BMW-Entwicklungsvorstand: Niemand will Elektroautos

Ich schmeiß das mal einfach in den Ring 😉

https://www.tichyseinblick.de/.../

Danke und Gruß
der "Stevie"

Beste Antwort im Thema

Ich fahr seit 3 Monaten ein Elektroauto und bin noch nie zum Laden gefahren. Ich lade im Büro (Ausnahme) oder beim Einkaufen (Regel). Das ist zwar so individuell wie Deine Mietwohnung in der Ladesäulendiaspora, aber man kann eben nicht seine individuelle Lage einfach verallgemeinern.

Die Elektromobilität kann nichts dafür, dass Du weder einen Stellplatz noch eine Garage oder einen Arbeitsplatz hast, an dem Du laden kannst. Das ist im Moment noch nicht die Regel.

Aber im Jahr 2000 war DSL auch die Ausnahme. Heute ist eine Wohnung ohne Breitbandanschluss nahezu unvermietbar und in 20 Jahren wird ein Stellplatz ohne Steckdose ebenfalls unvermietbar sein.

251 weitere Antworten
251 Antworten

Zitat:

@Skodadriver0815 schrieb am 8. Juli 2019 um 17:21:23 Uhr:


... Interessant ist die weitere Entwicklung in Norwegen, ob die Zulassungszahlen der E-Autos dort nicht demnächst stagnieren, dort gehen wir auf die 20% Marktanteil zu ...

Im März wurden in Norwegen erstmals mehr Elektroautos neu zugelassen als Pkw mit Diesel- oder Benzinantrieb. Die Stromer erreichten einen Marktanteil von fast 60 Prozent.

Das sind ja identische Fahrzeuge, die in D auch angeboten werden.
Woran liegt es also?
-Fahrzeugpreis
-Ladeinfrastruktur
-Strompreis
-Unterhaltskosten im Vergleich zum Verbrenner

Für meine Begriffe wird es nochmal spannend, wenn 2020 die angekündigten neuen Modelle erscheinen, die von vornherein als Elektroversion konzipiert sind und -wenigstens mit Förderprämie- unter 30.000 Euro kommen (ich denke da bspw an Corsa-e bzw Peugeot e208 - wo sich da der VW ID.3 einreiht, das weiss ich gerade nicht genau).

Zitat:

@Zimpalazumpala schrieb am 8. Juli 2019 um 21:22:05 Uhr:


Das sind ja identische Fahrzeuge, die in D auch angeboten werden.
Woran liegt es also?
-Fahrzeugpreis
-Ladeinfrastruktur
-Strompreis
-Unterhaltskosten im Vergleich zum Verbrenner

Massive Markteingriffe staatlicherseits, März war "Peak Tesla", in den Folgemonaten sind die Marktanteile von E-Autos auch wieder gesunken, in dem Maße indem auch die Tesla-Verkaufszahlen wieder gesunken sind (in Norwegen).

Ähnliche Themen

Zitat:

@Zimpalazumpala schrieb am 8. Juli 2019 um 21:22:05 Uhr:


Das sind ja identische Fahrzeuge, die in D auch angeboten werden.
Woran liegt es also?
-Fahrzeugpreis
-Ladeinfrastruktur
-Strompreis
-Unterhaltskosten im Vergleich zum Verbrenner

In einer Perfekten Welt wäre es wohl der nicht in genügendem Maße zur Verfügung stehende regenerative Strom.
Meinerseits tippe ich eher auf die Verbrennerpreise.

Ab sofort kann Elektro Mini bestellt werden (ab 32.000€) mit Technik aus dem i3.

Bin gespannt wie der sich entwickelt weil der kommt aus dem Hause BMW

Zitat:

@dean7777 schrieb am 04. Juli 2019 um 17:24:21 Uhr:


erst jetzt mit dem großen Akku ist der interessant geworden.

Ich fand den mit dem ~30 kWh Akku schon interessant (da ~50 % für den Alltag schon mehr als ausreichend sind), insbesondere mit der Option auf REx (für die ein bis zwei etwas weiteren Fahrten im Monat), das Problem ist da eher der Preis und halt die heimische Infrastruktur.

Die Gebrauchtwagenpreise gehen da aktuell eher in eine annehmbare Richtung, halt nur für Gebrauchte (wobei das kein wirkliches Hemmnis wäre).

Deshalb will Müller noch vor Vertragsende 2020 gehen, mit Klattens Zustimmung.

Moin

Nur das weder der deutsche noch der norwegische Staat wirklich interessante Absatzmärkte derzeit sind. Die Hauptmärkte sind unter anderem China.

In Deutschland ist einer der Hauptnachteile die Werbung. Wie ich es schon beschrieb, wer kauft ein Auto wo der Verkäufer schon sagt: Der hat aber nur 300 km Reichweite. Nächstes Jahr kommt ja der Nachfolger, der hat mindestens 400.

Jeder der sich schonmal ein Handy gekauft hat weis was es bedeutet wenn ein Nachfolgehandy rauskommt. Der Preis verfällt ins Bodenlose.

Und genau diese Angst haben Autokäufer. Das der Preis zu hoch ist halte ich für ein Gerücht, aus der RIchtung kommt auch meine AUssage das auch Porsche mit seinen kleinen Zahlen überlebt. Wer sich eine S-Klasse oder einen BMW 5er oder größer kauft, der hat auch Geld für einen E-Wagen. Der durchschnittliche Neuwagenpreis in Deutschland liegt bei 30.000 Euro, da liegen auch gut ausgestattete E-Wagen. Wäre der E-Niro früher dran gewesen hätte ich mir eher den gekauft als den PlugIn, preislich liegen sie dicht beinander.

Auch bei der Ladeinfrastruktur wird immer das gleiche von Händlern erzählt: Da müßen sie sich ne Wallbox installieren lassen. Das die Wallbox bei den meisten schon zu Hause in der Garage hängt, das wird nicht erzählt.

Eigentlich wurden die Gründe schon genannt warum man in Deutschland so zurückhaltend ist. Es liegt weniger an der verfügbaren Fahrzeugen als an der "Werbung" dagegen.

Moin
Björn

Zitat:

@Friesel schrieb am 10. Juli 2019 um 06:59:50 Uhr:


... das auch Porsche mit seinen kleinen Zahlen überlebt. Wer sich eine S-Klasse oder einen BMW 5er oder größer kauft, der hat auch Geld für einen E-Wagen. (…)
Auch bei der Ladeinfrastruktur wird immer das gleiche von Händlern erzählt: Da müßen sie sich ne Wallbox installieren lassen....

Ein Porsche ist auch nach 15 Jahren sein Geld wert

*

, was wissen wir denn schon über die Akku Altersdegradation, oder würdest Du bei einem 12 Jahre alten Auto wo noch 65% der Ursprünglichen Reichweite mit unterirdischen DC-Ladezeiten erreicht wird einen komplett-Akkutausch Zahlen? tippe mal auf 10-20k€.

Die Händler sagen zur Wallbox eher, das muss erst genehmigt werden.

Eine weitsichtige Politik sollte vielleicht mal generell die Verbrenner auf 2055 aus den Städten verbannen zumindest als planungsziel, so geht auch Planungssicherheit für die Industrie.

*= eine Aussage die sich so nicht in die Zukunft retten kann, weis nur keiner 🙁

Zitat:

@FWebe schrieb am 9. Juli 2019 um 15:30:12 Uhr:



Zitat:

@dean7777 schrieb am 04. Juli 2019 um 17:24:21 Uhr:


erst jetzt mit dem großen Akku ist der interessant geworden.

Ich fand den mit dem ~30 kWh Akku schon interessant (da ~50 % für den Alltag schon mehr als ausreichend sind),

je größer der Akku, desto größer der Umweltschaden bei der Herstellung wird der Bevölkerung gerade in die Köpfe gehämmert und wird dort auch sich dazu führen, dass man sich noch mehr Gedanken macht, ob die Anschaffung eines E Fahrzeugs wirklich die Welt rettet. Der Wasserverbrauch bei der Lithium Herstellung ist immens und unwiederbringlich verloren. Etwas besser wird es, wenn man die Recyclinquote von Akkus mit betrachtet, wobei die bei Lithium auch noch keine 50% erreicht und die Anlagen dazu, mangels Masse, eher als Versuchsträger zu bezeichnen sind.

Zitat:

@Friesel schrieb am 10. Juli 2019 um 06:59:50 Uhr:



Auch bei der Ladeinfrastruktur wird immer das gleiche von Händlern erzählt: Da müßen sie sich ne Wallbox installieren lassen. Das die Wallbox bei den meisten schon zu Hause in der Garage hängt, das wird nicht erzählt.

Moin
Björn

Habe jetzt extra nochmal geguckt: bei mir war keine in der Garage. Und solltest du einen einfachen 380V Anschluss meinen: da gehört ja noch ein bißchen was drumrum dazu, um den Saft korrekt ins Auto zu befördern.

Übrigens: Unsere Netzspannung wurde schon lang von 220 Volt auf 230 V erhöht. (Ich vermute, das war eine Maßnahme zur Unterstützung der Glühbirnenindustrie...;-) Dementsprechend beträgt der Nennwert der Sternspannung 230 V, womit sich zwischen zwei Außenleitern eine verkettete Spannung von
230 V x Wurzel(3) = ca. 400 V ergibt. Der umgangssprachlich Drehstrom oder Starkstrom genannte Wert ist also von 380 Volt auf 400 Volt gestiegen.
Ab 1987 erfolgte zunächst eine Umstellung in mehreren Abstufungen auf 230 (- 23 + 13 , 8) V. Seit 2009 darf die Netzspannung 230 ( ± 23 ) V betragen, womit 207 Volt bis 253 Volt erlaubt sind.

Und deshalb ist jetzt die Akzeptanz für EFahrzeuge eher niedrig?

Ne, die Erhöhung der Spannung um ca. 4,5 % war positiv für die Elektromobilität, weil dadurch ja bei gleicher Stromstärke - und das ist der begrenzende Faktor an der Steckdose - das Laden auch um 4,5 % schneller geht. Ach ja, ich weiß, das ist off Topic. Aber ich habe halt in einem Beitrag die falsche, da seit 1987 veraltete Zahl von 380 Volt gesehen. Da sollte man ja kurz berichtigend kommentieren dürfen - auch wenn's off Topic ist, oder? Auch blöd ist, dass oft falsche und generelle meist negative Beiträge zur Elektromobilität kommen - die auch meist off Topic sind. Aber gerade die möchte ich eben nicht unkommentiert so falsch stehen lassen, weil dann ja andere Leser ganz falsch informiert werden. Konsequenz: Auch da sehe ich mich gezwungen off Topic zu schreiben. Alternativ könnte man den falschen Beitrag auch löschen, aber das dauert eben lang, weil die Moderatoren ja auch nicht ständig und superaktuell hierauf prüfen können.

Ähnliche Themen