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Biomethan schlägt Elektromobilität

Themenstarteram 9. November 2018 um 12:33

Moin!

Gerade aus dem Netz gefischt.

https://www.br.de/.../...-biomethan-schlaegt-elektromobilitaet,R8q8Kik

Allen schon bekannt. Steckt viel Wahrheit drin.

Danke und Gruß

der "Stevie"

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157 Antworten

@ortler

Versuch mal ein Gedankenexperiment: im Thema geht es um Biomethan da kommt Wasserstoff schlicht nicht vor! Wenn er denn aus Garten- und Speiseabfällen produziert wird, wird auch kein zusätzliches CO2 frei und der "Teller" wird dadurch auch nicht kleiner. Warum also sollte man also eine irrwitzig teure H2-Infrastruktur aufbauen, wenn das gleiche durch bereits existierende CNG- Tankstellen und Biogasanlagen viel billiger und auch vor allem energetisch effizienter erledigt werden kann?

Zitat:

@holgor2000 schrieb am 11. November 2018 um 20:33:08 Uhr:

Merkwürdig, mir kam das länger vor. BMW auf der Expo 2000: https://de.wikipedia.org/wiki/BMW_E38#Wasserstoffauto_750hL

:rolleyes:

Ist zwar nur ein Detail, aber der Motor lief direkt mit H2 als Brennstoff und nicht mit einem von einer Brennstoffzelle angetriebenen Elektromotor, wie moderne H2-Autos.

Die Brennstoffzelle gibt es aber auch schon länger als 3-4 Jahre.

Es wäre angebracht nicht die x-te H2-Diskussion auch noch in diesem Thema zu führen. Bitte nutzt dazu die bestehenden Threads.

Grüße

ballex

MT-Team | Moderation

Zitat:

@OO--II--OO schrieb am 9. November 2018 um 17:42:57 Uhr:

Zitat:

@hudemcv schrieb am 9. November 2018 um 12:43:29 Uhr:

Ja, schön. Aber die knattern immernoch laut, oder? Erdgasbusse gibt es in der gesamten Republik und sind auch sicher eine der Alternativen, aber weder leise, noch einfach usw.

Auch die Elektrodinger müssen weiterhin "Lärm" machen, sonst überhört man die eventuell :

http://www.spiegel.de/.../...tig-wie-verbrenner-klingen-a-1224344.html

Das ist kein Lärm, sondern unterhalb von 30 km/h so ein diffuser leiser Sound.

Ein Bus, der 30 knattert ist DEUTLICH lauter. So ein Blödsinn wieder.

Zitat:

@MartinBru schrieb am 11. November 2018 um 21:45:18 Uhr:

Zitat:

@holgor2000 schrieb am 11. November 2018 um 20:33:08 Uhr:

Merkwürdig, mir kam das länger vor. BMW auf der Expo 2000: https://de.wikipedia.org/wiki/BMW_E38#Wasserstoffauto_750hL

:rolleyes:

Ist zwar nur ein Detail, aber der Motor lief direkt mit H2 als Brennstoff und nicht mit einem von einer Brennstoffzelle angetriebenen Elektromotor, wie moderne H2-Autos.

Die Brennstoffzelle gibt es aber auch schon länger als 3-4 Jahre.

Na das war ein ganz besonderer Coup von BMW, den sie dort verzappt haben - 20Mio€ Fördergelder abgefasst für den Bau einer Mini-H2-Flotte, wo der Beweis erbracht wurde, dass man mit H2 im Verbrennungsmotor rd 30% weniger Leistung hinbekommt, aber ja dafür ein Benzin-Energieäquivalent von 21Litern für 100km Fahrstrecke! CO2-Emissionen >400g/km (da aus Erdgas gewonnen) Geile Kiste! Seit dieser Zeit steht H2 unter "Argwohn"

(Sorry Mod - das mu0ßte jetzt sein)

Deswegen halte ich nicht eine "Künstliche" Energiequelle nicht für zielführend, sondern eben die Methan-Lösung für auch in 50 Jahren noch "zeitgemäß" Ganz einfach der Tatsache geschuldet, dass es Methan in 50 Jahren noch gibt, aber dessen Nutzung nicht unbedingt an den CO2-Ausstoss gebunden ist. Methan ist HEUTE schon leicht (sprich billig und nahezu verlustfrei) speicherbar und im Gasnetz transportierbar, ob H2 das in 50Jahren kann, ist für mich alles andere als sicher.

Aber dennoch : ein Bus mit reinem Methan-verbrenner-antrieb halte ich heute schon für eine Sackgasse weil eine blanke Energieverschwendung. Er steht - tuckert (Wirkungsgrad Null), er fährt los, maximale Leistung, (über dem optimalen Punkt), er fährt konstant 35 - (Wirkungsgrad nahe Null), er bremst mechanisch - Wirkungsgrad sogar noch schlechter - reicht das?

@Audi,

die Gartenabfälle werden keine ausreichende Basis der Energieerzeugung sein; im Winter ist die Aktivität meines Komposters nahe 0.

Das Ziel, das Klimagas CO2 zu reduzieren wird mit weiterer Nutzung fossiler Energieträger, wie auch immer, nicht erreicht werden. Zudem wurde der Fehler, Biomethan mittels Mais aus Monokultur zu erzeugen ber. erkannt. Die mit dem Maisanbau erzielten Gewinne liegen weit über dem Getreide- und Gemüseanbau. Hohe Pachten für Land zum Maisanbau verhindern zunehmend den Nahrungsmittelanbau. Erdgas, z.Zt. noch reichlich vorh. verbrennt so sauber wie Methangas.

Inwieweit andere hochenergetische Energieträger regenerativen Ursprungs sich durchsetzen, werden die nächsten Jahrzehnte zeigen. Allein die am Nasenring geführte Politik stellt die Weiche.

Themenstarteram 12. November 2018 um 12:59

Ich sehe ..... der Beitrag ist hier richtig angesiedelt gewesen ;-)

Eine Diskussion auf wirklich hohem, technischen Niveau und jeder Verfechter der E-Mobilität ist der 100%igen Überzeugung, dass Strom aus der Steckdose kommt.

Geile Show hier.

Es wird kein schwarz/weiß geben. Es wird eine Vielfalt an Antrieben geben, die uns das nächste Jahrzehnt begegnen werden.

Ein elektrischen Antrieb hilft der Innenstadt nur, wenn das Braunkohlekraftwerk auf einem anderen Planeten steht.

Reine BEVs auf der aktuellen Zellen-Technologie sehe ich als "aussterbende" Art. Die Rohstoffe dafür sind endlich, der Energiebedarf der Produktion um ein vielfaches Höher als bei einem Verbrenner.

Die Diskussion Tank/Teller ist von gestern. Biomethan könnte aus abfallstämmiger Herkunft kommen, oder Stroh (verbiogas.de).

Die Speicherung von Strom ist immer noch ein "Problem" - besonders von Überschussstrom. Da könnten eGas Anlagen helfen.

Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin der absoluten Überzeugung, das nur ein Elektromotor das sinnvollste Konzept zum Antrieb eine instationär laufenden Arbeitsmaschine ist.

danke und Gruß

der "Stevie"

Das Problem bei vielen Antriebsvarianten ist jedes mal die Infrastruktur die dafür in ähnlicher Leistungsfähigkeit aufgebaut werden muss, um für den Kunden auch überzeugend zu sein.

Benzin/Diesel bekomme ich an jeder Ecke, europaweit. Mit LPG/CNG sieht das schon anders aus. Kommen jetzt noch andere Kraftstoffvarianten dazu (H2, Biomethan etc.) macht das die Sache nicht einfacher. Sicher kann man die Motoren so auslegen, das sie sowohl Benzin als auch Biomethan verdauen. Nur ist keine Biomethantanke in Reichweite, wird eben Benzin getankt, was den Zweck (die Reduzierung von CO2 wieder ad absurdum führt).

Im wesentlichen kann man das ganze auf einen Formatkrieg runterbrechen. Das berühmteste Beispiel dürfte nach wie vor der Stromkrieg (DC vs. AC) sein. Bevor dieser nicht entschieden war, hat sich nichts durchgesetzt, weil die Kunden mit Zurückhaltung reagieren, solange nicht klar ist, was nun zukunftssicher ist.

Genauso HD-DVD vs. BluRay. Ich selbst habe diesen Krieg abgewartet, bevor ich meine erste BluRay gekauft habe.

Ähnlich wird's hier sein. Kaum jemand wird sich ein Auto kaufen, wenn er sich nicht sicher ist, das er das Ding europaweit betanken kann. Am besten ist hier natürlich Benzin/Diesel, gefolgt direkt von Strom, da dieser ebenfalls überall verfügbar ist. CNG/LPG ist europaweit schon ein Problem, mit H2 fange ich gar nicht an.

Das und der multiple Entwicklungsaufwand für noch mehr Antriebsvarianten, lassen mich nicht an eine friedliche Koexistenz mehrerer alternativer Antriebe glauben, mal abgesehen davon, das ich dies auch nicht als sonderlich sinnvoll erachte.

Grüße,

Zeph

Moin

Zitat:

die Gartenabfälle werden keine ausreichende Basis der Energieerzeugung sein; im Winter ist die Aktivität meines Komposters nahe 0.

Ortler..... Wen interessiert denn dein Komposthaufen. Eine Biogasanlage läuft 365 Tage im Jahr, egal womit sie gefüttert wird. Wie war das noch mit über den Tellerrand schauen und sich Fachwissen aneignen?

Zitat:

Zudem wurde der Fehler, Biomethan mittels Mais aus Monokultur zu erzeugen ber. erkannt. Die mit dem Maisanbau erzielten Gewinne liegen weit über dem Getreide- und Gemüseanbau. Hohe Pachten für Land zum Maisanbau verhindern zunehmend den Nahrungsmittelanbau.

Selbst Biogasanlagen betreiben ihre Äcker oftmals nicht mehr als Monokultur. Hat verschiedene Gründe. Die Gewinne mit Mais für Biogasanlagen höher zu bekommen als mit als Beispiel Weizen war sehr leicht, denn zur Zeit des großen Biogasbooms wurde man seinen Weizen teils schlicht gar nicht los, weder mit Gewinn, zu schlechten Zeiten auch nicht ohne.

Hast du schon erlebt das du beim Aldi um die Ecke irgendwas nicht bekommen hast?Anscheinend sind die Anbauflächen also immer noch ausreichend, insbesondere wenn ich mir ansehe welche Preise dort für z.B. Milch und Fleisch aufgerufen werden, und wieiviel jeden Tag weg geworfen wird.

 

Das sind Aussagen die schlicht von der Bild stammen, nciht aber von einem informierten Menschen.

Moin

Björn

Themenstarteram 12. November 2018 um 14:44

@Zephyroth Im deutschen Gasnetz sind bereits ca. 15% Biomethan.

Ich tanke mit meinem CNG Golf je nach Tankstellen zwischen 0 und 100% Biomethan.

Die Betreiber sichern zu, dass die getankte Menge an CNG als Biomethan ins Netz eingespeist wird.

Eine "echte" Biomethan Tankstelle, an der wirklich das eigen Biomethan vertankt wird kenne ich nur die hier:

http://www.energiehof-weitenau.de/biogastankstelle/

Das ist kein Hexenwerk.

Eine H2-Tankstelle kostet ca. 4-5 mal mehr als eine CNG Tankstelle.

Danke und Gruß

der "Stevie"

Zitat:

@steviewde schrieb am 12. November 2018 um 14:44:20 Uhr:

Eine H2-Tankstelle kostet ca. 4-5 mal mehr als eine CNG Tankstelle.

Bis Ende 2019 will H2 Mobility mit staatlicher Unterstützung 100 H2-Tankstellen eröffnen, derzeit sind es etwa 50. Vermutlich soll damit die kritische Infrastruktur aufgebaut werden, damit Langstreckenfahrer umsteigen und es einen pull-Effekt gibt.

Möglicherweise bin ich nur schlecht informiert, aber solche Anstrengungen sind mir bei Methan nicht bekannt. Offensichtlich will die Politik massiv die Elektromobilität fördern. Und H2 wird als dem Biomethan überlegen angesehen.

Es werden auch nicht nur die H2-Tankstellen subventioniert, sondern auch das H2 (so dass €9,50/kg rauskommen), damit es nicht teuerer als Benzin ist, um damit zu fahren.

Themenstarteram 13. November 2018 um 8:27

@Wanderbaer Es gibt 860 CNG Tanstellen in Deutschland und da hat es auch keinen "Pull-Effekt" gegeben.

Ich persönlich denke, dass die "kritische Masse" bei 1.500 Tankstellen liegt - egal welcher Kraftstoff. Und es kommt nicht auf die Reichweite drauf an.

Danke und Gruß

der "Stevie"

Zitat:

@Wanderbaer schrieb am 12. November 2018 um 19:53:04 Uhr:

Es werden auch nicht nur die H2-Tankstellen subventioniert, sondern auch das H2 (so dass €9,50/kg rauskommen), damit es nicht teuerer als Benzin ist, um damit zu fahren.

Das ist die Krux. Wie lange soll das gut gehen? Weder der Staat noch die Unternehmen werden auf ewig zubuttern und H2 ist in der Herstellung einfach schweineteuer. Selbst bei nur 10ct/kWh macht das 5.5€/kg nur an Stromkosten. Nicht dabei noch der Aufwand für's Komprimieren, den Transport, der Unterhalt der Infrastruktur und am wichtigsten: Es fehlen noch Steuern...

Grüße,

Zeph

Zitat:

@MartinBru schrieb am 11. November 2018 um 21:45:18 Uhr:

 

Ist zwar nur ein Detail, aber der Motor lief direkt mit H2 als Brennstoff und nicht mit einem von einer Brennstoffzelle angetriebenen Elektromotor, wie moderne H2-Autos.

Die Brennstoffzelle gibt es aber auch schon länger als 3-4 Jahre.

Mercedes Necar 1 (Brennstoffzelle) gabs schon 1994. Das sind 24 Jahre Entwicklung ohne nennenswerten Durchbruch.

Zitat:

@holgor2000 schrieb am 13. November 2018 um 11:29:41 Uhr:

Zitat:

@MartinBru schrieb am 11. November 2018 um 21:45:18 Uhr:

 

Ist zwar nur ein Detail, aber der Motor lief direkt mit H2 als Brennstoff und nicht mit einem von einer Brennstoffzelle angetriebenen Elektromotor, wie moderne H2-Autos.

Die Brennstoffzelle gibt es aber auch schon länger als 3-4 Jahre.

Mercedes Necar 1 (Brennstoffzelle) gabs schon 1994. Das sind 24 Jahre Entwicklung ohne nennenswerten Durchbruch.

Mit Brennstoffzelle "fahren" gibt es seit den 70ern. Da wurde nämlich von Siemens schon daran gearbeitet. Unsere Bundesdeutschen U-Boote fahren ja auch im Grunde so. Allerdings haben die keine Druckspeicher und der Preis ist da "untergeordnet".

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