios.
Zitat:
@Schubbie schrieb am 29. Juli 2019 um 13:50:33 Uhr:
Zitat:
@Winnie 24 schrieb am 29. Juli 2019 um 13:46:27 Uhr:
Es geht hier auch nicht um den Anhalteweg und auch nicht wie lange die Ampel auf gelb stand.
Der Themenstarter fragt wie seine Chancen stehen ohne Strafe davonzukommen.
Ich beantworte diese Frage: SCHLECHT!!!
Ganz einfach.
Er hat nur die einzige Möglichkeit nachzuweisen und das hieb und stichfest, das eben diese Gelbphase der Ampel zu kurz war.Wenn ich hier den ersten und den letzen Satz des Zitats miteinander vergleiche, komme ich zu dem Schluss, dass mein Vorschlag zu gucken, wie lange die Gelbphase dauert, keine Anwendung finden soll, jedoch mit anderen eigenen Worten Anwendung finden muss. Sehr kurios.
Das habe ich irgendwie überlesen…. sorry!
Es stimmt: Die einzige Chance besteht das die Ampel falsch eingestellt war.
Mit was anderem braucht man da nicht kommen.
Chancenlos!
Die Gelbphasen sind tatsächlich unterschiedlich lang! In Hamburg habe ich oft 2 s gesehen, hier sind es m. E. überall 3 s.
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Zitat:
@Erwachsener schrieb am 29. Juli 2019 um 17:41:58 Uhr:
Die Gelbphasen sind tatsächlich unterschiedlich lang! In Hamburg habe ich oft 2 s gesehen, hier sind es m. E. überall 3 s.
Das deckt sich ja mit meiner Beobachtung zwischen Neu Wulmstorf und Harburg, was ja zum Speckgürtel von Hamburg gehört. Und in 2 Sekunden (unabhängig davon, dass die meisten dort zwischen 60 - 70 bei erlaubten 50 fahren) ist ein Anhalten innerhalb von 2 Sekunden vor der Haltelinie schlichtweg nicht möglich, wenn man im falschen Moment auf die Ampel trifft. Zudem habe ich den Eindruck, dass dort viele Ampeln so geschaltet sind, dass der Querverkehr direkt grün hat, wenn für einen selbst die Ampel gerade erst auf rot gesprungen ist.
Zitat:
@Schubbie schrieb am 29. Juli 2019 um 17:54:02 Uhr:
Zitat:
@Erwachsener schrieb am 29. Juli 2019 um 17:41:58 Uhr:
Die Gelbphasen sind tatsächlich unterschiedlich lang! In Hamburg habe ich oft 2 s gesehen, hier sind es m. E. überall 3 s.Das deckt sich ja mit meiner Beobachtung zwischen Neu Wulmstorf und Harburg, was ja zum Speckgürtel von Hamburg gehört. Und in 2 Sekunden (unabhängig davon, dass die meisten dort zwischen 60 - 70 bei erlaubten 50 fahren) ist ein Anhalten innerhalb von 2 Sekunden vor der Haltelinie schlichtweg nicht möglich, wenn man im falschen Moment auf die Ampel trifft. Zudem habe ich den Eindruck, dass dort viele Ampeln so geschaltet sind, dass der Querverkehr direkt grün hat, wenn für einen selbst die Ampel gerade erst auf rot gesprungen ist.
Es gibt doch gewiss eine Norm in der die Zeit der Gelbphase gesetzlich geregelt ist.
Das sollte doch bundesweit gleich sein.
Oder irre mich da?
Zitat:
@crissel132 schrieb am 28. Juli 2019 um 20:12:53 Uhr:
Kurz und knapp: Bin über gelb gefahren. Polizist meint gesehen zu haben, dass es schon rot war.
Keine direkten Beweise. Polizeiwagen war nicht mal hinter mir. Polizeiwagen stand in entgegengesetzer Fahrtrichtung.
Zitat:
Es stimmt: Die einzige Chance besteht das die Ampel falsch eingestellt war. Mit was anderem braucht man da nicht kommen. Chancenlos!
Noch eine Chance wäre, dass die gegenüberliegenden Ampeln nicht absolut synchron schalten, auch wenn es unwahrscheinlich ist.
Habe mich informiert.
Die Gelbphase muss bei 50 kmh 3 Sekunden betragen.
Bei 70 kmh 5 Sekunden.
Auf das würde ich mich als Themenstarter konzentrieren
Alles kein Problem.
Es gibt zwischen einem Empfinden und einem Beweis dennoch einen klitzekleinen Unterschied.
Das folgende Zitat nehme ich nur exemplarisch, weil ich das immer wieder so lese.
Zitat:
@Schubbie schrieb am 29. Juli 2019 um 17:54:02 Uhr:
Und in 2 Sekunden (unabhängig davon, dass die meisten dort zwischen 60 - 70 bei erlaubten 50 fahren) ist ein Anhalten innerhalb von 2 Sekunden vor der Haltelinie schlichtweg nicht möglich, wenn man im falschen Moment auf die Ampel trifft.
Mal davon abgesehen, dass man gegen eine Anzeige vorgehen kann, wenn die Gelbphase nachweislich zu kurz war (bei 50km/h weniger als 3 Sekunden). Es klingt immer so furchtbar dramatisch, wenn man innerhalb 2 Sekunden von 70 auf 0 runterbremsen muss (was faktisch nicht möglich ist).
Selbst wenn die Ampel innerhalb 2 Sekunden von Grün auf Rot springt muss man dennoch nicht innerhalb dieser 2 Sekunden anhalten - man hat alle Zeit der Welt dazu. Es wird "lediglich" gefordert, vor der Haltelinie zum Stehen zu kommen, wenn man nicht vor rot über die Ampel kommt. Bei 70km/h und 2 Sekunden Gelbphase ist der kritische Punkt 39m vor der Ampel. Ist man näher dran, dann fährt man weiter. Ist man weiter weg, muss man wohl oder übel anhalten. An diesem Punkt bremst man 4 Sekunden lang bei -4,8m/s² zwar recht ordentlich ab und kommt dennoch vor der Haltelinie zum Stehen. Das ist aber dennoch ein ganzes Stück von einer Vollbremsung weg. Würde man innerhalb 2 Sekunden von 70 bis Stillstand runterbremsen, ist das mit einer durchschnittlichen Verzögerung von -9,7m/s² mehr als eine Vollbremsung (7-8m/s²) und steht immer noch 19m von der Ampel weg - ein Hupkonzert ist dir sicher!
4,8m/s² ist zwar sehr sportlich, aber damit muss man eben leben, wenn man schon der Meinung ist, man kann schneller als erlaubt fahren. Ich habe zwar die Reaktionszeit unterschlagen, aber diese ist bei erwarteten/erwartbaren Ereignissen (Ampel springt von Grün auf Gelb) wesentlich kürzer als die berühmte 1 Sekunde.
LG Eure Gscheidhaferl 😉
Ich bleibe dabei. Wenn die Ampel in 2 Sekunden von grün auf rot springt und man sich an die Geschwindigkeit von 50km/h hält, dann ist es wahrscheinlich, dass die Autofahrer häufig im Vorbeifahren noch das Rotlicht sehen.
Eine Sekunde zum Denken, ob man noch bremsen kann und dann in der letzten Sekunde runterbremsen. Irgendeinen erwischt es im dichten Verkehr immer, der spontan entscheiden muss, da er gerade an dem Punkt ist, wo man vielleicht noch bremsen könnte, es eventuell aber nicht mehr schafft.
Natürlich, wenn die Ampel 500m vor mir auf Rot springt, dann lasse ich rollen und brauche gar nicht bremsen.
Wenn die Ampel wirklich in 2 Sekunden Gelb beendet, dann hat man doch einen Ansatz, den man verfolgen kann.
3 Sekunden müssen es mindestens sein, bei 60 km/ h 4 s und bei 70 km/ h dann 5 s.
Zitat:
"..........dass dort viele Ampeln so geschaltet sind, dass der Querverkehr direkt grün hat, wenn für einen selbst die Ampel gerade erst auf rot gesprungen ist..........."
Daran sollten die Fahrer die Rot gerade noch sehen, mal denken - es gibt evtl. auch einige Fahrzeuge mit "fliegendem Start" im Querverkehr.
Ja, wenn der Verkehr etwas zäh läuft und noch jemand auf der Kreuzung steht, wenn ich grün bekomme, dann fahre ich auch mit Vollgas an, in der Hoffnung, den noch zu erwischen, denn ich habe ja schließlich grün...
Ich hatte es erst kürzlich mit einem Anhänger, dass die Ampel kurz vor Erreichen umgesprungen ist, ich konnte auch keine 50 fahren, da ich abbiegen musste. Die Ladung war zwar gesichert, jedoch kopflastig und teuer, so dass ich nichts riskieren wollte. Ich war noch bei gelb rüber, rot nichteinmal gesehen, bin nicht schleichend abgebogen und wurde angehupt, da der Querverkehr bereits grün hatte, jedoch der Anhänger diesem noch im Weg war. Da war ich wohl 1/2 Sekunde zu langsam für den nervösen Autofahrer...
Fliegender Start bedeutet, dass du auch mit konstantem Tempo ankommen kannst. Manch eine Ampel lässt so zuverlässiges Verhalten zu und da sollte der Kreuzungsbereich dann tatsächlich frei sein.