Diagnosehilfe bei WMD weißer Rauch und Co.

VW T3 Kleinbus (255)

Moin,

nach der Langen Winterpause den Onkel heute das erste mal wieder unter die Lupe genommen. Nachdem im letzten Sommer schon so einiges anstand, kommt es dieses Jahr so richtig dicke. Da ich dies letztes Jahr schon wusste, habe ich das erst einmal schön auf später verschoben und jetzt muss ich mich halt drum kümmern.

Ich denke, dass ich schon eine Ahnung habe und wollte das nur nochmal von euch bestätigen lassen, da ich auf dem Level "Jetzt helfe ich mir selbst" User bin ;-)

Symptome:
Heftiger Wasserverlust, Öldruck Lampe geht nicht mehr aus, heute den Motor gestartet und eine menge weißer Rauch auf dem Auspuff und nasser Fleck da wo der Dampf auf den Boden stößt.

Verdacht:
Nach einigem Lesen liegt wohl die Wassermanteldichtung nahe. Ich vermute, da er letztes Jahr auf der Autobahn öfters mit einer flackernden Öldrucklampe anfing, fing es hier schon an und durch den fehlenden Öldruck ist vielleicht auch die WMD kaputt gegangen. Kurz danach wurde das Leuchten der Öldrucklampe immer öfter und er fing an extrem viel Wasser zu verbrauchen.

Liege ich da so in meiner Diagnose richtig? Wie würdet Ihr hier vorgehen. Ich würde jetzt denke ich den Motor ausbauen und dann gleich beide Seiten neu abdichten

Motordichtsatz

Ich würde mich schon gerne daran selber versuchen mit Hilfe meines Vaters. Wir sind beide keine KFZ Mechaniker aber schon einigermaßen fit in Technik. Kann man dies empfehlen oder ist dies der Overkill wenn man dies auf eigene Faust versucht und dies nur theoretisch von den JHIMS Büchern kennt. Brauche ich Spezialwerkzeug, was ich nicht in meiner relativ gut ausgestatteten Werkstatt finde?

Vielleicht habt Ihr auch einen Tip, was so etwas in der Werkstatt kosten würde. Vielleicht überlege ich mir das ja dann nochmal ;-)

Auf ein neues Schrauberjahr!!!
Gruß Florian

Beste Antwort im Thema

Wir haben Ihn nach unten rausgelassen und vorerst das Getriebe dran gelassen. Fand es mit Getriebe dran lassen sehr einfach da der Motor einfach runter klappt. Haben das ganze dann abwechselnd mit zwei Wagenhebern runtergelassen auf ein Brett mit Rollen. Dann am Getriebe abgeschraubt und man konnte ihn einfach hervorrollern. Auf dem Bild ist er ja noch auf dem Rollbrett. Jetzt habe ich ihn auf einem Tisch mit Rollen und mit Bretter ausgerichtet, dass er fest steht. Hab jetzt schon die ganzen Anbauten und die Kupplung runter.

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Dann habe ich ja glaube ich alles richtig gemacht.

SS Motor

Mist, bin bei der Auktion um 100€ überboten worden. 650€ was mein Limit. Jetzt muss ich wohl doch selber ran.

Jetzt geht es ans eingemachte, der Motor ist schon mal draußen. Nur erschreckend wie vergammelt die ganzen Schrauben sind.

Beschaff dir für 45€ in der bucht nen Motorträger bevor dir Rumpf von der Werkbank rutscht. 😎

Hi,
Mal so aus Neugier.
Wie habe Ihr denn den Motor abgelassen?
Wagenheber?
Bleibt das Getriebe drin?

LG
Micha

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Auffahrrampen. Wagenheber. Mit Getriebe ist es leichter, weil weniger verkantet. Ohne müssen alle Wärmeschutzbleche weg und dann kippt der Rumpf gerne dort hin wo man ihn gar nicht braucht.

Wir haben Ihn nach unten rausgelassen und vorerst das Getriebe dran gelassen. Fand es mit Getriebe dran lassen sehr einfach da der Motor einfach runter klappt. Haben das ganze dann abwechselnd mit zwei Wagenhebern runtergelassen auf ein Brett mit Rollen. Dann am Getriebe abgeschraubt und man konnte ihn einfach hervorrollern. Auf dem Bild ist er ja noch auf dem Rollbrett. Jetzt habe ich ihn auf einem Tisch mit Rollen und mit Bretter ausgerichtet, dass er fest steht. Hab jetzt schon die ganzen Anbauten und die Kupplung runter.

"Getriebe dranlassen" bedeutet eigentlich:

Zusammen mit dem Getriebe ausbauen.

Gruss Deden

Zitat:

Original geschrieben von Deden


"Getriebe dranlassen" bedeutet eigentlich:

Zusammen mit dem Getriebe ausbauen.

Gruss Deden

Moin,

ich vermute mal "Motor und Getriebe gemeinsam abgesenkt" und dann den Motor getrennt. Also Getriebe evtl. abgestützt und die Gelenkwellen sind noch dran.
Könnte für mich so auch in Frage kommen, falls ich niemanden finde der eine Bühne hat 🙁

Grüße, Ulfert

Zitat:

Original geschrieben von Ulfert


Moin,

ich vermute mal "Motor und Getriebe gemeinsam abgesenkt" und dann den Motor getrennt. Also Getriebe evtl. abgestützt und die Gelenkwellen sind noch dran.
Könnte für mich so auch in Frage kommen, falls ich niemanden finde der eine Bühne hat 🙁

Grüße, Ulfert

Das bedingt aber das die Schrauben vom Auspuff gut gewartet sind. Da gibts nämlich Eine, die sonst das Trennen von Getriebe und Motor verhindert.

So, wieder einen kleinen Zwischenbericht meines Experimentes. Habe nun alle Anbauteile abgebaut, geordnet abgelegt und alle dazugehörigen schrauben immer in Briefumschlägen mit Beschriftung den jeweiligen Baugruppen beigelegt. Habe eine große Pappe in meiner Werkstatt auf der ich mir nun so nach und nach den Motorblock und die Zylinder vornehme.

Alles find ja damit an, dass ich weißen Rauch und wenig Kompression bemerkt habe. ca. 250.000 hat der SS auf dem Buckel.

Kompression war übrigens zur Erinnerung:

Hinten links: 9,5
Vorne links: 9
Hinten rechts: 7,5
Vorne rechts: 6,8

Nun sind mir die ersten Mängel aufgefallen. Bei beiden Köpfen sind mir Risse zwischen den Ventilen aufgefallen. Die Wassermanteldichtung kam mir nur in Fetzen entgegen. und bei dem 7,5 Bar Zylinder habe ich beim Ausbau gestgestellt, dass der unterste Kolbenring, also der Ölabsteifring mir der Feder gebrochen war und in zwei teilen raus kam. Ich bin mir hier nicht 100% sicher, ob dies nicht beim ansetzen von Hölzern bei der Vorbereitung zum ausziehen der Kolbenbolzen geschehen ist aber ich denke, dass der schon kaputt war. Außerdem weißt der Kolben leichte Riefen in Kolbenrichtung auf, was denke ich auch auf einen defekt vorher schließen lässt.

Aber werde ich ein paar Bilder posten.

Jetzt ist nur noch ein Kolben drin (mit der schlechtesten Kompression 6,8), der beim abziehen des Kopfes nicht von alleine aus der Motorblockseite gerutscht ist. Weiß noch nicht, wie ich den los bekomme. Möchte an dem Zylinder ja keine groben Kräfte walten lassen. Hat sich da jemand schon mal einen Abzieher für gemacht oder hat da einen anderen Tip?

Außerdem weiß ich jetzt nicht, was ich mit dem Kolben mit den Riefen machen soll. Muss man so was gleich auf Übermaß hohnen lassen oder kann man leichte riefen noch selber mit solchen hohnaufsätzen für die Bohrmaschine wegbekommen? Neue Kolbenringe müssen ja auf jeden fall nun her und wahrscheinlich auch die Köpfe.

Wie kritisch sind die Risse zwischen den Ventilen? Kann man das nach Ausbau der Ventile besser beurteilen?

Hatte in meinen Löcher drin und zum Hohnen gegeben. Kamen ohne Übermaß zurück.
Hohnen empfiehlt sich immer.

du verwechselst kolben mit laufbuchsen.😉 um die letzte laufbuchse raus zu bekommen würd ich den kolben auf UT stellen und dann mal leicht mit nem kunststofhammer oben an die laufbuchse hauen um sie zu lösen.

olli

Ein Jahr habe ich den Motor nun im Keller liegen gehabt. Dann kam eine Hochzeit und wenig Zeit dazwischen. Nun soll dem aber ein Ende gemacht werden und ich bin wieder voll am Ball.

Mittlerweile ist auch der letzte Zylinder raus und die Ventile sind schon gesäubert. Habe mir schon bei Käfer & Co sämtliche Dichtungen und was ich noch so brauche besorg.

Jetzt stehe ich nur noch vor der Frage:

Ich habe nun den Motorblock mit Hydros, Kurbelwelle, Nockenwelle und Pleul vor mir liegen. Jetzt wo ich schon so weit gekommen bin frage ich mich ob ich auch noch das Pilotlager und Lagerschalen bei der Gelegenheit tauschen sollte. Das Problem dabei ist, dass ich mir sorgen mache, dass die Motoreinstellung flöten geht wenn ich jetzt noch den Block aufmachen sollte. Wie wahrscheinlich ist es, dass nach 250tkm hier Nachholbedarf besteht.

Leider bin ich jetzt an der Stelle angekommen, an der meine "Jetzt helfe ich mir selbst" Bibel am Ende ist. Ich will mich aber nicht ärgern, wenn ich alles wieder zusammen schraube nur um festzustellen, dass die Lagerschalen neu müssen. Habt Ihr da Tips oder könnt mir vielleicht sagen, wie schwer es ist die Arbeiten am Motorinneren zu vollziehen?

Besten Gruß

Lagerschalen halten länger wie 250.000km, wenn das Motoröl "sauber" war. Hattest du Wasser im Öl? Hattest du Späne im Öl? Bei welcher Kompression hast du gewechselt? Innerhalb der Verschleißgrenze macht es wenig Sinn die Schalen zu wechseln; rockst du dem Motor auf unter 2bar runter ist es ein Muss. Gutes Indiz ist, wenn der weiße Rauch zu dem auch bläulich war.

Wenn du den Block öffnest hast du erheblich mehr Arbeit und ca 2.000€ mehr Kosten. Denn bei einem geöffneten Block sollte man die Schalen immer mit machen. Da schalgen dann die 160€ auch nicht mehr zu Buche. Dafür list man zu oft, das die die es nicht machten es nachholen mussten.

Zitat:

Original geschrieben von Dr Evil


Kompression war übrigens zur Erinnerung:

Hinten links: 9,5
Vorne links: 9
Hinten rechts: 7,5
Vorne rechts: 6,8

War die Kompression bevor ich Ihn aufmachte. Der Rauch kam mir nur weiß vor habe sogar noch ein Bild davon gemacht gehabt. Späne habe ich nicht beim ablassen bemerkt. Habe jetzt schon ca. 700€ in neue Teile Investiert, wobei davon auch vieles extras sind (HD Ölpumpe / div. Edelstahlteile). Würde mich schon freuen, wenn ich jetzt wieder zusammenbauen kann, bin jetzt schon denke ich über meine Fähigkeiten hinausgewachsen, möchte aber auch nicht zu machen und dann mich ärgern nichts an den Pleullagern und co. gemacht zu haben.

Macht es sinn, die Hydros noch raus zu nehmen und zu testen?

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