C300e – kann es noch schlimmer kommen? Erfahrungsbericht meiner nächsten langen Fahrt

Mercedes C-Klasse S206

Unter "C300e - so nicht! Erfahrungsbericht meiner ersten langen Fahrt" und unter "C300e – so wirklich nicht! Erfahrungsbericht meiner zweiten langen Fahrt" hatte ich die Erfahrungen meiner ersten beiden Fahrten geschildert, die mich am C300e zweifeln ließen. So sehr, dass ich das Fahrzeug seit September 23 praktisch nur noch in der Garage stehen hatte.

Die allgemeine Unzufriedenheit mit dem C300e haben zur Bestellung einer reinen Verbrenner E Klasse (W214) geführt, den ich in wenigen Tagen abholen werde. Dabei war nicht nur die Unzuverlässigkeit meines C300e auschlaggebend, sondern auch die beengten Platzverhältnisse (Getriebe viel zu breit) als auch die viel zu hohen Abroll- und Windgeräusche schuld.

Zunächst hatte ich geplant den C300e in Zahlung zu geben, aber der erzielbare Verkaufspreis hat mich nicht nur erschaudern lassen, sondern dazu geführt, dass ich den C300e als Zweitwagen weiter nutzen wollte. Zudem hatten wohl die Monate seit der letzten Panne – klar das Auto stand ja nur in der Garage - auch dazu geführt, dass ich glaubte – oder war es hoffte? – dass Mercedes den Fehler bei der Reparatur beseitigt hatte. Aber da hatte ich die Rechnung ohne meinen C300e gemacht.

Die Kurzversion des folgenden Text lies sich so: Das Fahrzeug ist nun 647 Tage alt, somit weniger als 2 Jahre. Zurückgelegt wurden gerade 12700km, davon 4 Fahrten je 2600km – eben 2 x Portugal’s Süden <-> Süddeutschland. Auf diesen 4 Fahrten blieb das Fahrzeug dreimal stehen – ja auch jetzt wieder! Es steht nun bei einem Mercedes-Benz Händler in Barcelona, denn es lässt sich nicht wieder starten.

Was war passiert? Nun, der gleiche Fehler wie beim letzten Mal – nach ca. 400km Fahrstrecke, einen Tankstopp hatten wir ca. 75km zuvor gemacht, weshalb erkläre ich gleich – kam die Meldung: „Ohne Neustart Werkstatt aufsuchen“. Nun, wer auch immer sich diese Meldung ausgedacht hat, auch hierzu gleich mehr, hat wohl nicht bedacht, dass es möglicherweise so sein könnte, dass es keine geöffnete Werkstatt in der erreichbaren Umgebung des Fahrzeuges geben könnte und so war es auch hier!! Fährt man nämlich vom Süden Portugals über Valencia und Barcelona in den Süden Deutschlands, dann findet man schnell heraus dass es zwischen Sevilla und Valencia praktisch keine größeren Städte gibt – und dies sind 655 km!

Da Mercedes Fahrer, zumindest manche C300e Fahrer nicht verwöhnt sind, wenn es um Zuverlässigkeit geht, legten wir (glücklicherweise) an der ersten Tankstelle nach Sevilla einen Tankstopp ein – um ja nicht in diesen 655km stoppen um tanken zu müssen.

Als der Fehler auftrat, von dem ich aus Erfahrung wusste, dass er das Aus bedeutet, sobald man das Fahrzeug abstellte, waren es noch ca. 550km bis Valencia – also setzten wir ACC auf 128km/h (Spanien hat eine Begrenzung von 120km/h) und begannen zu planen – wo wäre der nächste geöffnete Mercedes Stützpunkt in Valencia uns würden wir es zeitlich schaffen – denn es war Samstag. Nach kurzer Zeit wurde uns klar, es wäre einfach zeitlich zu knapp, um real zu sein. Wir wussten, wir haben nur eine Chance – Auto einmal abgestellt wäre das AUS, unwiederbringlich AUS! Das Risiko uns in einem Industriegebiet vor verschlossenen Toren eines verlassenen MB-Händlers in einer fremden Stadt zu finden war einfach zu groß. Also schalteten wir die Klimaanlage aus (Spritersparnis ca. 0.5l/h oder mehr, obwohl es 33+ Grad hatte und setzen uns hinter einen Lkw, der gerade einmal 90km/h fuhr. Dies taten wir für die nächsten 9 ½ Stunden, schwitzend und spritsparend, um ca. 17:30 vor unserem zuvor gebuchten Hotel in Barcelona (und ungeplanter Weise in unmittelbarer Nähe eines Mercedes Benz Stützpunktes) anzukommen und zu halten. Die Tankanzeige war gelb, die Restreichweite nur noch wenige Kilometer, wir ausgelaugt und dehydriert. Mit 4.9l pro 100km + etwas Akku hatten wir non-stop die gesamtem 900+ km Strecke geschafft.

Und nun aufgepasst – als wir in der Parklücke vor dem Hotel standen, der Motor wegen Start/Stop ausgegangen war, schaltete ich den Sportmodus ein – der Motor sprang wieder an und lief dann im Leerlauf – somit war bewiesen, dass das Problem nichts mit dem Starter zu tun hatte. Aber falsch gedacht, wenn man nun glaubt, dass die Fehlermeldung einfach falsch gewesen ist, denn sobald man das Fahrzeug ausschaltete, war es wirklich AUS, so AUS, dass es eben einen Abschleppwagen braucht, aber dazu kommen wir gleich.

Ich rief über die Notruftaste den Mercedes-Benz Notdienst an, der wie auch beim letzten Mal, freundlich aber nicht wirklich hilfreich war. Ich machte den Notdienst darauf aufmerksam, dass das Fahrzeug noch im Leerlauf liefe, aber es nur noch wenig Benzin habe und dass nach dem Abschalten nicht nur ein Abschleppdienst nötig wäre sondern man auch nicht länger das Fahrzeug im Fehlerzustand vermessen könne. Man nahm dies zwar zur Kenntnis, verabschiedete sich dann mit der Aussage, dass ich in Kürze eine Nachricht abrufen könne, wenn der MB Service bei mir einträfe.

Ca. 10 Minuten später kam die Meldung, man würde in etwa 2.5 Stunden eintreffen – hmm. Also blieb ich im Auto, denn der Motor lief ja noch. Nach weiteren etwa 45 Minuten rief Mercedes mich an, um mir zu sagen, dass der Notdienst erst in ca. 2 h käme – was ich ja schon wusste – und dass man vielleicht besser einen Abschleppwagen schicken solle. Auf meine Frage, ob es sich hierbei um einen Abschleppwagen von Mercedes handeln würde und meiner Erinnerung, dass das Fahrzeug ja noch im Leerlauf liefe und somit selbst fahren könne, wenn man nur wüsste wohin, antwortete man mir, dass sei nicht der Fall. Es würde sich um irgendein Abschleppunternehmen handeln, dass den Motor zunächst abstellen würde.
Dies erschien mir sinnlos und auch gefährlich, denn weder hätte ich so die Kontrolle über den Verbleib des Fahrzeuges noch könnte Mercedes das Fahrzeug im Fehlerzustand auslesen. Ich war bereit die ganzen 2.5 Stunden zu warten.

Als die 2.5 Stunden zur Neige gingen und noch immer kein Mercedes Notdienst eingetroffen war, rief ich erneut bei Mercedes an, erklärte wiederum, weshalb es für Mercedes sinnvoll wäre das Auto im Fehlerzustand vermessen zu können. Man antwortete mir – und hier aufgepasst – dass Mercedes CAC keinen Einfluss auf den Notdienst vor Ort habe und dass ich vielleicht dort selbst anrufen solle. Dies lehnte ich kategorisch ab, nicht nur weil ich kein spanisch spreche, sondern aus dem einfachen Grund, dass man kaum auf mich gehört hätte, wenn man schon nicht auf Mercedes selbst hörte.
Premiumhersteller – was für ein Armutszeugnis!

Ich wartete weiter, bis die Anzeige kam, dass der Tankinhalt nun noch eine kleine Reserve ohne Kilometeranzeige hatte – ich rief erneut bei Mercedes an, und sagte, dass ich nun, das Fahrzeug abstellen werde – was ich tat – und zum bekannten Fehlerfall führte. Fahrzeug nicht mehr startbar.

Nach 4+ Stunden traf der Mercedes Benz 24h Notdienst (so stand es auf dem Fahrzeug) ein – es war inzwischen Nacht! Der Techniker schloss sein Diagnosegerät an und ich ging endlich etwas essen. Nach etwa 45 Minuten kam der Techniker zu mir und sagte mir, übersetzt durch den Rezeptionisten des Hotels, was ich schon lange wusste, dass die Fahrzeugelektronik das ganze Fahrzeug stillgelegt habe, wohl wegen eines Fehlers im Hochvoltsystem.
Nun aber aufgepasst: Die Fehlermeldung war vor 900km Fahrstrecke gekommen, danach hatte das Fahrzeug weiter funktioniert – es hatte den Verbrenner ein und ausgeschaltet, den Akku bergab geladen und dann wieder entladen. Ja, selbst nach dem Stillstand in der Parklücke, konnte man den Verbrenner ja im Sportmodus wieder starten. Wer glaubt da an einen wirklichen Fehler im 400V System? Nun, das letzte Mal, siehe meinen Bericht von der 2. Fahrt hatte man, so die Aussage des damaligen Technikers, eine Pumpe als Fehler detektiert, was ich auch nicht glauben konnte. Noch besser ist, dass laut dem niedergelegten Fehlerbericht – so die telefonische Aussage meines Mercedes-Benz Händler vor Ort, als damaliger Fehler ein PTC-Element vermerkt wurde – ha, weder letzten September noch diesen September haben wir das Fahrzeug geheizt. Klar lässt ein defekter PTC die Zusatzheizung ausfallen, aber bitte, weshalb sollte dadurch der Antrieb so behindert werden, dass man ein Fahrzeug nicht mehr starten sollte.

Wie auch immer, ich habe meinem Mercedes Händler mitgeteilt, dass ich genug habe, eine Rücknahme des Fahrzeuges möchte und gegeben falls auf meine Rechtsschutzversicherung zurückgreifen werden. Genug ist genug – fast bereue ich, einen reinen W214 bestellt zu haben. Was wenn mein C300e keine Ausnahme sondern die Norm der MB Qualität geworden ist?

Mercedes glaubt offensichtlich seinem eigenen Marketing. Premium heißt für mich, der Kunde ist König, besonders dann, wenn ein Fahrzeug, dass keine 2 Jahre alt ist, 3 Mal in gerade 4 langen Fahrten stehen geblieben ist.

Was auch immer geschieht, der C300e ist für mich Geschichte …

P.S: ja ich bin mir bewusst, dass es auch C300e gibt, die problemlos laufen und dass es sicherlich auch W206/S206 Besitzer gibt, die ihr Fahrzeug so sehr „lieben“, dass sie Mercedes alles verzeihen, aber der Wettbewerb ist inzwischen so kompetitiv, dass sich Mercedes dringend bewusst werden sollte, dass man Vertrauen schnell verspielen kann!!!

79 Antworten

Kurzes Update, C300e defekt am 7.9.2024, bis heute 17.9.2024 ist nichts passiert - außer dass ich immer wieder beim Mercedes Pannendienst anrufe, um zu hören, dass man nichts wisse. Man lerne: fahre nie mit deinem Mercedes ins Ausland, es sei denn du kannst sehr lange auf dein Fahrzeug verzichten. Selbstverständlich sind auch meine Unkosten, die durch die Panne entstanden sind, noch nicht beglichen.

Premium Marke? Premium Service?

Sehr ärgerlich, eigentlich schon unverschämt.
Das meine ich nicht ironisch : Du hast wieder diese Marke gewählt.
Ich wünsche dir auf jeden Fall eine bessere Auto Zukunft !

Zitat:

@scherzo schrieb am 18. September 2024 um 10:56:18 Uhr:


Sehr ärgerlich, eigentlich schon unverschämt.
Das meine ich nicht ironisch : Du hast wieder diese Marke gewählt.
Ich wünsche dir auf jeden Fall eine bessere Auto Zukunft !

Ja, ich habe wieder diese Automarke gewählt, weil ich zum Zeitpunkt der Bestellung des E450 angenommen hatte - jetzt weiß ich dass es falsch war - dass Mercedes das Problem nach meiner letztjährigen Panne repariert hatte - seit dem stand der C300e nämlich fast nur in der Garage und weit weg gefahren bin ich ebenfalls nicht - die meisten Fahrten erledige ich mit einem Cupra Born (der aber in wenigen Wochen von meinem Sohn "entführt" werden wird).

Ja, und der E450 wartet bereits auf Ersatzteile, obgleich er fast keine Kilometer gefahren ist: als ich das Fahrzeug in Sindelfingen abgeholt habe und nach Hause gefahren bin, dachte ich das Auto fühle sich an, als ob die Vorderräder nicht korrekt ausgewuchtet worden seien. Ich bat deshalb meinen lokalen Händler darum dies zu prüfen, wobei jedoch festgestellt wurde, dass alle 4 Räder einen Höhenschlag haben, also quasi oval statt rund sind, also alle ausgewechselt werden müssen. Nun warten wir auf die Ersatzreifen von Mercedes.

Hat man dies bei MB gewusst? Hmm, wer kann dies wissen, aber solange der E450 läuft, ist das ja bereits ein Fortschritt.

Hätte ich mit heutigen Wissen wieder MB gewählt? Ich denke Nein, aber natürlich habe ich keine Erfahrung mit anderen Herstellern, wenn es zu Pannen kommt, bei denen das Fahrzeug liegen bleibt. Ich habe viele Fahrzeuge gefahren, von einem NSU 1000 bis zu einem Audi S8, deutsche, europäische und japanische Hersteller und NIE bin ich auf meinen Fahrten gestrandet - und schon gar nicht 3 x in 4 Fahrten!

Von Skoda hatte ich auch mal schlecht gewuchtete Räder erhalten, inkl. Höhenschlag. Der lässt sich i. d. R. auch durch verrutschen des Reifens auf der Felge mindern. Eine Felge ist nie (auch nicht bei Mercedes) perfekt rund.
Wundert mich etwas, dass dafür neue Reifen her müssen.

Hatte mir das dann damals zeigen lassen auf der Maschine und war dann beim Wuchten auch dabei, dass es auch ja 0 g Unwucht sind. Danach war alles gut, mit den selben Reifen und Felgen.

Meiner Erfahrung nach waren die neuen originalen Mercedes Räder immer (!) perfekt gewuchtet (besser als jeder Reifenhändler) und liefen am besten. Lasse sie sogar beim Wechsel extra nicht neu wuchten, weil sie so gut laufen.

Vielleicht spielst du mal Lotto, bei dem Glück... Sorry.

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Zitat:

@Ralf_139 schrieb am 18. September 2024 um 15:20:23 Uhr:


Von Skoda hatte ich auch mal schlecht gewuchtete Räder erhalten, inkl. Höhenschlag. Der lässt sich i. d. R. auch durch verrutschen des Reifens auf der Felge mindern. Eine Felge ist nie (auch nicht bei Mercedes) perfekt rund.
Wundert mich etwas, dass dafür neue Reifen her müssen.

Hatte mir das dann damals zeigen lassen auf der Maschine und war dann beim Wuchten auch dabei, dass es auch ja 0 g Unwucht sind. Danach war alles gut, mit den selben Reifen und Felgen.

Meiner Erfahrung nach waren die neuen originalen Mercedes Räder immer (!) perfekt gewuchtet (besser als jeder Reifenhändler) und liefen am besten. Lasse sie sogar beim Wechsel extra nicht neu wuchten, weil sie so gut laufen.

Vielleicht spielst du mal Lotto, bei dem Glück... Sorry.

Lotto, als Naturwissenschaftler spiele ich sicherlich nicht - um jedoch kein Missverständnis aufkommen zu lassen, die Reifen des nagelneuen E450 waren laut Mercedes-Benz Werkstatt korrekt gewuchtet, aber eben alle 4 mit einem nicht tolerierbaren Höhenschlag versehen (den man natürlich) nicht durch Wuchten korrigieren kann. Es muss also ein Problem bei der Herstellung der Reifen oder der Lagerung der Reifen passiert sein, denn alle 4 Reifen zeigen ja das gleiche Problem.

Gerne gebe ich zu, dass ich nun extrem kritisch vorgehe, aber mein C300e, der nun laut MercedesMe in Barcelona über eine fast leere 12V Batterie jammert - natürlich weder repariert ist oder mich Mercedes informiert hätte - hat mich sensibilisiert - und dies ist eine höfliche Umschreibung, wie ich mich fühle.

Update 19.9.2024: habe am Nachmittag erneut beim Mercedes-Benz Pannendienst angerufen, wo man erneut nichts wusste. Habe erneut auf die leere Hochvoltbatterie und die "um Hilfe schreiende" 12V Batterie hingewiesen und mich erneut darüber beschwert, dass nun 12 Tage vergangen sind ohne dass ich eine Info erhalten hätte. Erneut wurde mir gesagt, dass der Pannendienst keinen Einfluß auf Mercedes-Benz Spanien nehmen könne (sicherlich wahr für den Pannendienst, aber sicherlich unwahr für die MB AG). Als man mich dann am Ende des frustrierenden Gespräches frgate, ob ich noch einen Wunsch hätte, begann ich zu zweifeln, ob dies die Realität oder ein Apltraum sei.

Etwa 90 Minuten später wurde ich zurückgerufen und man sagte mir, dass das Fahrzeug am 27.9. repariert würde man jedoch nicht wisse, was dem Fahrzeug fehlte. Bedenke ich, dass mir der spanische 24h Mercedes-Benz Pannendienst gesagt hatte, dass das Fahrzeug am 10.9. diagnostiziert würde, was sicherlich nicht der Fall war, dann habe ich wenig Hoffnung, dass ich das Fahrzeug "terminversprochen" bekomme.

Ja, ich will das Fahrzeug nicht, aber das Gepäck, den der S206 ist komplett mit unseren Sachen beladen - warum kauft man den ein T Modell, wenn nicht um Dinge von A nach B zu transportieren.

Für mich ist klar, jeder Hersteller, ob deutsch, europäisch oder asiatisch kann diese Qualität egalisieren.

Das setzt sich auf fast allen Gebieten fort.
Ich denke, jeder hat es z. B. schon erlebt, dass ein Sicherheitsgurt beim Anlegen mal klemmt.
Man ruckelt mal daran und gut ist.
Nicht so bei Mercedes!
Also nach einigen weiteren Versuchen mit viel Gebimmel rechts rangefahren und nachgeschaut, was da klemmt.
Der Gurt bewegte sich keinen Millimeter.
Irgendwann habe ich den Motor abgestellt, weil ich befürchtete, dass das eine längere Angelegenheit werden könnte und siehe da; der Gurt funktionierte wieder.
Ich dachte, das wäre ein Zufall gewesen, weil ich nicht glaubte, das wäre ein irgendwie geartetes elektronisches Problem.
Da es aber inzwischen schon 3x passiert ist und sich nur durch abstellen des Motors beheben ließ, muss ich das ja vermuten.
Werde jetzt mal den Freundlichen aufsuchen, bevor das Gegenteil passiert und die Karre mich nicht mehr rausläßt. lol

Und für die Alleshinnehmer:
Nein, das Radio übertönt das Gebimmel nicht!

Gibt es schon Neuigkeiten oder steht das Auto immer noch
in Spanien?

Das Auto steht noch immer in Barcelona. Vom Mercedes-Benz Pannendienst gab es diese Woche nur einen Anruf am 26.9.24, indem mir mitgeteilt wurde, dass der Rückführungsprozess gestartet sei, man aber weder wisse, was das Fahrzeug habe, ob es repariert wurde oder wann der Rücktransport wirklich stattfände.

Und selbst dieser Aussage ist nicht zu trauen, denn das Fahrzeug hat sich laut GPS nicht bewegt!

Mein Mercedes-Benz Händler vor Ort hat in der Zwischenzeit meinem Wunsch das Fahrzeug zurückzunehmen eingewilligt und die Rückabwicklung des Verkaufsvertrags gestartet – wann dies genau der Fall sein wird, ich also mit Geld rechnen darf, konnte ich jedoch noch nicht in Erfahrung bringen.
Mein Mercedes-Benz Händler möchte nun den C300e unrepariert Zurückholen, wozu eine geeignete Spedition beauftragt hat, aber leider klingt das leichter, als es getan ist!

DENN

mein MB Händler hat zwar in der Zwischenzeit mehrfach bei der Mercedes-Benz Niederlassung in Barcelona angerufen, jedoch in den meisten Fällen wurde nicht einmal ans Telefon gegangen. Nach unzähligen erfolglosen Versuchen erhielt schließlich ein spanisch sprechender Mitarbeiter meines Händlers die Information, dass man meinen C300e zwar in der Liste vorhandenen Fahrzeuge habe, man aber nicht wisse, wo das Fahrzeug im Moment stehe.

Zum Lachen oder Weinen??

Nun, am heutigen Samstag wird ein Mitarbeiter meines MB-Händlers in Barcelona vorsprechen, GPS Daten des C300e wurden von mir übergeben, so dass der Standort des Fahrzeuges zumindest auf die Genauigkeit des GPS bekannt sein muss.
Wie und wann es weitergeht, wer weiß das schon!!! Ist ja ein Premiumprodukt!

Was habe ich gelernt!!
Der Mercedes-Benz Pannendienst und die Mercedes-Benz Mobilitätsgarantie sind nicht, was man auf Grund des Marketings, erwartet und von einem Premium Anbieter erwarten muss. Dem Mercedes-Benz Pannendienst scheint es egal zu sein, was bei einem Mercedes Stützpunkt geschieht oder wie lange es dauert. Allein mein lokaler Mercedes-Benz Händler setzt sich ein. Bedenkt man, dass das Fahrzeug innerhalb seiner zweijährigen Gewährleistung nun seit dem 7.9.2024 (wieder) defekt ist, bedeutet dies, dass ich seit diesem Zeitpunkt kein Fahrzeug hätte (hätte ich nicht andere Fahrzeuge in meiner Garage). Die Mobilitätsgarantie, die auch die Reiseauslagen meiner Rückreise noch nicht beglichen hat, würde einen Mietwagen gerade 3 Tage bezahlen, aber ich bin nun schon seit 3 Wochen ohne C300e. Nun ja, ein Mercedes, der nicht fährt, kann auch nicht ausfallen…

Die Mercedes-Benz Mobilitätsgarantie ist nach meinen Erfahrungen eine Mogelpackung, weshalb ich nun Mitglied des ADAC geworden bin (denn so hätte ich zumindest mein Fahrzeug aus Barcelona abholen lassen können). Und da der Mercedes-Benz Pannendienst (siehe mein 2. Breakdown, damals in Freiburg) sowieso (auch? Immer?) auf den ADAC zugreift, fühle ich mich nun sicherer.

Weiterhin habe ich gelernt, dass es nicht wichtig ist, wie viele Niederlassung ein Hersteller hat, denn allein der lokale Händler ist von Bedeutung. Er kennt dich und er weiß, dass du nur dann auch dein nächstes Auto von ihm kaufst, wenn er Leistung brint.
Noch wichtiger als das Händlernetz ist die Qualität des Fahrzeuges, denn was nicht stehen bleibt, braucht keinen unmittelbaren Service. Und bedenkt man, wie viele hier auf Motortalk den gleichen Fehler beschreiben (glücklicherweise nicht mit so radikalem Effekt, wie in meinem Fall), dann muss es wundern, ob Mercedes im C300e wirklich Qualität liefert.

Bedenkt man den hohen Preis, dann ist für mich klar, der C300e (nicht die W/S206 Klasse) ist das schlechteste Fahrzeug, dass ich je besessen habe.

Zwar sagte Herr Källenius in einem kürzlich veröffentlichen Interview sagte, dass es unrichtig sei, das Mercedes Kunden verlöre, so wundere ich mich schon. In jedem Fall suche ich nun einen Ersatz auch bei asiatischen Fabrikaten, wobei die Qualität des lokalen Händlers eine wichtige Rolle einnimmt. Und genau aus diesem Grund, habe ich nun bereits für mich mehrere Fabrikate ausgeschlossen. Wenn man schon keine Performance (und ich spreche nicht vom Preis) beim potentiellen Kauf eines Fahrzeuges zeigt, wie soll man dann eine Hilfe bei Problemen, wie dem oben beschriebenen, erwarten.

Die Mercedes-Benz AG hat mich enttäuscht, mein lokaler Mercedes-Händler Nicht. Er gibt mir den Kundenservice, den man von einem Premiumhändler erwartet, aber selbst die beste lokale Performance kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Mercedes-Benz eine Enttäuschung ist.

Keines meiner früheren Autos hat mich im Stich gelassen, Reparaturen kamen vor, aber nie am laufenden Band und nie in der Gewährleistung und nie unter den ignorierenden Augen des Herstellers.

Die deutsche Autoindustrie ist in einer Krise, so lesen wir überall, aber wenn sie schon nicht konkurrenzfähige Produkte (in Features und/oder Preis) hat, so sollte sie doch einen besseren Kundendienst bieten – jede Firma und in jedem Fall ein Premiumhersteller.

Hallo zusammen und @UdoZ - 😉,

Premium gepaart mit Luxus von Mercedes-Benz ist in deinem Fall die Spitze einer kostspieligen Belohnung mit unnötigem Ärger in verschwenderischer Fülle und erfordert leider nicht zu deinem Vergnügen eine über das normale Maß hinausgehende Aufmerksamkeit.

Kurz: Auch mit einem vorzeitig vergreisenden Mercedes-Benz ist man immer mittendrin.

Mit anderen Worten, aber ernsthaft:

Analog zum Glühlampenkartell vor 100 Jahren, bei dem sich die Glühlampenhersteller darauf einigten, die Lebensdauer von Glühlampen auf 1.000 Stunden zu begrenzen, sollte heute von übergeordneter Stelle insbesondere die in Kraftfahrzeugen implementierte Software überprüft und festgestellt werden, ob im Zusammenhang mit der Transformation zur E-Mobilität herstellerseitige Maßnahmen bei den "Nicht-BEV" nachgewiesen werden können, ob nicht nur eine vorzeitige Nichtverfügbarkeit von Teilen Ziel unternehmerischen Handelns ist, sondern auch eine eingebaute Obsoleszenz, die in deinem Fall einfach nur zu früh geschlüpft ist.

Bisschen viel Verschwörungstheorie oder doch schon Realität?
Manchmal denke ich letzteres.

Darüber hinaus können Preisverschiebungen diesbezügliches Gedankengut zerstreuen, wie bei einem Mitbewerber aus Niedersachsen zu beobachten ist, nebenbei ist der neue Vertriebschef aus Köln völlig unverdächtig und die angekündigten Sparmaßnahmen thematisieren nicht die Materialauswahl.

Hier subventioniert vordergründig die jüngste Preiserhöhung des bekanntesten kompakten Verbrenners im Segment auch das kompakte BEV. Zusätzlich zum E-Mobilitätsbonus werden ab 01.10.2024 für alle Ausstattungsvarianten bis Ende des Jahres weitere 3.570 Euro übertragen, so dass nur noch der Preis ins Auge sticht.

Und wer bei dieser Gelegenheit auch noch über den ausgedünnten, in die Türkei outgesourcten neuen Transporter spricht, tutet ins gleiche Horn.

Damit wieder zurück zum C300e, der immer noch in Barcelona steht.

@UdoZ
Bei meinem C200 ist mir aufgefallen, dass das Fahrzeug wohl nicht für längere Standzeiten konzipiert wurde.
Insbesondere das Kommunikationsmodul scheint einen signifikant hohen Energiebedarf im 12V-Bordnetz zu verursachen.
Somit könnte ggf. der Online-Zugriff auf das Fahrzeug (C300e) demnächst verlorengehen, wenn das so weiterläuft.

Update 30.9.2024: Anruf vom MB-Pannendienst: Transport von Barcelona zu meinem MB Händler soll diese Woche stattfinden, Fahrzeug erwartet 11.10.2024, jedoch - so der Pannendienst - sind diese Termine unverbindlich.

Fazit so weit: Fahrzeug wird am 11.10.2024 länger als 1 Monat in den Händen von Mercedes gewesen sein, und ob das Fahrzeug defekt oder repariert kommt, weiß der Pannendienst nicht.
Ich schließe: kaum ein Service kann schlechter sein als der den Mercedes-Benz hier zeigt. Premium heißt hier wohl „besonders schlecht“ !!!

Und zur obigen Diskussion, ob Fehler bewusst eingebaut oder in Kauf genommen werden, gilt vielleicht auch das folgende:

(1) werden zu hohe Gewinnmargen erwartet - wie dies das derzeitige Management wohl mit seiner Strategie erwartet – dann werden Fehler sicherlich in Kauf genommen, wenn man erwartet, dass diese entweder selten oder außerhalb der Gewährleistung anfallen. Eigentlich ist es doch ein Armutszeugnis, dass Mercedes-Benz eine 2 jährige Gewährleistung hat, wenn preiswertere Hersteller aus Asien uns 5+ Jahre gewähren.

(2) Mercedes-Benz nutzt nach meiner Auffassung kein Total Quality Management, bei dem man Zero Defects anstrebt, denn wäre dies der Fall, dann könnte ein Fehler, der in einem vor 2 Jahren gebauten Fahrzeug auftritt, nicht noch immer in jetzt gebauten Fahrzeugen auftreten. Ohne TQM‘s Zero Defects wird man jedoch niemals ein Produkt liefern können, bei dem nicht der Kunde zum Testlabor wird.

(3) Der Zustand der deutschen Autoindustrie, bei einem Hersteller mehr, beim anderen weniger, erinnert mich an die Zeit, in der uns Microsoft Windows 95 verkaufte. Ein Produkt, das zwar im Prinzip funktionierte, aber instabil und fehlerhaft war. Der blaue Bildschirm BSOD wurde zum Teil des Produktes und führte dazu, dass mancher auf ein Konkurrenzprodukt wechselte. Erst mit einer Änderung des Qualitätsbewusstsein wurden stabilere Produkte entwickelt, weshalb heute der BSOD die absolute Ausnahme geworden ist. Es wäre sicherlich interessant eine Studie zu machen, wie sich die Produktqualität eines chinesischen Autos zum koreanischen und zum deutschen Fahrzeug verhält.

Zitat:

@UdoZ schrieb am 30. September 2024 um 13:45:08 Uhr:


Update 30.9.2024: Anruf vom MB-Pannendienst: Transport von Barcelona zu meinem MB Händler soll diese Woche stattfinden, Fahrzeug erwartet 11.10.2024, jedoch - so der Pannendienst - sind diese Termine unverbindlich.

Fazit so weit: Fahrzeug wird am 11.10.2024 länger als 1 Monat in den Händen von Mercedes gewesen sein, und ob das Fahrzeug defekt oder repariert kommt, weiß der Pannendienst nicht.
Ich schließe: kaum ein Service kann schlechter sein als der den Mercedes-Benz hier zeigt. Premium heißt hier wohl „besonders schlecht“ !!!

Und zur obigen Diskussion, ob Fehler bewusst eingebaut oder in Kauf genommen werden, gilt vielleicht auch das folgende:

(1) werden zu hohe Gewinnmargen erwartet - wie dies das derzeitige Management wohl mit seiner Strategie erwartet – dann werden Fehler sicherlich in Kauf genommen, wenn man erwartet, dass diese entweder selten oder außerhalb der Gewährleistung anfallen. Eigentlich ist es doch ein Armutszeugnis, dass Mercedes-Benz eine 2 jährige Gewährleistung hat, wenn preiswertere Hersteller aus Asien uns 5+ Jahre gewähren.

(2) Mercedes-Benz nutzt nach meiner Auffassung kein Total Quality Management, bei dem man Zero Defects anstrebt, denn wäre dies der Fall, dann könnte ein Fehler, der in einem vor 2 Jahren gebauten Fahrzeug auftritt, nicht noch immer in jetzt gebauten Fahrzeugen auftreten. Ohne TQM‘s Zero Defects wird man jedoch niemals ein Produkt liefern können, bei dem nicht der Kunde zum Testlabor wird.

(3) Der Zustand der deutschen Autoindustrie, bei einem Hersteller mehr, beim anderen weniger, erinnert mich an die Zeit, in der uns Microsoft Windows 95 verkaufte. Ein Produkt, das zwar im Prinzip funktionierte, aber instabil und fehlerhaft war. Der blaue Bildschirm BSOD wurde zum Teil des Produktes und führte dazu, dass mancher auf ein Konkurrenzprodukt wechselte. Erst mit einer Änderung des Qualitätsbewusstsein wurden stabilere Produkte entwickelt, weshalb heute der BSOD die absolute Ausnahme geworden ist. Es wäre sicherlich interessant eine Studie zu machen, wie sich die Produktqualität eines chinesischen Autos zum koreanischen und zum deutschen Fahrzeug verhält.

Sicherlich ist diese Panne mehr als ärgerlich, jedoch scheinen mir deine Theorien sehr weit hergeholt und klingen hier nach Hass auf eine Marke. Die Automobilhersteller tun sich alle nichts und Probleme mit einem Fahrzeug sind für den Besitzer immer nervig und manchmal auch teuer. Letztendlich steckt auch viel Technik in den heutigen Fahrzeugen und diese kann auch bekanntermaßen auch mal streiken. Es fahren sicherlich jede Menge C300e problemlos durch die Gegend,

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