Bremsflüssigkeitswechsel-Intervall bei wenig gefahrenem Fahrzeug?

Hallo,

Bremsflüssigkeit zieht ja immer Wasser.
Aber ich könnte mir vorstellen, dass sie bei einem Fahrzeug welches wenig gefahren wird nicht so viel zieht.
Denn immerhin wird sie nicht so viel bewegt und unterliegt weniger Temperaturschwankungen.

Dann müsste man doch z.B. bei einem Saisonfahrzeug welches nur weniger als 1000km/Jahr bewegt wird den Wechselintervall verlängern können.

Oder liege ich mit meiner Vermutung falsch und Bremsflüssigkeit zieht immer gleich viel Wasser - egal ob sie nur im System "herumsteht" oder ständig in Bewegung ist und Heiß-Kalt Schwankungen unterliegt?

114 Antworten

Zitat:

Hätte ich nicht gedacht, das ein Öl leichter, als Wasser ist.

Ist normalerweise auch kein Öl. DOT 3, DOT 4 und DOT 5.1 besteht in der Regel hauptsächlich aus Polyethylenglykolether und Polyethylenglykol.

Zitat:

@4Takt schrieb am 23. August 2021 um 14:38:30 Uhr:



Zitat:

@frozencs schrieb am 23. August 2021 um 13:23:04 Uhr:


..Wasser ist tatsächlich leichter als Bremsflüssigkeit..

Stimmt. Hätte ich nicht gedacht, das ein Öl leichter, als Wasser ist.

Öl ist immer leichter... Was meinste warum Öl aufn den Meeren immer oben schwimmt.. Oder im Salat es oben aufn dresssig liegt..

Weil das Ei als Emulgator fehlt. 😛

Zitat:

@Hinnerk1963 schrieb am 23. August 2021 um 16:56:23 Uhr:


Das ist ja nun kein besonders seltenes Fahrzeug. Meinst Du nicht, dass bei 6,6 Mio. Golf 1 inkl. Cabrio und Caddy dieser Fehler öfter aufgetreten wäre, wenn es wirklich an einem zu geringen Abstand zwischen Leitungen und Auspuff gelegen hätte?

Dann an dich die Frage, was wäre denn sonst die mögliche Ursache? Warum konnte ich danach normal weiterfahren? Wieso ist das Problem nach dem Bremsflüssigkeitswechsel nicht mehr aufgetreten?

Bitte liefere mir doch eine andere Ursache, die alle drei Fragen schlüssig erklärt.

Zitat:

@Hinnerk1963 schrieb am 23. August 2021 um 16:56:23 Uhr:


Als mir dann vor drei Jahren mal beim sachten Anbremsen das Pedal durchfiel, war dies lediglich ein Signal, den 35 Jahre alten Hauptbremszylinder zu erneuern.

So etwas ist z.B. keine Erklärung, denn wenn der Hauptbremszylinder defekt ist, dann bleibt er defekt.

Gruß

Uwe

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Zitat:

Wenn du eine andere Erklärung für das kurzzeitige Versagen der Bremse mit anschließender Selbstheilung hast, bitte erläutere sie.

Wärmeleitung vom Krümmer auf die Bremsleitung über Konvektion halte ich auch für sehr unwahrscheinlich. Vor allem, wenn die Leitungen hinterm Krümmer liegen und die Wärme sich horizontal ausbreiten soll. Für horizontale Ausbreitung ist Luft schlecht geeignet.

Ein Golf I hatte ja meist noch nicht einmal belüftete Bremsscheiben und kleine niedliche Beläge. Eine solche Bremsscheibe und den Belag bekommst Du ohne Probleme auf der Autobahn mit einigen wenigen Bremsungen oder einer Vollbremsung auf die gleiche Temperatur, wie einen Krümmer. Die Bremsflüssigkeit und den kochend heißen Bremsbelag trennen dann nur noch ein gut leitender Stahlkolben im Bremssattel. Der leitet wesentlich besser, als Luft.

Das Tückische ist, dass Du dann sogar noch einen zeitlichen Verzug hast. In der Baustelle kann Deine Bremsscheibe wegen des fehlenden Fahrtwindes nicht abkühlen und gibt zusammen mit dem Belag schön gemütlich einen großen Teil seiner Wärme auf den Kolben und die Bremsflüssigkeit ab. Deine Bremsflüssigkeit "kocht" erst einige Zeit später, wenn Du wieder in normaler Geschwindigkeit in der Baustelle unterwegs bist und sanft bremst. Wenn es ein paar Jahre her ist, war es vielleicht auch noch schlechtere Bremsflüssigkeit, als sie heute verwendet wird oder DOT 3. Vielleich war aber auch eine der Dichtungen nicht mehr perfekt und es kam nicht nur durch Diffusion Wasser in die Bremsanlage. Da gibt es noch viele andere Erklärungen.

@400.000km

Zusätzlich zur Wärmeleitung durch die Luft gibt es noch die Wärmestrahlung, die doch wohl jeder vom Osterfeuer her kennt (vorne warm und hingen kalt) oder auch vom Kamin. Die Wärmestrahlung wirkt sofort und nicht verzögert.

Wenn es heiße Bremsscheiben gewesen wären, hätte ich ja zuvor stark bremsen müssen, habe ich aber nicht. Ich war zwar zuvor zügig unterwegs, habe aber durch runterschalten und moderates Bremsen die Geschwindigkeit reduziert. Nach dem Halten hatte ich ja auch kontrolliert, ob die Bremsen heiß waren und das war nicht der Fall (siehe erster Beitrag hierzu). Außerdem, wenn das Bremsen die Ursache gewesen wäre, hätte ich das bei meiner damaligen Fahrweise in anderen Situationen schon eher gehabt.

Zitat:

Da gibt es noch viele andere Erklärungen.

Na, dann raus damit. 😉

Gruß

Uwe

Zitat:

Hätte ich nicht gedacht, das ein Öl leichter, als Wasser ist.

Zitat:

@Istefanos schrieb am 23. August 2021 um 16:58:23 Uhr:


Ist normalerweise auch kein Öl..

Habe mich verschrieben. Ich meinte eigentlich, dass ich nicht dachte, das Wasser leichter ist, als das Bremsöl.

Zitat:

@4Takt schrieb am 23. August 2021 um 14:38:30 Uhr:


Stimmt. Hätte ich nicht gedacht, das ein Öl leichter, als Wasser ist.

Zitat:

@vanguardboy schrieb am 23. August 2021 um 17:47:38 Uhr:


Öl ist immer leichter... Was meinste, warum Öl auf den Meeren immer oben schwimmt.. Oder im Salat es oben aufm Dressing liegt..

Habe mich verschrieben. Ich meinte eigentlich, dass ich nicht dachte, das Wasser leichter ist, als das Bremsöl.

Es gibt kein Bremsoel!

Zitat:

Zusätzlich zur Wärmeleitung durch die Luft gibt es noch die Wärmestrahlung, die doch wohl jeder vom Osterfeuer her kennt (vorne warm und hingen kalt) oder auch vom Kamin. Die Wärmestrahlung wirkt sofort und nicht verzögert.

Dann halte mal morgen Mittag Deine Hand neben einen Kochtopf und erzähl uns mal, wie groß der Effekt ist. Da wirst Du merken, dass der Effekt auch vernachlässigbar ist. Kannst auch gerne eine gusseiserne Pfanne nehmen, die kommt dem idealen Wärmestrahler schon sehr nahe und wird auch wärmer, als ein Kochtopf.

Ein Golf I Krümmer ist halt kein Osterfeuer.

Ich habe nicht nur die Hand neben dem Rad gehalten, sondern vorsichtig die Felgen angefasst und nachdem ich die Räder auch die Scheiben kurz mit feuchtem Finger berührt (Hausfrauenbügeleisentest). Die Bremse und Scheiben waren nicht heiß.

Nochmal, ich hatte auch auf der Landstraße manchmal eine Fahrweise, die die Bremse stark belastet hat (Gerade Strecke stark beschleunigt und stark vor Kurven gebremst). Wenn die Bremse zu heiß geworden wäre, dann dann und nicht ein paar Wochen später beim sachten Bremsen.

Feuer und sehr heißer Krümmer haben etwas gemeinsam, sie strahlen Wärme ab.

Bei dem Golf hatte ich auch das Problem, wenn nach zügiger Autobahnfahrt den Wagen abgestellt hatte, dann hat die Wärmestrahlung den darüberliegenden Vergaser so stark erhitzt, dass nicht mehr vernünftig gelaufen ist, wenn ich den Motor nach zwei Minuten wieder gestartet habe. Also hat der Krümmer sehr wohl eine starke Wärmestrahlung abgegeben.

Der Golf fuhr ja damals auch „nur“ maximal 160 km/h und die bin ich damals auf der Autobahn auch häufig gefahren, so damals auch kurz vor der Baustelle. Wer seinem Auto „normal“ fährt, kennt solche Probleme auch nicht.

Gruß

Uwe

Dampfblasenbildung war damals ein gängiges Problem bei Vergasern.
Dein Problem mit der Bremse kann nur dann passiert sein wenn damals wahrscheinlich auch schon alte DOT 3 Bremsflüssigkeit drin war,denn ich glaube kaum das selbst ein sich in der Nähe der Leitung befindlicher Krümmer die Bremsleitung auf eine Temperatur bringen kann die den Mindestmässesoedepunkt heutiger Bremsflüssigkeit erreicht, der meiner liegt bei 175 Grad .
Man könnte da ja fast schon Äpfel mit Birnen vergleichen,oder heutige Motoröle mit damaligen.
Macht eigentlich kaum Sinn.

@Bloetschkopf

Ich sage ja, dass die Bremsflüssigkeit ca. 3 Jahre alt war. DOT 3, sehr wahrscheinlich ja.

Ob man das mit heutigen Bedingungen vergleichen kann, will ich doch nicht behaupten. Mir ging es nur darum zu zeigen, was passieren kann, wenn vorgegebene Intervalle überschritten werden. Ich sage ja auch nicht, dass mein Fehler heute noch auftreten kann.

Wir kennen von dem TE ja auch nicht das Alter des Fahrzeugs, wie oft die Bremse gewartet wird und auch nicht, welche Strecken er fährt. Es kann ja auch sein, dass er das Fahrzeug gerade für sportliche Fahrten in bergige Gegenden verwendet wird.

Wir wissen all diese Punkte nicht und daher finde ich gerade bei diesen Sicherheitsaspekt die hier von einigen getroffene Aussage etwas mutig, dass es reicht, wenn man die Bremsflüssigkeit erst alle 3 Jahre wechselt.

Ich sage ganz klar, bei solchen Sicherheitsaspekten sollte man einfach nicht experimentieren und insbesondere bei der geringen Ersparnis von 8,33 € pro Jahr gibt es auch keinen Anlass dazu. Siehst du das auch so oder anders?

Gruß

Uwe

Zitat:

@Uwe Mettmann schrieb am 23. August 2021 um 18:04:46 Uhr:



Zitat:

@Hinnerk1963 schrieb am 23. August 2021 um 16:56:23 Uhr:


Das ist ja nun kein besonders seltenes Fahrzeug. Meinst Du nicht, dass bei 6,6 Mio. Golf 1 inkl. Cabrio und Caddy dieser Fehler öfter aufgetreten wäre, wenn es wirklich an einem zu geringen Abstand zwischen Leitungen und Auspuff gelegen hätte?

Dann an dich die Frage, was wäre denn sonst die mögliche Ursache? Warum konnte ich danach normal weiterfahren? Wieso ist das Problem nach dem Bremsflüssigkeitswechsel nicht mehr aufgetreten?

Bitte liefere mir doch eine andere Ursache, die alle drei Fragen schlüssig erklärt.

Zitat:

@Uwe Mettmann schrieb am 23. August 2021 um 18:04:46 Uhr:



Zitat:

@Hinnerk1963 schrieb am 23. August 2021 um 16:56:23 Uhr:


Als mir dann vor drei Jahren mal beim sachten Anbremsen das Pedal durchfiel, war dies lediglich ein Signal, den 35 Jahre alten Hauptbremszylinder zu erneuern.

So etwas ist z.B. keine Erklärung, denn wenn der Hauptbremszylinder defekt ist, dann bleibt er defekt.

Gruß

Uwe

Ich will gar nicht in Abrede stellen, dass es an der Flüssigkeit gelegen haben könnte. Ich halte es nur für sehr, sehr unwahrscheinlich.
Schließlich hattest Du keinen V8-Biturbo da drin, der die Motorhaube zum Schmelzen bringt, sondern ein 1,5-l-Motörchen, das ringsum reichlich Platz hat, wobei der Motorraum unten zusätzlich noch komplett offen ist. Wenn dann an der Spritzwand 100 Grad oder mehr erreicht werden sollten, würden Dir auch drinnen die Socken qualmen.

Ich habe nun aber mal bei meinem Golf von 1983 nachgesehen und der hat am Hosenrohr beidseitig nach vorn und hinten ein Hitzeschutzblech (Foto). Fehlte das bei Deinem vielleicht? Die rosteten ja gern mal an den Halterungen ab.
Außerdem verlaufen die Bremsleitungen eine Etage höher, beinahe in einer Ebene mit dem Ventildeckel. Ob das deshalb verändert wurde?

Und zum HBZ: Wenn die allmählich aufgeben, stellt sich die Druckmanschette beim langsamen Betätigen des Bremspedals nicht mehr auf, die Flüssigkeit sickert seitlich vorbei, das Pedal lässt sich ohne Widerstand bis zum Boden durchdrücken. Tritt man mit normaler Geschwindigkeit oder schneller drauf, ist alles gut. Diese Phase kann sich ziemlich lange hinziehen, bis sich irgendwann gar kein Druck mehr aufbaut und es brenzlig wird.
Ich könnte mir vorstellen, dass Du so was erlebt hast und der HBZ einen weg hatte.

Hitzebleche GTI

Zitat:

@Hinnerk1963 schrieb am 23. August 2021 um 20:18:21 Uhr:


Ich habe nun aber mal bei meinem Golf von 1983 nachgesehen und der hat am Hosenrohr beidseitig nach vorn und hinten ein Hitzeschutzblech (Foto). Fehlte das bei Deinem vielleicht?

Dort war bei meinem Golf kein Hitzeschutzblech und weggerostet ist es sicherlich auch nicht, denn so alt war er damals nicht. Mein Golf war aber nicht von 83 sondern von 78.

Na, da haben wir doch die Ursache, denn vermutlich ist irgendwann genau aus diesem Grund das Hitzeschutzblech hinzugekommen.

Zitat:

@Hinnerk1963 schrieb am 23. August 2021 um 20:18:21 Uhr:


Außerdem verlaufen die Bremsleitungen eine Etage höher, beinahe in einer Ebene mit dem Ventildeckel. Ob das deshalb verändert wurde?

Es ist doch nun gerade auf deinem Foto zu erkennen, dass die beiden Bremsleitungen nicht höher verlaufen.

Zitat:

@Hinnerk1963 schrieb am 23. August 2021 um 20:18:21 Uhr:


Und zum HBZ: Wenn die allmählich aufgeben, stellt sich die Druckmanschette beim langsamen Betätigen des Bremspedals nicht mehr auf, die Flüssigkeit sickert seitlich vorbei, das Pedal lässt sich ohne Widerstand bis zum Boden durchdrücken. Tritt man mit normaler Geschwindigkeit oder schneller drauf, ist alles gut. Diese Phase kann sich ziemlich lange hinziehen, bis sich irgendwann gar kein Druck mehr aufbaut und es brenzlig wird.

Ich bin noch jahrelang damit gefahren, kann also nicht sein, dass dieser Fehler dann nur ein einziges Mal aufgetreten ist und nie wieder. Das wäre doch wohl extrem unwahrscheinlich.

Gruß

Uwe

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