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CLK 230 K .. welcher Chiptuningsatz ist der beste ???

Themenstarteram 2. November 2002 um 18:08

Hallo,

es gibt ja 1000-de Anbieter von Chiptuningsätzen...und jeder macht (teilweise) etwas anderes....der eine ändert nur den Chip...der zweite spendiert noch einen Sportluftfilter...oder gar Ladeluftkühler...und der dritte bietet gleich 3 verschiedene Chiptuningsätze an....aber WAS IST DENN NUN WIRKLICH ZU EMPFEHLEN ?

Hat jemand eigene Erfahrungen gesammelt und kann einen Hersteller/Lieferanten (Internetadresse ???) wirklich empfehlen ?

..wenn ja, her damit...*grins*...denn ich bin (bei DEM riesigen Angebot) wirklich verwirrt...auch reichen die Preise angefangen von 599 EUR ...bis ueber 2500 EUR...aber was lohnt sich wirklich und worauf ist zu achten ?

DANKE im voraus für ernstgemeinte Antworten !

Ciao

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19 Antworten

Das ist genau das was ich meine , hier wird nur der ladedruck erhöht und das geht auf den Lader , ob mit oder ohne Umtauschrecht!

CU

Marc

Ok. Aber jetzt was anderes.

Der Kompressor wird ja vom Keilriemen angetrieben.

Serienmäßig hat die Antriebsscheibe 220mm Durchmesser.

Spricht jetzt irgendwas dagegen da einfach eine kleinere Antriebsscheibe drauf zu machen? Dadurch würde sich der Kompressor schneller drehen.

Oder ist der Komp für höhere Drehzahlen nicht ausgelegt.

Wird das bei den Tuner gemacht? Wenn ja, welcher Durchmesser ist erlaubt ohne den Kompresssor zu überdrehen?

Entschuldigung ich habe deinen Beitrag nicht gründlich gelesen. Du schreibst ja dass die Kompressorübersetztung geändert wird. Du schreibst aber von einer 220 mm Scheibe.

Ich werde heute abend zur sicherheit noch mal nachschauen aber an meinem ist eine 220er scheibe.

Wenn ich eine kleinere Scheibe draufbaue kann das sie Spanneinrichtung ausgleichen oder brauche ich dann einen kürzeren Riemen?

Zitat:

Original geschrieben von 230er

Hallo

zu eurer Frage Chip Tuning für 230K Motor

schaut doch mal bei www.powertec.at vorbei.

Was meint ihr dazu. ICh finde das 1 Monatige Umtauschrecht und die Garantie super.

Ich bin auf eure Meinungen gespannt.

Super, die bieten sogar für 15 Jahre alte Audis mit 90 PS nen Chip an. Alles der selbe Preis. Und v.A. haben die echt lustige Verbrauchsangaben. Vorher und nachher.

Aber sag mir trotzdem Bescheid wenn du dir dort nen Chip geholt hast. Evtl. ist`s ja `n Geheimtipp :D:D:D

SLK 230: Tuning-Vergleich Vaeth/Nowack

 

Habe mittlerweile zwei SLK 230 K tunen lassen, beides pre-facelift (BJ 1999 und 2000), einen Schaltwagen bei Vaeth in Aschaffenburg und einen Automatikwagen bei Nowack in Kamp-Lintfort. Da im CLK 230 K der gleiche Motor verbaut wird wie im SLK, kann man meine Erfahrungen sicherlich ungefähr übertragen.

Väth ist ein Mercedes-Spezialist, der seinen Betrieb selbst ziemlich jovial führt. Er scheint ursprünglich am meisten von mechanischem, klassischem Motorentuning zu verstehen, die Ausrüstung seiner Werkstatt deutet darauf hin. In Hinsicht auf seine Vorstellungen, was man dem mechanischen Aufbau eines Motors zumuten darf, scheint mir das eine Empfehlung zu sein.

Die Väth-Daten sind in anderen Postings zur Genüge aufgelistet worden. Man fährt nach Anmeldung nach Aschaffenburg (Zeit einplanen - auf der A3 vor Hösbach ist immer Stau) und bekommt dann den Motor tatsächlich binnen drei oder vier Stunden umgebaut. Meister Väth hat uns in seiner Werkstätte selbst herumgeführt - recht persönlich das ganze. Meine Frage, warum denn der Umbau Super-Plus benötige wurde allerdings ein wenig merkwürdig mit "weil sonst der Kompressor auseinanderfliegt" beantwortet. Das ist natürlich Quatsch, weil ein Kompressor mit dem Benzin selbst gar nichts zu tun hat. Vielleicht hat er mir aber auch einfach die nötige Sachkenntnis nicht zugetraut. Insgesamt ist der Service aber gut.

Das Tuning umfaßt die Änderung der Kompressor-Übersetzung und ein Chiptuning. Wahlweise kann man sich die rote Schmuckplatte auf dem Motorblock auch durch eine gelbe ersetzen lassen - Geschmacksfrage. TÜV-Mustergutachten und Garantie sind im Preis inbegriffen. Eine Leistungsüberprüfung vor Ort war allerdings (zumindest im Juni 2000) nicht möglich.

Nach dem Tuning ist die Leistung spürbar besser, der Motor startet problemlos auch im Winter. Das Laufgeräusch hat sich nicht wesentlich geändert. Verbrauch 0,5l höher als vorher. Volle Beschleunigung passiert allerdings nicht ganz glatt sondern mit leichtem Ruckeln - mit der Lastschlagsicherung scheint's also nicht so ganz zu klappen. Es scheint dem Motor aber nichts zu schaden. Bis auf diesen Fehler würde ich das Tuningpaket als runde Sache beschreiben, das - vielleicht klugerweise - auf das letzte PS verzichtet.

Nowack ist eigentlich ein BMW-Spezialist, ein Familienbetrieb in zweiter Generation, der Ende der Sechziger Jahre schon Hans-Jochen Stuck zu seinen Fahrern gezählt hat. Oliver Nowack beziffert auf seiner Homepage keine absoluten Leistungswerte sondern gibt Leistungssteigerungen an, die er dann auch auf einem eigenen Rollenprüfstand kontrolliert. Nominell sollten sich mit dem "großen" Tuning-Set (s.u.) 243 PS und 350 Nm erreichen lassen, wenn das Auto ursprünglich wirklich 193 PS hat. Bemerkenswerterweise wird auch auf ausdrückliche Nachfrage nur Euro-Super für den Umbau verlangt.

Die Anmeldung nimmt ein sehr zungengewandter Angestellter entgegen - ein typischer Verkäufer, bei dem man aufpassen muß, nicht unter den Tisch geredet zu werden. Nowack selbst ist ein recht spröder, noch junger Mann, der - bei meines Erachtens exzellenter Sachkenntnis - leider ziemlich rüde wird, wenn man sich unzufrieden äußert - davon später. Das große Motortuning-Set umfaßt Änderung der Kompressor-Übersetzung, Einbau eines Ladeluftkühlers, Chiptuning und Austauscheinbau eines Sportluftfilters. Leistungsprüfung vor und nach Umbau ist inbegriffen, Garantieverlängerung auf 12 Monate und TÜV-Abnahme (ein Mustergutachten, mit dem man den Wagen selbst vorstellen kann, scheint es nicht zu geben) kommen mit seinerzeit (07/2001) DM 800 extra noch auf den deutlich höheren Grundpreis drauf.

Der Umbau selbst hat von morgens bis abends deutlich länger gedauert als ursprünglich vorgesehen. Grund war der Ladeluftkühler, der nicht rechtzeitig zugeliefert worden war und von einem Mitarbeiter extra besorgt werden mußte. Die Leistungssteigerung wurde bei meinem Wagen mit 49 PS (von 188 auf 237 PS) gemessen - versprochenes Ziel also im Toleranzbereich erreicht. Weil es am Umbautag schon zu spät zur TÜV-Abnahme war, wurde die Abholung des Wagens bei mir zur gesonderten Abnahme vereinbart.

Gegen Feierabend war das Auto leider zu hastig wieder zusammengeschraubt worden - die Nebelscheinwerfer waren nicht angeschlossen, die Innenabdeckung des linken Nebelscheinwerfers war verschwunden, die Temperatursonde baumelte im Stoßfänger, die Kühlerlochblende war verkantet, und am Unterbau (Radkastenverkleidung) waren einige Schrauben vergessen worden. Alles Dinge, die ich in den Folgetagen, umständehalber weit von Kamp-Lintfort entfernt, mit einigem Zeitaufwand selbst gerichtet habe.

Die Sache mit der Abholung zum TÜV hat nicht geklappt sondern führte im Gegenteil zu einer telefonischen Auseinandersetzung mit Herrn Nowack, der mir nach mehrfach verschobenem Termin auf meine Anfrage vorhielt, ich solle mich nicht so anstellen, schließlich führe ich ja keine Saturn-V-Rakete mit Aufdruck "Getunt", mit der mich die Polizei dann an der nächsten Ecke anhalten könnte. So mußten wir nochmal nach Kamp-Lintfort fahren, wo wir den Wagen wiederum nach einigen Stunden abholen konnten. Bei dieser Gelegenheit auf den fehlerhaften Zusammenbau der Front des Wagens angesprochen, kommentierte der Verkäufer lediglich "das kommt schon mal vor"...

Zurück zur Sache: Ist der Motor warm, ist die Leistungsenfaltung tadellos, man hört den Kompressor deutlicher singen als beim Väth-Umbau. Verbrauch ca. 0,5l höher als vorher. Volle Beschleunigung ebenfalls nicht ganz glatt, allerdings sind die Rucke hier (wohl durch das Automatikgetriebe dieses Wagens) geringer ausgeprägt. Der Wagen drängt auch im fünften Gang noch recht zügig bis an die Drehzahlgrenze, auf dem Tacho stehen dann 255 km/h bei 5800 U/min. Das große und leider auch bei neuerlicher Vorstellung bei Nowack nicht gelöste Problem ist der Kaltstart.

Das Kompressortriebwerk nutzt beim Kaltstart den Lader, um zusätzlichen Sauerstoff in den Katalysator zu blasen, der sich hierdurch schneller auf Betriebstemperatur erhitzt. Je nach Außentemperatur dauert es ca. 500-1000 Meter, bis der normale Betriebszustand erreicht ist. Das Auto springt nach dem Umbau zwar problemlos an, zeigt aber in dieser (zugegebenermaßen kurzen) Startphase beim Gasgeben Fehlzündungen, die bekanntermaßen Motor und Kat schädigen können. Ich bin kein Fachmann und spekuliere deshalb lieber nicht, aber daß es besser geht, zeigt der Väth-Umbau, der dies Problem nicht hat.

Damit ist das Resultat zwiespältig: Warm ist der Nowack-Umbau der bessere Motor, er will aber mit mehr Vorsicht behandelt werden. Robuster ist der Väth-Motor. Also Geschmacksfrage, ob man mehr als das Doppelte für den Nowack-Umbau und 12-15 Mehr-PS ausgeben will. Bei dieser Frage mag die Behandlung des Kunden den Ausschlag geben: Warum über 4.000 Euro bezahlen, um sich dann vom Inhaber der Firma wie ein dummer Junge abkanzeln zu lassen.

Nachtrag: Mittlerweile habe ich eine Kaltstartprogrammierung bei Vaeth durchführen lassen - das Problem ist beseitigt, die Warmlaufeigenschaften mußten nicht geändert werden. Bei der Gelegenheit bescheinigte Vaeth dem Produkt des Konkurrenten mechanisch ordentliche Qualität - die eingesetzten Komponenten seien vergleichbar. Damit gibt es aber einen eindeutigen Testsieger: Das bessere Gesamt-Know-How haben - zumindest in diesem Fall - die Aschaffenburger bewiesen. Daß die ein Elektronik-Problem lösen, das Nowack nicht in den Griff bekommt, hätte ich nicht unbedingt gedacht.

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