Darf man einen Kat wieder ausbauen, wenn man ein H-Kennzeichen bekommt?

Hallo!
Ich habe ein Fahrzeug, das werksmäßig einen G-Kat hat.
In drei Jahren bekommt dieses Fahrzeug ein H-Kennzeichen. Da ja Fahrzeuge mit H-Kennzeichen keinen Kat brauchen, würde ich gerne dann den Kat ausbauen lassen und weiterverkaufen. Ist das möglich?
Da ich kaum Auto fahre, wäre das für die Umwelt nicht schlimm.
Gruß
VW Classic

Beste Antwort im Thema

Warum willst Du denn den Originalzustand verändern, der Dir die H-Zulassung ermöglicht hat?

Mal ganz abgesehen von den Umweltfragen halte ich es persönlich für sinnfrei, den Kat im Nachhinein auszubauen und das Fahrzeug vom Originalzustand zu entfernen.

Wenn ich einen Wagen hätte, mit dem ich so nicht leben könnte, würde ich ihn verkaufen und mir einen passenderen suchen.

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...ganz einfach:
Ein Fahrzeug darf abgastechnisch nicht schlechter gemacht werden, als es damals das Werk versassen hat!
Z.B. in einen Ami Bj. 85 mit Einspritzer und Euro 1 darfst du keinen Vergaser einbauen dessen Abgase nicht nachgewiesen sind. Wird zwar oft gemacht, ist aber nicht zulässig. Genauso verhält es sich mit einem Kat.

Gruß
Claus
www.UScar-woerheide.de

Zitat:

Original geschrieben von Woerheide


...ganz einfach:
Ein Fahrzeug darf abgastechnisch nicht schlechter gemacht werden, als es damals das Werk versassen hat!
Z.B. in einen Ami Bj. 85 mit Einspritzer und Euro 1 darfst du keinen Vergaser einbauen dessen Abgase nicht nachgewiesen sind. Wird zwar oft gemacht, ist aber nicht zulässig. Genauso verhält es sich mit einem Kat.

Gruß
Claus
www.UScar-woerheide.de

Hallo Claus!

Danke, ich weiß, das hat mir auch der Tüv gesagt.

Mit der Originalität nimmt es unsere Regierung mit Fahrzeugen aus dem Ausland nicht so genau, wenn sie hier eingeführt werden.

Ich kenne so einige Leute, sogar Miss Corvette von Florida, die ihre Fahrzeuge hier eingeführt haben.

Bei der Corvette mußte damals der sehr seltene Meilentacho ausgebaut werden, weil er in Deutschland nicht zugelassen war. Dann mußte die Beleuchtung geändert werden. usw. usw.

Achja, die deutschen Oldtimer wurden auch schikaniert. die Winker waren damals verboten, angeblich gefährlich für Fußgänger, Blinker mußten nachgerüstet werden usw. usw. Für solch einen Unsinn hat man sich stark gemacht, wie die Deppen.

Nur wenn es um die Umwelt geht und jemand möchte seinen Oldie sauber haben, dann ist dies garnicht möglich.

Mein Vorbildland für Oldtimer ist die Niederlande. Hier sind alle Oldtimer gleich und werden auch gleich behandelt. Da gibt es auch nicht diesen Unsinn, ob original oder veredelt.

In Deutschland wird einem das Hobby abspenstig gemacht, wir haben die Zweiklassen-Oldtimer. Und das unsinnige ist, denen da oben interessiert eigentlich kein Oldtimer.

Früher habe ich oft an Oldtimerveranstaltung teilgenommen, da hat es noch Spaß gemacht, heut hört man oft den Unsinn,  "ich habe lange nach einem originalen

Teil gesucht bla bla bla" und die Leute haben ein neues Radio im Auto, tiefer gelegt und Breitreifen.

Haben die H-Kennzeichen manche Oldie-Besitzer verblödet? Wo bleibt noch der Spaß an diesem schönen Hobby? Für mich ist das nichts mehr. Ich erfreue mich an meinen Oldies und wenn mir mal ein Oldie begegnet, dann schaue ich ihn mir gerne an, ohne zu denken, ist der original oder, wie manche das dümmste Wort  in der Szene benutzen, "verbastelt". Solche Leute sollte man aus der Oldtimerszene ausgrenzen, denn die verderben das gemeinsame Hobby.

Moin,

Ich gebe dir durchaus recht beim Thema - Fahrzeug verändern. Meiner Meinung nach muss da echt nicht alles original sein - es muss meiner Meinung nach nur stimmig sein.

Übrigens - man darf durchaus die Abgasnorm abrüsten. Und zwar auf den Zustand, der gemäß Zulassungsvorschriften bei EZ die Mindestforderung war. Passiert z.B. Regelmäßig bei LPG Nachrüstungen 😉

Ich darf ein 1994er FAhrzeug mit Euro2 auf einen Euro1 Motor umbauen - mehr als Euro1 musste das Auto 1994 nicht haben.

Problem dabei - die Eintragung ist NUR möglich, wenn du das passende Abgasgutachten hast (gleiches Lied wie nach oben 😁 ). Meistens fehlt selbiges Gutachten (logischerweise) und es scheitert DARAN, nicht das es nicht theoretisch machbar wäre. Beim Corsa B ist mir dies z.B. auch bekannt. Alle Modelle mit D3 Einstung und EZ vor einem Stichdatum (müsste ich nachforschen) können auf einen 2L Motor mit einem bestimmten Kat umgerüstet werden und erhält dann die Euro2 Einstufung - da hat mal jemand das Abgasgutachten erstellt.

MFG Kester

Zitat:

Original geschrieben von VW Classic



Hallo Claus!
Danke, ich weiß, das hat mir auch der Tüv gesagt.
Mit der Originalität nimmt es unsere Regierung mit Fahrzeugen aus dem Ausland nicht so genau, wenn sie hier eingeführt werden.
Ich kenne so einige Leute, sogar Miss Corvette von Florida, die ihre Fahrzeuge hier eingeführt haben.
Bei der Corvette mußte damals der sehr seltene Meilentacho ausgebaut werden, weil er in Deutschland nicht zugelassen war. Dann mußte die Beleuchtung geändert werden. usw. usw.
Achja, die deutschen Oldtimer wurden auch schikaniert. die Winker waren damals verboten, angeblich gefährlich für Fußgänger, Blinker mußten nachgerüstet werden usw. usw. Für solch einen Unsinn hat man sich stark gemacht, wie die Deppen.
Nur wenn es um die Umwelt geht und jemand möchte seinen Oldie sauber haben, dann ist dies garnicht möglich.
Mein Vorbildland für Oldtimer ist die Niederlande. Hier sind alle Oldtimer gleich und werden auch gleich behandelt. Da gibt es auch nicht diesen Unsinn, ob original oder veredelt.
In Deutschland wird einem das Hobby abspenstig gemacht, wir haben die Zweiklassen-Oldtimer. Und das unsinnige ist, denen da oben interessiert eigentlich kein Oldtimer.
Früher habe ich oft an Oldtimerveranstaltung teilgenommen, da hat es noch Spaß gemacht, heut hört man oft den Unsinn,  "ich habe lange nach einem originalen
Teil gesucht bla bla bla" und die Leute haben ein neues Radio im Auto, tiefer gelegt und Breitreifen.
Haben die H-Kennzeichen manche Oldie-Besitzer verblödet? Wo bleibt noch der Spaß an diesem schönen Hobby? Für mich ist das nichts mehr. Ich erfreue mich an meinen Oldies und wenn mir mal ein Oldie begegnet, dann schaue ich ihn mir gerne an, ohne zu denken, ist der original oder, wie manche das dümmste Wort  in der Szene benutzen, "verbastelt". Solche Leute sollte man aus der Oldtimerszene ausgrenzen, denn die verderben das gemeinsame Hobby.

Entschuldige, aber was schreibst Du denn hier für ein Blech?

Ab dem 1. Juli 1963 mussten alle Kfz über 4 m Länge und 1,6 m Breite nach StVZO mit Blinkleuchten an Vorder- und Rückseite versehen werden, zu der Zeit hat wohl noch kein Mensch über irgendwelche Oldtimer, H-Zulassung usw nachgedacht, und Winker sind bis heute nicht verboten, es muss jedoch zuerst der „normale“ Fahrtrichtungsanzeiger, eben der Blinker, betätigt werden. Erlaubt ist, dessen Funktion zusätzlich mit dem Ausklappen des Winkers zu unterstützen.

Der Umbau der Beleuchtungsanlage an z.B. amerikanischen Fahrzeugen ist zudem sinnvoll, ich möchte nachts wirklich nicht mit Sealed Beam Scheinwerfern unterwegs sein.

Rote Blinker hinten sind seit 1970 nicht mehr zugelassen, alles was davor mit dieser Farbe geblinkt hat, darf das auch heute noch.

Ich begreife auch absolut nicht, warum Du permanent über die H-Zulassung herziehst. Durch diese Zulassungsform ist es doch erst möglich, dass sich auch Durchschnittsverdiener dieses tolle Hobby leisten können und somit zum Erhalt dieses besonderen Kulturgutes beitragen. Sicher findest Du Menschen, die diese Möglichkeit ausnutzen, aber das ist ein verschwindend geringer Teil der Oldiefans, und ja, auch ich, als Originalitäts-Freak, habe mir ein modernes Radio in meinen Ford gebaut. Gerne hätte ich das immer noch vorhandene Original AM Radio gegen das optionale AM/FM Radio ausgetauscht, ich hatte sogar schon ein funktionierendes in den Staaten gekauft. Dummerweise ist aber dieses Radio nie bei mir angekommen, € 500,- in den Sand gesetzt – tolle Wurst, denn ich arbeite hart für mein Geld und versuch mal die Kohle aus den Staaten zurück zu bekommen.
Aber btt: Was willst Du denn bitte schön? Dass sich nur ein elitärer Kreis um den Erhalt von Oldtimern kümmert? Willst Du nur Trailer-Queens und Museumsstücke, die in irgendwelchen Glaskisten verstauben und nur zum Concours d' Elegance auf die Straße dürfen oder doch lieber Herrn Schmitz, der seinen 1963er Kadett A hegt und pflegt, mit Stolz auf eigener Achse zu Treffen fährt und sich für die Unterhaltung auf dem Weg dorthin zusätzlich ein CD-Radio eingebaut hat?
Übrigens, ein Freund von mir hat sich Anfang der '80er Jahre einen gebrauchten Ascona B Sport 2.0E gekauft. Das Auto wurde bis Mitte der '80er durch ihn zu einer Kopie des Walter Röhrl Weltmeister Ascona 400 umgebaut, sogar mit Getrag-5-Gang Sportgetriebe, Scheibenbremsen hinten, Commodore Starrachse, 5-Loch Radbefestigungen, Hella 2000 Zusatzscheinwerfern, original Body-Kit, 235er Bereifung auf 15" Ronal (?) Alufelgen etc.pp. Das einzige, was bis heute fehlt, ist der A400 Motor. Der Wagen befindet sich heute noch in seinem Besitz und ist in einem exzellenten Zustand. Willst Du hier die H-Zulassung verweigern? Und wenn ja, aus welchem Grund?

Grüsse
Norske

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Ich stimme da mit Norske völlig überein.
VW-classic sollte sich erstmal -wenn er denn so umweltbewusst ist - 'ne neue Erdwärmeheizung für 12.000€, Sonnendächer für etwa gleiches Geld auf'm Dach bauen und sämtliche Lampen, auch sog Energiesparlampen, gg. die neuartigen LED -Leuchten austauschen, denn  da ist auch was faul in D.
Warum machen das so wenige??? Obwohl gerade da man rechnen kann was gespart wird?
Die Kosten??..... Ach so.

Lange Rede, kurzer Sinn: mit dieser Äusserung kann man auch auf falsche Ohren stossen, die da behaupten, das sei doch alles nur vorgeschoben, der hat nur seinen Kat kaputt oder will es sich in Zukunft sparen so einen zu ersetzen.
Ich kann nicht in deinem Kopf reingucken, nur davor.🙄
Dann hol dir 'nen anderen ohne Kat und mach damit H, ende der Durchsage.
Ansonsten- s.o.

Nur in einem Punkt hat er über 7 Ecken gedacht recht. Man sollte wenn  man will auch ein Kat montieren dürfen, ohne befürchten zu müssen, das der TÜV ein Veto einlegt.

Rotherbach hat aber aufgezeigt das dies sehr wahrscheinlich problemlos ginge. So sehe ich das auch, nur, leider nicht bei Youngtimern mit einhergehender Steuerbegünstigung. Das ist m.E. auch ein Fehler. Man sollte es einfach hinnehmen für ein 25 Jahre altes Auto hinsichtlich Umwelt und Abgas, das man dafür was tut und eben einen steuerlichen Nachlass gewähren. Und sei es ein popeliger U-Kat.

Moin,

Na - du darfst doch jederzeit einen KAT verbauen. Du bekommst den auch eingetragen - sofern er richtig montiert wurde und die entsprechenden Sicherheitsregularien einhält. Du bekommst nur nicht zwangsläufig einen Steuerbonus 😁

Bzgl. diesem - woher soll der TÜV und das Finanzamt denn wissen, dass da wirklich ein Kat drin ist und das er wirklich die Abgase mindert? Datt teil könnte auch einfach nur ne Dose ohne Wirkung sein. Deshalb gibt es die ganzen Papiere und Nummern. Die garantieren ja nicht mehr und nicht weniger, als dass dieses Serienprodukt konform mit dem Gutachten eines Musters und baulich identisch mit dem Muster ist. Es steht ja jedem frei, selbst für xxxx Euro das entsprechende Abgasgutachten zu erstellen.

So hart es klingt - dieses Misstrauen der Behörden ist ja leider berechtigt, selbst Unternehmen mit gutem Leumund haben in der Vergangenheit beschissen. Mit jedem neuen Vorfall wird es leider für alle Ehrlichen schwerer solche Produkte anzubieten.

Ich rüste grade meine Wohnungsbeleuchtung auf verschiedene LEDs um. Bei bestimmten Leuchtmitteln ist der Preisunterschied mittlerweile fast nicht mehr existent. Nur bei manchen Stellen muss man drauf achten, das man keine diskreten Monostrahler (üblicherweise die ganz günstigen) nimmt. Da bekommt man auf Dauer Kopfschmerzen von, weil das Spektrum nicht wirklich natürlich ist.

MFG Kester

Manche haben nicht verstanden, was ich eigentlich meine. Da es diese unsinnige H-Zulassung nun mal in Deutschland gibt, dann soll sie auch jeder bekommen, der sein Schätzchen erhält. Das ist aber in Deutschland nicht so. Es bekommen nur die ein blödes H-Kennzeichen, die oft die richtige Prüfstelle erwischen und dafür manchmal hunderte von Kilometern fahren müssen. Meine Autos würden zwar alle eine H-Zulassung bekommen, aber aus dem Grund, das wir darin keine Gleichheit haben, möchte ich so einen Mist garnicht an meinem Fahrzeug haben.  
Ein Oldtimer ist ein Oldtimer, ob er getunt, vergoldet oder original ist, nur nicht in Deutschland. Das ärgert mich.
Was sind das für Gesetze hier.
Deswegen macht mir in Deutschland auch kein Treffen mehr Spaß. Ich bin jahrelang in einem Autoclub in den Niederlanden, da ist noch jedes Auto gleich.
Das einzige, was mich dort stören würde, wäre die unsinnige Regelung, das nur Oldies bis Baujahr 1977 ein altes blaues Kennzeichen bekommen dürfen.
Aber hier werden weningstens alle Oldies in den Steuern gleich behandelt, ab einem Alter von 25 Jahren sind sie steuerfrei.
Gruß
VW Classic

Moin,

Da gebe ich dir nicht uneingeschränkt recht.

DAs H-Kennzeichen ist eine Subvention - korrekt? (Isses per Definition, Staat verzichtet auf Steuern und machts dir damit billiger). Entsprechend darf der Gesetzgeber auch frei entscheiden, WEM er diese Subvention zu gute kommen läßt. So wie er es in der Industrie macht, so darf er das auch bei Autos machen. Es ist in meinen Augen schon sehr sinnvoll - gewisse Regeln vorzugeben, damit so ein Kennzeichen nicht einfach missbraucht werden kann. Das diese Regeln in der VErgangenheit z.T. zu streng waren und auch regional unterschiedlich ausgelegt wurden - iss blöd. Aber an der Front wird harmonisiert und die Regeln auch entsprechend angepasst.

Ich meine - Ein Oldie muss in der Grundsubstanz ein Oldie sein und bleiben. Ansonsten kauft sich demnächst jeder Troll ne 30 Jahre alte Grotte, macht das Fahrgestell wieder fit und baut da sonstwas ein, einfach nur um in den Genuss möglichst billiger Steuern zu kommen. Schließlich soll das H-Kennzeichen diejenigen belohnen, die ein altes Stück Technik mit viel Herzblut, Zeit und fraglos auch Geld am Leben erhalten. Es soll nicht das möglichst billige fahren und rumbasteln am Auto durch den letzten Ahnungslosen ermöglichen, der meint es besser zu Wissen als ausgewiesene Fachleute. Und WER sowas machen will, dem ist dies ja nicht verboten - er bekommt nur keine "Förderung"/Subvention.

Also ES muss schon Grenzen geben - alles geht einfach nicht.

MFG Kester

@Rotherbach 
Wenn es denn so wäre, das nur die Grotten, also die vergammelten oder sinnlos zerschnittenen Fahrzeuge kein H-Kennzeichen bekämen, da wäre ja nichts gegen einzuwenden. Aber in Deutschland wird das H-kennzeichen willkürlich vergeben.
-Sind die Reifen zu breit, bekommt man kein H-Kennzeichen
-Hat man ein anderes Fahrwerk eingebaut, oft kein H-Kennzeichen
-Ist der Oldie wertvoll veredelt, oft kein H-Kennzeichen
-Anderer Auspuff, oft kein H-Kennzeichen
usw. usw.
Dann muß der Fahrzeugbesitzer nachweisen, das es Tuningteile schon mal früher gegeben hat, wo sind wir denn hier? Ein angeblicher Oldie-Sachverständiger hat keine Ahnung, praktisch ein Depp, dem der Oldiebesitzer nachweisen muß, das sein Fahrzeug h-tauglich ist. Das kann doch nicht normal sein.
Es betrifft nicht meine Oldies, aber deswegen finde ich die H-Kennzeichen echt zum Kotzen.
Und der Regierung interessieren sowieso keine Oldtimer, man könnte sein sogenanntes Kulturgut einpressen lassen. Alles nur Willkür.
Gruß
VW Classic

Moin,

Mal im Ernst - wer soll bitte ALLE jemals irgendwo auf der Welt gebauten Autos mit sämtlichen konformen Modifikationen in jeder Ausführung kennen? Die hierzu notwendigen Daten liegen, wenn überhaupt bei irgendwelchen Spezialisten in gedruckter Form vor.

Der TÜV und jeder andere Sachverständige muss sich von der Rechtmäßigkeit überzeugen - dafür wird er bezahlt, dafür ist er mal vereidigt worden. Auf welcher Maßgabe soll er denn entscheiden, OB ein Auto "rechtmäßig" modifiziert wurde, oder eben nicht?

Hier ist die gute Dokumentation das A und O 😉 Denn DU bist sehr wahrscheinlich was Modifikationen an deinem Auto besser im Bilde als es ein TÜV Prüfer jemals sein kann.

MFG Kester

Was wäre denn eigentlich für ein H-Kennzeichen so schlimm, wenn die Reifen etwas breiter sind usw. ?
Ein Bekannter von mir mußte zu 5 Prüfstellen fahren, um endlich ein H-Kennzeichen zu bekommen.
Wenn ein Sachverständiger nicht weiß, ob es sich um ein historisches Teil am Fahrzeug handelt, wieso muß der Besitzer es nachweisen?
Es kann doch eigentlich völlig egal sein, ob da vielleicht ein nicht originales "Schräubchen" am Fahrzeug für ein H-Kennzeichen ist, Hauptsache es gibt dieses Fahrzeug noch und es ist gut gepflegt. Der Rest ist doch Kindergarten.
Einfach lächerlich das Ganze mit der Zuteilung der H-Zulassung. Der Tüv hat mich mal gefragt, warum ich kein H-Kennzeichen auf meinen Fahrzeugen haben möchte? Da habe ich gesagt, meine Fahrzeuge sind dafür schon zu alt. Es gab zur damaligen Zeit keine Kennzeichen mit einem "H" am Ende. Das ist nicht zeitgenössisch, nur albern.
MfG
VW Classic

Moin,

Wo willst du die Grenze ziehen???

Das ist das Problem. Serienbereifung sind 165er, sind dann 185er automatisch ok? Was ist mit dem nächsten, der lieber 195er will? Und dann kommt der nächste und will 225er haben. Dann gilt auf einmal der PERSÖNLICHE Geschmack - und es wird noch wesentlich willkürlicher!

Die Regel - ich kann nachweisen, dass es das gab ist die einzige, die wenigstens MINIMALE Ansätze für Objektivität ermöglich. Dir mag diese Grenze nicht gefallen - dir mag es nicht gefallen, dass der TÜV NOCH (!) keine entsprechende Datenbank hat, um eine vielzahl an Modifikationen abzudecken ... nur man benötigt für sowas Regeln.

Wenn du tunen willst und du nicht nachweisen kannst, dass es zeitgenössisch ist, dann ist dir die Veränderung nicht VERBOTEN - du bekommst nur keinen Steuernachlass.

Wenn ich vom Finanzamt Geld von meiner Einkommenssteuer zurück haben will - dann muss ich AUCH nachweisen, welche Aufwendungen ich hatte. Ist nicht anders ...

MFG Kester

Wenn ich über Oldtimerregelungen zu entscheiden hätte, würde es erstens schon mal keine H-Kennzeichen geben.
Steuern würden allgemein für Autos über 30 Jahre entfallen, ähnlich wie in den Niederlanden.
Das gäbe auch den Reiz, so ein altes Auto zu erhalten, man will ja auch keine Steuern dafür zahlen. Für den Zustand ist der Tüv zuständig.
So würde jeder gleich behandelt und wir hätten kein Zweiklassensystem, wo sich manche Leute als was Besseres vorkommen, nur weil sie ein H-Kennzeichen auf ihren Autos haben. Für Kleinfahrzeuge gilt die Historie sowieso nicht, die wären ja mit H-Kennzeichen viel teurer, darin sieht man schon den Unsinn. Aber es gibt ja einige Besitzer von Kleinfahrzeugen, die trotzdem ein H-Kennzeichen auf ihre Autos pappen, weil sie gezwungen sind, durch die Dummweltzone fahren zu müssen.
Armes Deutschland...
Gruß
VW Classic

Das die EU hier keine europaweit einheitliche Regelung hinbekommt, ist schon ein Armutszeugnis....🙁

Jaja ... in anderen Ländern ist alles besser 😁

In Dänemark zahlt man auch keine Steuern für einen Oldie - vorausgesetzt man fährt einen vollversteuerten Alltagswagen.

In GB hat man auch viele Vorteile, solange das Auto auf der Alterspositivliste steht.

Die aktuelle Niederländische Regelung z.B. gilt nur bis 2012 - was danach kommt steht z.B. in den Sternen. Von anderen Nachteilen, wie z.B. ansonsten höhere Unterhaltskosten. Autofahren ist in D im EU Vergleich noch immer verhältnismäßig "günstig".

@DRahke - warum SOLLTE die EU sich dabei einmischen? Die Zulassungsvorschriften und Besteuerung für Oldtimer interessiert die EU nicht im geringsten, weil da kein Harmonisierungsbedarf besteht. Die EU harmonisiert nur da, wo durch nationale Regelungen Handelshemmnisse oder -ungleichbehandlungen für Wirtschaftsteilnehmer entstehen. Die Steuerpolitik ist speziel so gut wie nie EU Thema - das ist nationale Autonomie.

MFG Kester

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