Continental/Mercedes
Die Produktion der Batterien für den Mercedes S400 Blue Hybrid im Continental Werk Nürnberg ist angelaufen.
Geplanter Jahresausstoss ist 15 000 Einheiten.
Batteriesatz wiegt etwa 25 Kilo, 120 Volt, 13 Liter Volumen, 10 Jahre minimum Lebenszeit und etwa 150 000 km.
Der Wagen soll im Frühsommer 2009 bei den Händlern sein.
Gruss, Pete
Beste Antwort im Thema
Vielleicht mal die Daten von dem E-Motor den ich grad in einer Simulation nutze:
http://www.automation.siemens.com/.../ds_1pv5138-4ws24.pdf
Feldschwächebereich ab 3000/min bis 9000/min, zwischen knapp über 3000/min und 9000/min liefert er permanent über 90% seiner maximalen Dauerleistung von 85kW. Spitzenleistung 150kW. Drehmoment 220Nm ab Stillstand dauerhaft. 450Nm kurzzeitig (temperaturabhängig).
Die Spitzenleistung ist ja gewollt. Wenn ich bei obigem Motor z.B. auf 150kW Beschleunigungsleistung auslege um die nötigen Fahrleistungen zu erreichen dann brauch ich keinen der 150kW Dauerleistung bringt. Damit spart man mit der Auslegung einfach viel Gewicht. Hohe Dauerleistungen braucht man im Fahrbetrieb halt nicht, die höchsten Anforderungen hat man bei Beschleunigungsvorgängen. Bei 1000/min kann der Motor bereits kurzzeitig 50kW für Beschleunigungen bringen.
Mach mir das mal mit einem 85kW-Verbrenner nach 😁
Anders bei LKW die mal einen Berg rauf müssen. Da muss der Motor längere Zeit hohe Leistungen bringen.
Gruß Meik
208 Antworten
Zur Infrastruktur:
Das natürlich nicht flächendeckend und von heute auf morgen überall Ladestationen sein können ist schon klar, aber irgendwo muss man halt mal anfangen - ich bin absolut überzeugt davon, dass langfristig nur der Elektroantrieb eine Zukunft hat. Es redet ja keiner davon, dass ab sofort jeder mit einem Elektroauto herumfahren muss, das ist ein Vorgang, der mindestens 20 Jahre dauert.
Beispiel Stuttgart: Wenn man da irgendwo parken will und nicht das seltene Glück eines Anwohnerparkplatzes hat muss man an einer Parkuhr oder im Parkhaus parken - ansonsten wird man erschossen 😉 . Warum also nicht (meinetwegen nach und nach) die Parkuhren mit einer Steckdose ausrüsten, an der man vorher seine Karte durchzieht. Die Investition müsste sich doch mittelfristig sowohl für die Stadt als auch für die Parkhausbetreiber lohnen. Die EnBW hätte ja vielleicht auch Intereese das zu sponsoren.
Voraussetzung ist, dass endlich die deutschen Auto-Hersteller in die Pötte kommen und vernünftige Fahrzeuge anbieten, die weder wie eine Gehhilfe aussehen noch so fahren - dass das technisch möglich ist, müssen uns ausgerechnet die Amerikaner vormachen! Hallo geht´s noch? In Deutschland wurde das Auto erfunden und der Elektromotor, schon Anfang des 20. Jahrhunderts gab es einen seriellen Hybrid mit Allradantrieb (Lohner-Porsche, ok waren wohl Österreicher, die zähl ich jetzt frech dazu 🙂 ), jetzt erzähl mir einer, dass man das in über 100 Jahren nicht geschafft hat, das einigermassen praxistauglich hinzubekommen, obwohl man vor 40 Jahren schon auf dem Mond war (mit einer Brennstoffzelle).
Zitat:
Original geschrieben von greenthumb
Also ehrlich gesagt verstehe ich das Problem nicht ganz. Mein Auto (und sicherlich ein Großteil der anderen) steht mehr als 23h am Tag sinnlos herum, da kann ich das doch in der Zeit wunderbar aufladen? Ja, eine Steckdose muss natürlich vorhanden sein und für längere Strecken braucht man dann (nach heutigem Stand der Technik) eben einen range extender wie im Volt. Das ist doch ein Vorteil von einem Elektroauto, dass ich mir den Weg zur Tanke spare, die ja im übrigen auch etwas verdienen will ...
Naja, der Vorteil ist dass Du vom Benzin weg kommst ... alles andere ist eher zweischeidig ...
Und ja, du wirst natürlich auch seltener zur Tankstelle fahren müssen, dafür hat das Tanken an sich anscheinend so seine Tücken !! 😉
Du darfst bei deinen Überlegungnen nicht immer mit dem Argument "meistens müssen die meisten doch eh nur ... km" ...
In meinem Bekannten- und Verwandtenkreis würde sich wohl so gut wie keiner so ein E-Auto kaufen (mit weniger als 500km pro Ladung), denn auch wenn der Arbeitsweg und die meisten Strecken nur 50km betragen, jeder von denen hat Hobbys, wiederum Verwandte und Freunde im weiteren Umkreis, muss ab und an mal was mit einerm Anhänger transportieren oder auch so (wegen Sebstständigkeit) mal an einem Tag mehr als 500km fahren ... also muss jeder von denen einen Hybrid fahren ???
Bedeutet also ein Auto dass zwei Motoren und zwei Energiequellen besitzt ... und das Problem des Ladens wird so unter den Tisch gekehrt (besser gesagt vor sich her geschoben) !?!?
Der Hybrid darf nicht die Rolle des E-Autos mit großer Reichweite Übernehmen (er ist und bleibt eine Übergangslösung) ... eher muss man von Anfang an daran arbeiten, dass das ganze Konpezt auf schnelles Laden oder Akkutausch zumindest vorbereiteit ist ... denn sonst hast du wieder den Käse dass der Sprit irgend wann ausgeht und die Hybridlösung wegstirbt ... und dann darf man sich schließlich doch um das Schnellladen oder Akkutauschen kümmern ... denn daran wird wohl nichts vorbei führen !!
Also lieber gleich mit dem Gedanken anfreunden und min. schon mal versuche machen ... meine Meinung.
Zitat:
Original geschrieben von dernagelneue
...
Wie gesagt, den range extender bräuchte ICH nicht, für die seltenen Fälle einer längeren Fahrt greif ich auf ein anderes Auto zu (wir haben sowieso zwei) oder einen Mietwagen. Es geht ja auch nicht um alle auf einen Schlag, dass die Leute, die 500km am Tag fahren auch in 10-15 Jahren noch einen Diesel fahren steht ausser Frage.
Ich glaube halt, dass die Infrastruktur mit Ladestationen erheblich einfacher (Stichwort: Normung und Standards) sowie erheblich billiger zu realisieren ist - selbst wenn das nur 50% aller Fahrzeuge benutzen, wäre das doch schon ein riesiger Fortschritt.
Zitat:
Original geschrieben von greenthumb
Wie gesagt, den range extender bräuchte ICH nicht, für die seltenen Fälle einer längeren Fahrt greif ich auf ein anderes Auto zu (wir haben sowieso zwei) oder einen Mietwagen. Es geht ja auch nicht um alle auf einen Schlag, dass die Leute, die 500km am Tag fahren auch in 10-15 Jahren noch einen Diesel fahren steht ausser Frage.Zitat:
Original geschrieben von dernagelneue
...Ich glaube halt, dass die Infrastruktur mit Ladestationen erheblich einfacher (Stichwort: Normung und Standards) sowie erheblich billiger zu realisieren ist - selbst wenn das nur 50% aller Fahrzeuge benutzen, wäre das doch schon ein riesiger Fortschritt.
Ja, da hab ich auch nichts dagegen einzuwedenen ... nur den Wechselakku sollte man nicht einfach Vergessen mit dem Argument dass es ja noch Benzin gibt ...
Wie du schon sagst, es wird wenige geben die ständig die Reichweitengrenze eines E-Autos überschreiten, ohne mal einen längeren Stop an einem Parkplatz mit Steckdose einzulegen ... aber was ist nun daran besser diesen Leute Hybride anzubieten ... anstatt Autos bei denen man den Akku sehr schnell laden, oder an der Tankstelle tauschen kann ...
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Die Ideen sind ja alle ganz toll, zum jetzigen Zeitpunkt aber alles nur tolle Ideen. Warum da viel Geld für die Entwicklung verschwenden? Ein E-Auto bauen ist keine Kunst, das kann jeder Hersteller. Die paar E-Autos sind momentan doch nur Prestigeträger.
Interessant wird das wie schon vor einigen Seiten beschrieben erst dann wenn das Thema der Stromerzeugung klar ist. DA muss erstmal richtig investiert werden. Noch ist keine Technik da die regenerativen/umweltfreundlichen Strom in ausreichender Menge und vor allem zu jeder Zeit garantiert. Speicherung in den Mengen die nötig sind ist kaum realisierbar und Strom brauchen wir auch dann wenn kein Wind weht und keine Sonne scheint. Das ist ja das große Problem dabei: Zu jedem Zeitpunkt muss genau soviel Strom produziert werden wie verbraucht wird. Je mehr Kraftwerke im Netz hängen desto instabiler wird das ganze. Windräder speisen weitgehend ungesteuert ein wenn Wind weht. Aktuell dienen die Großkraftwerke auch dazu diese Schwankungen auszugleichen. Das ist das gleiche wie auf der Straße. 5 Busse oder 200 PKW, beide transportieren eine ähnliche Personenzahl. Welcher Verkehrsfluss läuft stabiler?
Erst wenn da entsprechende Entwicklungen laufen lohnt es E-Autos in höheren Stückzahlen zu verkaufen.
Und was spricht gegen Hybride? 90% der Fahrten sind problemlos im E-Betrieb machbar. Und für die paar die längere Strecken fahren soll man einen irren Aufwand mit Akkutauschsystemen etc. treiben? Öl ist noch verdammt viel da, wenn man an die 90% spart reichen die Reserven noch ewig für die letzten Prozente wo es sinnvoll genutzt ist. Und wer weiß, vielleicht findet jemand in 50 oder 100 Jahren die ulitmative Energiequelle. Vor 60 Jahren war Kernkraft auch noch unvorstellbar. Wer weiß was die Physik noch alles zu bieten hat 🙂
Gruß Meik
Zitat:
Original geschrieben von Meik´s 190er
Die Ideen sind ja alle ganz toll, zum jetzigen Zeitpunkt aber alles nur tolle Ideen. Warum da viel Geld für die Entwicklung verschwenden? Ein E-Auto bauen ist keine Kunst, das kann jeder Hersteller. Die paar E-Autos sind momentan doch nur Prestigeträger.
Naja ... naja, ganz so einfach wird sohl nicht wie Du dir das vorstellst ... zumindest ist es deutlich schwerer als ein "neues" Verbrennermodell auf den Markt zu bringen und geschlossen so zu tun als wäre ein E-Auto unmöglich ...
Zitat:
Interessant wird das wie schon vor einigen Seiten beschrieben erst dann wenn das Thema der Stromerzeugung klar ist. DA muss erstmal richtig investiert werden. Noch ist keine Technik da die regenerativen/umweltfreundlichen Strom in ausreichender Menge und vor allem zu jeder Zeit garantiert. Speicherung in den Mengen die nötig sind ist kaum realisierbar und Strom brauchen wir auch dann wenn kein Wind weht und keine Sonne scheint. Das ist ja das große Problem dabei: Zu jedem Zeitpunkt muss genau soviel Strom produziert werden wie verbraucht wird. Je mehr Kraftwerke im Netz hängen desto instabiler wird das ganze. Windräder speisen weitgehend ungesteuert ein wenn Wind weht. Aktuell dienen die Großkraftwerke auch dazu diese Schwankungen auszugleichen. Das ist das gleiche wie auf der Straße. 5 Busse oder 200 PKW, beide transportieren eine ähnliche Personenzahl. Welcher Verkehrsfluss läuft stabiler?
Erst wenn da entsprechende Entwicklungen laufen lohnt es E-Autos in höheren Stückzahlen zu verkaufen.
Da geb ich Dir schon recht, aber es ist ja nicht so als wären wir da nicht schon mit Nachdruck dahinter !!!
Zitat:
Und was spricht gegen Hybride? 90% der Fahrten sind problemlos im E-Betrieb machbar. Und für die paar die längere Strecken fahren soll man einen irren Aufwand mit Akkutauschsystemen etc. treiben? Öl ist noch verdammt viel da, wenn man an die 90% spart reichen die Reserven noch ewig für die letzten Prozente wo es sinnvoll genutzt ist. Und wer weiß, vielleicht findet jemand in 50 oder 100 Jahren die ulitmative Energiequelle. Vor 60 Jahren war Kernkraft auch noch unvorstellbar. Wer weiß was die Physik noch alles zu bieten hat 🙂
Gruß Meik
Du sprichst von der nahen Zukunft, ich spreche von der eher ferneren Zukunft ... also die Auto meiner (eventuell) zukünftigen Kinder und Enkel !!
Mich stört am Verbrenner mehr als nur die Tatsache dass ich Benzin tanken muss ... sie sind laut (auch wenn den Krach einige als "Sound" betiteln) ... sie sind dreckig (zumindest holen wir den dreck mittelfristig mal aus den Ballungsräumen) ... sie sind wartungsbedürftig ... kompliziert herzustellen (komplexe Getriebe, Abgasreinigungssysteme, ... )... und dann Verbrennen sie auch noch den Stoff der uns Abhängig von Zulieferern macht, die sich daran in meinen Augen bis ins "perverse" bereichern ...
Und noch dazu müssen wir ja über den Hybrid nicht mehr diskutieren ... der fährt doch schon ...
Und ein Hbrid als kurzstecken Auto ???
Dann schlepp ich also 90% der Fahrten den Verbrenner nur unnötig mit mir mit oder ??
Was folgt daraus nun ... da es scheinbar kein eindeutig besseres System gibt muss man wohl beide mal testen und sehen was gekauft wird, was sich durchsetzt und im Betrieb sowie Herstellung günstiger ist ... 😎
Mit Nachdruck dahinter? LOOOOL, der war gut 😁 😁
Guck dir mal an was ein Autohersteller in die Entwicklung eines neuen Modells investiert und guck was an Forschung in anderen Bereichen investiert wird. 😉
Ein E-Auto zu bauen ist kein Thema. Motoren und Steuerungen sind bewährte und erprobte Technik. Problem bleibt die Reichweite und das Laden, sprich hier sind die Akkuhersteller und -entwickler gefragt, weniger die Autohersteller selber die diese nur zukaufen. Um die Probleme bei der Stromproduktion scheren die sich zudem grob geschätzt Null. Ist auch nicht ihr Aufgabenbereich.
Und wer sagt dass in Zukunft Hybrid mit einem altmodischen Verbrenner laufen muss? Energiequelle kann genauso eine Brennstoffzelle oder was auch immer werden. Geräusche sind zudem heute kein Thema, die Verbrennergeräusche spielen beim Verkehrslärm nur eine kleinere Rolle. Da sind die Reifenhersteller momentan mehr gefordert, die Abrollgeräusche sind heutzutage die dominierende Geräuschquelle. Motoren lassen sich recht einfach dämmen, Reifen leider nicht.
Abwarten was die Zukunft bringt. Ob wir energetisch unabhängig werden (können) lass ich mal dahingestellt. Vieleicht wird der Strom doch mal per Solar in der Sahara erzeugt und unsere Abhängigkeit verlagert sich nur. Oder dort per Solar Wasserstoff für unsere Autos produziert oder was auch immer sich in Zukunft durchsetzt. Entwicklungen gibt es viele. Und leider geht der Trend dazu Probleme einfach auszulagern. Umweltschädliche Industrie geht ins Ausland, Öl und andere Rohstoffe werden eingekauft, Regenwald abgeholzt damit wir mit Biosprit fahren können ... egal, hauptsache hier ist sauber 🙄
Aktuell finde ich viele Entwicklungen eher bedenklich als begrüßenswert 🙁
Gruß Meik
Dieser neue RUF E-911 gefällt mir und zeigt was machbar ist, die Reichweite ist trotz komplett E-Antrieb gar nicht schlecht. Was mich jedoch auch stört ist das es mir scheint als würden wir nur von einer Katastrophe (der Abhängigkeit vom Öl) in eine noch grössere kommen (der Abhängigkeit von Strom und Batterien). Wenn in zehn Jahren alle Autos mit ein paar hundert Kilos an Batterien rumfahren die auch noch fast täglich aufgeladen werden müssen und wahrscheinlich regelmässig ausgetauscht werden müssen dann scheint mir das genauso wenig eine zukunftsträchtige Technologie zu sein wie das Öl... 🙄
Zitat:
Original geschrieben von Meik´s 190er
Mit Nachdruck dahinter? LOOOOL, der war gut 😁 😁Guck dir mal an was ein Autohersteller in die Entwicklung eines neuen Modells investiert und guck was an Forschung in anderen Bereichen investiert wird. 😉
Naja, ich sitz hier im MPI und seh die Milliarden die für die Fusionsforschung an mir vorbei fließen ... ich seh dass wir einer der Führenden im Windkraftanlagenbau sind, ich seh dass wir Weltweit die Nr.1 in Solarenergie sind ...
"Die Welt ist im Wandel" ... würden die in Herr der Ringe sagen 😉
Zitat:
Ein E-Auto zu bauen ist kein Thema. Motoren und Steuerungen sind bewährte und erprobte Technik. Problem bleibt die Reichweite und das Laden, sprich hier sind die Akkuhersteller und -entwickler gefragt, weniger die Autohersteller selber die diese nur zukaufen. Um die Probleme bei der Stromproduktion scheren die sich zudem grob geschätzt Null. Ist auch nicht ihr Aufgabenbereich.
Na, da träumt wohl grad einer 😉
Auch das heutige Auto ist nicht nur Motor und Tank ... außerdem muss man massiv an Rollwiderständen (also auch Gewicht) sowie dem Luftwiderstand arbeiten, alle Zusätzfunktionen müssen nun elektrisch (und das auch viel energiesparender) laufen ... Heizung, Klima, Servo, Bremskraftverstärker .... und dann kommen auf einmal solche sachen wie "oh, wir müssen ganz anders Dämmen, der E-Motor brumt nicht nur sondern surrt bis in den obern kHz Bereich hinein ... " und was weis ich was da alles auftaucht an was man jetzt noch nicht denkt !!!
Nicht einfach denken dass es damit getan ist die Motorhaube auf zu machen und da ein E-Motor rein zu zimmern und dann noch den Tank durch eine Akku zu ersetzen ...
Es ist sicher kein Hexenwerk, aber es ist auch sicher kein Kinderspiel !!
Zitat:
Abwarten was die Zukunft bringt. Ob wir energetisch unabhängig werden (können) lass ich mal dahingestellt. Vieleicht wird der Strom doch mal per Solar in der Sahara erzeugt und unsere Abhängigkeit verlagert sich nur. Oder dort per Solar Wasserstoff für unsere Autos produziert oder was auch immer sich in Zukunft durchsetzt. Entwicklungen gibt es viele. Und leider geht der Trend dazu Probleme einfach auszulagern. Umweltschädliche Industrie geht ins Ausland, Öl und andere Rohstoffe werden eingekauft, Regenwald abgeholzt damit wir mit Biosprit fahren können ... egal, hauptsache hier ist sauber 🙄
Aktuell finde ich viele Entwicklungen eher bedenklich als begrüßenswert 🙁
Gruß Meik
Du hättest also gern die "Eierlegendewollmilchsau" der Energie ???
Sauber, Kostenlos und dezentral für alle ... juhu ...
Aufwachen ... wenn die Veränderung auch nur in einem einzigen dieser Punkte einen Vortschritt bedeutet ... dann begrüß ich diese !!
Und wenn es nur die Tatsache ist dass Afrika das Geld für Sonnenenergie bekommt, anstatt den Öl-Multis ... das ist mir schon Fortschritt genug !!
Pack die Sozialkeule wieder ein ... und keine Angst vor der Zukunft 😉
Zitat:
Original geschrieben von mhaas
Dieser neue RUF E-911 gefällt mir und zeigt was machbar ist, die Reichweite ist trotz komplett E-Antrieb gar nicht schlecht. Was mich jedoch auch stört ist das es mir scheint als würden wir nur von einer Katastrophe (der Abhängigkeit vom Öl) in eine noch grössere kommen (der Abhängigkeit von Strom und Batterien). Wenn in zehn Jahren alle Autos mit ein paar hundert Kilos an Batterien rumfahren die auch noch fast täglich aufgeladen werden müssen und wahrscheinlich regelmässig ausgetauscht werden müssen dann scheint mir das genauso wenig eine zukunftsträchtige Technologie zu sein wie das Öl... 🙄
Ja, das sagte ich auch schon ... und das sag ich auch nochmal !!
Das Auto muss sich ändern, und zwar nicht nur vom einem Motor zum anderen ... Cw Wert usw ...
Der E-Antrieb bietet völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten ... hier können ganz neue Dinge wewagt werden ...
Die grundsätzliche Effizienz muss steigen ... da is der Akku und Motor nur ein Teil ... vieleicht mal der Verzicht auf elektrische Sitze, elektrische Spiegel, elektrische Fensterheber, elektrische Heckklappe, elektrische Sitzheizung ...
Wenn das Ding leichter wird, kann man vieleicht auch wieder Servo und Bremskraftverstärker ausbauen ... ausmisten muss man das Auto ... das ist mein Vorschag ... wertig, leise, sicher, schnittig, leicht (und wer sagt schwer ist sicher, der soll mir das mal vorrechnen bitte 😉 ), geräumig (einigermaßen) ... und nicht mehr prollig, protzig, riesig, schwer ...
Das ist die Gelegenheit mal einen kleinen Umschwung rein zu bringen ...
Sehr euch doch mal den Prius an ... der is (sorry) pott hässlich ... aber es is eben neu, grün hightech ... muss eben so aussehen und viele Leute akzepieren das eben ... form follows function ... vieleicht kann man dann mit dem E-Auto noch einen Schritt extremer werden ...
Und Öl ... es hat seine Vorzüge ... aber es wird immer teurer und ES GEHT IRGEND WANN ZU ENDE !!!
Hallo Meik,
deine Frage nach der Energieerzeugung, und auch die Frage nach evt. zusätzlichen Energiebedarf bei großen E-Auto-Zahlen, ist von den Umweltinstituten in entsprechenden Studien schon beantwortet. Hatte ich hier und in anderen Threads auch schon gepostet, auch auf den letzten Seiten im 1. Thread in meiner Signatur...
hab mir mal aufgrund der immer ähnlichen Fragen die Mühe gemacht, die ganzen Umweltinstitute in D und EUR anzusehen; die Regierungen geben ja zu diesen Fragen Studien in Auftrag.
Das Ergebnis ist, dass die E-Autos selbst mit Kohlekraftwerksstrom ein Schritt in die richtige Richtung sind.
Warum es im ersten Schritt auch gar nicht anders gehen kann, wird sehr anschaulich im zweiten Signatur-Link im Vortrag von Steve Specker erläutert (leitet in USA ein großes Non-Profit-Energie-Institut).
Diese Fragen sind also länderübergreifend einheitlich schon beantwortet in D, US, CH, UK, ... 😉
Zitat:
und wer sagt schwer ist sicher, der soll mir das mal vorrechnen bitte
a) 600 kg Fahrzeug gegen 1800 kg --> die Insassen des kleineren Fahrzeuges erfahren beim Zusammenprall die dreifache Beschleunigung --> während der Fahrer des schwereren Fahrzeuges mit 20g noch eine Überlebenschance hat reißt beim Fahrer des leichteren Fahrzeuges mit ziemlicher Sicherheit die Aorta ab....
b) Fahrer 70 kg / Fahrzeug 700 kg --> Aufprall auf verformbares Hindernis (kann auch anderes Fahrzeug sein) --> Verformungsweg proportional zur kinetischen Energie, der zur verfügung stehende Weg wird mit steigender Fahrzeugmasse größer. Bleibt der zur Verzögerung des Insassen im Fahrzeug zur verfügung stehende Weg konstant (Gurtweg + Airbag), so sinkt die Belastung des Fahrers mit steigender Fahrzeugmasse. Darüberhinaus nutzt i.d.R. das schwerere und größere Fahrzeug auch einen größeren Weg in Inneren zur Verzögerung der Insassen, insbesondere beim Seitenaufprall, so daß die Belastung weiter sinkt....
Gruß SRAM
Ich hab auch schon zig anderslautende Studien in der Hand gehabt. 😉
Ist immer die Frage was da wie verglichen wird. Hatte auch mal eine amüsante Variante in der Hand wo ein E-Auto (Klasse Twike, City-El) mit einer Kompaktklasse (Golf) verglichen wurde. In der heutigen Zeit muss man die E-Autos aber neuen Entwicklungen Gegenüberstellen. Nicht E-Auto konventionelles Auto sondern auch E-Auto vs. Hybrid. Ein Prius braucht grad mal 4,3 Liter im Mix. Was braucht ein E-Auto gleicher Größe? Beim E-Smart der in England fährt sind das 12kWh bei nichtmal halber Fahrzeuggröße und deutlich schlechteren Fahrleistungen. Nimmt man mal den Strom aus Braunkohle wie er in D noch in großem Stil gewonnen wird sind wir bei den modernen Kraftwerken bei rund 1000g/kWh. Also rund 120g/km für den Smart. Der Prius stößt nur 99g/km aus. Ein Smart Diesel 88g/km, ein Smart mit Benziner 103g/km, ein BMW 520d 137g/km.
Und nun? Solange soviel Strom aus Braunkohle erzeugt wird sind die Bemühungen weit wichtiger diese endlich durch umweltfreundlichere Kraftwerke zu ersetzten als irgendwelche E-Autos zu laden.
Berechtigung haben E-Autos aktuell in lokal stark belasteten Innenstädten. Gerade Taxen, Linienbusse oder Lieferverkehr könnten so lokal Verbesserungen erreichen auch wenn sie in der Gesamtbilanz erstmal noch nicht so berauschend sind. Bei "normalen" Autos könnten hier die Plug-In-Hybriden eine gute Lösung werden. Innerstädtisch schadstoffarm rein elektrisch. Außerstädtisch die Energie onboard mit höherem Gesamtwirkungsgrad erzeugen.
Gruß Meik
Zitat:
Original geschrieben von dernagelneue
Warum gerade das? Glaubst du eine mechanische Sitzverstellung, eine Fensterkurbel, ... ist leichter als ein kleiner E-Motor? Und Strom brauchen die Teile nur wenn sie betätigt werden. Eine Sitzheizung ist genial um Energie zu sparen. Statt das ganze Auto heizen zu müssen bringst du die Wärme mit ein paar Watt verbrauch direkt dahin wo sie gebraucht wird: An den Fahrer. Bei vielen heutigen Autos sind die Heizungen dank wenig Motorabwärme reichlich schwach. Also muss man zuheizen. Beim E-Auto noch schlimmer da kaum Abwärme da ist die für die Heizung genutzt wird und elektrisch geheizt werden müsste. Das ganze Auto oder nur den Fahrer?Zitat:
Verzicht auf elektrische Sitze, elektrische Spiegel, elektrische Fensterheber, elektrische Heckklappe, elektrische Sitzheizung ...
Aus dem Grund gibt es z.B. bei dem City-El nur zwei kleine E-Heizungen. Eine für die Frontscheibe um für freie Sicht zu sorgen und die Sitzheizung.
Masse ist zudem beim Crash Auto-Auto immer ein Vorteil, rein aufgrund der Physik (Impulserhaltung). Beim Crash gegen die Wand ist sie egal, da kommt es nur auf den Verformungsweg an. Je mehr je besser - bei jedem Crash. Daher werden unsere Autos auch größer ohne viel mehr Platz innen zu haben. Gerade beim Seitenaufprallschutz bringt jeder cm mehr bei dem knappen Raum eine Menge.
Gruß Meik