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Bergabfahrt mit Tempomat

VW Golf 6 (1KA/B/C)
Themenstarteram 1. Oktober 2015 um 7:54

Hallo Community,

seit einem Jahr haben wir nun unser Golf Cabrio (160PS/DSG) und mir fällt eine Eigenart des Tempomat auf, die ich so noch bei keinem Auto beobachtet habe.

Fährt man bergab mit Tempomat, dann will das Auto das Tempo halten und schaltet zurück. Soweit so gut. Ich fahre öfter eine Strecke, da geht es über mehrere Kilometer gleichmäßig bergab und bis jetzt hat jedes Auto im höchsten Gang ohne Gas (auch mit Tempomat) ca 80-90 gehalten (begrenzt ist auf 80). Die Schubabschaltung hat dan den Momentanverbrauch auf 0 gebracht.

Der Golf schaltet nun vom 7. in den 4. Gang (!), hält dann brav das Tempo, hat aber einen Momentanverbrauch von 2-3l. Nimmt man den Tempomat raus: sofort wird in den 7. Gang geschaltet und der Momentanverbrauch geht auf 0. Das Tempo verändert sich nicht wesentlich. Tempomat wieder rein -> 4. Gang...

Ich würde ja verstehen, wenn er einen Gang runter schaltet - aber gleich 3? Dieses Runterschalten beobachte ich auch z. B. beim Rollen in der Stadt. Tendenziell fährt der Tempomat einen Gang niedriger.

In anderen Threads habe ich genau vom Gegenteil gelesen - hat hier VW "nachgebessert"? In meinen Augen allerdings zu extrem...

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12 Antworten

Also das mit dem 4. Gang wundert mich nicht, denn ein kleiner 1,4 l Motor (ohne Gas weiß er nichts von den Turbo PS) bringt als Motorbremse relativ wenig.

Das einzige was mich verwundert, warum verbraucht der Motor als Motorbremse laut Momentananzeige Sprit?

in welchem Modus fährst du? S oder D ?

Zitat:

@Otto58 schrieb am 1. Oktober 2015 um 18:38:18 Uhr:

Also das mit dem 4. Gang wundert mich nicht, denn ein kleiner 1,4 l Motor (ohne Gas weiß er nichts von den Turbo PS) bringt als Motorbremse relativ wenig.

Das einzige was mich verwundert, warum verbraucht der Motor als Motorbremse laut Momentananzeige Sprit?

wenn die Motorbremskraft zu hoch ist und zu einer Verringerung der Geschwindigkeit unter den Sollwert des Tempomaten führen würde, muss das Motorsteuergerät quasi etwas Gas geben, damit die Geschwindigkeit bergrunter gehalten wird.

Probiers mal aus:

leichtes Gefälle, Tempomat auf 30km/h und manuell den 1. Gang wählen...das dürfte mit 0,0L/100km kaum zu machen sein.

Themenstarteram 2. Oktober 2015 um 6:59

Zitat:

@navec schrieb am 1. Oktober 2015 um 18:42:29 Uhr:

in welchem Modus fährst du? S oder D ?

In D!

Dass er runterschaltet verstehe ich schon - dann kommt er in den Regelbereich - aber gleich 3 Gänge? Wie gesagt, das Gefälle ist so, dass der die Geschwindigkeit von 90 (die ich im Tempomat eingestellt habe) auch ohne Tempomat in D7 ziemlich genau einhält. Eigentlich bräuchte er nichts zu machen, Auto einfach rollen lassen...

Das hat bis jetzt jedes meiner Autos mit Tempomat auch so gemacht!

Themenstarteram 2. Oktober 2015 um 7:05

Um es noch einmal deutlicher zu machen: Gehe ich im manuellen Modus auf den 6. Gang, dann hält er bei 0-Momentanverbrauch die 90 nicht, sondern wird langsamer!

Habe mich ja dran gewöhnt und wenn ich dran denke, schalte ich bergab lieber keinen Tempomat an, sondern schalte manuell runter. Bei Passfahrten z. B. mache ich das sowieso...

Mich interessiert nur, ob das auch schon anderen aufgefallen ist, und wie Ihr damit umgeht...

Natürlich gibt es größere Probleme im Autofahrerleben ;)

na ja, "Unsinn" sollte das DSG nicht machen:

Wenn du ein Gefälle mit Tempomat fährst und das DSG einen so kleinen Gang wählt, dass der Motor wiederum aktiv eingreifen muss (und daher Sprit braucht) um die Sollgeschwindigkeit zu halten, schont das zwar die Bremsbeläge, verbraucht aber mehr Sprit als nötig.

Klar, das ist die einzige Methode, um den Sollwert des Tempomaten mit einiger Sicherheit ein zu halten.

Da heute z.Teil. nahezu alles gemacht wird, um den Spritverbrauch zu senken (und nicht alles, um die Bremsbeläge oder sonstige Hardware zu schonen...), finde ich das schon etwas merkwürdig.

Zitat:

@pitiplatsch schrieb am 2. Oktober 2015 um 07:05:30 Uhr:

... Habe mich ja dran gewöhnt und wenn ich dran denke, schalte ich bergab lieber keinen Tempomat an, sondern schalte manuell runter. Bei Passfahrten z. B. mache ich das sowieso...

Mich interessiert nur, ob das auch schon anderen aufgefallen ist

Aufgefallen nach dem DSG-Softwareupdate im Rahmen "der letzten Ölung". Bei den Veränderungen unter Punkt 5 kurz aufgeführt und etwas weiter hintem im Thread am Beispiel beschrieben.

 

VW hat hier in meinen Augen Mist gebaut, da die Regelung in sich widersprüchlich ist.

Golf 6 = "kleiner" Tempomat

- die Geschwindigkeit wird nur gehalten

- beschleunigt der Wagen von alleine wird nicht aktiv abgebremst

 

Mit meiner alten DSG-Software (1014, 2009 - 2014) wurde der letzte Punkt konsequent umgesetzt.

Im Ort, Eisenbahnlinie, Unterführung, steile Ab- und Auffahrt, die Abfahrt juckt den Tempomaten nicht, ich werde schneller und kann mit dieser Energie am direkt folgenden steilen Anstieg ein Stück weiter rollen, bevor der Tempomat eingreift und das Tempo hält.

Die neue Software (9056 seit 2014) pfuscht dieser Auslegung, kein aktives Abbremsen, ins Handwerk.

Gleiche Situation. Auf der steilen Abfahrt schaltet das DSG (D-Modus) zurück und bremst den Wagen über den Motor ab. Der Wagen nimmt nicht soviel Schwung auf, am Anstieg bin ich etwas langsamer, der Tempomat geht früher rein.

Wieso findet hier kein aktiver Bremseingriff statt?

Genau, weil es ein "kleiner" Tempomat ist. Und aus diesem Grund soll er auch im Gefälle die Finger von den Gängen lassen. Denn ohne aktivierten Tempomaten macht er dies auch nicht.

Dieses Eingreifen in die Gänge halte ich für kontraproduktiv, unlogisch und in gewisser Weise sogar gefährlich.

Wieso gefährlich? Es suggeriert Sicherheit wo keine ist. Mancher kommt vielleicht auf die Idee, dass der Wagen auch aktiv abbremsen würde, wenn es zu steil wird, weil er dies so von seinen größeren Fahrzeugen kennt, die einen "großen" Tempomaten mit aktivem Bremseingriff haben.

Dies ist hier aber nicht der Fall und wenn der "kleine" Tempomat nicht in die Gänge eingreifen würde, wäre die Botschaft für den Fahrer bergab auch immer eindeutig. Egal ob mit oder ohne aktiviertem Tempomaten, bergab wird der Wagen schneller.

So erhält der Fahrer jedoch "mixed signals" - und das geht mal gar nicht. In USA ...

 

Und für alle, die jetzt denken, bergab, das kann gefährlich werden, da muss der Tempomat eingreifen. Nö. Wenn es steil bergab geht tritt man auf die Bremse und schaltet damit den Tempomaten aus. Was soll also dieses Feature?

 

Zitat:

@pitiplatsch schrieb am 2. Oktober 2015 um 07:05:30 Uhr:

... und wie Ihr damit umgeht...

Bergab schalte ich den Tempomaten aus.

Wenn es steil runter geht, bremse ich sowieso. Dann wird durch das Abbremsen bedingt zurück geschaltet und die Drehzahl geht hoch. Der Tempomat ist somit aus und diese unsinnige Regelung ist überflüssig.

Wenn es nur flach runter geht, will ich fast immer den leichten Schwung mitnehmen, d.h. ich deaktiviere den Tempomaten am Hebel. Ein Zurückschalten will ich in dieser Situation fast immer nicht.

 

Fazit: Dieses neue Feature des Tempomaten ist kontraproduktiv, unlogisch und bei einem "kleinen" Tempomaten schlicht unsinnig.

 

VG myinfo

Die Geschichte mit dem Spritverbrauch bei Bergabfahrt unter Verwendung des Tempomaten, ist m.E. eigentlich, wenn man ausschließlich die Funktion des Tempomaten sieht, nur konsequent zu Ende gedacht, denn jetzt macht er auch bergab das, wofür er eigentlich gedacht ist....

@myinfo:

Zitat:

VW hat hier in meinen Augen Mist gebaut, da die Regelung in sich widersprüchlich ist.

Golf 6 = "kleiner" Tempomat

- die Geschwindigkeit wird nur gehalten

- beschleunigt der Wagen von alleine wird nicht aktiv abgebremst

was ist widersprüchlich?

die Geschwindigkeit wird gehalten und genau das soll ein Tempomat bewirken. Der Wagen wird durch die entsprechende Gangwahl eindeutig aktiv abgebremst, es werden dazu nur nicht die Fahrzeugbremsen benutzt.

Sprit kostet es immer; ob du (oder die Elektronik) per Fz-Bremse die Geschwindigkeit hälst oder der Motor die Bremswirkung bei kleinem Gang mit Zugabe von Sprit regelt.

Immerhin ist die Regelung per Einspritzung mit weniger Verschleiß verbunden, als Temporegelung mit der Fz-Bremse, egal wer die bedient.

Dass es oftmals günstiger ist, den wagen etwas schneller rollen zu lassen, wie es auch früher mit DSG und Tempomat funktionierte, ist eine andere Sache.

 

 

Zitat:

@navec schrieb am 2. Oktober 2015 um 17:46:22 Uhr:

Zitat:

VW hat hier in meinen Augen Mist gebaut, da die Regelung in sich widersprüchlich ist.

Golf 6 = "kleiner" Tempomat

- die Geschwindigkeit wird nur gehalten

- beschleunigt der Wagen von alleine wird nicht aktiv abgebremst

was ist widersprüchlich?

Die Veränderung bei dem zweiten Punkt, den ich zum Verständnis weiter unterteile:

Meine Ausgangssituation = Stand 2009 - 2014:

- beschleunigt der Wagen von alleine, wird per Bremsanlage nicht abgebremst => man wird schneller

- beschleunigt der Wagen von alleine, schaltet das DSG nicht zurück => man wird schneller

= gleiches Verhalten, gleiche Signale = eindeutige Botschaft = immer wenn ich schneller werde, greift der Tempomat nicht ein

Mein Stand seit 2014 (Softwareupdate) = aktueller Stand ab Werk:

- beschleunigt der Wagen von alleine, wird per Bremsanlage nicht abgebremst => man wird schneller

- beschleunigt der Wagen von alleine, schaltet das DSG zurück => man wird langsamer

= unterschiedliches Verhalten, ungleiche Signale = unklare Botschaft

Wird damit aus einem "kleinen" ein "großer" Tempomat, der die Geschwindigkeit in jeder Situation hält?

Nein, man muss immer noch selbst abbremsen.

Was bringt diese Veränderung dann?

Im steilen Gefälle muss man bremsen, d.h. der Tempomat ist aus und die Regelung überflüssig.

Im mittleren Gefälle reicht der Eingriff nicht aus, d.h. man muss dennoch bremsen, d.h. die Regelung ist überflüssig.

Im flachen Gefälle ist die neue Regelung kontraproduktiv, die alte hingegen war optimal.

Gerade auf den Strecken, in denen das flache Gefälle leicht wechselt und man immer wieder in die Schubabschaltung kommt, war die alte Regelung ausgezeichnet. Sie hat den Zusatzschwung ausgenutzt und nicht vernichtet.

VW hat eine gute Lösung schlechter gemacht.

VG myinfo

Hab auch ein 7 gang dsg gkb lwz von 2013 mit dem neuen öl und der software. Das extreme runter schalten nervt mich. Daher von d den hebel nach rechts. Seinen gang finden. Rollen lassen und die bremse sporadisch nutzen.

Hast du die klima an?

Die spielt auch eine rolle sowie die wassertemp vom motor.

Berg ab bremst die klima gut. So daa mit klima der motor gas geben muss. Genauso brauch der drehzahl wenn sie viel kühlen muss. Steigt die wassertemp so ist. Z.b. im leerlauf die motordrehzahl höher.

@myinfo:

Zitat:

VW hat eine gute Lösung schlechter gemacht.

also eine softwaretechnische Verschlimm-Besserung...

meine Entscheidung vor einem Jahr, kein DSG mehr zu kaufen, war wohl, nachdem was ich hier, aber auch im Golf 7-Forum so lese, intuitiv richtig...

Themenstarteram 5. Oktober 2015 um 7:25

Zitat:

Fazit: Dieses neue Feature des Tempomaten ist kontraproduktiv, unlogisch und bei einem "kleinen" Tempomaten schlicht unsinnig.

 

VG myinfo

Sehe ich genauso, ebenso ist mir klar, dass ein Tempomat nicht bremst. Das bin ich vom ACC im Audi gewöhnt, habe ich aber nicht im Golf - soweit, so gut...

Zur Frage bzgl. Klimaanlage - ist davon unabhängig. Klar ist die Bremswirkung des Motors mit laufender Klima höher. Da es sich aber um ein Cabrio handelt, ist diese aus, wenn das Dach auf ist. Wenn es keinen Grund für offen fahren gibt, nehme ich eher den Audi :D.

Lange, steile Gefälle fahre ich auch (weiter oben bereits beschrieben) eher im manuellen Modus und niemals mit Tempomat. Wäre mal einen Versuch wert, vom Timmelsjoch ins Passeiertal runter mit Tempomat :D:rolleyes:.

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