Continental/Mercedes
Die Produktion der Batterien für den Mercedes S400 Blue Hybrid im Continental Werk Nürnberg ist angelaufen.
Geplanter Jahresausstoss ist 15 000 Einheiten.
Batteriesatz wiegt etwa 25 Kilo, 120 Volt, 13 Liter Volumen, 10 Jahre minimum Lebenszeit und etwa 150 000 km.
Der Wagen soll im Frühsommer 2009 bei den Händlern sein.
Gruss, Pete
Beste Antwort im Thema
Vielleicht mal die Daten von dem E-Motor den ich grad in einer Simulation nutze:
http://www.automation.siemens.com/.../ds_1pv5138-4ws24.pdf
Feldschwächebereich ab 3000/min bis 9000/min, zwischen knapp über 3000/min und 9000/min liefert er permanent über 90% seiner maximalen Dauerleistung von 85kW. Spitzenleistung 150kW. Drehmoment 220Nm ab Stillstand dauerhaft. 450Nm kurzzeitig (temperaturabhängig).
Die Spitzenleistung ist ja gewollt. Wenn ich bei obigem Motor z.B. auf 150kW Beschleunigungsleistung auslege um die nötigen Fahrleistungen zu erreichen dann brauch ich keinen der 150kW Dauerleistung bringt. Damit spart man mit der Auslegung einfach viel Gewicht. Hohe Dauerleistungen braucht man im Fahrbetrieb halt nicht, die höchsten Anforderungen hat man bei Beschleunigungsvorgängen. Bei 1000/min kann der Motor bereits kurzzeitig 50kW für Beschleunigungen bringen.
Mach mir das mal mit einem 85kW-Verbrenner nach 😁
Anders bei LKW die mal einen Berg rauf müssen. Da muss der Motor längere Zeit hohe Leistungen bringen.
Gruß Meik
208 Antworten
Naja, bei Gabelstaplern wechselt man ja auch.
Gasflaschen hat man schon immer gewechselt, allerding kosten Gasflaschen viel weniger als wie Batterien...
Tausende von Batterien bei den Tankstellen auf Lager zu haben die 10 000 das Stück kosten erscheint mir sehr Kapital intensiv...
Wegen der Spitzenabnahme von Strom könnte ich mir vielleicht eine grosse Batterie für die Tankstelle vorstellen die Nachts nachgeladen wird damit Tagsüber Strom abgegeben werden kann.
Also ein Puffer, schliesslich zapft der Tankwart ja auch nicht Benzin direkt von der Pipeline sondern hat einen Tank (puffer/Batterie) dafür.
Das bekommt dann eine Reine Frage des Geschäftsmodells.
Gruss, Pete
In den Artikeln, die ich gelesen hatte, wurde das Geschäftsmodell mit den Akku-Tausch-Stationen meist auch kritisch gesehen. ich bin sehr gespannt, wie das "Project Better Place" in Israel und Dänemark konkret ins Leben kommen wird... PS: Meine das nicht abwertend oder ablehnend! 😉
Problematisch an dem Konzept für die Tauschstationen finde ich auch, dass die zu verwendende Akkutechnik so unbestimmt ist:
LiIon oder anderer Akkuaufbau. Gekühlt oder nicht. usw... Toyota forscht an anderen Akkus. Die dt. Hersteller wollen ohnehin lieber auf Wasserstoff setzen (vgl. ams-Meldung zur Wasserstoff-B-Klasse ab ca. 2012-15, mit E-Motor und 400KM Reichweite). Die werden also wenig Interesse haben, in Akku-Tausch-Konzepte zu investieren... dh. für mich als interessierten Laien, dass abgesehen vom Geschäftsmodell selbst in den nächsten 2-3 Jahren vermutlich noch nicht mal einheitliches Verständnis der zugrundeliegenden Technik existieren wird...
Wesentlich einfacher erscheint da das Aufstellen der öffentlichen Ladestationen, wie es jetzt in Berlin mit RWE beginnt.
PS: habe mir vorhin die Wirtschaftswoche von morgen am Bahnhofskiosk gekauft. Passend zum Thema gibt es dort eine Meldung, die auch schon online ist:
Zitat:
Statt Elektroautos lange an die Steckdose zu hängen, sollen Tankstellen leere Akkus in Minutenschnelle austauschen – der Clou: Kunden bekommen die Autos zu ihrem Batterie-Abo kostenlos dazu. Das ist die Vision von Ex-SAP-Vorstand Shai Agassi. Deutsche Autobauer sind jedoch skeptisch.
Naja vor allem weil man Akkus ganz schlecht nach leicher Tauschbarkeit einbauen kann - Akkus sind schwer optimal ist also eine Unterbringung weit unten im Bereich oder knapp vor der Hinterachse.
Wie man da den Akkutausch automatisieren soll ist ja eher fraglich und wenn man dazu Menschen einsetzen muss wird das ja gleich zu teuer.
Dies wäre auch sowieso nur dann notwendig wenn man das Elektroauto für lange Fahrten nutzt - das wird aber die Ausnahme sein (und ist bei den ser. Hybriden auch ohne Akkutausch möglich)
Elektrotankstellen in diesem Stil dafür gibt es überhaupt keinen Bedarf - für die nächsten 10 Jahre reicht die 240V Steckdose zu Hause für den Einsatzzweck in dem Elektroautos gekauft werden.
Ich sehe im fehlenden Elektrotankstellennetz überhaupt keinerlei Einschränkung für die Elektroautos (lediglich der Käuferbereich wird minimal kleiner)
Ähnliche Themen
Zu "automatisierter Akkutausch": Natürlich gibt es dazu auch Entwürfe. Vorlage war wohl der Patronengurt eines MG. Dieser "Gurt" enthält statt Patronen die Akkus, die in einer Art Riesenrad im Kreis fahren. Ein leerer Akku wird entnommen, ein geladener eingesetzt. Der leere Akku fährt dann langsam weiter im Kreis, bis er geladen ist, sodass er wieder einem Elektrofahrzeug eingesetzt werden kann. Diese Anlage ähnelt ein wenig einer Autowaschanlage, bei dem das Auto unter der Ladebrücke einfährt und an einer bestimmten Stelle anhalten muss.
Naja das ist ja nicht das Problem bei der Automatisierung sondern wie bekommt man die Akkus aus was weiss ich 477272 verschiedenen Automodellen automatisiert rein und raus.....
Alle heutigen Benzin-PKW haben den Tank vor der Hinterachse. Sollte es eines Tages ebenso kompakte Akkus geben, die etwa an gleicher Stelle angebracht sind, sollte eine Normierung dieser Speicher eigentlich kein Problem sein. Man kanns natürlich auch bleiben lassen, aber so würde es schon Sinn machen.
Aus dem o.g. WiWo-Artikel stammt auch noch das Argument der Autobauer (sinngemäß): "Warum sollen zwischen uns und den Energieunternehmen noch irgendwelche Zwischenstationen eingebaut werden? Das ist nicht erforderlich!" Genau diese Zwischenstation ist ja Agassi mit seiner Organisation.
PS: Anscheinend ist Agassi aber gerade dabei, sein Konzept auch in Frankreich an den Mann zu bringen:
http://www.wattgehtab.com/index.php/content/view/2190/25/
Aber diese "Zwischenstation" gab es schon immer.
Der Produzent von Treibmitteln hat sie selten selber verkauft . Sie gehen traditionell durch ein unabhängiges Verteiler/Einzelhandelnetz.
In den Jahren vor, während und kurz nach dem zweiten Weltkrieg als Holzvergaser Populär/Pflicht waren.
Haben die Autobauer die Vergaseranlagen auch nicht selber gebaut und schon garnicht die Hölzklötzchen...
Guckt man in der Geschichte ist es oft so das die meistkritisierte Lösung eventuell der Standard geworden ist.
Alles eine Frage des Geschäftsmodells.
Aber es kann natürlich alles anders kommen 😁
Sehe nicht wirklich, das es mit dem Batterietausch an der Tankstelle was wird. In der Schweiz, habe ich im Tessin genauer in Lugano bereits Ladestationen gesehen, die sind jedoch mit Steckdose jedoch an öffentlichen Parkplätzen. So kann ich mir das auch in Berlin oder so für die angekündigten Smart und Mini Flotten vorstellen.
Glaub nicht dass das funktioniert. Allerdings mehr praktisch und wirtschaftlich als technisch.
Zum einen wäre es eine immense Kapitalbindung soviel Akkus auf Vorrat zu halten. Abgesehen davon dass die erstmal produziert werden müssen. Lithium und die anderen Rohstoffe fallen auch nicht grad vom Himmel.
Zum anderen die Frage was das kosten soll. Akkus altern. D.h. man weiß nie ob man einen neuen oder älteren bekommt und wieviel Energie darin enthalten ist. Die gehen ja nicht einfach kaputt sondern verlieren erstmal über die Zeit Kapazität. Sprich die müssten bei jedem Tanken geprüft, gekennzeichnet und entsprechend verkauft werden.
Da dürfte der Aufwand einfach zu hoch sein. Zumal über 90% der Autos eh viel Stehen und selten sehr lange Strecken zurücklegen. Bei denen reicht die Steckdose am Parkplatz. Aber das ist oft ein mehr psychologisches Problem. 200km Reichweite würden für mehr als 90% der Autofahrer bequem reichen. Aber sobald sie nicht mehr als das fahren können kommt ein Gefühl von eingeschränkter Bewegungsfreiheit auf. Warum kaufen heute so viele Vans? Ja, ich könnte ja dann das und das transportieren und wenn ich mal ... . Und ich wette keine 20% nutzen den Platz den sie haben tatsächlich.
Gruß Meik
Vor allem Fahrzege wie der Chevy Volt oder Chrysler Voyager E haben ja alle Stromgeneratoren in Form von Verbrennungsmotoren an Bord wenn man doch mal > 60 km fahren muss das sind ja die Elektroautos die erst mal denke ich grössere Verbreitung finden. Die komplett reinen Elektroautos kommen dann wenn die Reichweiten passen.
E-Auto + Generator = (serieller) Hybrid 😉
Dann baut man noch eine Kupplung rein damit bei höherem Tempo der Motor die Räder direkt statt über den Umweg Motor-Generator-Emotor-Rad antreiben kann und wir sind bei den derzeit IMHO sinnvollsten Varianten: Hybridautos. Je nach Einsatzbereich von Mildhybrid über Parallelhybrid bis Seriellhybrid.
Gruß Meik
Abgesehen von technischen Problemen: Wie sollte denn ein erfolgreiches Geschäftsmodell hinter den Wechselakkus aussehen?
Die Akkus sind recht teuer und von der Lebensdauer beschränkt. Ungünstige physikalische Bedingungen wie zu starkes Entladen, Übertemperatur usw. lassen die Akkus schnell altern. Das macht Akkuleasing für die Tankstelle recht teuer und für die Kunden unattraktiv. Dann muss man irgendwie Kunden, die nur an der Tankstelle Akkus wechseln und "Heimlader" unter einen Hut bringen. Sprich Monatsgebühr plus Energiekosten je Akkuwechsel. Ich denke, da sind die Kosten im Endeffekt höher wie bei einem Verbrenner sind, auch wenn man die teureren Servicekosten des Verbrenners miteinrechnet.
Also ehrlich gesagt verstehe ich das Problem nicht ganz. Mein Auto (und sicherlich ein Großteil der anderen) steht mehr als 23h am Tag sinnlos herum, da kann ich das doch in der Zeit wunderbar aufladen? Ja, eine Steckdose muss natürlich vorhanden sein und für längere Strecken braucht man dann (nach heutigem Stand der Technik) eben einen range extender wie im Volt. Das ist doch ein Vorteil von einem Elektroauto, dass ich mir den Weg zur Tanke spare, die ja im übrigen auch etwas verdienen will ...