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Bremssättel hinten: Festsetzen vorbeugen?

VW Golf 4 (1J)
Themenstarteram 19. September 2014 um 14:29

Hallo,

die hinteren Bremssättel werden ja gerne mal fest. Kann man da bei noch beweglichen Sätten das Festwerden irgendwie vorbeugen? (Schieren, neuen Dichtsatz verbauen?)

Im Zubehör kostet so ein Sattel zwar nicht die Welt, aber für mich als Schrauber kommt reparieren eher in Frage :)

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26 Antworten

Hallo,

bei mir hat der Onkel von der KÜS festgestellt, dass einer der hinteren Bremssättel nicht mehr so beweglich ist. Als Tip habe ich von ihm bekommen, alle paar Tage statt der Fuß- die Handbremse zu benutzen- natürlich nur, wenn Verkehr und Wetter es zulassen. Das war vor knapp 2 Jahren. Habe seit dem keine Probleme oder Reparaturen gehabt.

Grüße

Generell empfiehlt sich beim Auto immer, die mechanischen Einbauten auch zu benutzen.

Gerade bei der Handbremse ist das empfehlenswert.

MB-Kenner werden noch die vergammelten Feststellbremsen in der Bremstrommel des Scheibentopfes an der HA kennen, die vor allem dann vergammelt waren, wenn es sich um Automatikfahrzeuge handelte.

Nutzen der Handbremse empfiehlt sich daher auch beim Golf IV ohne Automatik, zumindest regelmäßig von Zeit zu Zeit, im Stand! :)

Allerdings: Was geht denn fest? Der Kolben oder die Beläge?

Bei mir waren die Belagschächte so um 2004 herum zugemüllt und es zeigte sich hinten erstes Quietschen. Hab dann nur die Beläge gezogen und das ganze gereinigt, seitdem Ruhe.

Offenbar generieren die unterdessen neuen Beläge weniger Abriebstaub etc., denn seit den neuen Bremsen musste ich hinten noch nicht wieder eingreifen.

Dabei hab ich heute im Schnitt weniger Last auf der HA als früher, als wir noch regelmäßig zu dritt oder viert und meist auch mit Gepäck unterwegs waren.

Die Belastung der HA und somit die Einsteuerung von Bremsdruck hat natürlich auch etwas mit der Nutzung oder Nicht-Nutzung der Bremse zu tun, wenngleich nicht mit deren Feststellfunktion.

Neben dem gelegentlichen Betätigen der Handbremse (natürlich nur ohne nachfolgenden Verkehr!) hat sich bei unserem Golf IV (EZ 03/00, km-Stand z. Zt. 325.000) die Verwendung von -> Keramikpaste an allen reibend aufeinander gleitenden Stellen der Bremse (Führung des Sattels auf den Bolzen, Führung der Bremsbeläge auf dem Bremsträger) bewährt.

Obwohl ich immer (und meine Frau meist auch) sparsam bremse, hingen die hinteren Scheibenbremsen bisher nie fest. :D

Schönen Gruß

Es gibt spielfreie Bolzen für die HA-Bremse, TRW16 oder so heißt das Set und kostet 12 Euro.

Verschleißbild und Ansprechverhalten verbessern sich sehr.

Themenstarteram 20. September 2014 um 12:45

Bolzen/Beläge ist klar, ist auch wie bei jedem anderen Auto.

Mir geht es nur um die Mechanik IM Bremssattel innen. Diese wird mit den Jahren fest und der Kolben geht nicht mehr richtig zurück. Ich denke, dass da Wasser eindringt.

Kann man diese Mechanik überholen?

PS: Hier hat das jemand an einem Audi-Sattel schon mal gemacht

http://www.audiv8.com/german/faq/faq_show.php?id=121

Aber warum sollte das nur die Sättel hinten betreffen?

Die vorn stehen eigentlich weit mehr in der Gischt (Salz...).

Handbremse nutzen hilft, ansonsten kann man Bremssättel je nach Zustand überholen - oder muss eben austauschen.

Meine sind von 6/2000 und funktionieren bis dato noch einwandfrei.

Themenstarteram 20. September 2014 um 13:16

Zitat:

Aber warum sollte das nur die Sättel hinten betreffen?

Ganz einfach, weil er komplett anders aufgebaut ist. Man kann den ja auch nicht einfach mit einer Schraubzwinge zurückdrücken wie vorne.

Das ist eben dieser Hanbremsmechanismus, der da faxen machen kann.

Ich schätzt, dass der eben undicht wird und so Wasser in die Mechanik eindringen kann --> wird schwergängig aufgrund von Korrosion.

Den Handbremshebel oft zu betätigen ist sicher von großem nutzen, kein Thema!

Hol dir Federn.

1x _ 7H0 615 295 A 2,39€ __ Zusatz-Rückholfeder Handbremsmechanik links

1x _ 7H0 615 296 2,39€ __ Zusatz-Rückholfeder Handbremsmechanik rechts

Nun noch ein wichtiger Tipp:

Unter die Staubmanschetten am Bremskolben ordentlich Schmunze sprühen!

Dies schmiert die Mechanik, und verdrängt Wasser.

Denn wenn die Beläge abgenutzt sind, und der Kolben weit draußen steht, könnte dieser durch Korrosion Schaden nehmen. Die Auswirkungen merkt man dann beim nächsten Belagswechseln wenn der Kolben wieder zurückgedreht wird.

Ich benutze normales Kettenfett für Motorradketten, da dies nicht so flüchtig ist wie bspw. WD40.

Na, dafür würde ich aber lieber die -> ATE Bremszylinderpaste nehmen.

Denn erstens haben mineralölhaltige Schmierstoffe nichts an Gummi (Kolbenmanschette) zu suchen und zweitens weiß ich noch nicht, ob Fett und dort evtl. austretende Bremsflüssigkeit nicht noch eine andere Sauerei ergeben ... :eek:

Schönen Gruß

Sehe ich auch so!

Etwas anderes als für die Bremse geeignete Paste wie z.B. die ATE Bremszylinderpaste hat dort an der Bremse nichts zu suchen, weil schon die Verträglichkeit mit der im Zylinder sitzenden Manschette / Dichtung nicht geklärt und insofern nicht gewährleistet ist.

Kettenspray ist O-Ringverträglich und muss höchsten Belastungen bei Druck und Temperatur widerstehen.

Weiterhin ist das Haftvermögen sehr gut und soll schließlich das Metall vor Korrosion schützen.

@das-markus:

So begründet jeder seine eigenen theroretischen Einsatzbereiche. Ein Experiment (mit Risiken) bleibt es allemal!

Schönen Gruß

So ist es :D will ich auch nicht widersprechen. Und meine Methode muss auch keine Musterlösung sein.

Wollte nur meine Erfahrung mit euch teilen, und hatte so in 10 Jahren noch nie feste Bremssattel gehabt.

Jedenfalls muss etwas unter diese Gummimanschetten, von mir aus auch ATE Bremssatel-Massage-Öl. :D

Ist es darunter spröde und furztrocken, hat Feuchtigkeit ein leichtes Spiel dort hinein zu gelangen.

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