Eigenes Fahrzeug für Dienstfahrten ja oder eher nein?
Guten Morgen zusammen,
ich habe mir gerade einen Dacia Sandere II Erstzulassung 2019 finanziert. Preis 14.000
Mein Arbeitgeber bietet mir an das Fahrzeug für Dienstfahrten zu nutzen.
30 Cent pro KM
Am Tag komme ich auf ca 130 km.
Haltet ihr das für eine gute Sache oder eher nicht?
Es hätte natürlich erstmal den Vorteil dass ich den schneller abzahlen kann.
Was meint ihr dazu ?
Lg
Jimmy
179 Antworten
Habe von 1993 - 1997 mein Privatfahrzeug dienstlich genutzt. Es gab 52 Pfennig pro Kilometer (statt 38 ohne dienstliche Anerkennung). Diese unterschiedlichen Versicherungstarife gabs damals noch nicht. Zudem waren es bei mir "nur" 100 km und längst nicht jeden Tag. Teilweise war ich auch als Mitfahrer unterwegs. Für Mitfahrer gab es 3 Pfennig zusätzlich.
Einen Dienstwagen hätte es natürlich nicht gegeben. War öffentlicher Arbeitgeber. Die Kollegen waren eher wild darauf es so zu machen, weil es eine Art Zusatzgehalt darstellte. Natürlich wurden die Autos mehr verschlissen, aber es hielt sich in Grenzen.
Das ist aber 25 bis 30 Jahre her und damals ließ sich ein Auto auch gut für die Kilometerpauschale bewegen, bzw. man konnte sogar noch was dran verdienen.
Jetzt ist die Pauschale kaum höher aber die Kosten sind viel stärker gestiegen. Da verdient man nix mehr bei.
Zitat:
@fehlzündung schrieb am 10. Februar 2023 um 08:15:38 Uhr:
Das ist aber 25 bis 30 Jahre her und damals ließ sich ein Auto auch gut für die Kilometerpauschale bewegen, bzw. man konnte sogar noch was dran verdienen.
Jetzt ist die Pauschale kaum höher aber die Kosten sind viel stärker gestiegen. Da verdient man nix mehr bei.
Diese Feststellung war so pauschal geäußert schon vor 20 bis 30 Jahren falsch, wie sie heute falsch ist. Früher konnte man ein teures Auto für den Preis der Pauschale auch nicht fahren und heute kann man einen günstigen Gebrauchtwagen selbst bei einer Vollkostenrechnung sehr wohl für 30 Cent pro Kilometer fahren.
Früher war es einfacher, ein Fahrzeug für 52 Pfennig zu bewegen als heute ein Fahrzeug für 30 Cent.
Ähnliche Themen
Zitat:
@fehlzündung schrieb am 10. Februar 2023 um 08:21:33 Uhr:
Früher war es einfacher, ein Fahrzeug für 52 Pfennig zu bewegen als heute ein Fahrzeug für 30 Cent.
Das ist richtig.
Wenn der TE einen Dienstwagen mit privater Nutzung bekäme stände er finanziell sicherlich schlechter da.
Es geht nur um die zusätzlichen Kosten, das Auto ist eh da. Etwas mehr Versicherung, Wartung, Verschleiß. Dazu ist der Wagen gebraucht und nicht neu, ganz anderer Wertverlust. Es handelt sich um ein wertstabiles Auto, dazu ist der Wagen in der Versicherung, Steuer und Wartung günstig.
In diesem Fall ist es mit den 30 Cent ok.
Das passt natürlich nicht immer. Wer eine neue E-Klasse dafür nimmt, also wirklich privater Neuwagen, der zahlt drauf.
Das diese Regelung überarbeitet gehört ist klar.
Zitat:
@benprettig schrieb am 10. Februar 2023 um 09:47:32 Uhr:
1. Wenn der TE einen Dienstwagen mit privater Nutzung bekäme stände er finanziell sicherlich schlechter da.
2. Es geht nur um die zusätzlichen Kosten, das Auto ist eh da.
1. das begründest Du womit? So pauschal ist das nicht richtig, es kommt auf die Faktoren an. Bei uns mit 11km Arbeitsweg ist der Dienstwagen die billigste Möglichkeit, ein gescheites neues Auto zu fahren. Der Honda e kostet uns weniger als derzeit noch die Busnetzkarte für unsere Stadt, da wird es sogar mit einem gebrauchten Altwagen unmöglich, billiger zu werden. Mal kurz rechnen: ein neuer 16000€ Sandero kostet - wenn ich unsere 11km zu Grunde lege - um die 105€ als Dienstwagen. Ganz sicher kannst Du den für den Betrag nicht betreiben privat all incl
2. diesen Ansatz halte ich für falsch
3. und was alle Befürworter auszublenden scheinen: das erhöhte Risiko, sowohl an Schäden an der Technik am Wagen als auch Unfallschäden zu erleiden. Einmal den richtigen Unfall gehabt, mit hohen Bergungskosten und Streit um Schadenshöhe und/oder Schuld - wieviel "Profit" ist es Wert dieses Risiko einzugehen? Allein die Zeit und der Druck der Abwicklung ... Dienstwagen verunfallt? Ein Blatt ausfüllen für den Dienstherrn und gut
Ich bin auch eher pro Dienstwagen.
Was hier auch noch nicht berücksichtigt wurde ist der Komfort. Ich weiß nicht wie viel Langstrecke der TE schon mit dem Auto gefahren ist, aber ich bezweifle ob der auf Dauer so bequem ist.
Geräuschdämmung und Fahrkomfort sind ja eher auf Kleinwagenniveau. Beim Sitzkomfort wäre ich jetzt auch erst mal skeptisch. Ob das so die geile Kombi ist?
Im Büro sitzt man ja auch nicht auf einem Aldi Bürostuhl und der Handwerker muss auch nicht mit der 20€ Lidl Bohrmaschine arbeiten 😉
Eins wird hier komplett vergessen. Mag sein dass die Rechnung bei einem derart günstigen Fahrzeug aufgeht und bei einem entsprechend höherwertigem nicht mehr. ABER, warum soll der Arbeitgeber davon profitieren dass er ein günstiges Auto fährt?
Zitat:
@patso.soft schrieb am 8. Februar 2023 um 20:07:29 Uhr:
Naja Pitt. Es wurde ihm, meine ich, angeboten. Nicht eingefordert. Und er bekommt Geld dafür. Je nach Fahrzeugklasse und weiteren individuellen Rahmenbedingungen, kann es attraktiv sein.Daher macht es sinn, einmal alles durchzurechnen.
Angeboten wurde mit seinem Auto Dienstfahrten die notwendig (eingefordert) sind zu machen.
Dafür sind Firmenwagen da Punkt
Es bleibt dennoch ein Angebot, das der TE ja ablehnen kann.
Einfordern ist grundsätzlich was anderes.
Zitat:
@A346 schrieb am 10. Februar 2023 um 17:14:20 Uhr:
Es bleibt dennoch ein Angebot, das der TE ja ablehnen kann.
Einfordern ist grundsätzlich was anderes.
Also sind Dienstfahrten eine freiwillge Angelegenheit, kein Bock dann kann ich in der Firma bleiben?
Natürlich.
Oder hast Du herausgelesen, dass der TE mit dem Angebot von seinem AG erpresst wird?
Ich nicht.
Also ich lese das er täglich ca. 130km Dienstfahrten macht und dafür sein Privatauto nutzen könnte/sollte. Also nix mit in der Firma bleiben.
Ja, könnte. Noch nicht mal sollte.
Und sonst steht da nix zur Firma, deshalb kannst Du da auch dazu nix lesen, auch wenn Du es scheinbar in deinem Sinne gerne so würdest 😉