Diesel - wie lange noch ?
Hallo,
nachdem ich vor meinem derzeitigen auto einen Audi 80 TDI hatte und immer noch ein diesel fan bin, bin ich doch schon sehr am überlegen mir einen 190d zu kaufen.
am besten wäre denke ich der 2,5d ohne turbo da turbo ja wirklich eine absolute rarität ist. zur not natürlich auch die beiden "kleinen" mit 53 oder 55kw.
rahmen. so 3500 euro.
eine umrüstung auf euro 2 wenn noch nicht vorhanden ist denke ich für 300 euro auch gemacht zumal ich eigentlich vom fach bin.
das problem ist halt dass man derzeit überhaupt nicht weiss ob man sich noch einen diesel kaufen kann. damit mein ich diesel im alter des 190er. dabei käme für mich auch ein golf III tdi , wieder ein audi 80 tdi, bmw 318tds oder ähnliches in frage.
wie schauts denn jetzt genau aus. fahrt ihr 2007 alle eure 190er auf den müll weil sie nicht rußfilterkompatibel sind oder ist das alles nur gewäsch und es ändert sich nicht viel.
ich blicke ehrlich gesagt nicht so recht durch was denn jetzt kommt und auf was man sich einstellen muss.
mfg
32 Antworten
also untermotorisiert finde ich jetzt mein diesel auch nicht.
94PS sind zwar nicht viel, aber es reicht um auf der autobahn ordentliche durschnittsgeschwindigkeiten zu fahren.
ich könnte noch viel schneller fahren wenn mich nicht immer so 3.0TDI´s mit halbtoten fahrern ausbremsen würden.
nur weil die alle große motore haben, heißt das noch lange nicht das sie auch schnell fahren können.
ein "neuerer" wagen -wie ich ihn schon im blick hatte so W202 220CDI oder E290TD würden bei der partikel diskussion auch nichts bringen.
die werden genau so schlecht eingestuft wie unsere uraltdiesel und liegen immerhin in der preisklasse um die 10000euro.
also müsste es mindestens ein W203 CDI sein, und da liegt man dann schon mindestens um die 15000euro, nach oben offen.
einfache rechnung:
ich kaufe mir einen 220CDI bj.03 mit etwa 120000km für?
16-18000euro.
in 4jahren fahre ich da nochmal 200000km drauf.
dann hat das ding 320000km und ist faktisch schrottreif.
-hat vielleicht noch einen restwert von 6-8000euro.
allein ohne verschleißteile, wartungskosten und teile die auch mal so kaputt gehen hab ich dann mindestens 10000euro in 4jahren vernichtet!
beim 190er sind es maximal 4000.
noch kurz zur filternachrüstung: bei audi/VW geht das ab pumpe-düse also so Bj.99-2000
bei mercedes ab dem 203 CDI.
Tja, wenn es Euch reicht, bitte sehr.
Sicher, zum Mitschwimmen im Berufsverkehr ob Stadt oder außerhalb ist die "Leistung" o.k.
Aber fahrt mal im Mittelgebirge. Also mir macht das keinen Spaß mehr, jeden Hügel raufzukriechen während einem etliche im Genick sitzen und natürlich unbedingt in der Kurve vorbei wollen.
Von NEUFAHRZEUGEN habe ich nicht gesprochen. Aber irgendwann ist auch der beste Wagen am Ende. Und dann muß überlegt werden, ob viel Arbeit und Geld investiert werden soll oder z. B. ein W202 als Gebrauchtwagen evtl. doch die bessere Wahl ist.
Lockt hier noch Automatik, Schiebedach, Airbags, Metallic und viele andere Sachen, die der eigene Wagen nicht hat, kann die Überlegung schon dahin gehen.
Wenn man handwerklich nicht sonderlich begabt ist oder keine Zeit zum Herrichten hat, lockt ein jüngeres Vehikel eben schon. Es kann ja durchaus ein E250 Diesel Bj 1995 sein. Schon flotter, geräumiger und noch von hoher Qualtät.
Einen Neuwagen würde ich niemals kaufen. Erstens gefallen mir die nicht, zweitens sind die Preise sowas von überzogen, drittens habe ich langsam den Eindruck, daß heute so ziemlich alle Karren mindestens einen Konstruktionsfehler aufweisen.
@mbjadcnein
Schau mal auf meine Homepage in die Diesel-Rubrik, was ich von Freitag bis gestern an meinem "Alten Herrn" gerichtet habe, damit er neuen TÜV bekommt. Gekostet hat mich das bisher 425€ (ohne 2x TÜV und ohne 1x AU) und neue Stoßdämpfer braucht er auch noch, was nochmal mit 240€ zu Buche schlägt. Und weißt du warum ich das mache? Weil ich schrauben lernen will. Damit ich das, was ich am Diesel gemacht habe, auch irgendwann am Benziner, wenn nötig machen kann. Am Auto selber schrauben macht wahnsinnig viel Spaß. Zudem kann man dann sagen, das habe ich heute gemacht. Der TÜV Stempel ist Belohnung genug. Und ein weiterer Grund, warum ich das alles auf mich genommen habe: ich wollte nicht, dass ein weiteres Stück automobiler Ingenieurskunst in der Wüste weiterfährt. 😎 Zudem entschädigt der Fahrkomfort dieses 21 Jahre alten Autos in Verbindung mit der Automatik und den Sofasitzen allemal. 😁
PS: jetzt könnt ihr mich für verrückt halten 😉
Mein lieber Buick-Fan,
es ist ja schön, daß Dich Dein Wagen so begeistert und die Arbeiten Spaß machen.
Nur hat nicht jeder genügend Zeit dafür. Wenn man selbständig ist, fällt eben kaum ausreichend Freizeit an.
Kommt dann noch eine chronische Unbegabung dazu.......
Wenn noch was zu Schweißen ist, hörts bei mir halt ganz auf.
Hierzulande wird das recht teuer, selbst bei Freundschaftspreisen.
Zum Fahrkomfort: besser zwar als 3er und Audi 80 aus der Zeit, aber sooo überragend ist der nun auch wieder nicht.
Und von Sofasitzen sprechen wir vielleicht noch bei der Heckflosse. Die Sitze im 190er empfinde ich als "verbesserungsfähig" (zu geringe Höhe, schnell durchgesessen - zumindest bis Bj 1988).
Automobile Ingenieurskunst allemal (im Vergleich zu den Nachfolgern), nur ist irgendwann die Zeit eines jeden Fahrzeuges gekommen.
Und ich will was größeres, schnelleres (Beschleunigung, Durchzug), komfortableres und und und.
AAAABEEEEER: nach meinen letzten Erfahrungen mit Autohäusern bzw. "zertifizierten Verkaufsberatern" überlege ich doch wieder, ein paar Scheinchen zu investieren, das "Möhrchen" durch den TÜV zu bringen, weiterhin PÖL reinschütten und fertig.
Schließlich kann ich mein altes Gefährt mit geschlossenen Augen fahren. Zumindest auf den alltäglichen Strecken 😉
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Zitat:
Es kann ja durchaus ein E250 Diesel Bj 1995 sein. Schon flotter, geräumiger und noch von hoher Qualtät.
jaja der hätte es durchaus auch sein können!
an dem ist aber nichts anders als am 190er.
der hat nur 2ventile pro zylinder mehr und ist für mich unnötig größer.
das mehrgewicht frißt dann die mehrleistung wieder weg.
im direkten vergleich ist eine neuere C klasse ja keinen deut besser als der alte 190er.
oder generell neuere (nicht nagelneue) autos.
man muss genauso wie am 190er regelmäßig kundendienst machen, es verrecken genauso bremsen, stoßdämpfer, gummilager, riemen, batterieen, betriebsflüssigkeiten usw.usw.
da kommt noch dazu das diese teile an neueren wagen ein vielfaches kosten, UUUND: der risikofaktor schlechthin- die ganze elektronik die in diese autos eingebaut ist.
ein kaputtes steuergerät kost mich mehr als eine achssanierung am 190er...
Zitat:
Original geschrieben von Nepumuk924
Warum nicht 190 Diesel? Ist doch nicht für die Ewigkeit. Im Moment ist mit Euro 2 alles bestens. Wenn die Steuer viel teurer wird, verkaufe ich die Kiste halt nach Afrika und hole mir was anderes.
Einen Autogasumbau halte ich beim 190er nicht mehr für so sinnvoll. Das ist der Umbau ja teurer als das Auto.
Das ist Unsinn!
Wenn Du einen gut erhaltenen 190er hast und den noch ein paar Tage fährst, lohnt sich der Umbau durchaus. -Da kommt ja eh nur eine Venturianlage rein und die kostet nunmal deutlich weniger als eine Vollsequentielle.
Meiner ist 17, hat paar Roststellen, Macken und 285tkm auf der Uhr und wird im Oktober umgerüstet.
Und wenn er die Hufe hebt, gibt's ein Schlachtfest und eine Gasanlage für den nächsten 190er.
Gruß
Kamilli
Zitat:
Original geschrieben von Buick-Fan
PS: jetzt könnt ihr mich für verrückt halten 😉
Nein, ich finde das ein gute Einstellung. Ein Stück automobiler Geschichte zu bewahren macht einfach Freude! 🙂 😉
Zitat:
Original geschrieben von Kamilli
Das ist Unsinn!
Wenn Du einen gut erhaltenen 190er hast und den noch ein paar Tage fährst, lohnt sich der Umbau durchaus. -Da kommt ja eh nur eine Venturianlage rein und die kostet nunmal deutlich weniger als eine Vollsequentielle.
Meiner ist 17, hat paar Roststellen, Macken und 285tkm auf der Uhr und wird im Oktober umgerüstet.
Und wieviele Kilometer mußt du dann fahren, damit du die Kosten für die Anlage raus hast?
Das hängt in erster Linie von der Enwicklung der Gas-/Spritpreise ab. Bei meinem BMW musste ich 40tkm fahren, bin die innerhalb eines dreiviertel Jahres auch gefahren und hatte danach den Einspareffekt.
Da die Anlage im Daimler nur ungefähr die Hälfte kosten wird, dafür aber der Verbrauch ein wenig höher liegen dürfte (vollsequentiell zu Venturi eben), sollte ich nach etwa 25tkm alles wieder raus haben. Das wird funktionieren. Und da die Anlage aufgrund des einfacheren Aufbaus auch wieder deutlich einfacher auszubauen und im nächsten Auto einzubauen ist, mache ich mir da eigentlich keine wirklichen Sorgen.
Gruß
Kamilli
Zitat:
im direkten vergleich ist eine neuere C klasse ja keinen deut besser als der alte 190er.
Dazu fällt mir was ein: als ich vor einiger Zeit bei einem MB-Händler war und mich aus reiner Neugier nach gebrauchten W202 erkundigt habe, sagt mir doch der Inhaber "ja, und so gut wie die alten sind die nicht mehr" (mit vielsagendem und schmachtvollen Blick auf mein Wägelchen).
Der Firmenchef muß es wissen, hat er doch jahrelang auch einen W201 Vor-Mopf gefahren.
und weil wir von kosten reden, mein Arbeitskollege hat an seinem Audi A2 90tkm Service in der Werkstatt machen lassen, echte 1140.-€ hat er dafür bezahlt!
Ich hab an meinem 190er auch ein Service gemacht, hat mich 270.-€ gekostet (inkl. Hinterachsrenovierung, neue Zündkerzen, Zündkabel, Ölfilter, Öl für Motor, Getriebe, Diff, alle Bremsleitungen entrosten und neu lackieren, Luftfiltertausch, Benzinfiltertausch).
Da fahr ich 4 Jahre 190er, was ein neues Auto in einem Jahr kostet und bei ihm war auch nichts defekt, reines Service!
Zitat:
Original geschrieben von narf003
und weil wir von kosten reden, mein Arbeitskollege hat an seinem Audi A2 90tkm Service in der Werkstatt machen lassen, echte 1140.-€ hat er dafür bezahlt!
Ich hab an meinem 190er auch ein Service gemacht, hat mich 270.-€ gekostet (inkl. Hinterachsrenovierung, neue Zündkerzen, Zündkabel, Ölfilter, Öl für Motor, Getriebe, Diff, alle Bremsleitungen entrosten und neu lackieren, Luftfiltertausch, Benzinfiltertausch).
Mich würde mal interessieren, was Dich das bei DC gekostet hätte. Das ist nämlich der Referenzpreis zum Vergleich mit Deinem Audi-Kollegen. Alles andere ist Augenwischerei.
Für 270€ kriegt man nichtmal gescheites Material für die ganzen Öle, Filter, Zündkerzen und Hinterachsteile. Geschweigen denn Arbeitslohn von 75€ und mehr pro Stunde.
Gruß Meik
Zitat:
Mich würde mal interessieren, was Dich das bei DC gekostet hätte. Das ist nämlich der Referenzpreis zum Vergleich mit Deinem Audi-Kollegen. Alles andere ist Augenwischerei.
naja es ist bedingt augenwischerei.
der 190er ist so konstruiert, das man auch ohne große mechanikkenntnisse und ohne viel spezialwerkzeug sehr vieles selber machen kann.
das ist bei dem A2 nicht der fall.
deswegen würde ich 50% des arbeitslohns als unmöglich selbst erbringbare leistungen rechnen.
dazu kommen noch so unnütze aber kostenintensive sachen wie zahnriemen, den der 190er gar nicht hat, und schon ist eine differenz von 500euro aus dem nichts entstanden.
ich hatte erst einen "neuen" ford-fiesta von nen bekannten hier zum bremsenwechsel-
da kosten zwei bremsscheiben vorne 180euro!!!!!
beim 190er beide vorne: 60€ original mercedes incl. Mwst!
die hinteren scheiben beim ersatzteilhändler von textar: beide zusammen: 32euro!