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Der zu Überholende beschleunigt beim Überholvorgang...

Themenstarteram 16. Febuar 2007 um 12:13

Hi Leutz,

es gibt Situationen, da könnte man in's Lenkrad beissen.

Es kommt nicht oft, aber von zeit zu Zeit schon vor. So wie gestern:

Ich war auf einer Bundesstraße unterwegs und habe einen PKW überholt. Beim Überholvorgang bemerke ich, wie der zu Überholende sein Fahrzeug (zuvor konstante Gschwindigkeit) stark beschleunigt. Offensichtliches Ziel: Er möchte nicht überholt werden.

Soweit, so schlecht. Glücklicherweise habe ich reichlich Drehmoment zur Verfügung und kann - obgleich ich damit in einen nicht mehr zulässigen v-Breich gekommen bin, den Überholvorgang abschließen.

Danach folgendes Verhalten des Überholten: Lichthupe, dichtes Auffahren, Drohgebärden.

Nun bin ich aus dem Alter für spontane, unüberlegte reaktionen raus, deswegen bin ich einfach weiter gefahren und habe ihn irgendwann nicht mehr hinter mir gehabt, aber:

Was wäre die angemessene Reaktion?? So wie gemacht weiterfahren, ignorieren?? Kennzeichen notieren und Anzeigen? Was wäre der genaue Tatbestand?? Nötigung, Straßenverkehrsgefährdung??

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335 Antworten

Nun, ich fahre ein Auto das ich als "aureichend" motorisiert ansehe, jedoch nicht als übermotorisiert. Wenn mich allerdings die Freaks mit max. 150 PS überholen und dann sich darüber aufregen, daß sie "stehen gelassen" werden, wenn ich dann beim Ortsendeschild auch beschleunige (UM NICHT ALS SCHLEICHER AUF DER LANDSTRAßE IN MANCH KRANKEN AUGEN ZU GELTEN), dann frage ich mich wirklich...

Meine Aussage war sicher provokant - und hat auch die entsprechende Resonanz erhalten. :-)

Also dann erbitte ich doch Lösungsvorschläge: Wie soll ich mich verhalten, wenn hinter mir ca. 50 Fahrzeuge noch innerorts (mit überhöhter Geschwindigkeit) ca. 300 Meter vor dem Ortsendeschild anfangen zu überholen? Einfach die nächsten 2 Kilometer weiter 50 km/h fahren, bis dann alle an mir vorbei sind?

Danke schon mal für eine belehrende Information.

Ich behaupte mal da ist ein leicht zu übersehender Unterschied (zumindest wenn man die Sache nur zu einseitig betrachtet), ob ich bewusst Gas gebe während einer mich grade überholt, oder ob einer während ich grade am Ortsausgangschild/nächst höheren Temposchild beschleunige, mich erst zu überholen anfängt (die eigene Handlungsweisen zur Entschärfung der Situation sind allerdings die selben, wenn der Überholer den Gegenverkehr nicht beachtet … nämlich für den anderen mitdenken und mithandeln) ... Allerdings geht es nie darum, wer im Recht ist, sondern darum, heil anzukommen … deshalb darf sich bei mir noch jeder Vorfahrtnehmer, Gegenverkehrüberholer, darauf verlassen, dass ich für ihn bremse oder für ihn Platz mache … ist letztendlich für mich besser so … ;) ….

@Schutzschi, Deine Aussage mag sicher provokant sein, aber ich bin mir sicher, dass außerhalb unseres MT´s mehr als wenige so handeln, wie Du sagst … deshalb bist Du nur ehrlich ;)

So ist es wohl... ich habe ja auch nicht behauptet, daß ich ABSICHTLICH genau dann anfange zu beschleunigen, wenn einer neben mir ist und vorher verbotswidrig den Überholvorgang eingeleitet hat. Es mag wohl schon das ein oder andere mal passiert sein, daß ich nicht in die Rückspiegel gesehen habe um zu überprüfen, ob da gerade einer anfängt zu überholen (der es einfach nicht abwarten kann...). Und wenn sich dann jemand darüber aufregt, daß ich mich dazu erdreistet habe, zu beschleunigen bevor der an mir vorbei ist - das finde ich schon sehr merkwürdig... Der Falschüberholer sollte m. E. damit rechnen, daß beim Ortsausgangsschild angefangen wird zu beschleunigen... und zwar mehr als ich damit rechnen muß, daß mich einer falsch überholt.

Soll ich denn nun etwa auch bei jeder grünen Ampel kurz anhalten und darauf achten, ob nicht doch einer mit 200 km/h innerorts über eine rote Ampel fährt?

Bester Gruß, Schutzschi

Zitat:

Original geschrieben von Schutzschi

Nun, ich fahre ein Auto das ich als "aureichend" motorisiert ansehe, jedoch nicht als übermotorisiert. Wenn mich allerdings die Freaks mit max. 150 PS überholen und dann sich darüber aufregen, daß sie "stehen gelassen" werden, wenn ich dann beim Ortsendeschild auch beschleunige (UM NICHT ALS SCHLEICHER AUF DER LANDSTRAßE IN MANCH KRANKEN AUGEN ZU GELTEN), dann frage ich mich wirklich...

Meine Aussage war sicher provokant - und hat auch die entsprechende Resonanz erhalten. :-)

Also dann erbitte ich doch Lösungsvorschläge: Wie soll ich mich verhalten, wenn hinter mir ca. 50 Fahrzeuge noch innerorts (mit überhöhter Geschwindigkeit) ca. 300 Meter vor dem Ortsendeschild anfangen zu überholen? Einfach die nächsten 2 Kilometer weiter 50 km/h fahren, bis dann alle an mir vorbei sind?

Danke schon mal für eine belehrende Information.

Vorab, 150PS sind doch nicht wenig. Aber darauf will ich nicht hinaus.

Auf meiner alten täglichen Arbeitsstrecke gibt es auch eine Ortschaft, da geht es ewig lang ohne Kreuzung/Einmündung bergansteigend auf das Ortsausgangsschild zu und danch weiter ansteigend gerade aus. Was solls, offiziell sind, weil Ortschaft, max. 50km/h drin. Wer sich dran halten will, braucht aber starke Nerven und Gelassenheit. Es gibt eben nicht mehr sehr viele Fahrer, die gewillt sind, sich an solche blöden Geschwindigkeitsbeschränkungen zu halten. Also ziehen sie alle an dir in der Ortschaft vorbei, je näher das Ortsausgangsschild kommt, um so schneller, da sind dann auch schon Werte locker über 100km/h drin. Besonders kotzen mich dabei immer diese Smartkisten/Handwerkerschunkeln usw. an, die dich in der Ortschaft mit Vollgas überholen und hinter denen du dann am Berg hängst, weil die da nur noch mit Mühe drüberkommen. Aber was soll's, so ist das Leben, wo keine Kontrollen (und da haben die noch nie geblitzt), da keine Disziplin. Achso, früher stand da mal ein 70er Schild, aber irgendwann war das dann weg, nur die Geschwindigkeiten sind noch so wie früher.

Hallo Mr. of,

endlich hat es einer verstanden!

Welche Motorleistung nun "ausreichend" ist liegt wohl auch immer im Auge des Betrachters bzw. hängt von der jeweiligen Situation ab. Zumal ja die FAHReistungen eine Rolle spielen... da spielt Motor-Leistung ja auch nur einen Teil der ganzen Rolle.

Jedenfalls werden durch das Fehlverhalten der Falschüberholer die Leute behindert, die sich an die Regeln halten - aber das ist ja meisten so...

Das Thema Ortsausgang und Beschleunigung kenne ich leider auch zu genüge.

Es gibt eine Strecke, die fahre ich sehr oft. Innerorts über mehrere hundert Meter 30 KM/h. Dort wird auch ab und an geblitzt. Aber auch ohne Blitzer fahre ich dann meist so 35 KM/h.

Kurz vor dem Ortsausgangsschild wird auf 50 KM/h freigegeben. Nach dem Ortsschild ist 100 KM/h erlaubt. Viele beschleunigen kurz vor dem Ortsausgangsschild schon auf 70 KM/h. Ich nicht. Ich bin im 2. Gang und trete EXAKT ab dem Ortsausgangsschild auf das Gaspedal und zwar Vollgas. Über gleichförmiges und ökonomisches Fahren bitte keine Kommentare, dass ist mein Ding ;) Durch eine Verkehrsinsel ist es nicht möglich, dass PKW, die hinter einem fahren, bereits vor dem Ortsschild überholen können. Man muss dazu sagen nach dem Ortsausgangsschild geht es ca. 250-300m leicht bergauf und danach wieder bergab, d.h. man fährt auf eine uneinsehbare Kuppe zu.

Was macht letzlich ein sehr selbstbewusster Fahrer hinter mir. Er setzt genau in dem Augenblick zum überholen an, als ich auch voll beschleunige. Wirklich realisiert habe ich das allerdings erst als der PKW links neben mir war und wir uns beide sehr schnell der Kuppe näherten. Ich kurz auf die Eisen vor Schreck und ihn ziehen lassen, damit er wieder einscheren kann. Hätte ich mit Vollgas weiter beschleunigt und wäre uns ein Bus auf der Gegenfahrbahn entgegengekommen, wäre der Fahrer dieses Wagens heute nicht mehr unter uns.

Ich habe nach diesem Schreck versucht dem PKW zu folgen um ihm persönlich zu fragen, ob ihm bewusst ist, dass er sich und mich gerade in höchste Gefahr gebracht hat. Leider war eine Verfolgung nicht möglich, da dieser Fahrer wirklich innerhalb von ein paar Kilometern gefahren ist als wäre der Teufel hinter ihm her. Ich hatte ihn irgendwann verloren, aber ich glaube das ist im nachhinein auch besser so gewesen.

Die Frage ist nur, wer hat jetzt wen behindert ? Ich ihn, weil er dachte ich sei so langsam unterwegs und hat meine Motorisierung wohl etwas unterschätzt oder er mich, weil ich wegen ihm auf die Eisen gehen musste.

Und, wie kann man so etwas im Vorfeld verhindern ? Ich vemute fast gar nicht, ausser man macht es wie viele andere. Das Messer schon 200-300 meter vor dem Ortsausgang wetzen oder sich wirklich an die Verkehrsregeln halten und immer gefasst sein, dass es Leute gibt, die meinen alles überholen zu können.

Zitat:

Original geschrieben von STET

Und, wie kann man so etwas im Vorfeld verhindern ? Ich vemute fast gar nicht, ausser man macht es wie viele andere. Das Messer schon 200-300 meter vor dem Ortsausgang wetzen oder sich wirklich an die Verkehrsregeln halten und immer gefasst sein, dass es Leute gibt, die meinen alles überholen zu können.

Solange Du Dich wie gehabt an die Verkehrsregeln hältst, kannst Du natürlich nichts weiter dagegen machen, als aufmerksam und vorsichtig weiterzufahren. Wenn Du selber rast, wird Dir das, wie Du schon sagtest, seltener passieren, aber das wäre „allein der Ruhe mit den anderen oder der Anpassung an andere wegen“, wirklich fatal.

Vernünftig ist und bleibt halt in unklaren/von anderen oder von sich selbst herbeigeführten kritischen Verkehrssituationen immer zurückzustecken, weiterhin Vorsicht mit Verstand walten zu lassen und höchstens darauf zu hoffen, dass die Polizei mal irgendwann mitfilmt … letzteres soll ja inzwischen öfter vorkommen, als manchem lieb und teuer ist.

… denn dann ist das Geschrei der jeweiligen erwischten Delinquenten immer groß, nach dem immer gleichen Motto „ich mache das mit dem Rasen innerorts und dem anschließenden kamikazemäßigen Überholen seit Jahren unfallfrei (unfallfrei = da andere für mich denken) immer so, warum ist denn jetzt nach nur einmaligem erwischt Werden gleich der Schein auf Monate weg, wegen so einer alltäglichen Lappalie … bei der doch nur unbeteiligte Menschen mutwillig gefährdet werden, weil ich es doch so eilig habe und mir alle immer absichtlich im Weg stehen“ und mich grade zu solchen Überholmanövern zwingend provozieren … ;)

Also, weiterhin ordentlich fahren ist auf Dauer die einzig wahre Lösung … ansonsten gilt natürlich auch der leicht abgedroschene Spruch … „nicht aus der Ruhe bringen lassen … und die anderen ruhig machen lassen“ :)

Re: Der zu Überholende beschleunigt beim Überholvorgang...

 

Zitat:

Original geschrieben von CaraVectraner

Hi Leutz,

es gibt Situationen, da könnte man in's Lenkrad beissen.

Es kommt nicht oft, aber von zeit zu Zeit schon vor. So wie gestern:

Ich war auf einer Bundesstraße unterwegs und habe einen PKW überholt. Beim Überholvorgang bemerke ich, wie der zu Überholende sein Fahrzeug (zuvor konstante Gschwindigkeit) stark beschleunigt. Offensichtliches Ziel: Er möchte nicht überholt werden.

Bist du wirklich sicher, dass es Absicht war?

Kürzlich fuhr ich auf einer Landstrasse mit 50 km/h, bereits 100 Meter vor der 80 km/h-Tafel hat der Opa hinter mir mit seinem alten Astra, der mir schon einige km am Arsch geklebt hat, zum Überholvorgang angesetzt. Bei der Tafel - naja, vielleicht auch ein paar Meter davor ;) - habe ich zügig auf 80 Sachen beschleunigt und erst da den Opa schräg hinter mir bemerkt, der überholen wollte und bereits auf der linken Fahrspur war aber natürlich nicht so schnell beschleunigt hat wie. War keine Absicht...

Die Erfahrung zeigt mir, dass eher die Überholenden die Rüpel sind, nicht die Überholten. Die Überholer gefährden vielfach sich und andere. Ich bin - trotz zügiger Fahrweise - schon vielfach gefährlich überholt und einige Male von anderen fahrlässigerweise gefährdet worden. Ich kann deshalb mittlerweile auch nachvollziehen, wenn sich jemand nicht mehr überholen lassen will. Aktion - Reaktion. Aber selbst wenn man im Recht ist, sich nicht provozieren lassen, ruhig weiterfahren. Es ist den Ärger nicht Wert.

Wie bitte?

Wenn ich versuche, einen Überholvorgang zu verhindern, weil er mir zu gefährlich erscheint, mache ich ihn doch gerade durch mein Beschleunigen extrem gefährlich. Ich gefährde den Überholenden, den Gegenverkehr und letztendlich mich selbst.

Wie würdest du reagieren, wenn jemand schneller wird, während du ihn überholst? Draufhalten und riskieren, dass es eng wird mit Gegenverkehr oder bremsen und hoffen, dass du es nicht mit einem total Geisteskranken zu tun hast, der es dir nachmachen wird? Letztendlich gibt es sowohl neben, als auch vor dir einen potentiellen Unfallgegner - und wenn du dann auf der linken Spur gefangen bist.

Ich wünsche niemanden, so etwas mitmachen zu müssen.

 

P.S. Ist das wieder die Grundeinstellung, dass jeder, der nicht "unauffällig" fährt, gleich ein Verkehrsrowdy ist. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass alle aktiven Autofahrer, die auf Landstraßen an geeigneter Stelle überholen und auf Autobahnen etwas schneller fahren (alles im legalen Bereich!!) aus Prinzip "Rüpel" angesehen werden. Oder woher rührt sonst die Motivation einiger Obelehrer, Überholvorgänge zu verhindern oder Schnellfahrten in einer Vollbremsung enden zu lassen? Will man wirklich sich selbst und den restlichen Verkehr vor jemandem beschützen, obwohl man genau das Gegenteil tut und selbst eine unglaubliche Gefährdung verursacht? Ich werds wohl nie verstehen...

@razor23:

Also ich fahre auch 250 km/h auf der Autobahn, wenn es erlaubt ist und die Verkehrslage es zulässt. Auf der Landstraße sind nunmal 100 km/h als V-Max... auch wenn man natürlich schneller fahren KÖNNTE. Deshalb hat sich aber gefälligst auch jeder an maxinal 100 km/h zu halten.

Es gibt ganz einfach Dinge, mit denen man nicht rechnen müssen sollte (z. B. daß auf der Landstraße jemand mit 180 dahergebrettert kommt).

Ich fahre 60.000 km p. a., davon 2/3 auf der Landstraße (Pendlerverkehr). Es sind immer wieder die gleichen, die falsch überholen... und tun es immer wieder und wieder und wieder... Entweder man hat Glück und er selektiert sich durch einen entgegenkommenden LKW irgendwann selbst, oder er "ermordet" einen unschuldigen Kleinwagenfahrer, der leider zufällig auf der Landstraße entgegengekommen ist.

Der Falschüberholer könnte ja auch einfach den Überholvorgang abbrechen (wenn er merkt daß der andere beschleunigt) und sich hinten einordnen... aber meistens sind die Falschüberholer damit einfach überfordert und kennen nur noch VOLLGAS... so kurzfristig umdenken ist bei vielen offenbar nicht drin.

Zitat:

Original geschrieben von razor23

Wie bitte?

Wenn ich versuche, einen Überholvorgang zu verhindern, weil er mir zu gefährlich erscheint, mache ich ihn doch gerade durch mein Beschleunigen extrem gefährlich. Ich gefährde den Überholenden, den Gegenverkehr und letztendlich mich selbst.

Wie würdest du reagieren, wenn jemand schneller wird, während du ihn überholst? Draufhalten und riskieren, dass es eng wird mit Gegenverkehr oder bremsen und hoffen, dass du es nicht mit einem total Geisteskranken zu tun hast, der es dir nachmachen wird? Letztendlich gibt es sowohl neben, als auch vor dir einen potentiellen Unfallgegner - und wenn du dann auf der linken Spur gefangen bist.

Ich wünsche niemanden, so etwas mitmachen zu müssen.

 

P.S. Ist das wieder die Grundeinstellung, dass jeder, der nicht "unauffällig" fährt, gleich ein Verkehrsrowdy ist. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass alle aktiven Autofahrer, die auf Landstraßen an geeigneter Stelle überholen und auf Autobahnen etwas schneller fahren (alles im legalen Bereich!!) aus Prinzip "Rüpel" angesehen werden. Oder woher rührt sonst die Motivation einiger Obelehrer, Überholvorgänge zu verhindern oder Schnellfahrten in einer Vollbremsung enden zu lassen? Will man wirklich sich selbst und den restlichen Verkehr vor jemandem beschützen, obwohl man genau das Gegenteil tut und selbst eine unglaubliche Gefährdung verursacht? Ich werds wohl nie verstehen...

Aber es ist doch in der Regel folgendermaßen:

Es herrscht z.B. Geschwindigkeitsbeschränkung und hinter einem klebt einer wie hypnotisiert an der Hackpartie des Vorausfahrenden. Oft ist der vorne liegende sogar besser motorisiert, hält sich aber an die Spielregeln. Dann wird in einiger Entfernung erkennbar, dass die Geschwindigkeitsbeschränkung aufgehoben wird. Und hier passierts, denn oft will der hinten dranklebende Fahrer schon VOR der Aufhebung "mal so eben schnell noch" überholen (wenn er denn dies überhaupt anzeigt), um sich ein oder zwei lumpige Autolängen "Vorteil" zu verschaffen. Dabei ist doch klar, dass nach der Aufhebung auch der "disziplinierte" Fahrer "vorankommen" möchte, also beschleunigen wird. Kurz, hier geht es oft um blanken EGOISMUS und SELBSTHERRLICHKEIT des ungeduldig nachfolgenden Fahrers.

Wenn ich Lust und Laune habe und mir an dem Tag mein persönlicher Spritverbrauch egal ist und passenderweise auch wirklich keine Gefährdung erkennbar ist, dann zeige auch ich schon mal diesen Überholrüpeln, wo wirklich Dampf unter der Motorhaube steckt und wie man den richtig rauskitzelt (lacht jetzt nicht, aber hier im Osten von D ist der 2.2direct schon eine recht gute Motorisierung, ist eben Armutsregion :D). Meist habe ich mich im Nachfolger nicht verschätzt und kann ihm wieder genügend Platz hinter mir verschaffen. Zum Abgewiesenen: Echte Männer stecken sowas weg und reihen sich wieder in die Hackordnung ein, pubertierende Bürschelchen sind jedoch meistens aggressiv bis an die Stoßstange mit zittrigen Fingern an der Lichthupe und wilden Gebärden, da scheinen doch einige Neuronen noch nicht richtig zu funktionieren und Frauen, egal welchen Alters, können sowas "echt" nicht fassen und fallen dann oft sogar um einige Positionen zurück. Ich glaube, das ist dann oft die Phase, wo die überhaupt ihr Autohirn einschalten und reflektieren, dass sie gerade keinen Einkaufswagen vor sich herschieben. Ist eben alles Psychologie. ;)

@schutzschi,

für jemanden der wie ich 60.000km per anno fährt verwundert mich deine Ansicht und Verhalten eigentlich....meist wissen diese Routiniers das dies erzwingen von Recht und Ordnung nichts bringt und man bei sovielen KM im Jahr gelassener besser fährt.....Lückenzufahrer,Überholverhinderer,

Speedlimitdurchsetzer,Kolonnenanführer sind meist Dinge die kenne ich nur/eher von Leuten die eben eher wenig fahren und/oder von eiligen Kurierfahrern wo der Termindruck zwickt...;)

Mir ist das offen gesagt scheissegal ob jemand anderes mehr als 100km/h fährt auf der Landstrasse....und um einen Überholvorgang sicher zu gestalten lasse ich mich auch von den 100km/h im Einzelfall nicht beeindrucken wenn es meiner Sicherheit dient weil ich schnneller vorbei bin....es ist und bleibt gefährlich mit deiner Einstellung anderen Gesetz und Ordnung aufwzwingen zu wollen,dafür sind andere zuständig und auch legitimiert...und das ist auch gut so.

mfg Andy

@andyrx: Keiner will hier Recht und Ordnung erzwingen... ich lasse mich nur ungern Benachteiligen, damit andere sich auf meine Kosten bereichern können.

Warum soll ich mit dem Beschleunigen warten, nur damit der mich widerrechtlich überholende Fahrzeuglenker nicht überfordert ist? Der Falschüberholer käme ansonsten auf meine Kosten schneller voran.

Es ist übrigens meisten so, daß der Falschüberholer nach meinem Beschleunigungsvorgang sich einfach nur wieder hinter mir einordnen muß - und die Sache ist erledigt. Aber nein - das geht nicht - da würde man ja zurückstecken und als "Verlierer" dastehen... und außerdem kann das doch gar nicht sein, ich habe doch XY Ps unter der Haube, da muß ich doch vorbeikommen...

Mr. of hat das übrigens ganz gut beschrieben!

Zitat:

Original geschrieben von andyrx

@schutzschi,

für jemanden der wie ich 60.000km per anno fährt verwundert mich deine Ansicht und Verhalten eigentlich....meist wissen diese Routiniers das dies erzwingen von Recht und Ordnung nichts bringt und man bei sovielen KM im Jahr gelassener besser fährt.....Lückenzufahrer,Überholverhinderer,

Speedlimitdurchsetzer,Kolonnenanführer sind meist Dinge die kenne ich nur/eher von Leuten die eben eher wenig fahren und/oder von eiligen Kurierfahrern wo der Termindruck zwickt...;)

Mir ist das offen gesagt scheissegal ob jemand anderes mehr als 100km/h fährt auf der Landtstrasse....und um einen Überholvorgang sicher zu gestalten lasse ich mich auch von den 100km/h nicht beeindrucken wenn es meiner Sicherheit dient weil ich schnneler vorbei bin....es ist und bleibt gefählich mit deiner Einstellung anderen Gesetz und Ordnung aufwzwingen zu wollen,dafür sind andere zuständig und auch legitimiert...und das ist auch gut so.

mfg Andy

Mir ist es z.B. schei*egal, ob jemand 5.000, 60.000 oder 600.000 km im Jahr fährt. Hauptsache er fährt korrekt und nimmt sich nicht irgendwelche Sonderrechte heraus, z.B. weil er denkt/meint, er könne ja so gut fahren, weil er 120.000km im Jahr fährt.

Wenn der Fuchs in den Hühnerstall kommt, dann freut er sich immer, dass die Hühner keine Zähne haben. Und wenn alle immer nur wegducken und stillhalten, dann nehmen sich diese Egoistenschweine im Verkehr ständig alle Freiheiten heraus und erzwingen sich ihren Vorteil. So kann das auch nicht laufen. Und meine Schilderung war doch sicher klar: Auch ich will nach der Aufhebung vorankommen, nicht nur der/die hinter mir. Und besonders die ganz Unfähigen, die sogar zu blöd zum Blinken (Anzeigepflicht des Überholvorgangs) sind, können mir ab und an mal den Buckel runterrutschen. Das hat nichts mit Oberlehrer usw. zu tun, das ist einzig und allein nur die Wahrnehmung meines Rechts auf legale Beschleunigung. Wenn der Überholrüpel zu blöd ist, sowas zu erkennen, dann ist das seine Unfähigkeit. In 99% fahre ich persönlich "fast" nach StVO (so knapp über erlaubt, weil genau 50 oder 30 hält keiner mehr hinter dir aus, da werden sie alle zum Vandalen), aber selbst dieses, dem Trend geschuldete Toleranzverhalten betrachten schon recht viele eben als Provokation, als nicht "angemessen" und kleben dir direkt hinten an der Stange usw.. Und das kann ich auch nicht ab, etwas Abstand wünsche ich mir schon, denn wenns knallt, dann habe ich die Rennerei und den Ärger auch. Gut wenn es nur Ärger ist und nicht wie jetzt wieder durch einen BMW-Rüpel verursacht Tote gibt.

Komisch, dass du dich auf die Seite der Rüpel stellst.

Grundsätzlich ist ja das System falsch. Teilnahme am Straßenverkehr setzt geistige Reife voraus, aber die wird erst geprüft, wenn es zu spät ist, nämlich bei der nach Auffälligkeit verordneten MPU. Aber dann ist es eben oft schon zu spät.

@mr.of

wenn ich merke jemand will mir auf der Strasse einen Ringkampf aufzwingen werde ich nicht drauf einsteigen....denn es ist mein Lappen den ich brauche und durch solche Machtkämpfe aufs Spiel setze...schnell ist der Punkt erreicht wo es nur noch drauf ankommt wer geht mehr Risiko um sich durchzusetzen,schnell ist man an dem Punkt wo es für andere Gefährlich wird...und das würde ich wegen so einer Lächerlichkeit niemals riskieren.Jemand der so ungestüm überholt wird in der Regel auch so weiterheizen...setzt Du dann als Ritter von Recht und Ordnung zur Verfolgungsjagd an??

...und stellst ihn oder lieferst ihn den Ordnungshütern aus??

Klar ich fahre ein Auto wo es den meisten unmöglich ist zu überholen wenn ich es nicht will....wenn es aber so ein wilder gepimpter breit/tief/schwarz/böser Blick Heizer ist,wird er nach jeder Gelegenheit suchen mich doch noch zu überholen...die Folge wäre ein Rennen auf der Landstrasse und sorry das hat nix mit zahnlosen Fuchs und Henne zu tun....ich weiss für mich das ich ihn nicht erziehen kann und will,und das ich in der Regel auch schneller sein dürfte...nur muss ich das weder ihm noch mir beweisen ich weiss es und das reicht(dafür habe ich meinen Lappen noch und bin unfallfrei unterwegs)....mir sind Verkehrsteilnehmer die das so verkniffen sehen höchst suspekt, sorry wenn ich das so sage;)

Grüße Andy

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