Begegenung der dritten Art
Hallole zusammen
Gestern abend hatte ich eine ungewöhnliche
OK für einige unter Euch schon bekannte Begegnung.
Ich befuhr eine ausserörtiche Strasse zwischen
meinem Wohnort und der nächsten Stadt. im
Gegenverkehr eine Schlange wie zu dieser Zeit
üblich.
Auf meiner seite ca. 500 M hinter einen vereinzelten
Wagen.
Plötzlich scherte ein Silberner BMW im Gegenverkehr
aus und begann die ganze schlange zu überholen.
Kommt Dir einer entgegen, klar äusserst rechts fahren
und ich bewegte mich nach der Rechten Fahrbahnseite.
Das ganze lief äusserst ruhig ab und nach meiner
Langjährigen Fahrpraxis gefühlsmässig auch ganz
easy.
Das die Fahrzeuge des Gegenverkehrs da schon ein
Hupkonzert sowie auch das Fahrzeug hinter mir
schon mit Lichthupe randalierten hab ich erst
realisiert als das ganze schon vorbei war.
Gehört hab ich nur als wir aneinander vorbei fuhren
eine scharfen Luftzug aus dem Bereich des Spiegels.
Nun ich will nicht behaupten das ich der Vollprofi bin
denn ich erkenne noch immer Fehler die ich gelegendlich
selber mache, das ist mir auch bewusst aber das es so
Eng war ist sehr lange her.
Hängt vieleicht auch damit zusammen das ich mich im
meinem alten Benz sehr sicher fühle und selbst eine
mögliche Kollision nicht beunruhigt. Der letze relevante
Unfall ist auch schon über zwanzig Jahre her, bei
keinem war ich allerdings schneller wie dreissig vierzig km/H.
Eben so Sachen wie nicht angepasster Abstand und nicht ausgereichter Bremsweg.
Was mich selber im nachhinein beuruhigt ist die Situation
und meine eigene Reaktion darauf.
Mag sein das viel Unfälle dadurch entstehen das in
vergleichbarer Situation ausflippt und dann Fahrmanöver
macht die nicht angemessen sind und dadurch kollisionen unvermeidbar sind, aber das man wirklich nur Ruhig und
entspannt sein Fahrzeug bewegt vermeidet doch einiges.
Ich verstehe sollche Autofahrer die ohne logisches Denken
andere gefährden und unfälle verursachen überhaupt nicht.
Ich weis das die Zeit heute eine andere ist und auch in
meiner Jugend war das Überleben mehr Zufall und Glück
als Fahrerisches Können.
Mann sollte das mal überdenken und Bewusster ins
Fahrzeug steigen, Actionfilme im Kino die ich liebe
führen heute bei mir nicht mehr zu einer riskanteren
Fahrweise wie damals vor 35 Jahren.
Heute ist der phsychische Druck durch Job Familie oder
Partnerschaft sowie imaginärer Zeritdruck oft so groß
das man zur tickenden Zeitbombe werden kann.
Zum Termindruck hab ich ein Patetrezept ,
Alle meine Uhren gehen 15 Minuten vor.
Glaubt mir das klappt.
Zu Armeezeiten gab es einen alten Spruch:
5 Min vor der Zeit ist des Soldaten pünktlichkeit
Was sagt Ihr dazu Jol.
Jol.
Beste Antwort im Thema
@stadtaffe:
Dann will ich es mal versuchen zu erklären:
Wir tauschen mal die Rollen...
Du kommst auf deiner Spur auf eine Reihe parkender Autos zu. Die Strasse macht einen leichten rechtsknick. Aufgrund der parkenden Autos und der Bebauung/Bewuchs rechts neben der Fahrbahn kannst Du nichteindeutig erkennen, ob von vorne was kommt.
Was tust Du?
a) Du stellst Deinen Wagen auch rechts ab und gehst zu Fuß weiter
b) Du wartest einen kleinen Moment und tastest Dich dann vorsichtig in die Gegenspur
c) Du wendest und fährst zurück nach Hause, um es morgen nochmals zu probieren
__________________
OK, mögen die Autos auch verkehrswidrig da stehen, weil Du jetzt nicht mehr um die Kurve sehen kannst. Sowas gibt es täglich überall in Deutschlands Städten zuhauf...
Jetzt stell Dir vor, Du hast an Deinem PKW einen Wohnwagenanhänger dran. Wenden und zurücksetzen in der engen 30er Zone mit mehreren PKW hinter Dir ist quasi unmöglich. Was tust Du?
Irgendwann wirst Du nach Möglichkeit b) verfahren und vorsichtig auf die Gegenfahrbahn fahren. Sobald Du um die Kurve bist, kommt Dir tatsächlich jemand entgegen... Tja, der kann jetzt zwei Fahrzeuglängen zurück, oder auf sein Recht pochen, das er zugegebenermaßen ja hat... Obwohl auch gilt, dass derjenige, der zuerst in der Engstelle ist, Vorfahrt hat, und das warst ja dann Du...
Nun zum eigentlichen Fall zurück:
So wie oben beschrieben, geht es den LKW-Fahrer auch. Natürlich kann der LKW zurücksetzen. Dazu müssen erst die PKW hinter ihm weg. Dann braucht er nach Gesetz einen Einweiser. Und Platz. Wie lange braucht er wohl, bis er Dir den Weg räumt? 5min? 10 min? Wie lange brauchst Du incl. verletztem Ego, um dem LKW Dein Recht auf Vorfahrt abzutreten und mal eben 10m rückwärts zu fahren? 10sec. ? 1min?
Was bringt Dich also schneller zu Deinem Ziel und macht demnach mehr Sinn um voranzukommen?? Das Zauberwort heißt "Rücksicht" auch auf andere...
41 Antworten
Tja, leider Gottes wird diese " Art " von Deppen nicht aussterben.
Auf diese Gattung müssen wir uns eben alle einstellen um Unfälle zu vermeiden.
Da fast jeder nach einer gewissen Zeit seine eigenen Regeln aufstellt, lassen sich manche Situationen nicht vermeiden.
Ein wirkliches Patentsystem gibt es leider nicht um die Ruhe zu bewahren, da muss jeder selbst dran arbeiten.
Ich habe auch immer den Eindruck besonders "sportliche" Fahrer, fahren meist ein Auto von dem Münchner Hersteller. Wie in deinem Fall.......
Diese Ansicht haben mir schon mehrer Bekannte bestätigt.
Zitat:
Original geschrieben von jloethe
Ich verstehe sollche Autofahrer die ohne logisches Denken
andere gefährden und unfälle verursachen überhaupt nicht.
Ich auch nicht, habe aber zu meinem Leitwesen am Freitag (also Gestern) mal wieder einen getroffen: War unterwegs zwischen zwei Ortschaften um einkaufen zu fahren. Etwa 1km nach dem Ortsausgang macht die Landstrasse einen leicht abfallenden Rechtsknick. Man kann wegen Bewaldung dort nicht einsehen. Im Scheitelpunkt der Kurve werde ich urplötzlich mit folgender Situation konfrontiert:
Lastwagen auf der rechten Spur quält sich mit 60 oder 70 km/h den 'Hügel' rauf und am Ende befindet sich auf der linken (also auf meiner) Spur ein Kleinlaster der sich auf Höhe der Hinterreifen befindet.
Bin erst mal voll auf Bremspedal gestiegen, mir war aber da schon klar, dass es mit den 50 Metern nicht reicht bei Tempo 100 und habe schon mal nach rechts geschaut wo ich am bestens ins Feld reinfahre.
Naja, der Fahrer des Kleinlasters hats aber noch rechtzeitig geschaft auch zu verzögern und ist wieder hinter dem LKW zurückgefallen, wir hatten noch beide ca. 30 km/h drauf als wir uns passierten.
Ich hätte nicht mal überlegt an der Stelle zu überholen, aber viel zu viele gehen das Risiko einfach ein getreu dem Motto: "Es wird schon keiner kommen"
Die Strasse ist wirklich selten befahren und in 999 Fällen von 1000 kommt auch keiner, trotzdem: So was geht ja mal gar nicht.
Zitat:
Original geschrieben von jloethe
Hallole zusammen
Gestern abend hatte ich eine ungewöhnliche
OK für einige unter Euch schon bekannte Begegnung.
Ich befuhr eine ausserörtiche Strasse zwischen
meinem Wohnort und der nächsten Stadt. im
Gegenverkehr eine Schlange wie zu dieser Zeit
üblich.
Auf meiner seite ca. 500 M hinter einen vereinzelten
Wagen.
Plötzlich scherte ein Silberner BMW im Gegenverkehr
aus und begann die ganze schlange zu überholen.
Kommt Dir einer entgegen, klar äusserst rechts fahren
und ich bewegte mich nach der Rechten Fahrbahnseite.Das ganze lief äusserst ruhig ab und nach meiner
Langjährigen Fahrpraxis gefühlsmässig auch ganz
easy.Das die Fahrzeuge des Gegenverkehrs da schon ein
Hupkonzert sowie auch das Fahrzeug hinter mir
schon mit Lichthupe randalierten hab ich erst
realisiert als das ganze schon vorbei war.
Gehört hab ich nur als wir aneinander vorbei fuhren
eine scharfen Luftzug aus dem Bereich des Spiegels.Nun ich will nicht behaupten das ich der Vollprofi bin
denn ich erkenne noch immer Fehler die ich gelegendlich
selber mache, das ist mir auch bewusst aber das es so
Eng war ist sehr lange her.
Hängt vieleicht auch damit zusammen das ich mich im
meinem alten Benz sehr sicher fühle und selbst eine
mögliche Kollision nicht beunruhigt. Der letze relevante
Unfall ist auch schon über zwanzig Jahre her, bei
keinem war ich allerdings schneller wie dreissig vierzig km/H.
Eben so Sachen wie nicht angepasster Abstand und nicht ausgereichter Bremsweg.
Was mich selber im nachhinein beuruhigt ist die Situation
und meine eigene Reaktion darauf.Mag sein das viel Unfälle dadurch entstehen das in
vergleichbarer Situation ausflippt und dann Fahrmanöver
macht die nicht angemessen sind und dadurch kollisionen unvermeidbar sind, aber das man wirklich nur Ruhig und
entspannt sein Fahrzeug bewegt vermeidet doch einiges.Ich verstehe sollche Autofahrer die ohne logisches Denken
andere gefährden und unfälle verursachen überhaupt nicht.
Ich weis das die Zeit heute eine andere ist und auch in
meiner Jugend war das Überleben mehr Zufall und Glück
als Fahrerisches Können.
Mann sollte das mal überdenken und Bewusster ins
Fahrzeug steigen, Actionfilme im Kino die ich liebe
führen heute bei mir nicht mehr zu einer riskanteren
Fahrweise wie damals vor 35 Jahren.
Heute ist der phsychische Druck durch Job Familie oder
Partnerschaft sowie imaginärer Zeritdruck oft so groß
das man zur tickenden Zeitbombe werden kann.Zum Termindruck hab ich ein Patetrezept ,
Alle meine Uhren gehen 15 Minuten vor.
Glaubt mir das klappt.
Zu Armeezeiten gab es einen alten Spruch:
5 Min vor der Zeit ist des Soldaten pünktlichkeit
Was sagt Ihr dazu Jol.
Jol.
Wäre ich an Deiner Stelle gewesen, hätte ich dafür Sorge getragen, dass dieser Kandidat jetzt schon "zu Fuss gehen" würde.
Ich bin bei der Feuerwehr, und bin auch wie du, schon in ähnliche Situationen geraten. Ich hab mir immer so dabei gedacht "Wenn die wüssten wie die meisten aussehen die ich schon rausgeschnitten hab, würden diejenigen freiwillig nicht mehr fahren wollen"
Jedenfalls hat mein Kollege nach 8 monatigem Fahrverbot seinen Führerschein wieder, weil er täglich (auch mich) ähnlich, wie von Dir beschrieben, überholte. Ein anderer Kollege, der wie er und ich, denselben Heimweg hatte, hatte ihn dortmals angezeigt.
Anscheinend hat es bei Ihm nichts bewirkt und die 8 Monate waren noch zu wenig. Jedenfalls wollte er kürzlich wieder so hirnrissig überholen. Ich hab Ihn dann am nächsten Tag im Geschäft ins Gebet genommen, dass ich der nächste sein werde, der Ihn, bei nochmaligem Versuch mich zu überholen, auf Lebzeit zum Fussgänger machen würde.
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vorhin hatte ich schräg gegenüber bei mir auch einen "lustigen" Fall.
Der Beatlefahrer hat sich unheimlich aufgeregt und wollte dem LKW-Fahrer sogar an den Kragen, aber wo sollte der LKW denn hin ? Zurücksetzen war für den LKW auch keine Option.
Nach 10 Min. hatte der Beatle aufgegeben, da die Leute hinter dem LKW ausgestiegen sind um sich den Beatle-Fahrer mal zur brust zu nehmen....
Zitat:
Original geschrieben von popeye174
vorhin hatte ich schräg gegenüber bei mir auch einen "lustigen" Fall.Der Beatlefahrer hat sich unheimlich aufgeregt und wollte dem LKW-Fahrer sogar an den Kragen, aber wo sollte der LKW denn hin ? Zurücksetzen war für den LKW auch keine Option.
Nach 10 Min. hatte der Beatle aufgegeben, da die Leute hinter dem LKW ausgestiegen sind um sich den Beatle-Fahrer mal zur brust zu nehmen....
Ich verstehe das nun nicht so ganz, oder habe ich etwas auf der Zeichnung nicht gesehen.
Der LKW steht doch auf der völlig falschen Spur und welcher der Beatle wollte dem LKW an den Kragen ???
Zitat:
Original geschrieben von popeye174
aber wo sollte der LKW denn hin ? Zurücksetzen war für den LKW auch keine Option.
Falsche Frage.
Wie kommt der LKW dahin?
Die ganze Reihe war zugeparkt und 100m vorher eine Kurve.
Der LKW muss leider durch diese Straße, da die andere für LKW gesperrt ist.
Er hatte keine Gelegenheit vorher irgenwo einzuscheren, welches er dem PKW-Fahrer auch freundlich erklären wollte.
da siehts so aus wie in der Stadt wo ich arbeit. diese Situation hab ich 2-3 mal am Tag. Mir ist bis jetzt nur einmal einer bløde gekommen.Und das war nen Muellfahrer. Wir standen uns mit dem LKW 50cm gegenueber. Er Hupte und fuchtelte wie wild. Fehlte nur noch der Dampf aus den Ohren. Als er es nach einer weile schaffte seine Kiste halb neben mich zu bringen und er praktisch feststeckte😉 liess ich mein Fenster runter und klopfte an seins. Mit widerwillen hat er seins aufgemacht und noch bevor ich was sagen konnt hat er sich 3 x entschuldigt. Da merkt man das es Leute gibt die sich ins Auto setzten den Schluessel rumdrehen und pløtzlich nen anderer Mensch sind.
gruss
Diese Kamikaze fahrer sind Menschen denen ihr eigenes Leben scheiß egal ist.. schön und gut für sie.. aber dann sollen sie auch nicht unschuldige in die scheiße mitreisen. Zeitdruck und so ein Käse ist keine ausrede für so ein Verhalten.
Ich glaube das sind frustrierte/deprissive Menschen die sowas machen.. die brauchen einfach Hilfe! Nur solang nichts passiert und sie nicht erwischt werden wird denen nicht geholfen.. dabei geht es nicht unbedingt nur ums fahren.. viele nehmen ihren Frust von zu Hause, Arbeit oder sonst von irgendwas in den Verkehr und da gehört er nicht hin! Irgendwo muss man schon lernen mit sich selbst umzugehen man(n)/Frau ist alt genug dazu ;-)
Zitat:
Original geschrieben von Madness23
Diese Kamikaze fahrer sind Menschen denen ihr eigenes Leben scheiß egal ist..
Nein, ich glaube, das sind Menschen die immer und überall der Meinung sind alles unter Kontrolle zu haben. Selbstüberschätzung nennt man das.
Am Leben hängen die Brüder auch.
So, ich mach mich jetzt wieder ein wenig unbeliebt mit der Frage woums eigentlich geht?
Zusammengefasst les ich für mich: Es wurde trotz Gegenverkehr überholt, der TE hat sich rechts gehalten, es war ein wenig eng, aber passiert ist nichts.
Ich seh da jetzt irgendwie keine besondere dramatik drinnen. (mir ist aber auch unbekannt wie breit die Straße wirklich ist. )
Zitat:
Original geschrieben von Roter-Baron
Ich verstehe das nun nicht so ganz, oder habe ich etwas auf der Zeichnung nicht gesehen.Zitat:
Original geschrieben von popeye174
vorhin hatte ich schräg gegenüber bei mir auch einen "lustigen" Fall.Der Beatlefahrer hat sich unheimlich aufgeregt und wollte dem LKW-Fahrer sogar an den Kragen, aber wo sollte der LKW denn hin ? Zurücksetzen war für den LKW auch keine Option.
Nach 10 Min. hatte der Beatle aufgegeben, da die Leute hinter dem LKW ausgestiegen sind um sich den Beatle-Fahrer mal zur brust zu nehmen....
Der LKW steht doch auf der völlig falschen Spur und welcher der Beatle wollte dem LKW an den Kragen ???
Hihihi, einer hats gemerkt 😉
Also John und George eher nicht, würde ich sagen.
Zitat:
Original geschrieben von Qarks
So, ich mach mich jetzt wieder ein wenig unbeliebt mit der Frage woums eigentlich geht?Zusammengefasst les ich für mich: Es wurde trotz Gegenverkehr überholt, der TE hat sich rechts gehalten, es war ein wenig eng, aber passiert ist nichts.
Ich seh da jetzt irgendwie keine besondere dramatik drinnen. (mir ist aber auch unbekannt wie breit die Straße wirklich ist. )
Na in Deiner Gegend möcht ich nicht wohnen wenn dort überholen trotz Gegenverkehrs zur Tagesordnung gehöhrt bzw. niemanden mehr wirklich bewegt.