Bremsen / Geräusche / Verschleiß

Honda CR-V

Liebe Gemeinde ;-)

Ich bitte erneut um eure Kompetenz. Mein CR-V 1.6 DTEC 9 G AT Exe BJ 06/15 mit knapp 30.000 Km hat seit mehreren Wochen Bremsgeräusche (klingt ähnlich wie wenn man mit Kreide über eine Tafel fährt), laut und schrill. Sie treten immer nach dem Starten auf, bleiben lange und sind immer nur dann der Fall, wenn man bei niedriger Geschwindigkeit zum Stillstand bremst (Anrollen in Parkgaragen, zu Kreuzungen etc.). Sie sind nie bei (kontrollierten) Vollbremsungen, auf der AB etc.

Bereits im Oktober beim Service beanstandet, mir wurde dann gesagt, dass kein Fehler gefunden wurde. Ich habe nun gehört, dass dieses Geräusch von den Bremsscheiben kommt und darauf hinweist, dass diese ausgetauscht gehören. Das war auch bei meinem vorigen Auto (MINI) der Fall.

Dies wäre dann natürlich ein extremer Verschleiß, zumal ich - im Gegensatz zu D - in A auf der Autobahn nur mit max. 130 km/h unterwegs bin und ein Abbremsen aus hoher Geschwindigkeit bei mir nie vorkommt.

Nun lese ich, dass es um die Bremsanlage des CR-V generell nicht sehr gut bestellt sein sollte. In diesem Sinne bitte ich euch nun, mir aus eurer Kompetenz und Erfahrungen zu sagen, was (1) ärgerlich, aber zu akzeptieren ist (2) zu beobachten ist, damit nichts Schlimmeres passiert (3) sofort zu beanstanden ist.

Da ich ein technischer Laie bin, fällt es mir immer schwer, bei derartigen Dingen adäquat zu reagieren.

Vielen Dank für eure Hilfe!

Euer stürmischer Drängler (Name noch aus GTI Zeiten *gg*)

Beste Antwort im Thema

Da schleifen die Bremssteine vermutlich leicht verkantet auf den Scheiben. Das kann soweit führen, dass die Steine dauerhaft anliegen und die Scheiben überhitzen können... Normalerweise sollten die Beläge nach dem Lösen der Bremse, bergab stehend, sofort zurück gehen und das Fahrzeug prompt anrollen lassen.. Geschieht dies nicht sofort, sondern hemmt die Bremse das Fahrzeug dann noch etwas oder nen Moment länger, sollten die Bremsen mal gängig gemacht werden und gereinigt werden.

Das war vor 2 Wochen bei mir so schlimm, dass es mehrmals nach überhitzen Teilen gestunken hat beim Abstellen des Fahrzeugs. Nun - mit wieder gereinigter Bremsanlage ist wieder alles ok... Bis zum nächsten Mal...

Vor nem halben Jahr mußten bei mir in der Folge solcher Effekte über nen längeren Zeitraum die kompletten Bremsbeläge und Bremsscheiben gewechselt werden, da sich die Bremsscheibe vorne rechts durch Überhitzung bereits verzogen hatte....

Ich vermute mal, dass es bei Dir ähnlich sein könnte und ne einfache Bremsenwartung und -Reinigung für vllt. 40€ hier bereits eine Lösung für Dein jetziges Problem darstellt. Ob dies dann aber wieder passiert und in welchen Zyklen, bleibt spannend. Mit einmal im Jahr ne Bremsenwartung bei der Inspektion hätte ich kein Problem.

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leute..........probleme bei fahrzeugen, ob neu oder gebraucht hats immer gegeben und wirds immer geben.
vw hat eben andere Probleme, volvo wieder andere, audi wieder anders, bmw, Benz usw.usf. es gibt kein perfektes auto ohne probleme, das ist illusion. insofern, keine frage der Marke

Moin Leute, das Problem ist NICHT die Qualität.. Weder bei Honda noch bei anderen Herstellern. Sondern das, was wir in Chemie gelernt haben:

REAKTION von Stoffen

Verkürzen wir das ganze. In unserer Umgebung ist so gut wie immer ein Fitzel Feuchtigkeit. Was macht Feuchtigkeit mit Metall und anderen Stoffen? Es REAGIERT. Es setzt sich wie ein kleiner Film auf die Beläge, Scheiben und zwischen Beläge und Zangen und bildet dadurch eine Hauchdünne Oxidschicht. Das blockierende Geräusch was wir wahrnehmen verschwindet sobald Bewegung ins Spiel kommt und die Oxidschicht beseitigt.

Daher haben wir gerne mal, selbst bei nagelneuen Bremsen morgens ein Knarren beim anfahren und kurz danach.

Um so ein Geräusch zu verhindern, lassen viele die Bremsbeläge "gangbar" machen, was nichts anderes ist als säubern und mit Fett gegen Reaktion einsetzen.

So, ich hoffe ich konnte damit etwas Aufklärung beisteuern und wünsche Euch ein angenehmes Wochenende.

Schön erklärt. Aber das erklärt nur die Fälle, bei denen die Bremsen nach entsprechender Standzeit bei den ersten Bremsungen quietschen. Hier gibt es aber auch Fahrzeuge, die bei jedem Bremsvorgang Geräusche machen.

Bei meinem Auto jeden morgen, bei dem Crv meines Vaters, seitdem ich die Beläge mit Molykot eingesetzt habe nur noch morgens. War vorher bei jedem Bremsenakt wahrzunehmen.

Ein anderes Manko ist der Misst, welcher bei Uns überall auf den Straßen verteilt wird. Vorallem Rollsplit. Dieser setzt sich nur einen Augenblick zwischen Belag und Scheibe und sorgt durch die Riefen die er hinterlässt ebenfalls für Geräuschentwicklung.

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Es gibt sehr sehr viele Autos diverser Hersteller, welche in der gleichen Umgebung und auf dem gleichen "Mist auf den Straßen" unterwegs sind und zu keiner Zeit (nicht morgens und schon gar nicht ständig) quietschende Bremsen aufweisen.
Insofern ist die Problematik also lösbar und keine superkomplizierte Aufgabe - außer anscheinend für Honda.

@ Winters1945

Das mit dem anrosten beim rumstehen is nicht das Problem, was hier Viele haben. Vielmehr scheinen die Bremssteine, die Führung der Bremssteine und die Bremskolben etwas unglücklich konstruiert zu sein. Die Bremssteine scheinen bei Verschmutzung leicht zum blockieren zu neigen. Die liegen dann nach ner Bremsung dauerhaft an der Bremsscheibe an und gehen nicht mehr zurück. Als Folge überhitzen die Bremsscheiben (es stinkt nach Fahrtende, machmal kommt auch schon Qualm aus nem Radkasten - dann is das ein sichtbares Zeichen: Ende der Bremsscheibe). Die Bremsscheiben verziehen sich dann und dann hilft nur noch ein Kompletttausch der Bremssteine und Bremsscheiben (= teuer).

Und wenn Ihr jetzt kommt mit: alljährlich bitte eine Bremsenreinigung machen.

Schön und gut, aber wenn zw. einem Kompletttausch und einen erneuten Auftreten des Problems nur 1/2 Jahr und 8000km gelegen haben?! Soll man jetzt mit einem Honda schon vierteljährliche Bremsenwartungen machen?

Bei mir hatte es übrigens nur vorne rechts ein solches Problem gegeben. Als sich dann wohl in Folge vieler Fahrten mit leicht anliegender Bremssteine die Bremsscheibe vorne rechte sich leicht zu verziehen begann (wirklich nicht viel und kaum beim echten Bremsen bemerkbar), brachte diese einseitig bremsende/hemmende Geschichte den gesamten Vorderwagen in Vibrationen. Ich dachte schon, dass da nen Radlager oder sonstwas an den Antrieben defekt sein würde. Das es einzig und alleine eine festgegammelte/klemmende Bremse ist, hätte ich nicht gedacht. Das Problem zog sich auch schon über nen halbes Jahr hin, bis ich den CR-V dann in die Werkstatt brachte und man da mit mir eine Probefahrt machte. Mitten auf dieser Probefahrt tauchte dann das Problem (z.Glück) wieder auf (diese Verklemmung war schließlich nie dauerhaft, sondern immer mal für 15-30min) und war dann so stark, dass nach der Probefahrt Qualm aus dem rechten Radkasten stieg.

Nen halbes Jahr nach dem Bremsentausch (die 500€ hab ich komplett bezahlt), tauchte nun im Herbst das Problem wieder auf. Nachdem die Bremse nochmals bewartet/gereinigt wurde (38€), is das Problem erst mal wieder weg. Ich fürchte aber: nicht für lange.

Moin, selbiges was ich geschrieben habe.

Reaktion.

Die Führungen und die Belagsführungen "rosten" leicht an und setzen dadurch die Beläge fest. Deswegen am besten schon beim Kauf des Fahrzeugs sagen und darauf bestehen, dass die Beläge mit Molykotfett nachträglich behandelt werden sollen, damit das blockieren nicht nach kurzer Zeit auftritt.

Ich kenne keinen Hersteller, der vom Werk aus, gefettete Beläge verbaut.

Gruß Winters

Alles klar, ich frag mal nach..

Ich werde jedenfalls darauf bestehen, dass beim nächsten Service die Teile eingefettet werden. Wenn das noch immer nichts hilft, wird der HH mir wohl die Teile austauschen müssen. Ich finde, dass dieses Quietschen die gefühlte "Wertigkeit" eines doch nicht ganz billigen Autos deutlich mindert . . .

Zitat:

@Winters1945 schrieb am 30. Januar 2017 um 09:21:50 Uhr:


Moin, selbiges was ich geschrieben habe.

Reaktion.

Die Führungen und die Belagsführungen "rosten" leicht an und setzen dadurch die Beläge fest. Deswegen am besten schon beim Kauf des Fahrzeugs sagen und darauf bestehen, dass die Beläge mit Molykotfett nachträglich behandelt werden sollen, damit das blockieren nicht nach kurzer Zeit auftritt.

Ich kenne keinen Hersteller, der vom Werk aus, gefettete Beläge verbaut.

Gruß Winters

https://baumann-oil.de/.../

Und welches sollte verwendet werden😕

Arbeitest Du bei dieser Firma?

Für Bremsen gibt es herstellerunabhängig Schmiermittel😛

Wobei den Bremszylinder und die Rückseite der Bremssteine sicherlich eingefettet werden können mit hochtemperaturbeständigen Fett. Aber die Seitenführung der Bremssteine und diese Edelstahlblechkäfige, in denen die Bremssteine gehalten werden auch einfetten? Man hat schließlich nix von, wenn was von dem Fett auf die Bremsscheibe gelangt...

Hallo Gotsche,
bei den Bremsenproblemen die du hier von deinem CR-V beschreibst ist es mit reinigen und fetten der Beläge und Führungen sicher nicht getan. Entweder ist mit deinen Bremszangen etwas nicht in Ordnung oder deine Werkstatt taugt nichts.
Es gibt sehr viele Gründe, warum Bremsbeläge nicht mehr in ihre Ausgangsposition zurück gehen.
Das sind, ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Klemmende Beläge, schwergängige Bremszangen (bei Schwimmsattelbremsen), klemmende/schwergängige Bremskolben, defekter Hauptbremszylinder, fehlerhafte ABS-Bauteil.
Wenn sich trotz neuer Beläge und Scheiben die Probleme kurzfristig wieder einstellen gehören diese Punkte der reihe nach abgearbeitet.
Beispiel schwergängige Bremskolben. Bei vielen Bremszangen fehlen entsprechende Gummibälge, um die Bremskolben vor Schmutz zu schützen. Meine Honda CB 650 hatte solche, meine aktuelle Suzuki Bandit nicht. Wenn sich jetzt im laufe der Zeit Schmutz zwischen Bremskolben und Zylinderwand festsetzt, wird der Kolben immer schwergängiger. Für die Vorwärtsbewegung des Bremskolben ist das noch kein Problem, da der Druck auf den Kolben durch die Bremsflüssigkeit sehr hoch ist. Nach Wegfall dieses Druckes geht der Kolben aber wegen seiner Schwergängigkeit nicht mehr in die Ausgangsposition zurück.
Bei meinen bisherigen Fahrzeugen prüfe ich beim Belagswechsel immer die Leichtgängigkeit der Bauteile. Also sowohl, ob sich der Schwimmsattel leicht verschieben lässt, als auch, ob sich der Bremskolben mit geringen Druck zurück schieben lässt. Bei meiner Suzuki hatte ich auch schwergängige Bremskolben. Ich fahre dann den Bremskolben so weit wie möglich heraus, ohne dass er aus dem Zylinder ganz herausrutscht, entferne den Dreck und fette den Kolben mit speziellen, hierfür zugelassenen Bremskolbenfett. Anschl. drücke ich den Kolben zurück. Danach habe ich für sehr lange Zeit Ruhe.
Ich weiss jetzt nicht, ob bei den CR-V Bremszangen auch solche Gummibälge fehlen, aber auch mit diesen Bauteilen kann es zu Verschmutzungen unter der Dichtung kommen.
Mein Ansatz wäre also, beim nächsten Bremsenservice erst mal die Leichtgängigkeit von Bremszange und Bremskolben prüfen.
Übrigens, bei jedem Räderwechsel werfe ich beim CR-V ein Blick auf die Bremsen. Unser CR-V ist 4 Jahre alt und hat ca. 44.000 km gelaufen. Belagstärke ist noch gut und Bremsscheiben sehen neuwertig aus.

und nochmal zum Thema aus einem anderen Forum eines jap. Herstellers:

http://www.motor-talk.de/forum/bremsscheibenverschleiss-t4930786.html

selbe Thematik, anderes Auto. aber halt.....moment.......nur honda hat doch diese probleme, stimmt ja.

Zitat:

@grpoe schrieb am 6. Februar 2017 um 19:32:45 Uhr:


und nochmal zum Thema aus einem anderen Forum eines jap. Herstellers:

http://www.motor-talk.de/forum/bremsscheibenverschleiss-t4930786.html

selbe Thematik, anderes Auto. aber halt.....moment.......nur honda hat doch diese probleme, stimmt ja.

Hallo grpoe,
dein Beispiel hinkt etwas. Nur weil andere Hersteller das gleiche Problem haben,ist es normal? Du solltest auch Hersteller nennen die keine Schwierigkeiten mit den Bremsanlagen ihrer Fahrzeuge haben.
Die Bremsanlagen der größeren Modelle von Honda waren, und sind wahrscheinlich, von minderer Qualität.

da hinkt nix, ich glaube eher das Honda und Mazda und andere jap. Hesteller ggf. den gleichen Zulieferer der Bremsentechnik hat. Möglich ist das alles. Andere vielleicht einen anderen mit besserer Qualität, wo es keine Probleme gibt. Wer weiß das schon. Es ist müßig das alles bis ins Detail auszudiskutieren. Fakt ist , Honda baut nicht mehr oder weniger Mist , wie andere Hersteller auch. Damit meine ich explizit auch die "Premiumhersteller". An den Rohstoffen und der resultierenden Qualität kann natürlich immer geschraubt werden, aber welcher Preis dann rauskommt, ist ne andere Frage.

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