Der Ultimative "Der Barzahler" gegen "Den Leaser" - Thread
Da hier im Forum in den letzten Tagen ja doch gerade eine kleine "Leasing/Kaufen - was ist besser - Diskussion" läuft, hier jetzt der "Ultimative Vergleich" zwischen dem "Barzahler" und dem "Leaser".
Objekt der Begierde ist bei beiden der E91 aus meinem Beispiel in einem anderen Thread (Listenpreis 47.650,--).
Bei diesem Vergleich wird unterstellt, daß das Auto nach 36 Monaten und 60.000 km den
sowohl von BMW, als auch von ALD angenommmenen Restwert von 54% (auf den Listenpreis) hat.
Folge 1: Der "Barzahler"
Er geht zu seinem Freundlichen, bekommt 10% Nachlaß (ja, ich weiß, jetzt kommt gleich wieder "ich habe aber 12% / 13% oder mehr bekommen"...), aber ich denke, um einen bundesweiten Schnitt zu erreichen, liegt man mit 10% schon nicht ganz verkehrt.
Also legt der "Barzahler" 42.885,-- auf den Tisch des Hauses, legt den ersten Gang ein - und weg isser...
Folge 2: Der "Leaser"
Er geht zu einer Leasing-Gesellschaft seiner Wahl (in meinem Fall ALD) und bestellt das Auto.
Damit es vergleichbar bleibt, hat auch der "Leaser", genau wie der "Barzahler", 42.885,-- Euro in seinem Sparstrumpf zur Verfügung.
9.530,-- (20% vom Listenpreis) zahlt der "Leaser" bei Auslieferung an, die verbleibenden 33.355,-- legt er an und kassiert 3,5% Zinsen p.a. (ja, das geht auch in der heutigen Niedrigzinsphase noch, wenn man sich ein wenig umsieht, was der Markt so hergibt).
Aus seiner Geldanlage entnimmt er sich monatlich seine Leasingrate von 300,50, das ganze 36 Monate lang.
Nach Ablauf der 36 Monate hat der "Leaser" noch exakt 25.567,88 auf seinem Konto, der Restwert seines Wagens liegt bei 25.754,83, also muß der "Leaser" gegenüber dem "Barzahler" noch 186,95 "zusammenkratzen", um den Wagen (so er es denn will) zu übernehmen.
Für diese gerade mal knapp 187 Euro hat der "Leaser" gegenüber dem "Barzahler" in meinen Augen aber folgende Vorteile:
1.) Falls er beim Neuwagenkauf zwar keine 42.885,-- im Sparstrumpf hat, aber anständig verdient, muß er nicht erst jahrelang sparen, um seinen Wunschwagen zu fahren.
2.) Sollte der "Leaser" während der 36 Monate aus irgendeinem Grund einen größeren Betrag, z.B. Eigenkapital für einen Hauskauf, benötigen, ist er nicht sofort darauf angewiesen, seinen Wagen zu versilbern, um die benötigte Liquidität zu bekommen.
3.) Falls der "Leaser" das Auto nach 3 Jahren nicht behalten möchte, stellt er es einfach bei der Leasinggesellschaft auf den Hof und gut ist (hier sollte man dann allerdings lieber einen "Kilometervertrag" und keinen "Restwertvertrag" abschließen...) - der "Barzahler" hingegen muß sich in diesem Fall selbst um den Verkauf kümmern.
Wie auch immer, ich denke, über 187 Euro braucht man bei einem Wagen für knapp 50.000,-- Euro nicht zu reden, ich persönlich sehe KEINEN Vorteil mehr beim Barkauf.
Aber letztendlich muß jeder für sich entscheiden, welches der richtige Weg für ihn ist...für mich ist es das Leasing, vorausgesetzt, man bekommt ein gutes Angebot wie das in diesem Beispiel genannte.
Gruß,
Jannick
58 Antworten
Gegenbeispiel:
Ich kaufe mir alle 3-4 Jahre ein neuen 1. Wagen, der dann immer wieder das alte Auto ersetzt. Vor ziemlich genau einen Jahr hab ich meinen Touring bekommen.
Die meisten Händler hätten meine Alten für den Schätzwert in Zahlung genommen und mir einen neuen mit 10% Rabatt verkauft. Der Händler bei dem ich dann das Auto letztendlich kaufte, war der gleiche Händler auch, wo mein Schwiegervater seinen 320i gekauft hat. 13% Rabatt, der Alte in Zahlung + 3000€ mehr als die anderen Händler. Als ich ihn frage ob das auch als Leasing oder Finanzierung gehen würde sagte er:"Als Privatmann mit ihrer KM-Leistung ( 20.000km /Jahr) ist es nicht mit der BMW-Bank empfehlenswert. Aber ich kann mal 2 Angebote machen machen, eines über die Schmittbank, eines über eine andere (irgend jemand aus HH) und über BMW). Nach ein paar Tagen gab er mir die Angebote und alle waren gleich. Er meinte, dass er mir aber bei einen Leasingvertrag weniger Geld für das alte Auto geben könne, weil die Leasingfirmen die Autos günstiger einkaufen und er weniger daran verdient. Letztendlich blieb ich dabei mir immer wieder ein Auto zu kaufen.
Dann im März musste noch ein neues Auto her, diesmal allerdings ohne Rückgabe des alten. Da hätte ich eine so gute Leasingrate von 150€ ohne Anzahlung für einen neuen 318ti bekommen... Aber hab ich ja im anderen Topic schon geschrieben
Zitat:
Original geschrieben von florian_20
...und was legt der Leaser an wenn er nicht die 33800€ übrig hat zum Anlegen? *gg*
Gar nichts, aber immer noch besser, als "der Barzahler" ...der fährt in diesem Fall nämlich mit seinem Bonanza-Rad, mit dem er auch gekommen ist, vom Hof des Freundlichen 😁
Hallo,
beim Leasing sehe ich noch einen anderen Nachteil: wenn die Leasing-Firma pleite geht; das solls ja in diesen Tagen hin und wieder geben, gehören Anzahlung und Auto zur Konkursmasse. Viel Spaß bei der Wiederbeschaffung. Als Barzahler habe ich dagegen den Fahrzeugbrief sicher zuhause verwahrt. 😁
Grüße
AB
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Mich würde mehr interessieren, wo man sichere! 3,5% Zinsen bekommt und monatlich 500 Euro rausnehmen kann (also nicht festangelegt).
Zitat:
Original geschrieben von TheMike
Mich würde mehr interessieren, wo man sichere! 3,5% Zinsen bekommt und monatlich 500 Euro rausnehmen kann (also nicht festangelegt).
...z.B. "SEB ImmoInvest" (Erfolgreichster offener Immobilienfonds seit Jahren)...in den letzten 10 Jahren durchschnittlich 5,3% p.a. - monatlicher Entnahmeplan kein Problem...einer von vielen möglichen Wegen...
Zitat:
Original geschrieben von AnotherBavarian
Hallo,
beim Leasing sehe ich noch einen anderen Nachteil: wenn die Leasing-Firma pleite geht; das solls ja in diesen Tagen hin und wieder geben, gehören Anzahlung und Auto zur Konkursmasse. Viel Spaß bei der Wiederbeschaffung. Als Barzahler habe ich dagegen den Fahrzeugbrief sicher zuhause verwahrt. 😁
Grüße
AB
...Absicherung ist ein Riesenthema...gebe ich Dir Recht, bei irgend einer Hinterhof-Klitsche würde ich auch nicht leasen...in meinem Fall mache ich mir keine Sorgen, ALD gehört der Societe Generale und das wiederum ist eine der größten Banken Europas.
Der mit absoluter Sicherheit größte Vorteil beim Leasing ist die Restwertübernahme der Leasinggegesellschaft (KM Vertrag mit Laufzeit / Laufleistungskonstellation - Mehr / Minder Km in gleicher Höhe)
Der Wettbewerb zwischen den Gesellschaften ist beinhart. Millionen werden jedes Jahr aufgrund von Restwertverlusten abgeschrieben.
Ich finde das ist ein wesentlicher Grund für das Leasing!!
Aber jeder sollte das für sich entscheiden!!!
Viel Erfolg beim vergleichen!!
AGNM01
Zitat:
Original geschrieben von jannick1969
...z.B. "SEB ImmoInvest" (Erfolgreichster offener Immobilienfonds seit Jahren)...in den letzten 10 Jahren durchschnittlich 5,3% p.a. - monatlicher Entnahmeplan kein Problem...einer von vielen möglichen Wegen...
Hat der keinen Ausgabeaufschlag? I.d.R. muss man nochmal 5% wegrechnen
MfG Y
Zitat:
Original geschrieben von Ypsilon2
Hat der keinen Ausgabeaufschlag? I.d.R. muss man nochmal 5% wegrechnen
MfG Y
Doch, hat er, regulär 5,25% Ausgabeaufschlag.
Aber bei Online-Banken, wie z.B. Comdirect, bekommst Du ihn für den halben Ausgabeaufschlag (2,625%).
Selbst, wenn der Fonds in den nächsten 3 Jahren nur durchschnittlich 4,5% macht, hättest Du effektiv nach 3 Jahren noch knapp 3,6% p.a. über. Für täglich verfügbar nicht übel in der heutigen Zeit.
Zitat:
Original geschrieben von jannick1969
Doch, hat er, regulär 5,25% Ausgabeaufschlag.
Aber bei Online-Banken, wie z.B. Comdirect, bekommst Du ihn für den halben Ausgabeaufschlag (2,625%).Selbst, wenn der Fonds in den nächsten 3 Jahren nur durchschnittlich 4,5% macht, hättest Du effektiv nach 3 Jahren noch knapp 3,6% p.a. über. Für täglich verfügbar nicht übel in der heutigen Zeit.
Alles klar 😉
Es kommt immer auf den Kunden an:
1. Bin ich Privatkunde, Firmenkunde, habe gar selbst eine Firma?
2. Wie lange fahre ich das Auto?
3. Wieviele km fahre ich mit dem Auto?
4. Will ich das Auto umbauen / tunen oder sonstwie verändern?
5. Was mache ich nach der Nutzungszeit mit dem Auto?
6. Welche Konditionen, Rabatte etc bekomme ich?
7. Welches Modell soll es sein bzw wie verläuft dessen Wertverlust (Stichwort: Restwert)?
8. Welche Möglichkeiten der Bezahlung (finanzieller Spielraum) habe ich und über wieviel Geld verfüge ich derzeit?
9. Möchte ich unabhängig bzgl Werkstatt, Inspektion etc sein?
Ich denke, dies sind die wesentlichen Punkte, die darüber entscheiden, ob Leasing nun vorteilhafter ist oder nicht.
Die Vorteile des Barkaufs sind imho in den letzten Jahren auf eher subjektive Aspekte zusammengeschrumpft.
PS: Ich hab Select-Finanzierung mit Schlussrate gewählt. So hab ich nicht mein ganzes Bargeld für den Autokauf draufgehauen und genug finanziellen Spielraum während der Abzahlungszeit. Und wenn es für die Schlussrate nicht reichen sollte, wird halt weiterfinanziert.
Die Lösung fand ich für mich am besten.
Warum so kompliziert?
Bei jeder Sparkasse bekommt man ein Sparbuch das 3% ab einer Mindesteinlage von, glaube ich, 3000€ bringt. Ganz ohne Risiko, frei verfügbar und ohne Nebenkosten. Meine auch schon mal irgendwo was von 3,5% gehört zu haben.
@jannick1969
Erst dachte ich ja das kann nicht sein, 300€ fü die Hütte bei nur 9500€ Anzahlung. Puh, aber nur 60.000Km Laufleistung, trotzdem schwer O.K. das Angebot.
Allerdings ist da doch ein Fehler drin, oder rechne ich das einfach falsch? Es ist doch so das nach 3Jahren auch das Kapital für einen neuen Wagen vorhanden sein muß, um diese Rechnung erneut aufmachen zu können. Hier müssten hüben wie drüben nochmal 17.000€ Wertverlust erneut aufgebracht werden also grob 450€ pro Monat, Zinsen gibt es ja auch noch. Es hilft ja nichts wenn diese Rechnung nur einmal funktioniert.
Mal eine Frage zum Restwert beim Leasing. Der Barkäufer trägt das volle Risiko, klar. Was passiert aber wenn man mit einem Leasingwagen einen kleinen Unfall hatte oder ein paar nette Mitmenschen den schönen BMW als Einkaufswagenstopper verwenden? Ist der Restwert dann wie in Stein gemeiselt oder kobern die Leasingfirmen dann nach?
Ich kann mr irgendwie nicht vorstellen das mit dem kalkulierten Restwert nicht noch ein kleines Risiko einhergeht.
Ein Vorteil hat der Barkäufer aber auf jeden Fall. Wenn er aus welchen Gründen auch immer mehr oder weniger fährt kommt er billiger weg.
Zudem hinkt der Vergleich ja schon ein wenig, warum leasen, wenn man die Kohle über hat? Benötigt man diese ist die Rechnung ohnehin nicht mehr tauglich und sollte es mal wirklich hart kommen hat man unter Umständen die Leasingrate an der Backe. Nun sind Alle-3Jahre-neuen-BMW-Käufer ja vielleicht nicht die Klientel der BA, aber gibt es da die Möglichkeit aus Verträgen raus zu kommen?
bei der Rückgabe des Leasing Wagens wird dieser natürlich genauestens unter die lupe genommen. alles was nicht als normaler verschleiß gelten kann, wird vom restwert abgezogen und dem Leasing Kunden sozusagen in Rechnung gestellt. Im e60 Forum gibts diesbezüglich einige treads, die von schlechten Erfahrungen aufgrund von kleinen Mängeln berichten als der Wagen zurück an BMW gehen sollte.