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DPF im EXEO

Seat Exeo 3R
Themenstarteram 19. Januar 2014 um 9:16

Hallo Forum,

habe mir einen gebrauchten EXEO gekauft.

Habe eine Frage zum korrekten Umgang mit dem DPF.

Das Auto ist ein 2010er mit rund 100.000 km (Vorbesitzer Handelskaumfmann ca. 35.000 km/Jahr. Landstrasse, Autobahn, Stadt)

Da ich selbst nie was mit einem DPF zu tun hatten aber gelesen habe, dass diese recht empfindlich sind hab ich ein paar Fragen.

Wie kann ich mir das Vorstellen?

1. DPF regenerieren sich diese während der Fahrt selbstständig - merkt man das während des Fahrens?

2. Soll eine Regenerationsfahrt gemacht werden nur wenn das Fahrzeug es meldet (Warnleuchte)

3. Sollen zwischendurch Regenerationsfahrten gemacht werden ohne dass das Auto diese anzeigt? Nützen diese überhaupt?

4. In welchen Abständen sollten Regenerationsfahrten gemacht werden ?

Mein Fahrprofil ist: täglich ca. 35 km Hinfahrt (Arbeit) und ebenso Heimfahrt.

Davon jeweils 15 km Gebirge (ca. 800 Höhenm. morgens runter, abends rauf), etwa 20 km Landstrasse. Stadtverkehr eher selten. Sonst noch Freizeit gemsischt, Urlaub ebenso, Autobahn eher selten da kostenpflichtig (Italien). Gesamtjahrespensum ca. 25.000 km.

Danke im Voraus für die Hilfe.

BG

JJ

 

Beste Antwort im Thema

Zitat:

1. DPF regenerieren sich diese während der Fahrt selbstständig - merkt man das während des Fahrens?

Ja, alle ca. 300km findet im Hintergrund eine aktive Regeneratiosphase statt. Man merkt das an folgenden Punkten:

- erhöhtes Standgas im Stand, ca. 950-1000upm, dabei etwas ruhigerer Lauf im Leerlauf

- nervöse Gasannahme

- deutlich kürzere Warmlaufphase

- veränderte Schaltempfehlung

- Geruch links hinten

- deutlich spürbare Hitzeentwicklung links hinten

Zitat:

2. Soll eine Regenerationsfahrt gemacht werden nur wenn das Fahrzeug es meldet (Warnleuchte)

Ja - diese Warnleuchte (Zwangsregeneration) kommt, wenn eine normale aktive Regeneration mehrmals abgebrochen wurde oder fehlgeschlagen ist. Optimal ist dann eine Autobahnfahrt bei rund 2000-25000upm OHNE Vollgas bei möglichst geringer Last (Daher gern im 5. Gang, je nachdem)

 

Zitat:

3. Sollen zwischendurch Regenerationsfahrten gemacht werden ohne dass das Auto diese anzeigt? Nützen diese überhaupt?

Nein, nur wenn du mitbekommst, dass gerade eine Regeneration läuft und du diese durch abstellen des Fahrzeugs unterbrechen würdest. Dann lieber noch mal 5min um den Block

Zitat:

4. In welchen Abständen sollten Regenerationsfahrten gemacht werden ?

wie gesagt, funzt alles automatisch alle ca. 300km

Eine Regenerationsphase dauert ca. 10-15 Minuten, manchmal auch länger, je nachdem

 

Zitat:

Mein Fahrprofil ist: täglich ca. 35 km Hinfahrt (Arbeit) und ebenso Heimfahrt.

Davon jeweils 15 km Gebirge (ca. 800 Höhenm. morgens runter, abends rauf), etwa 20 km Landstrasse. Stadtverkehr eher selten. Sonst noch Freizeit gemsischt, Urlaub ebenso, Autobahn eher selten da kostenpflichtig (Italien). Gesamtjahrespensum ca. 25.000 km.

Das passt eigentlich. Achte daruf, dass du den Wagen sauber warm Fährst

 

 

Folgende Tipps:

1. Die Alte Annahme einen Diesel freizublasen ist bei einem TurboDiesel mit DPF vollkommener Schwachsinn und bewirkt genau das Gegenteil. Grund dafür sind die Abgastemperaturen eines Dieselfahrzeugs.

Diese bewegen sich bei rund 600°C, ein DPF benötigt hingegen rund 800°C - daher die aktive Regeneration. Versucht man nun mit viel Gas die Abgastemperatur anzuheben, steigt auch der Rußanteil exponentiell an, was natürlich kontraproduktiv ist, wenn man den Ruß abbrennen will.

2. Während einer Regenerationsphase sollte man möglichst gleichmäßig, mit geringer bis mittlerer Last und erhöhter Drehzahl fahren. So ist der Rußanteil am geringsten, bei gleichzeitig möglichst hoher Abgastemperatur

3. Sollte die Regenartionslampe öfter Aufleuchten, sollte man den Ascheanteil per VCDS auslesen, um zu prüfen, ob ggf. der maximale Beladungszustand erreicht ist

4. Sollte der Ascheanteil das maximum erreicht haben, muss der DPF nicht zwingend getauscht werden. Für deutlich weniger Geld kann man ihn reinigen lassten. Dazu muss der DPF lediglich an einen entsprechenden Dienstleister geschickt werden. Allerdings steht das Fahrzeug dann in diesem Zeitraum still. Eine 100% Garantie, dass der DPF dann wieder genausolange hällt gibt es jedoch nicht. Dafür ist es aber auch deutlich günstiger als ein Austausch.

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Der DPF regeneriert automatisch. Fein fühlige Menschen merken das auch. Meist wird der Motor etwas brummiger, nimmt anders Gas an etc.

Zu Problemen kommt es nur bei zu viel Kurzstrecke. Dein Arbeitsweg mit 2x35km täglich ist vollkommen ok und wird zum regenerieren ausreichen.

Extra Regenerationsfahrten braucht man idR nicht, nur wenn der DPF bereits verstopft ist.

Also: don't worry, be happy ;)

Zitat:

1. DPF regenerieren sich diese während der Fahrt selbstständig - merkt man das während des Fahrens?

Ja, alle ca. 300km findet im Hintergrund eine aktive Regeneratiosphase statt. Man merkt das an folgenden Punkten:

- erhöhtes Standgas im Stand, ca. 950-1000upm, dabei etwas ruhigerer Lauf im Leerlauf

- nervöse Gasannahme

- deutlich kürzere Warmlaufphase

- veränderte Schaltempfehlung

- Geruch links hinten

- deutlich spürbare Hitzeentwicklung links hinten

Zitat:

2. Soll eine Regenerationsfahrt gemacht werden nur wenn das Fahrzeug es meldet (Warnleuchte)

Ja - diese Warnleuchte (Zwangsregeneration) kommt, wenn eine normale aktive Regeneration mehrmals abgebrochen wurde oder fehlgeschlagen ist. Optimal ist dann eine Autobahnfahrt bei rund 2000-25000upm OHNE Vollgas bei möglichst geringer Last (Daher gern im 5. Gang, je nachdem)

 

Zitat:

3. Sollen zwischendurch Regenerationsfahrten gemacht werden ohne dass das Auto diese anzeigt? Nützen diese überhaupt?

Nein, nur wenn du mitbekommst, dass gerade eine Regeneration läuft und du diese durch abstellen des Fahrzeugs unterbrechen würdest. Dann lieber noch mal 5min um den Block

Zitat:

4. In welchen Abständen sollten Regenerationsfahrten gemacht werden ?

wie gesagt, funzt alles automatisch alle ca. 300km

Eine Regenerationsphase dauert ca. 10-15 Minuten, manchmal auch länger, je nachdem

 

Zitat:

Mein Fahrprofil ist: täglich ca. 35 km Hinfahrt (Arbeit) und ebenso Heimfahrt.

Davon jeweils 15 km Gebirge (ca. 800 Höhenm. morgens runter, abends rauf), etwa 20 km Landstrasse. Stadtverkehr eher selten. Sonst noch Freizeit gemsischt, Urlaub ebenso, Autobahn eher selten da kostenpflichtig (Italien). Gesamtjahrespensum ca. 25.000 km.

Das passt eigentlich. Achte daruf, dass du den Wagen sauber warm Fährst

 

 

Folgende Tipps:

1. Die Alte Annahme einen Diesel freizublasen ist bei einem TurboDiesel mit DPF vollkommener Schwachsinn und bewirkt genau das Gegenteil. Grund dafür sind die Abgastemperaturen eines Dieselfahrzeugs.

Diese bewegen sich bei rund 600°C, ein DPF benötigt hingegen rund 800°C - daher die aktive Regeneration. Versucht man nun mit viel Gas die Abgastemperatur anzuheben, steigt auch der Rußanteil exponentiell an, was natürlich kontraproduktiv ist, wenn man den Ruß abbrennen will.

2. Während einer Regenerationsphase sollte man möglichst gleichmäßig, mit geringer bis mittlerer Last und erhöhter Drehzahl fahren. So ist der Rußanteil am geringsten, bei gleichzeitig möglichst hoher Abgastemperatur

3. Sollte die Regenartionslampe öfter Aufleuchten, sollte man den Ascheanteil per VCDS auslesen, um zu prüfen, ob ggf. der maximale Beladungszustand erreicht ist

4. Sollte der Ascheanteil das maximum erreicht haben, muss der DPF nicht zwingend getauscht werden. Für deutlich weniger Geld kann man ihn reinigen lassten. Dazu muss der DPF lediglich an einen entsprechenden Dienstleister geschickt werden. Allerdings steht das Fahrzeug dann in diesem Zeitraum still. Eine 100% Garantie, dass der DPF dann wieder genausolange hällt gibt es jedoch nicht. Dafür ist es aber auch deutlich günstiger als ein Austausch.

Wäre doch auch Sinnvoll, wenn man während der Regenerationsfase darauf etwas hinweisen würde, zB mit einen Blinken der DPF -Warnleuchte oder so.

Naja, eine Anzeige wäre vielleicht hilfreich, aber ein blinken im Kombiinstrument wäre sicher der falsche Weg...

ggf. ein kleines Symbl im FIS o.Ä.

Zitat:

Original geschrieben von Dr.OeTzi

Naja, eine Anzeige wäre vielleicht hilfreich, aber ein blinken im Kombiinstrument wäre sicher der falsche Weg...

ggf. ein kleines Symbl im FIS o.Ä.

Oder so:)

Leider gibt es beim Exeo keine Kontrolleuchte im Kombiinstrument,wenn der Partikelfilter regeneriert. Grüsse Batman 64

Themenstarteram 20. Januar 2014 um 8:06

Hallo,

die aktive Regeneration im Hintergrund findet also automatisch statt.

Und während dieser ist es auch nicht erforderlich über 2.000 U/min für 15 min zu fahren? Sondern nur dann, wenn die Warnleuchte eine Zwangsregeneration fodert.

Hab ich das richtig verstanden?

Ich frage deshalb, da ich in der Regel eher im unteren Tourenbereich fahre d.h. also zw. 1000 u 1400 u nur selten ober 2000.

Das heisst dann nämlich; wenn ich von der automatischen Regeneration nichts merken sollte, dann fahre ich eben so wie üblich (wie beschrieben) weiter.

BG

JJ

Wie gesagt...normalerweise merkt man die Veränderung in der Gasannahme schon, wenn man etwas feinfühlig ist was das Auto angeht.

Dann hilft es der Regeneration durchaus etwas mehr Drehzahl zu geben, einfach einen Gang niedeiger als sonst fahren reicht schon.

Wenn er regeneriert und du fährst mit so wenig Drehzahl, ist das Auto eh etwas brummig und bockig. Das bemerkst du schon. Und wenn nicht-auch egal, denn 99% der übrigen Dieselfahrer machen sich auch keine Gedanken darum und so lange das Auto nicht ausschließlich Kurzstrecke sieht, kommt der DPF schon klar.

Themenstarteram 20. Januar 2014 um 9:16

Vielen Dank

@ll

Hallo,

das ist ein super Thema. Ich habe auch einige Fragen dazu, da ich mit dem gedanken spiele einen Exeo als Diesel zu kaufen. Jahresfahrleistung mindestens 15000km, eher richtung 20000km...

eine Frage zu:

" ca. 300km findet im Hintergrund eine aktive Regeneratiosphase "

Findet diese Phase alle 300km statt, unabhängig vom Fahrprofil? eher nicht oder? D.h. bestimmte Parameter (Beladung, Kurzstreckenanteil, etc..) bestimmen die Intervalle der Regenartion. D. .h. bei viel Kurzstrecke wäre diese Phase dann alle 250km evtl. oder?

Beii mir ist wäre aber so, dass ich viel Kurzstrecke zur Arbeit hätte (2x6km) täglich. Das wäre doch dann täglich werktags (mindestens) 12km. Am WE kommen auch noch Fahrten hinzu. Bis die 250km zur regeneration erreicht werden, vergehen mal grob 2 Wochen. Spätestens dann müsste ich doch dann eine längere Strecke fahren damit die regeneration durchgeführt wird und nicht abgebrochen wird. Wird die regenaration im Hintergrund (nicht die Zwangsregeneration) gestratet wenn das Motorsteuergerät merkt dass ich nun eine längere Strecke fahre, oder wird immer erst volle Beladung abgewartet (diese 250km Intervalle die ich vorhin angenommen habe)?

Und was konkret ist schädlich wenn ich viel Kurzstrecke fahre? Wird der maximale Beladungszustand schneller erreicht? Oder verschleissen andere Anbauteile (Turbo) oder Motorkomponenten auch schneller? Geht der Verbrauch meklich höher wenn der Motor noch nicht betriebstemperatur hat?

Ich frage deshalb weil ich die Dieselcharakterisitik mag, der Exeo mir sehr gefällt allerdings nur als Diesel (der Benziner schluckt zuviel). Wenn es aber deutliche Nachteile durch meine Kurzstrecken in kauf nehmen muss, dann schaue ich Richtung 1.2 TSI Motoren Golf (105PS). Der verbraucht auch 6,5liter E10 wie der Exeo als Diesel.

am 20. Januar 2014 um 11:17

Zitat:

Original geschrieben von born_hard

 

Beii mir ist wäre aber so, dass ich viel Kurzstrecke zur Arbeit hätte (2x6km) täglich. Das wäre doch dann täglich werktags (mindestens) 12km. Am WE kommen auch noch Fahrten hinzu. Bis die 250km zur regeneration erreicht werden, vergehen mal grob 2 Wochen. Spätestens dann müsste ich doch dann eine längere Strecke fahren damit die regeneration durchgeführt wird und nicht abgebrochen wird.

Mein Exeo mit dem 170 PS-Diesel wird in der Woche auch nur Kurzstrecke gefahren (Arbeitsweg je 8 Kilometer), gelegentliche Einkaufsfahrten kommen hinzu plus am Wochenende einige mittellange Strecken, gelegentlich auch längere Strecken am Stück, kein sehr "gesundes" Fahrprofil für einen Turbo-Diesel mit Partikelfilter, dennoch macht mein Exeo das alles klaglos mit, seit 2 Jahren nun schon. Eine "Zwangspartikelfilterreinigung" wurde noch nie angezeigt, es läuft wohl alles heimlich im Hintergrund ab.

Es kommt wohl darauf an, dass man, wenn man schon viel Kurzstrecken fährt, dann doch mal ein paar mittellange Strecken am Stück einfügt, in denen der Motor mal richtig warm wird und auch die Filterreinigung durchgeführt werden kann, das ist wohl sehr wichtig. Dabei muss man auf nichts besonderes achten, einfach nur fahren wie immer, weder im Stadtverkehr rumschleichen (dann kommt der Motor bzw. das Öl nicht auf seine Betriebstemperatur) noch auf der Autobahn mit Vollgas, was auch wieder kontraproduktiv ist, wenn es um die Filterregeneration geht, also ganz normal fahren.

Zitat:

Und was konkret ist schädlich wenn ich viel Kurzstrecke fahre? Wird der maximale Beladungszustand schneller erreicht? Oder verschleissen andere Anbauteile (Turbo) oder Motorkomponenten auch schneller? Geht der Verbrauch meklich höher wenn der Motor noch nicht betriebstemperatur hat?

Kurzstrecken sind generell für alle Verbrennungsmotoren schädlich, gleich welcher Bauart, ob Diesel oder Benzin, ob Turbo oder Sauger, Begründung:

- So lange der Motor kalt ist, besteht erhöhte Reibung der sich bewegenden Teile, weil die Passung so ausgelegt ist, dass sie am besten ist, wenn alles gleichmässig warm ist, das liegt daran, dass sich Metall ausdehnt, wenn es wärmer wird, zwar nicht viel, aber doch etwas. Außerdem schmiert Motoröl besser, wenn dieses warm ist, dann ist es dünnflüssiger und gelangt schneller an die Schmierstellen.

- Daher ist jeder Kaltstart eines Verbrennungsmotors eine Belastung für diesen, je weniger Kaltstarts, je mehr Langstreckenfahrten, desto besser für den Motor.

Grau ist jedoch alle Theorie, also kein Motor geht "sofort kaputt" wenn man ihn mal nur für Kurzstrecken einsetzt, schließlich soll das Auto ja dem Besitzer dienen und nicht umgekehrt.

Man muss eben nur, wenn man schon Kurzstrecken im Fahrprofil drin hat, daran denken, in kurzen Abständen den Motor dann doch mal richtig warm zu fahren, dann geht das schon.

 

Grüße

Udo

Zitat:

Original geschrieben von born_hard

Hallo,

das ist ein super Thema. Ich habe auch einige Fragen dazu, da ich mit dem gedanken spiele einen Exeo als Diesel zu kaufen. Jahresfahrleistung mindestens 15000km, eher richtung 20000km...

eine Frage zu:

" ca. 300km findet im Hintergrund eine aktive Regeneratiosphase "

Findet diese Phase alle 300km statt, unabhängig vom Fahrprofil? eher nicht oder? D.h. bestimmte Parameter (Beladung, Kurzstreckenanteil, etc..) bestimmen die Intervalle der Regenartion. D. .h. bei viel Kurzstrecke wäre diese Phase dann alle 250km evtl. oder?

Richtig, die Regenerationsphase startet nach Bedarf. So können auch mal bis zu 700km zwischen einem Intervall liegen oder auch nur 100km - im Schnitt sind es besagt 300km. Die Regenerationsphase startet dabei auch bei kalter Maschine, wenn dies nötig ist. Dabei erhitzt sich die Maschine jedoch DEUTLICH schneller. Nach rund 1-2km liegt dann Betriebstemperatur (Kühlwasser) an

Zitat:

Beii mir ist wäre aber so, dass ich viel Kurzstrecke zur Arbeit hätte (2x6km) täglich. Das wäre doch dann täglich werktags (mindestens) 12km. Am WE kommen auch noch Fahrten hinzu. Bis die 250km zur regeneration erreicht werden, vergehen mal grob 2 Wochen. Spätestens dann müsste ich doch dann eine längere Strecke fahren damit die regeneration durchgeführt wird und nicht abgebrochen wird. Wird die regenaration im Hintergrund (nicht die Zwangsregeneration) gestratet wenn das Motorsteuergerät merkt dass ich nun eine längere Strecke fahre, oder wird immer erst volle Beladung abgewartet (diese 250km Intervalle die ich vorhin angenommen habe)?

Nein, wie schon gesagt nach Bedarf. Daher gilt es bei Kurzstreckenbetrieb darauf zu achten, dass er nicht gerade regeneriert wenn man das Fahrzeug abstellen will

Zitat:

Und was konkret ist schädlich wenn ich viel Kurzstrecke fahre? Wird der maximale Beladungszustand schneller erreicht? Oder verschleissen andere Anbauteile (Turbo) oder Motorkomponenten auch schneller? Geht der Verbrauch meklich höher wenn der Motor noch nicht betriebstemperatur hat?

Ich frage deshalb weil ich die Dieselcharakterisitik mag, der Exeo mir sehr gefällt allerdings nur als Diesel (der Benziner schluckt zuviel). Wenn es aber deutliche Nachteile durch meine Kurzstrecken in kauf nehmen muss, dann schaue ich Richtung 1.2 TSI Motoren Golf (105PS). Der verbraucht auch 6,5liter E10 wie der Exeo als Diesel.

@Udogigahertz hat es ja schon beschrieben. Kurzstreckenanteil ist nie gut, egal für welchen Motor. Aber nicht nur für den Motor. Eigentlich für das ganze Fahrzeug.

Der Unterschied vom Diesel zum Benziner ist dabei aber Entscheidend. Während ein Benziner bereits nach wenigen KM Betriebstemperatur erreicht, dauert das bei einem Diesel ewig. Sprich, ein Benziner steckt Kurzstreckenbetrieb eher weg als ein Diesel.

Dabei ist halt dann auch der Verbrauchsvorteil des TDI dahin und gleichzeitig wird die Lebensdauer des (sehr teuren) DPF erheblich verkürzt. Währen Langstreckenfahrer berichten ihr DPF hällt über 200.000km klagen Kurzstreckenfahrer bereits bei <100.000km über Probleme. Berücksichtigt man die Kosten, kannst du mit nem Benziner einige Tankfüllungen verfahren.

In deinem Fall würde ich zu einem Benziner raten. Dein Kurzstreckenanteil ist sehr hoch. Auf diesen Strecken lässt sich mit einem Diesel kein Verbrauchsvorteil erzielen. im Gegenteil, es kann sogar sein, dass er mehr Sprit braucht, da er kalt ist. Und bei gerademal 15.000-20.000km im Jahr, würde selbst bei optimalem Streckenprofil kaum Vorteile mit einem TDI entstehen, wenn man den Anschaffungspreis berücksichtigt.

 

Ich persönlich würde dir zu nem 1.8TSI raten. Er verbraucht auch nicht viel mehr als ein kleiner Downsizing-Motor (ca. 1l) - bietet aber gleichzeitig DEUTLICH bessere Fahrleistungen.

Der 1.2TSI hat natürlich seine Daseinsberechtigung, aber er hat eben klare Grenzen und die liegen bei seiner Leistungsfähigkeit und dem damit verbundenen Verbrauch, will man mal etwas zügiger Unterwegs sein, passiert gefühlt nicht viel, aber die Tanknadel bewegt sich proportional zur Motordrehzahl. Verbräuche von deutlich >10l sind dann überhaupt kein Problem.

Das hängt mit dem sehr kleinen Teillastbereich des 1.2TSI zusammen.

 

Zitat:

Original geschrieben von Dr.OeTzi

Zitat:

Original geschrieben von born_hard

Hallo,

das ist ein super Thema. Ich habe auch einige Fragen dazu, da ich mit dem gedanken spiele einen Exeo als Diesel zu kaufen. Jahresfahrleistung mindestens 15000km, eher richtung 20000km...

eine Frage zu:

" ca. 300km findet im Hintergrund eine aktive Regeneratiosphase "

Findet diese Phase alle 300km statt, unabhängig vom Fahrprofil? eher nicht oder? D.h. bestimmte Parameter (Beladung, Kurzstreckenanteil, etc..) bestimmen die Intervalle der Regenartion. D. .h. bei viel Kurzstrecke wäre diese Phase dann alle 250km evtl. oder?

Richtig, die Regenerationsphase startet nach Bedarf. So können auch mal bis zu 700km zwischen einem Intervall liegen oder auch nur 100km - im Schnitt sind es besagt 300km. Die Regenerationsphase startet dabei auch bei kalter Maschine, wenn dies nötig ist. Dabei erhitzt sich die Maschine jedoch DEUTLICH schneller. Nach rund 1-2km liegt dann Betriebstemperatur (Kühlwasser) an

Zitat:

Original geschrieben von Dr.OeTzi

Zitat:

Beii mir ist wäre aber so, dass ich viel Kurzstrecke zur Arbeit hätte (2x6km) täglich. Das wäre doch dann täglich werktags (mindestens) 12km. Am WE kommen auch noch Fahrten hinzu. Bis die 250km zur regeneration erreicht werden, vergehen mal grob 2 Wochen. Spätestens dann müsste ich doch dann eine längere Strecke fahren damit die regeneration durchgeführt wird und nicht abgebrochen wird. Wird die regenaration im Hintergrund (nicht die Zwangsregeneration) gestratet wenn das Motorsteuergerät merkt dass ich nun eine längere Strecke fahre, oder wird immer erst volle Beladung abgewartet (diese 250km Intervalle die ich vorhin angenommen habe)?

Nein, wie schon gesagt nach Bedarf. Daher gilt es bei Kurzstreckenbetrieb darauf zu achten, dass er nicht gerade regeneriert wenn man das Fahrzeug abstellen will

Zitat:

Original geschrieben von Dr.OeTzi

Zitat:

Und was konkret ist schädlich wenn ich viel Kurzstrecke fahre? Wird der maximale Beladungszustand schneller erreicht? Oder verschleissen andere Anbauteile (Turbo) oder Motorkomponenten auch schneller? Geht der Verbrauch meklich höher wenn der Motor noch nicht betriebstemperatur hat?

Ich frage deshalb weil ich die Dieselcharakterisitik mag, der Exeo mir sehr gefällt allerdings nur als Diesel (der Benziner schluckt zuviel). Wenn es aber deutliche Nachteile durch meine Kurzstrecken in kauf nehmen muss, dann schaue ich Richtung 1.2 TSI Motoren Golf (105PS). Der verbraucht auch 6,5liter E10 wie der Exeo als Diesel.

@Udogigahertz hat es ja schon beschrieben. Kurzstreckenanteil ist nie gut, egal für welchen Motor. Aber nicht nur für den Motor. Eigentlich für das ganze Fahrzeug.

Der Unterschied vom Diesel zum Benziner ist dabei aber Entscheidend. Während ein Benziner bereits nach wenigen KM Betriebstemperatur erreicht, dauert das bei einem Diesel ewig. Sprich, ein Benziner steckt Kurzstreckenbetrieb eher weg als ein Diesel.

Dabei ist halt dann auch der Verbrauchsvorteil des TDI dahin und gleichzeitig wird die Lebensdauer des (sehr teuren) DPF erheblich verkürzt. Währen Langstreckenfahrer berichten ihr DPF hällt über 200.000km klagen Kurzstreckenfahrer bereits bei <100.000km über Probleme. Berücksichtigt man die Kosten, kannst du mit nem Benziner einige Tankfüllungen verfahren.

In deinem Fall würde ich zu einem Benziner raten. Dein Kurzstreckenanteil ist sehr hoch. Auf diesen Strecken lässt sich mit einem Diesel kein Verbrauchsvorteil erzielen. im Gegenteil, es kann sogar sein, dass er mehr Sprit braucht, da er kalt ist. Und bei gerademal 15.000-20.000km im Jahr, würde selbst bei optimalem Streckenprofil kaum Vorteile mit einem TDI entstehen, wenn man den Anschaffungspreis berücksichtigt.

 

Ich persönlich würde dir zu nem 1.8TSI raten. Er verbraucht auch nicht viel mehr als ein kleiner Downsizing-Motor (ca. 1l) - bietet aber gleichzeitig DEUTLICH bessere Fahrleistungen.

Der 1.2TSI hat natürlich seine Daseinsberechtigung, aber er hat eben klare Grenzen und die liegen bei seiner Leistungsfähigkeit und dem damit verbundenen Verbrauch, will man mal etwas zügiger Unterwegs sein, passiert gefühlt nicht viel, aber die Tanknadel bewegt sich proportional zur Motordrehzahl. Verbräuche von deutlich >10l sind dann überhaupt kein Problem.

Das hängt mit dem sehr kleinen Teillastbereich des 1.2TSI zusammen.

Den 1.8TSI will ich mir nicht leisten. Anschaffungspreis und Verbrauch sind für mich zu hoch.

Aber wie erklärst du dir dass bei Spritmonitor der 105PS 1.2 TSI 6,0 liter im Golf verbraucht (im Schnitt,also alle Streckenprofile, alle Fahrer, etc..)? Fahren alle nur im teillastbereich? Das glaube ich eher nicht. Ich glaube, dass der Vollastbereich zwar absolut gesehen sehr hoch ist, aber der niderige teillastverbrauch macht es wieder wett. Und der kleine kann auch in 10,5sekunden von 0-100km/h. dass es darüber dann eher zäh wird, ist mir klar. Was ist vom 1.4TSI 122 oder 140PS zu halten? Laut Spritmonitor verbrauchen sie 0,5liter mehr auf 100km als der 1.2 TSI.

Dass der 1.8TSI bei Spritmonitor drüber liegt, hängt damit zusammen, dass er von eher "sportlichen" Fahrern gefahren wird, denn wer auf sparsamkeit bedacht ist, greift eh eher zum 1.2 oder dem 1.4TSI

Geht man allerdings davon aus, dass der 1.8TSI im selben Fahrzeug (wegen Gewicht) mit dem gleichen Fahrstil bewegt wird, liegt sein Verbrauch rund 1l über dem des 1.2TSI und eben rund 0,5l über dem des 1.4TSI

Beispiel:

Du fährst nach Tempomat 100kmh, der 1.2TSI kommt dann bei rund 4,5l raus, der 1.4TSI bei rund 5l und der 1.8TSI eben bei rund 5,5l

Je schneller es voran geht, desto geringer werden die Unterschiede.

Ab rund 140-150kmh sind die Verbräuche identisch

Ab rund 150kmh dreht sich die Schere und der 1.8TSI liegt in Front

 

Zum 1.4TSI:

Wenn 1.4TSI, dann den neuen 140er. Er verbraucht das gleiche wie der 122er, ist aber deutlich agiler

Aber das TSI-Thema passt hier eigentlich nicht hin

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