Continental/Mercedes
Die Produktion der Batterien für den Mercedes S400 Blue Hybrid im Continental Werk Nürnberg ist angelaufen.
Geplanter Jahresausstoss ist 15 000 Einheiten.
Batteriesatz wiegt etwa 25 Kilo, 120 Volt, 13 Liter Volumen, 10 Jahre minimum Lebenszeit und etwa 150 000 km.
Der Wagen soll im Frühsommer 2009 bei den Händlern sein.
Gruss, Pete
Beste Antwort im Thema
Vielleicht mal die Daten von dem E-Motor den ich grad in einer Simulation nutze:
http://www.automation.siemens.com/.../ds_1pv5138-4ws24.pdf
Feldschwächebereich ab 3000/min bis 9000/min, zwischen knapp über 3000/min und 9000/min liefert er permanent über 90% seiner maximalen Dauerleistung von 85kW. Spitzenleistung 150kW. Drehmoment 220Nm ab Stillstand dauerhaft. 450Nm kurzzeitig (temperaturabhängig).
Die Spitzenleistung ist ja gewollt. Wenn ich bei obigem Motor z.B. auf 150kW Beschleunigungsleistung auslege um die nötigen Fahrleistungen zu erreichen dann brauch ich keinen der 150kW Dauerleistung bringt. Damit spart man mit der Auslegung einfach viel Gewicht. Hohe Dauerleistungen braucht man im Fahrbetrieb halt nicht, die höchsten Anforderungen hat man bei Beschleunigungsvorgängen. Bei 1000/min kann der Motor bereits kurzzeitig 50kW für Beschleunigungen bringen.
Mach mir das mal mit einem 85kW-Verbrenner nach 😁
Anders bei LKW die mal einen Berg rauf müssen. Da muss der Motor längere Zeit hohe Leistungen bringen.
Gruß Meik
208 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von SRAM
a) 600 kg Fahrzeug gegen 1800 kg --> die Insassen des kleineren Fahrzeuges erfahren beim Zusammenprall die dreifache Beschleunigung --> während der Fahrer des schwereren Fahrzeuges mit 20g noch eine Überlebenschance hat reißt beim Fahrer des leichteren Fahrzeuges mit ziemlicher Sicherheit die Aorta ab....Zitat:
und wer sagt schwer ist sicher, der soll mir das mal vorrechnen bitte
Fällt dir was auf bei der Rechnung ??
Eben das was ich auch schon öfter "angemahnt" habe ... das schwerere Fahrzeug erkauft sich ein Teil seiner Sicherheit dadurch dass es eben auch leichterer Fahrzeuge gibt !?!
Deine Rechnung beantwortet aber die Fragen nicht ... denn wenn wir die Zahlen einfach noch mal ändern ... Sprich 300kg gegen 900kg ... dann verbrauchen beiden Fahrzeuge weniger aber dein Rechenergebnis bleibt das selbe ... dreifache Belastung für die Insassen des leichten Fahrzeugs !?
(auch wenn 300kg unrealistisch sind sieht man denn doch dass es auf das Verhältnis ankommt, nicht auf den Wert der Massen an sich)
Zitat:
b) Fahrer 70 kg / Fahrzeug 700 kg --> Aufprall auf verformbares Hindernis (kann auch anderes Fahrzeug sein) --> Verformungsweg proportional zur kinetischen Energie, der zur verfügung stehende Weg wird mit steigender Fahrzeugmasse größer. Bleibt der zur Verzögerung des Insassen im Fahrzeug zur verfügung stehende Weg konstant (Gurtweg + Airbag), so sinkt die Belastung des Fahrers mit steigender Fahrzeugmasse. Darüberhinaus nutzt i.d.R. das schwerere und größere Fahrzeug auch einen größeren Weg in Inneren zur Verzögerung der Insassen, insbesondere beim Seitenaufprall, so daß die Belastung weiter sinkt....
Gruß SRAM
Ich versteh deine Rechnung gerade nicht 100% ...
Meine Sicht sieht folgendermaßen aus ... die Belastung auf die Insassen bei einem Unfall hängen ab von der maximalen Verzögerung (Beschleunigung im allgemeinen) und von der Tatsache ab ob die Insassen gequetscht, gestaucht werden oder irgend eine Art von Körperkontakt zum Fahrzeuginneren haben ... (Kopf gegen Lenkrad, Scheibe usw )
Die Beschleuningung hänt ab von der Geschwindigkeit und vom Weg der zur Verfügung steht um diese zu verzögern ... (hat in erster Instanz aber nichts mit der Mass zu zun)
Stell dir mal ein relativ großes Auto vor, das 5kg wiegt (weil es aus Styropor bestet 😉 ) und das rast dann auf ein anderes 5kg Auto ... glaubst du die Überlebenschancen steigen allein dadurch dass du die Fahrzeuge schwerer machst ???
Ok, es gibt konstruktive Grenzen, aber Mass = Sicherheit ist eine Milchmädchenrechnung ... wenn schon dann Größe = Sicherheit ... es ist mir klar dass man die beiden Größen nicht völlig unabhängig voneinander betrachten kann (sind nun mal gekoppelt über die Dichte) ... aber ein Auto muss keine 2000kg wiegen um sicher zu sein ... das muss es nur wenn auch die anderen 2000kg wiegen ...
Zitat:
Original geschrieben von Meik´s 190er
Ich hab auch schon zig anderslautende Studien in der Hand gehabt. 😉Ist immer die Frage was da wie verglichen wird. Hatte auch mal eine amüsante Variante in der Hand wo ein E-Auto (Klasse Twike, City-El) mit einer Kompaktklasse (Golf) verglichen wurde. In der heutigen Zeit muss man die E-Autos aber neuen Entwicklungen Gegenüberstellen. Nicht E-Auto konventionelles Auto sondern auch E-Auto vs. Hybrid. Ein Prius braucht grad mal 4,3 Liter im Mix. Was braucht ein E-Auto gleicher Größe? Beim E-Smart der in England fährt sind das 12kWh bei nichtmal halber Fahrzeuggröße und deutlich schlechteren Fahrleistungen. Nimmt man mal den Strom aus Braunkohle wie er in D noch in großem Stil gewonnen wird sind wir bei den modernen Kraftwerken bei rund 1000g/kWh. Also rund 120g/km für den Smart. Der Prius stößt nur 99g/km aus. Ein Smart Diesel 88g/km, ein Smart mit Benziner 103g/km, ein BMW 520d 137g/km.
Und nun? Solange soviel Strom aus Braunkohle erzeugt wird sind die Bemühungen weit wichtiger diese endlich durch umweltfreundlichere Kraftwerke zu ersetzten als irgendwelche E-Autos zu laden.
Berechtigung haben E-Autos aktuell in lokal stark belasteten Innenstädten. Gerade Taxen, Linienbusse oder Lieferverkehr könnten so lokal Verbesserungen erreichen auch wenn sie in der Gesamtbilanz erstmal noch nicht so berauschend sind. Bei "normalen" Autos könnten hier die Plug-In-Hybriden eine gute Lösung werden. Innerstädtisch schadstoffarm rein elektrisch. Außerstädtisch die Energie onboard mit höherem Gesamtwirkungsgrad erzeugen.
Gruß Meik
Jetzt les ich schon wieder mal die (falsche) klassische Rechnung !!
Das Auto hat einen Benzinverbrauch und das Benzin entsteht natürlich in der Tankstelle ... das wird da hergestellt aus vergörenen Bierresten als dem Leergut ... 😛
Wenn du diese Rechnung durchziehen wills, dann bitte von Der Ölquelle bis zum Ausstoß am Auspuff ... und deim E-Auto von der Kohle bis zum E-Motor ... und dann kann man auch noch die Herstellung, Wartung und Endsorgung mit einbeziehen ... alles anderes ist Äpfel mit Birnen vergleichen.
Leider habe ich keine Zahlen und mir hat auch noch nie jemand hier welche presentieren können ... also ist diese Diskusion wohl wieder hier zu Ende 😉
Zitat:
Original geschrieben von Meik´s 190er
Warum gerade das? Glaubst du eine mechanische Sitzverstellung, eine Fensterkurbel, ... ist leichter als ein kleiner E-Motor? Und Strom brauchen die Teile nur wenn sie betätigt werden. Eine Sitzheizung ist genial um Energie zu sparen. Statt das ganze Auto heizen zu müssen bringst du die Wärme mit ein paar Watt verbrauch direkt dahin wo sie gebraucht wird: An den Fahrer. Bei vielen heutigen Autos sind die Heizungen dank wenig Motorabwärme reichlich schwach. Also muss man zuheizen. Beim E-Auto noch schlimmer da kaum Abwärme da ist die für die Heizung genutzt wird und elektrisch geheizt werden müsste. Das ganze Auto oder nur den Fahrer?
Naja, also leichter sind die mit Sicherheit nicht !!!
Für mich sind die eben erst mal unnötig ... aber das sieht eben jeder anders ...
Darüber kann man sich dann streiten wenn es so weit ist 😎
Ok, wegen der Sitzheizung muss man sich mal Gedanken machen ... aber eine Heizung kann diese eben aus vielen Gründen nicht völlig ersetzen ... wenn bsw 4-5 Personen im Auto sitzen ist es eben wieder fragelich ob man nun den Innenraum heizt ... oder eben die Scheibe + 4-5 Sitze ???
Zitat:
Aus dem Grund gibt es z.B. bei dem City-El nur zwei kleine E-Heizungen. Eine für die Frontscheibe um für freie Sicht zu sorgen und die Sitzheizung.
Masse ist zudem beim Crash Auto-Auto immer ein Vorteil, rein aufgrund der Physik (Impulserhaltung). Beim Crash gegen die Wand ist sie egal, da kommt es nur auf den Verformungsweg an. Je mehr je besser - bei jedem Crash. Daher werden unsere Autos auch größer ohne viel mehr Platz innen zu haben. Gerade beim Seitenaufprallschutz bringt jeder cm mehr bei dem knappen Raum eine Menge.
Gruß Meik
Wie gesagt ... Weg JA ... Masse NEIN ... (soweit sich das eben trennen lässt)
Zahlen was beim Öl von Quelle bis Tank verloren geht hatte ich schonmal gepostet. Beim Kraftwerk ist die Produktion der Kohle auch nicht drin, die fällt da genausowenig vom Himmel - aber da waren wir ja schon. Dann rechne beim Liter Diesel nochmal 10% drauf und bei der Kohle auch nochmal ein paar %. Ändert an der Bilanz nicht viel. Und der Vergleich war ein Smart mit einem großen Auto. Bei gleich großen Autos kannst du den Verbrauch vom E-Auto auch noch etwas nach oben korregieren. Und die Heizung fehlt auch noch. Beim Verbrenner gibt´s die "umsonst" dazu. Beim E-Auto sind schnell 1-2kW zusätzlich dafür weg.
Es ging auch einfach mal um die Größenordnung, nicht um 1g CO2 mehr oder weniger. Ein E-Auto spart da einfach nichts.
Und schön dass du schonmal elektrische Fenterheber und einer Kurbel auf der Waage hattest 🙄
Ob die nötig sind lass ich mal dahingestellt, ich hab keine und mach die Fenster auch selten auf. Aber die als Ursache für den Mehrverbrauch hinzustellen ist einfach unrealistisch. Da gibt´s ganz andere Dinge die Gewicht und Energieverbrauch bringen. Insbesondere die ganzen Sicherheitssysteme. Von der stabilen Karosserie über größere Bremsen bis zu teils 10 Airbags, ... nur wollen wir wirklich darauf verzichten?
Bei Sicherheit: Masse ganz eindeutig und ohne jeden Zweifel ja, von Impulserhaltung hast du schonmal gehört? Zwei Autos mit 50 gegeneinander, das eine ein leichtes E-Auto mit 750kg, das andere eine Mittelklasse mit 1500kg. Nach dem Crash bewegen sich beide mit rund 17km/h in Fahrtrichtung des schwereren Autos. Der im leichten Auto muss auf dem gleichen Verformungsweg 67km/h Geschwindigkeitsänderung verkraften, der im schwereren Auto lediglich 33km/h! Die Insassenbelastung im doppelt so schweren Auto ist also gerade mal ein Viertel so hoch. Die Geschwindigkeiten hängen nur von der Massenverteilung ab.
Gruß Meik
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Zitat:
Original geschrieben von Meik´s 190er
Zahlen was beim Öl von Quelle bis Tank verloren geht hatte ich schonmal gepostet. Beim Kraftwerk ist die Produktion der Kohle auch nicht drin, die fällt da genausowenig vom Himmel - aber da waren wir ja schon. Dann rechne beim Liter Diesel nochmal 10% drauf und bei der Kohle auch nochmal ein paar %. Ändert an der Bilanz nicht viel. Und der Vergleich war ein Smart mit einem großen Auto. Bei gleich großen Autos kannst du den Verbrauch vom E-Auto auch noch etwas nach oben korregieren. Und die Heizung fehlt auch noch. Beim Verbrenner gibt´s die "umsonst" dazu. Beim E-Auto sind schnell 1-2kW zusätzlich dafür weg.Es ging auch einfach mal um die Größenordnung, nicht um 1g CO2 mehr oder weniger. Ein E-Auto spart da einfach nichts.
Und dabei gehst du davon aus dass alles aus Kohle gewonnen wird ???
Lass diese Vergleiche einfach weg ... des ist alles aus der Luft gegriffen ...
Zitat:
Und schön dass du schonmal elektrische Fenterheber und einer Kurbel auf der Waage hattest 🙄
Ob die nötig sind lass ich mal dahingestellt, ich hab keine und mach die Fenster auch selten auf. Aber die als Ursache für den Mehrverbrauch hinzustellen ist einfach unrealistisch. Da gibt´s ganz andere Dinge die Gewicht und Energieverbrauch bringen. Insbesondere die ganzen Sicherheitssysteme. Von der stabilen Karosserie über größere Bremsen bis zu teils 10 Airbags, ... nur wollen wir wirklich darauf verzichten?
Wie gesagt, das führt zu nichts weil das Geschmackssache ist ... ich hatte Autos mit Klima und bin nur mit offenem Fenster gefahren ... weil ich lieber frische Luft und Wind mag als stehende Kälte ... (liegt wohl auch daran dass ich fast nur Überland fahre und selten im Stau stehe)
Die Heizung ... naja, im Winter is das eine schöne Aussage dass man da die Heizung "umsonst" bekommt ... aber im Sommer ???
Es gibt nicht DAS Teil das da Gewicht macht ... es ist speziell die Summe an "Kleinigkeiten" ... und ich kann mir nicht vorstellen dass ein vernünftiges, sicheres und halbwegs komfortabeles Auto zwangsläufig 1500kg wiegen muss !!??
Zitat:
Bei Sicherheit: Masse ganz eindeutig und ohne jeden Zweifel ja, von Impulserhaltung hast du schonmal gehört? Zwei Autos mit 50 gegeneinander, das eine ein leichtes E-Auto mit 750kg, das andere eine Mittelklasse mit 1500kg. Nach dem Crash bewegen sich beide mit rund 17km/h in Fahrtrichtung des schwereren Autos. Der im leichten Auto muss auf dem gleichen Verformungsweg 67km/h Geschwindigkeitsänderung verkraften, der im schwereren Auto lediglich 33km/h! Die Insassenbelastung im doppelt so schweren Auto ist also gerade mal ein Viertel so hoch. Die Geschwindigkeiten hängen nur von der Massenverteilung ab.
Gruß Meik
Schon wieder die selbe Rechnung dazu hab ich mich oben schon geäußert !!
Noch mal ... wenn deine Autos aber jetzt 375kg zu 750kg (einfach jeweils die Hälte) wiegen und ebenfalls aufeinander prallen ... was ändert sich dabei ??? Rechnerisch garnichts ... wie gesagt, bei diesen Beispielen geht es nur um das Verhältnis aber nicht um die absoluten Massen ...
Das Problem seh ich auch schon lange ... die schweren SUVs erkaufen sich einen Teil ihrer Sicherheit auf kosten der leichten Fahrzeuge !!!
Was stört dich an meiner Rechnung? Dass sie nicht zu deiner Milchmädchenrechnung passt? Zeigt doch erstmal wo vorrangig was getan werden muss: Sprit sparen und die alten Kohlekraftwerke ersetzen. Dann erst fängt ein E-Auto an auch in der Umweltbilanz einen richtigen Fortschritt zu machen. Alles andere ist der Versuch sich die eigene Lösung schönzurechnen.
Und ja, die einzig sinnvolle Frage ist die: Regenerativen Strom zum Laden von E-Autos nutzen vs. Regenerativen Strom zum Abschalten von Kohlekraftwerken nutzen. Wozu setzt man den am sinnvollsten ein?
Das ist das gleiche wie die Milchmädchenrechnung bei heutigen Ökostromverbrauchern. Schön dass man selber sagen kann man habe nur Ökostrom. Am Ende verteilt sich der gleiche Strommix nur anders, dafür bekommen andere halt mehr Kohle- oder Atomstrom. Ändern können wir erst was wenn soweit in regenerativen Strom investiert wird und Speicher- sowie Verfügbarkeitsprobleme gelöst sind dass die alten Kohleklötze endlich abgeschaltet werden. Aber was passiert? Es werden noch neue Braunkohlekraftwerke gebaut 🙁
Plug-In-Hybride hätten hier noch einen immensen Vorteil: Man könnte sie als Puffer im Stromnetz nutzen. Sie können auch ohne Aufladung am Netz fahren und sind daher nicht darauf angewiesen. Man könnte sie aber über ein Steuersignal als Puffer nutzen. Wenn grad viel Wind weht wird der Überschuss halt zum Laden der Autos genutzt. Wenn nicht fahren die halt mit ihrem bordeigenen Verbrenner.
Das Problem an der Masse ist zweierlei: Zum einen fährt viel zu viel mit hohen Gewichten rum, sprich rein aufgrund des Massenverhältnisses würde ich mich momentan nicht in ein 750kg-Auto setzten. Das andere Problem ist wie man Gewicht spart ohne technische oder umwelttechnische Einschränkungen hinzunehmen. Die Betrachtung auf Gewicht und Verbrauch ist da ziemlich kurzsichtig. Nehmen wir mal als Beispiel Alu oder Carbon. Alu braucht in der Produktion deutlich mehr Energie als Stahl. Größenordnungsmäßig geht man aktuell davon aus dass es etwa ein Nullsummenspiel ist, sprich das was das Mindergewicht gegen Stahl im Betrieb einspart ist etwa das was es in der Produktion mehr kostet. Carbon ist da noch schlimmer, ganz abgesehen von den Kosten. Energieaufwendig in der Herstellung und derzeit nahezu nicht recycling- oder reparaturfähig. Sprich auch nicht das Allheilmittel. Zumal die meisten Leute auch schlicht rechnen. 1l weniger Verbrauch sind selbst bei 2,50€ Spritpreis gerade 2500€ auf 100tkm die ein Auto mehr kosten dürfte. Abzüglich Steuer, Entwicklung, Nebenkosten, ... darf das Auto in der Produktion keine 1000€ teurer werden. Das ist der Punkt den ich im anderen Thread schon zum Thema Steuer geschrieben habe. Da muss einfach ggf. halt über eine angepasste Mehrwertsteuer beim Kauf mehr Einfluß auf die Fahrzeugwahl getroffen werden. Wer 50t€ für eine neue E-Klasse ausgibt schert sich nicht um 2,5€ Spritpreis oder 1l mehr oder weniger.
Und so mal eben beim Auto zu sparen wird auch schwer. Worauf verzichtet man? Außerorts ohne Klima? Zum einen eine unerträgliche Geräuschkulisse und Wind im Auto, zum anderen kostet ein offenes Fenster auch Sprit. Und neben dem Komfort trägt sie nicht unerheblich zur Sicherheit bei. ABS oder gute Bremsen? Vernünftige Knautschzone wo man auch gegen ein schwereres Auto noch Überlebenschancen hat?
Problem ist doch das wir am liebsten alles hätten. Eine S-Klasse zum Kleinwagenpreis mit 2,5 Litern Verbrauch.
Gruß Meik
Zitat:
Original geschrieben von Meik´s 190er
Was stört dich an meiner Rechnung? Dass sie nicht zu deiner Milchmädchenrechnung passt? Zeigt doch erstmal wo vorrangig was getan werden muss: Sprit sparen und die alten Kohlekraftwerke ersetzen. Dann erst fängt ein E-Auto an auch in der Umweltbilanz einen richtigen Fortschritt zu machen. Alles andere ist der Versuch sich die eigene Lösung schönzurechnen.Und ja, die einzig sinnvolle Frage ist die: Regenerativen Strom zum Laden von E-Autos nutzen vs. Regenerativen Strom zum Abschalten von Kohlekraftwerken nutzen. Wozu setzt man den am sinnvollsten ein?
Das ist das gleiche wie die Milchmädchenrechnung bei heutigen Ökostromverbrauchern. Schön dass man selber sagen kann man habe nur Ökostrom. Am Ende verteilt sich der gleiche Strommix nur anders, dafür bekommen andere halt mehr Kohle- oder Atomstrom. Ändern können wir erst was wenn soweit in regenerativen Strom investiert wird und Speicher- sowie Verfügbarkeitsprobleme gelöst sind dass die alten Kohleklötze endlich abgeschaltet werden. Aber was passiert? Es werden noch neue Braunkohlekraftwerke gebaut 🙁
Plug-In-Hybride hätten hier noch einen immensen Vorteil: Man könnte sie als Puffer im Stromnetz nutzen. Sie können auch ohne Aufladung am Netz fahren und sind daher nicht darauf angewiesen. Man könnte sie aber über ein Steuersignal als Puffer nutzen. Wenn grad viel Wind weht wird der Überschuss halt zum Laden der Autos genutzt. Wenn nicht fahren die halt mit ihrem bordeigenen Verbrenner.
Das Problem an der Masse ist zweierlei: Zum einen fährt viel zu viel mit hohen Gewichten rum, sprich rein aufgrund des Massenverhältnisses würde ich mich momentan nicht in ein 750kg-Auto setzten. Das andere Problem ist wie man Gewicht spart ohne technische oder umwelttechnische Einschränkungen hinzunehmen. Die Betrachtung auf Gewicht und Verbrauch ist da ziemlich kurzsichtig. Nehmen wir mal als Beispiel Alu oder Carbon. Alu braucht in der Produktion deutlich mehr Energie als Stahl. Größenordnungsmäßig geht man aktuell davon aus dass es etwa ein Nullsummenspiel ist, sprich das was das Mindergewicht gegen Stahl im Betrieb einspart ist etwa das was es in der Produktion mehr kostet. Carbon ist da noch schlimmer, ganz abgesehen von den Kosten. Energieaufwendig in der Herstellung und derzeit nahezu nicht recycling- oder reparaturfähig. Sprich auch nicht das Allheilmittel. Zumal die meisten Leute auch schlicht rechnen. 1l weniger Verbrauch sind selbst bei 2,50€ Spritpreis gerade 2500€ auf 100tkm die ein Auto mehr kosten dürfte. Abzüglich Steuer, Entwicklung, Nebenkosten, ... darf das Auto in der Produktion keine 1000€ teurer werden. Das ist der Punkt den ich im anderen Thread schon zum Thema Steuer geschrieben habe. Da muss einfach ggf. halt über eine angepasste Mehrwertsteuer beim Kauf mehr Einfluß auf die Fahrzeugwahl getroffen werden. Wer 50t€ für eine neue E-Klasse ausgibt schert sich nicht um 2,5€ Spritpreis oder 1l mehr oder weniger.
Und so mal eben beim Auto zu sparen wird auch schwer. Worauf verzichtet man? Außerorts ohne Klima? Zum einen eine unerträgliche Geräuschkulisse und Wind im Auto, zum anderen kostet ein offenes Fenster auch Sprit. Und neben dem Komfort trägt sie nicht unerheblich zur Sicherheit bei. ABS oder gute Bremsen? Vernünftige Knautschzone wo man auch gegen ein schwereres Auto noch Überlebenschancen hat?
Problem ist doch das wir am liebsten alles hätten. Eine S-Klasse zum Kleinwagenpreis mit 2,5 Litern Verbrauch.
Gruß Meik
Du holst schon wieder in alle Richtungen aus ... auf was willst du jetzt genau hinaus ??
Mir ging es darum:
E-Auto ist nicht gleich umweltschädlich.
Leichtes Auto ist nicht gleich unsicher.
Erst mal zur Umwelt, keiner kann mir hier Zahlen nennen die das E-Auto also "Umweltsünder" ausweisen !!
Nur hier und da mal ein gerechneter Brocken oder Ansatz ... nichts was komplett durchgedacht und gerechnet ist.
Und bei der Sicherheit ... dabei fällt auf, dass die Autos mit hoher masse "das Problem" an der ganzen Rechnung sind ... somit könnte man also sagen, schwere Autos machen leichte Autos unsicher ... es ist also nicht der Leichtbau der das Auto grundsätzlich unsicher macht.
Ich sag leichtes Auto ... du willst auf nichts verzichen und lieber auf Carbon und Alu ausweichen ... davon hab ich nicht geredet !!
Wenn du meine Rechnung nicht nachvollziehen kannst - dein Problem 🙄
Die Verbrauchswerte, CO2-Ausstöße etc. kommen nicht von mir, aber das sind die Werte mit denen wir HEUTE rechnen müssen.
Recht hast du dagegen mit der Behauptung leichtes Auto wird unsicher durch die schweren Autos. Nur die haben wir zu Millionen auf der Straße. Und daher will ich mich ehrlichgesagt nicht in ein 750kg-Auto setzen, ganz einfach. Vor allem sehe ich da wenig Grund zu. Autos wie ein Prius, Golf bluemotion und Co. zeigen eine gute Alternative. CO2 auf dem Niveau eines kleinen Elektroautos bei Sicherheit, Nutzwert und Komfort eines klassischen vollwertigen Autos.
Worauf du noch nicht geantwortet hast ist worauf du bei leichten Autos verzichten willst. Komfort? Sicherheit? Glaubst du dann kauft noch einer das Auto? Dann kauf dir doch ein City-El. Keine 500kg, sparsam, keinerlei Komfortextras, ... ist doch genau das was du suchst. 😉
Da ich (leider) doch einige Stunden pro Jahr in der Blechkiste verbringe bevorzuge ich schlicht ein Auto mit etwas Komfort und anständiger Sicherheit. Schöner Vergleich (nicht von mir): Ich sitz zuhause auch im Sofa und nicht auf einer Holzkiste.
Also wo soll der Weg hingehen? E-Autos kaufen und noch ein Braunkohlekraftwerk bauen?
Worauf ich hinaus will sollte doch seit zig Posts klar sein: E-Autos sind bei heutiger Stromerzeugung keine Alternative. Die (überwiegende) Energieerzeugung im Fahrzeug selber ist vom Wirkungsgrad her einfach besser und man hat nicht die Nachteile eines E-Autos wie Reichweite, Batteriekosten und Stromerzeugung. Sinnvolle Ergänzung wäre dann die Hybridakkus noch als Puffer ins Stromnetz zu hängen, daran hapert es da ja noch. Und die Akkus in den Autos sind ja da, sprich da wäre fast null zusätzlicher Aufwand.
Gruß Meik
Ist ein bisschen wie die Henne und das Ei 🙄
Also die Autos sind nicht so gross und schwer geworden damit sie sicherer sind, sondern es wurden immer mehr technische Zusatzfunktionen, die teilweise der Sicherheit dienen aber auch zum grössenteil Komfortorientiert sind, ins Auto integriert. Manche wie die Airbags, am Anfang nur einer oder zwei, inzwischen 6 bis 8 dienen der Sicherheit andere sind mehr Komfortorientiert und haben fast gar nichts mit Sicherheit zu tun: Navi, Telefon, Sitzheizung...
Momentan werden die Autos erstmal schwerer, durch Hybrid Antrieb/Batterien und andere neue Konzepte die ausprobiert werden müssen. In der Zukunft werden die Autos jedoch leichter werden müssen, und das werden sie auch. Der momentane Speckgürtel ist nur da um eine Technologiestufe zu erklimmen, dann wird wieder abgespeckt.
Carbon oder Alu können dabei nicht wirklich helfen, das ist praktisch so als wenn ein Mann über ein Jahrzehnt zunimmt und sich dann einen edlen Designer Anzug kauft um besser auszusehen, anstatt sein Leben umzustellen -> sprich abzunehmen und gesünder zu leben, sport treiben usw.
Unsere Autos haben angesetzt und mindestens 1/3 davon sollten sie wieder loswerden, nicht von heute auf morgen aber innerhalb der nächsten Autogenerationen. Plötzlich wird auch ein Auto mit weniger als 200 PS wieder sportlich wirken, der Verbrauch geht bei gleichen Motoren zurück, natürlich sinken auch die CO2 Werte mit und ja wenn alle auf leichtere bzw. kleinere Fahrzeuge umsteigen dann wirkt es sich auch nicht negativ auf Unfälle aus. Diese sind ja nur so schlimm wenn ein Audi Q7 auf einen Fiat Panda trifft. Wenn ein Mini Cooper einen Unfall mit einen Fiat 500 hat, dürfte das gar nicht mal so schlimm sein.
Zitat:
Original geschrieben von Meik´s 190er
Wenn du meine Rechnung nicht nachvollziehen kannst - dein Problem 🙄Die Verbrauchswerte, CO2-Ausstöße etc. kommen nicht von mir, aber das sind die Werte mit denen wir HEUTE rechnen müssen.
Ja, deine Rechung ist nicht falsch ... aber sie ist eben höchstens ein Viertel von dem was berücksichtigt werden muss !!
Zitat:
Recht hast du dagegen mit der Behauptung leichtes Auto wird unsicher durch die schweren Autos. Nur die haben wir zu Millionen auf der Straße. Und daher will ich mich ehrlichgesagt nicht in ein 750kg-Auto setzen, ganz einfach. Vor allem sehe ich da wenig Grund zu. Autos wie ein Prius, Golf bluemotion und Co. zeigen eine gute Alternative. CO2 auf dem Niveau eines kleinen Elektroautos bei Sicherheit, Nutzwert und Komfort eines klassischen vollwertigen Autos.
Worauf du noch nicht geantwortet hast ist worauf du bei leichten Autos verzichten willst. Komfort? Sicherheit? Glaubst du dann kauft noch einer das Auto? Dann kauf dir doch ein City-El. Keine 500kg, sparsam, keinerlei Komfortextras, ... ist doch genau das was du suchst. 😉
Auf Komfort will ich verzichten ... dabei geleichzeitig aber an Sportlichkeit und Sauberkeit gewinnen (ich will kein hässliches Öko-Verzichtaut) ... das "klassische" Autodesign will ich übern Haufen schmeißen ... und das ganze per E-Motor dann antreiben und bremsen (dann kanns auf die Brems am Ende doch noch fast verichten 😉 )
Ein Prestigeobjekt soll es werden (anders Lassen sich die leute nicht Locken) ... ein BMW M3 CSL-E(lektro) Coupe ... soll auch nicht billig sein ... vollwertiges Alltagsauto mit sportlichen Fahreigenschaften und ein wenig Restkomfort ... und das Gewichtssparen hilft dem Verbrauch, dem Verschleiß, Energiesparen bei der Herstellung, Rostoffe sparen, und dazu is es auch noch sportlicher ... der Komfort geht hald dann ein wenig verloren ... aber was soll das auch ...
Zitat:
Da ich (leider) doch einige Stunden pro Jahr in der Blechkiste verbringe bevorzuge ich schlicht ein Auto mit etwas Komfort und anständiger Sicherheit. Schöner Vergleich (nicht von mir): Ich sitz zuhause auch im Sofa und nicht auf einer Holzkiste.
Wenn Du die Couch ständig mit dir rumtragen müsstest, würdest du lieber die Holzkiste nehmen !!!
Und das Auto ist nun mal kein statischer Gegenstand sonder wird bewegt ... wie wäre es denn mit einem leichten Klappliegestuhl 😉 ??
http://blog.windharp.de/uploads/liegestuhl_obi.jpgZitat:
Also wo soll der Weg hingehen? E-Autos kaufen und noch ein Braunkohlekraftwerk bauen?
Worauf ich hinaus will sollte doch seit zig Posts klar sein: E-Autos sind bei heutiger Stromerzeugung keine Alternative. Die (überwiegende) Energieerzeugung im Fahrzeug selber ist vom Wirkungsgrad her einfach besser und man hat nicht die Nachteile eines E-Autos wie Reichweite, Batteriekosten und Stromerzeugung. Sinnvolle Ergänzung wäre dann die Hybridakkus noch als Puffer ins Stromnetz zu hängen, daran hapert es da ja noch. Und die Akkus in den Autos sind ja da, sprich da wäre fast null zusätzlicher Aufwand.
Gruß Meik
Weg vom Öl ... hin zu Elektro und Leichtbau mit weniger Protz und mehr Vernunft und Bescheidenheit ... trotzdem schick, einfach, schnell, leise und praktisch ... und gleichzeitig regenerative Energien ausbauen ... die Sind zwar teuer, aber die Gelder die jetzt in Richtung Süd-Östen fließen bleiben dann im Land und gehen zu Windkraftherstellern, Solarfirmen, Biogasanlagen und von mir aus auch gern in die Fusionsforschung (etwas viel Idealismus, aber da muss die Politik vieleicht ein bisschen die Weichen stellen) ... 😎
Das mit den Pufferakkus kannst du in der Praxis eher vergessen ... denn kein Mesch hängt sein eventuell volles Fahrzeug an die Dose wenn er danach ein leeren Akku hat (wenn es ungünstig rausläuft) ... so sozial is nun mal niemand !!!
Zitat:
Original geschrieben von mhaas
Ist ein bisschen wie die Henne und das Ei 🙄
Also die Autos sind nicht so gross und schwer geworden damit sie sicherer sind, sondern es wurden immer mehr technische Zusatzfunktionen, die teilweise der Sicherheit dienen aber auch zum grössenteil Komfortorientiert sind, ins Auto integriert. Manche wie die Airbags, am Anfang nur einer oder zwei, inzwischen 6 bis 8 dienen der Sicherheit andere sind mehr Komfortorientiert und haben fast gar nichts mit Sicherheit zu tun: Navi, Telefon, Sitzheizung...Momentan werden die Autos erstmal schwerer, durch Hybrid Antrieb/Batterien und andere neue Konzepte die ausprobiert werden müssen. In der Zukunft werden die Autos jedoch leichter werden müssen, und das werden sie auch. Der momentane Speckgürtel ist nur da um eine Technologiestufe zu erklimmen, dann wird wieder abgespeckt.
Carbon oder Alu können dabei nicht wirklich helfen, das ist praktisch so als wenn ein Mann über ein Jahrzehnt zunimmt und sich dann einen edlen Designer Anzug kauft um besser auszusehen, anstatt sein Leben umzustellen -> sprich abzunehmen und gesünder zu leben, sport treiben usw.
Unsere Autos haben angesetzt und mindestens 1/3 davon sollten sie wieder loswerden, nicht von heute auf morgen aber innerhalb der nächsten Autogenerationen. Plötzlich wird auch ein Auto mit weniger als 200 PS wieder sportlich wirken, der Verbrauch geht bei gleichen Motoren zurück, natürlich sinken auch die CO2 Werte mit und ja wenn alle auf leichtere bzw. kleinere Fahrzeuge umsteigen dann wirkt es sich auch nicht negativ auf Unfälle aus. Diese sind ja nur so schlimm wenn ein Audi Q7 auf einen Fiat Panda trifft. Wenn ein Mini Cooper einen Unfall mit einen Fiat 500 hat, dürfte das gar nicht mal so schlimm sein.
So seh ich das auch, das ganze ist nämlich eine Spirale nach unten !!!
Heute wiegt eine Karosse um die 300-400kg ... und die ist nur so schwer weil sie eben ein Systemgewicht von 1500-1600kg verkrafen muss !!! Wenn man nun annimmt dass das am ende nur 800kg werden ... kann man die Karosse schon mal auf 200-300kg runterdrücken ohne dass sich was verschlechtert. Dann kann der Akku auch kleiner ausfallen, dieser wird somit auch wieder leichter und verringert das Systemgewicht weiter ... dadurch kann man kleiner Motoren nehmen (bzw auf die Bremsen verzichten und mit dem Motor bremsen) ... dann lässt man den ganzen Komfortdreck noch weg und man ist noch leichter ... dadurch kann man wieder an Akku sparen -> noch leichter ...
Und am Ende reichen 200-400kW um das Ding an der Haftgrenze zu Beschleunigen (und auch zu Verzögern) ... und das ganz ohne Bremsen ...
Und sich seinen Lexus LS 600h nun mit Hybrid zu bestellen nur um das Gewissen zu Beruhigen und weiterhin mit seiner "alten Couch" durch die Welt zu reisen halt ich für absolut rücksichtslos und weit weniger nachhaltig als es ein von mir beschriebenes E-Auto überhaupt sein kann !!!
Ja klar, mal eben einen 400kW-Motor ins E-Auto und allen Komfort weglassen - schöne Träumerei 🙄
Guck dir alleine an wie viele aktuelle "Sparautos" wie ein Prius verkauft werden gegen das was weiterhin an "normalen" Autos verkauft wird und du kannst dir die Marktchancen ausrechnen. Was wir brauchen sind keine Träumereien sondern Konzepte die nach und nach den Weg gehen ohne Komfort- und Sicherheitseinbußen. Es wird gehen, davon bin ich überzeugt. Aber lieber einen gangbaren Schritt nach dem anderen als einen riesigen Schritt und dabei auf die Nase fallen.
Guck dir die Marktentwicklung an: Vor 10 Jahren waren Sparmodelle von Golf ecomatic über den 3l-Lupo usw. Ladenhüter. Heute sind die bluemotion-Modelle oder ein Toyota Prius zumindest in kleinem Rahmen schon akzeptierte und gefraget Modelle am Markt. Hier konsequent weitergehen und nebenher erstmal die Probleme in der Stromerzeugung lösen, dann sind wir langfristig auf einem guten und vor allem gangbaren Weg. Für Riesenschritte haben wir einfach noch zuviel Öl, Kohle und Co. auf unserem Planeten. Wenn wir es nicht verbrauchen tun es die Chinesen, Inder oder sonstwer. Ansonsten wären viele Stadt- und Zweitwagen längst City-Els und Co. Sparsam, leicht und platzsparend. Mehr Transportbedarf hat kaum einer in der Stadt, trotzdem kauft die kaum einer.
Die Menschheit besteht halt aus Dünnbrettbohrern - wozu aufwendige neue Technik wenn das einfache doch noch da ist. Kurzsichtig? Klar! Und spätestens beim Blick auf das Bankkonto endet bei 99% der Menschen der Umweltschutz. Alles andere wäre reichlich naiv gedacht.
Gruß Meik
Zitat:
Original geschrieben von Meik´s 190er
1. Ich hab auch schon zig anderslautende Studien in der Hand gehabt. 😉2. Und nun? Solange soviel Strom aus Braunkohle erzeugt wird sind die Bemühungen weit wichtiger diese endlich durch umweltfreundlichere Kraftwerke zu ersetzten als irgendwelche E-Autos zu laden.
Hallo Meik,
ich bin absolut interessiert, weitere Studien zu dem Thema mal zu sehen bzw. zu lesen. Wenn Du was hast, wäre ich für eine copy oder einen Link sehr dankbar!
Zum 2. Punkt: Es ist nicht die Frage des entweder-oder, es ist die Frage der Kombination, und dann der Reihenfolge.
Wenn Du das Steve Specker-Video schaust, verstehst Du die Abfolge, in der es offenbar nur laufen kann:
- Alternative Energien brauchen noch xx Jahre, bis sie in entsprechender Größe Strom liefern
- CO2-Speicherung in der Erde brauch noch xx Jahre, bis es in "Serie" einsetzbar ist angedockt an die Kraftwerke
- Elektr. Mobilität ist der am schnellsten umsetzbare Schritt, die CO2-Reduktion anzufangen - da alle anderen Wege, die auch beschritten werden (müssen), deutlich langfristiger zu wirken beginnen.
Das mal nur in meinen -laienhaften- Worten. Das ist ja gerade die Erkenntnis der letzten Jahre, dass sie an allen Ebenen gleichzeitig ansetzen müssen (Erzeugung, Energieeffizienz ("Smart grid" -> das E-Auto erkennt selbst, dass es morgen um 10 die Akkus laden sollte, weil für dann starker Wind angekündigt ist; sowie Energieverbrauch durch Mobilität; elektrische).
Das Neue und Ungewohnte daran ist, dass Regierung, Unternehmen, Energieversorger und Non-Profit-Organisationen (z.B. Umweltverbände) dazu eine gemeinsame Vorgehensweise abstimmen und umsetzen müssen. Das sind sie nicht gewohnt, und fangen offenbar erst gerade damit an. Das kann man an den Initiativen und Konferenzbeiträgen in Californien sehr schön ablesen und kriegt da ein Gespür für die Vernetzung der verschiedenen Wege.
Noch ein Beispiel aus dem stark propagierten Plan des US_Milliardärs T.Boone Pickens, dessen Videointerviews ebenfalls sehr interessant sind:
http://www.pickensplan.com/?...
Durch regenerative Energien kann man ca. 20% der US-Energieerzeugung (die derzeit durch Erdgas erfolgt) ersetzen.
Diese frei werdenden 20'% (einheimisches) US-Erdgas kann man in Mobilität stecken, und dafür die derzeitigen jährlichen Erdöl-Importe von 700 MRD ! USD pro Jahr
um 38% reduzieren. Auch hier siehst Du den Zusammenhang von Energieerzeugung, Mobilität, Umwelt, nationaler Autonomie und Sicherheit.
Es ist ein "Bündel", bei dem jeder einzelne seine Rolle spielen muss (Regen. Energie, E-Auto etc.)
Zitat:
Original geschrieben von Meik´s 190er
Ja klar, mal eben einen 400kW-Motor ins E-Auto und allen Komfort weglassen - schöne Träumerei 🙄
Was ist daran Träumerei bitte ??
Man kann das Ding ja für den Fortrieb drosseln ... wäre eben die Leistung die nötig is für die Verzögernung ??
Und was spricht prinzipiell denn gegen 400kW ??
Schau dir mal den Radnabenmotor Mini an ... der hat 300kW und dazu ist auch noch der Motorraum leer.
Du hast gern lieber alles doppelt an Bord ... Benzintank, Akkus, E-Motor, Benzinmotor und mechnanische Bremsen ... wie wärs da lieber mit einem (oder mehreren) starken E-Motoren und dazu Akkus ... und schluss !!
Ich will nicht jegleichen Komfort weglassen ... aber abspecken ist nötig ... und zwar ordentlich!!
Warm, leise und bequem ... vieleicht noch mit Musik ... alles andere hat in einem Auto eigentlich nicht verloren ...
Zitat:
Guck dir alleine an wie viele aktuelle "Sparautos" wie ein Prius verkauft werden gegen das was weiterhin an "normalen" Autos verkauft wird und du kannst dir die Marktchancen ausrechnen. Was wir brauchen sind keine Träumereien sondern Konzepte die nach und nach den Weg gehen ohne Komfort- und Sicherheitseinbußen. Es wird gehen, davon bin ich überzeugt. Aber lieber einen gangbaren Schritt nach dem anderen als einen riesigen Schritt und dabei auf die Nase fallen.
Der Prius war auch ein großer Schritt ... man hätte ja auch Systeme wie BMW erst mal verwenden können ... hat man aber nicht, und trotzdem hat es funktioniert !!
Übrigens find ich gerade die Verkaufszahlen des Prius als Bestätigung dass sich so ein Auto verkaufen lässt !!
Zitat:
Guck dir die Marktentwicklung an: Vor 10 Jahren waren Sparmodelle von Golf ecomatic über den 3l-Lupo usw. Ladenhüter. Heute sind die bluemotion-Modelle oder ein Toyota Prius zumindest in kleinem Rahmen schon akzeptierte und gefraget Modelle am Markt. Hier konsequent weitergehen und nebenher erstmal die Probleme in der Stromerzeugung lösen, dann sind wir langfristig auf einem guten und vor allem gangbaren Weg. Für Riesenschritte haben wir einfach noch zuviel Öl, Kohle und Co. auf unserem Planeten. Wenn wir es nicht verbrauchen tun es die Chinesen, Inder oder sonstwer. Ansonsten wären viele Stadt- und Zweitwagen längst City-Els und Co. Sparsam, leicht und platzsparend. Mehr Transportbedarf hat kaum einer in der Stadt, trotzdem kauft die kaum einer.
Das will keiner ... soviel is klar !!
Und warum der 3L gescheitert ist wurd hier auch schon tot diskutiert ... es lag sicher nicht daran dass er umweltfreundlich und sparsam war ...
Ich vesteh diese Argument bis heute nicht "erst Strom, dann Auto" ... das hört sich für mich immer so an als wären das die selben Ingenieure ... und die hätten eben nicht Zeit sich um beides gleichzeitig zu kümmern ... wieso nicht den Strom umstellen, Forschen usw ... und paralell dazu schon mal mit die ersten E-Autos Erfahrungen sammeln, Leichtbau, Heizung, alle Agregate sparsamer machen usw ...
Warum kann man mit den Tests erst anfangen wenn der Strom zu 100% Öko ist ????
Außerdem sagst du so einem Auto ja eh kaum Marktchancen voraus ... bedeutet also auch dass kaum welche rum fahren werde und somit auch kaum Strom verbrauchen ...
Zitat:
Die Menschheit besteht halt aus Dünnbrettbohrern - wozu aufwendige neue Technik wenn das einfache doch noch da ist. Kurzsichtig? Klar! Und spätestens beim Blick auf das Bankkonto endet bei 99% der Menschen der Umweltschutz. Alles andere wäre reichlich naiv gedacht.
Gruß Meik
Und warum sollten diese "Dünnbrettbohrer" denn eigentlich keine E-Auto haben wollen ???
Heute werden auch BMWs, Audis und Benze gekauft ... und zwar sicher nicht weil die so günstig sind ...
Und noch mal, ein 400kW Auto ist sicher ein langweiliges Ökomobik ... denn das verkauft sich so erst mal nicht, soviel is mir auch klar !!
Wie wärs denn wenn wir hier einfach mal eine Umfrage starten ... wer so ein Auto kaufen würde und was es kosten darf ... am besten nicht im "alternativ" Forumsteil, denn da sind zu viele Ökos 😉 (ist also nicht representativ)
Wer in Gottes namen braucht denn ein 400 kw Auto?!?
Das sind gut über 550 PS! Würde ich mir nicht kaufen weil mir das viel zu viel ist!
150 kw reichen mir satt, das ist nämlich so in etwa was mein 3 Liter V6 Ford Taurus hat...
Selbst 100 kw wären noch ganz annehmbar.
Also ein Auto mit 400 kw nennne ich nicht gerade "abspecken"....