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Die Zukunft der OBD-Diagnose...

Themenstarteram 9. Dezember 2019 um 23:23

Hallo !!!

Ich möchte hier mal einen Thread zur Diskussion zu den Zukunftsaussichten der OBD-Diagnose eröffnen.

Hintergrund:

Am Wochenende hatte ich einen Kunden, der für VW in der Elektronikentwicklung tätig ist.

Er hat mal ein bissl aus dem "Nähkastchen" geplaudert, was kommende Entwicklungen in Richtung Diagnose für Hobbyschrauber, Codierungen, etc. angeht.

Er sagte, irgendwann in naher Zukunft und zuerst im Golf 8 und der iD-Baureihe (sind ja die ersten VW die voll vernetzt und ständig online sind) wird mit Codierungen etc. Schluß sein.

Die aktuellen Golf 8 der ersten Stunde sind wohl noch auf normale Anpassungen und Codierungen ausgelegt, später im Modellzyklus will man dann sämtliche Funktionen über ein On-Demand oder Abo-Modell abbilden lassen.

Den Zugang auf das Backend werden dann nur noch Vertragshändler / Autohäuser bekommen.

Ähnlich dem jetzigen Zugang mit ODIS.

Evtl. kann man mit OBD-Software dann noch ein paar Anpassungswerte einstellen und das war es dann.

Er meinte aber selbst das ist ungewiss...

Wir Hobbysschrauber mit unseren OBD-Programmen, -Handhelds, etc. werden dadurch dann schön ausgesperrt und komplett entmündigt und abhängig von der Gusto der Konzerne gemacht.

Und andere Hersteller werden 100% nachziehen, spätestens wenn die E-Autos in den Markt GEDRÄNGT werden.

 

Ich persönlich fand es damals schon frech, als der unsägliche "Komponentenschutz" eingeführt wurde...

Wenn ich ein Auto kaufe, ist es mein EIGENTUM und ich sollte frei entscheiden können, was dort eingebaut werden kann.

Und wenn ich etwas nachrüsten will, will ich das auch tun können auch wenn der Hersteller es nicht vorgesehen hat.

Nach Ablauf der Garantie geht die das doch einen feuchten an, oder wie seht ihr das?

Das da noch niemand vorm EuGH gegen geklagt hat...

 

Ist Euch vielleicht was zum Thema von anderen Herstellern bekannt oder zu Ohren gekommen??

Oder was meint Ihr zum Thema?

Gute Gründe weiter ältere Autos zu fahren und zu pflegen !?

Let's go...

Beste Antwort im Thema

Übertrag es aufs Auto. Die Hersteller haben bei der Abgasreinigung beschissen dass sich die Balken biegen. In den Foren und Gazetten sollte man sie wie Troubadix an der Dorfulme aufknüpfen. Wie sieht die Realität aus? Die Leute rennen wie die Lemminge zum Händler und kaufen vom gleichen Hersteller das nächste Modell, weil es drölfzig PS mehr hat und der dynamische Blinker absolut unwiderstehlich ist.

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Abwarten, auch bei Renault war es in der Vergangenheit nur dem Hersteller vorbehalten, welche Codierung die Steuergeräte ab Werk erhalten. Bis dann unsere östlichen Nachbarn den "Schutz" der Datenbanken ausgehebelt hatten. Und dann per kostenlosem Download von ddt4all mit passendem Interface alle Türchen der Steuergeräte am Auto offen standen. Das sogar der Freundliche ins Stauen kam, was alles so plötzlich möglich ist.

Themenstarteram 10. Dezember 2019 um 6:51

Was mich auch stört, das diese Fahrzeuggeneration ständig online sein soll.

Totaler Bockmist!

Da gab es doch neulich bei, Audi war es glaube ich, die Meldung das die jetzt schon verfügbaren Onlinedienste ein paar Tage nicht gingen, wegen Serverproblemen.

Jetzt spinnen wir das mal weiter:

Server tot wegen Brand, Hackerangriff, etc.

Dann kannst Du nur noch mit Grundfunktionen durch die Gegend fahren und hoffen das sie Deine teuer gekauften Features wiederherstellen können???

Also mir kommt so ein Smartphone auf Rädern bis auf weiteres nicht ins Haus!

Abwarten würde ich sagen. Man bekommt hier in Deutschland ja noch nicht mal einen flächendeckenden Mobilfunkempfang auf die Kette. Solange das nicht nicht gewährleistet ist, sehe ich darin nicht mehr als einen Sturm im Wasserglas.

Davon ab hat es schon seine Gründe, warum Autos ab der Jahrtausendwende meistens aus meinem Beuteschema fallen. ;)

Mit unserem deutschen Flickenteppich wird es keinen flächendeckenden Mobilfunkempfang geben. Da sind immer Ecken dabei, wo es sich für die einzelnen Anbieter nicht lohnt, mal Hand anzulegen. Gewisse "Premiumfunktionen" des Fahrzeugs werden dann nicht nutzbar sein, dann fällt mal das Onlineupdate aus. Das Auto wird trotzdem weiterfahren, alles andere wäre ein Eingriff in den Strassenverkehr. Und irgendwann hat auch der EuGH was zu tun, wenn nicht vorher schon die ganze deutsche Automobilindustrie inklusive der Zulieferer schon den bach runter sind. Unsere derzeitige amtierende "GroKo" legt doch schon alle Weichen dafür. Nach dem Motto: "Weiter so!" Und sich dann aber zunehmend über den Anstieg des chinesischen Einflusses wundern. Warum nur? Man kann nicht einfach den Umstieg auf die Elektromobilität erzwingen, da freuen sich dann andere Anbieter über klingelnde Kassen.

Irgendwas wird schon passieren in absehbarer Zeit. Den Hobbyschraubern geht es zuerst an den Kragen. Die sind den Autokonzernen schon längst ein Dorn im Auge. Benutzen konzerneigene Softwaretools und können auch noch sicherheitsbedenkliche Einstellungen in den Steuergeräten „verbiegen“ oder noch schlimmer: NaviDaten freischalten oder dubiose Teile bei eBay anbieten. :D

Für mich war das klar, das irgendwann die Schranke runterknallt. Dann musst Du (ja ich auch) wegen jedem Pups zum Händler fahren und hoffen, das er Dir deine Nachrüstungen freischaltet. Vom Bezahlen mal ganz zu schweigen. Die freien Werkstätten müssen sich online Zeit buchen und werden ebenfalls zur Kasse gebeten. Bei schwindenden Absatzzahlen müssen „sie“ sich ja die Knete woanders herholen. Die machen es dann so Vater Staat. Dem in die Taschen greifen, der sich nicht wehren kann. GEZ zum Beispiel.

Aber ich denke mal: erst mal abwarten und Tee trinken. Ein neues Auto kauf ich mir eh nicht mehr.

andererseits, warum sollte ein auto mit rücksichtnahme auf bastler konstruiert werden?

Themenstarteram 10. Dezember 2019 um 22:07

Zitat:

@slv rider schrieb am 10. Dezember 2019 um 18:22:09 Uhr:

andererseits, warum sollte ein auto mit rücksichtnahme auf bastler konstruiert werden?

DAS macht sowieso kein Hersteller.

Die Bastler sind denen (fast) egal.

Außer vielleicht bei den z.T. horrenden Preisen für so manches ET.

Billigst im Ausland produziert und dem Endkunden im Autohaus zum aktuellen Goldpreis verscherbelt...

Gewinnmargen von über 150% sind in dem Sektor keine Seltenheit.

Die offenen Protokolle sind sicher einer Richtlinie geschuldet, Damit Du nicht Sonntags liegen bleibst und erst Montags von Deinem Markenvertreter verarztet wirst.

Oder zur NOT auch mal von einer freien Werke eine Grunddiagnose erstellt werden kann.

GVO?

Zitat:

@Schnapsfahrer schrieb am 9. Dezember 2019 um 23:23:09 Uhr:

Wenn ich ein Auto kaufe, ist es mein EIGENTUM und ich sollte frei entscheiden können, was dort eingebaut werden kann.

Und wenn ich etwas nachrüsten will, will ich das auch tun können auch wenn der Hersteller es nicht vorgesehen hat.

Die Software/Codierung ist niemals dein Eigentum (sondern nur das Steuergerät).

Der PC den du kaufst gehört dir, an der Software erwirbst du nur Nutzungsrechte (die darfst nicht verändern).

Nicht gekaufte Features freischalten ist nichts anderes als 'ne Raubkopie.

Da tust du dir etwas schwer mit deiner Klage. ;)

Gruß Metalhead

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 11. Dezember 2019 um 08:11:05 Uhr:

Die Software/Codierung ist niemals dein Eigentum (sondern nur das Steuergerät).

Der PC den du kaufst gehört dir, an der Software erwirbst du nur Nutzungsrechte (die darfst nicht verändern).

Nicht gekaufte Features freischalten ist nichts anderes als 'ne Raubkopie.

Da tust du dir etwas schwer mit deiner Klage. ;)

Gruß Metalhead

So ganz einfach ist das nun auch wieder nicht...sobald man 'online sein muß' damit etwas am Auto funktioniert.

Ähnliches Theater gab es schonmal mit 'ner großen Spieleplattform die der Meinung war, es würde reichen, auf ihre Produkte zu drucken, daß man zum Spielen eine 'bestehende Internetverbindung benötigt.

Und genau da fangen die Probleme dieser Thematik 'Notwendigkeit einer dauerhaften Verbindung zum Hersteller' beim Auto an.

Ich erwerbe nämlich ein Fahrzeug mit gewählter Ausstattung die auch ohne 'dauernde Nabelschnur zum Hersteller' funktionieren muß...denn ich kaufe es so...erwerbe also das Besitzrecht' und nicht etwa ein Nutzungsrecht...wie bei einem Software-Abo.

Das schließt beim Fahrzeug die beim Verkauf installierte Software mit ein.

Daß ich die erworbene Software nicht verändern darf hat völlig andere Gründe und damit nichts zu tun!

Das ist ein Problem bei jeder Software.

Ich habe hier jede Menge Software die ich vor zig Jahren erworben habe...die ich auch uneingeschränkt nutzen darf...bei der auch niemand kommen und sagen kann 'das ist nicht Ihre Software also dürfen Sie die jetzt nicht mehr nutzen.'

Sobald aber beim Kauf eines Kfz. eine dauerhafte Verbindung zum Hersteller eine Voraussetzung für die einwandfreie Funktion aller gekauften Bauteile des Fahzeuges wird, kommen wir in eine Grauzone.

Ist übrigens nur ein weiteres Problem der sich ständig ausbreitenden 'µ-prozessorisierung' aller möglichen 'Alltagsgegenstände'...die für den Betrieb eine Software benötigen. ;)

Ein Auto daß nicht ohne Onlineverbindung fährt wäre natürlich was anderes (sowas würde auch niemand kaufen). Aber hier ging es ja nur um offline-Codierung.

Gruß Metalhead

Dass das niemand kaufen würde, solltest du nicht zu laut sagen. Den Herstellern wäre bestimmt nichts lieber als drive-by-cloud. Deswegen ist eigentlich nur zu hoffen, dass das autonome Fahren mit kompletter Vernetzung untereinander nicht so schnell Realität wird.

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