Auris Hybrid, hoher Verbrauch!
Hallo Zusammen,
Problem:
habe vor 2 Jahren ein Auris Hybrid 1.8 für meine Frau gekauft. Da sie ja 2000km im Jahrr fährt, ist der Verschleiß relativ gering so, dass wir mit dem Wagen keine Probleme technischer Art haben. Allerdings war der Verbrauch immer zwischen 6.7 und 7L ,was ich für den Auris relativ hoch finde. Mein Frau fährt zu 100% in der Stadt und wohlgemerkt immer Kurzstrecken 3-5km. Trotzdem habe schon mal Beiträge von den Taxifahrern gelesen, die behaupten , Prius mit dem gleichen Motor < 5L zu fahren...
Meine Frau fährt immer im ECO MODUS und "streichelt" Gaspedal
Hat jemand von Euch eine Idee?
Beste Antwort im Thema
2000 km p.A. / 4 km (im Mittel) macht 500 Kaltstarts pro Jahr, und im Winter wird der Motor nicht mal richtig warm. Da kann kein Auto dieser Welt sparsam sein, und weniger als 6 Liter sind einfach nicht zu erwarten.
Mit einem normalen Benziner wäre deine Frau vermutlich im Bereich 9 bis 10 Liter. Ein Fahrrad, Roller oder Mini-Elektroauto (a la Renault Twizy) wäre vermutlich sinnvoller.
385 Antworten
Ich bin vor kurzem den Prius IV und den Auris II kurz hintereinander Probe gefahren. Der Prius IV ist deutlich besser abgestimmt, das HSD läuft wesentlich ruhiger und von "Aufheulen" ist praktisch nichts mehr zu spüren. Der Prius war aus meiner Sicht sehr nah am "normalen" Auto, ich habe mich sehr wohl gefühlt, obwohl es erst meine zweite Hybrid-Fahrt war. Sicherlich ist der Auris II mit dem Prius III nicht absolut vergleichbar, aber ich denke der Eindruck des ADAC ist falsch, der Entwicklungsschritt des neueren HSD ist enorm.
Wenn es ein neuer Golf GTD gewesen wäre, hätte die Sache beim ADAC bestimmt anders ausgesehen...
Zitat:
@der_hausmeister schrieb am 30. November 2017 um 16:58:38 Uhr:
Klar, wer Vollgas gibt muss weiter mit ~ 5.000 U/min leben, das ist systembedingt einfach so - der Verbrenner hat halt seine Nennleistng nur bei Nenndrehzahl.
Mit meinem Avensis T25 bin ich nie auf voller Drehzahlgefahren. Der beste Verbrauch lag da immer bei so ca. 3000 U/min. Und die habe ich auch immer versucht zu halten, also frühzeitig hochschalten.
Ich hatte auch jetzt mal die Möglichkeit den neuen Avensis T27 mit Multidrive S Getriebe gefahren. Der hat aber auch nie auf volle Drehzahl geschaltet. Irgendwie müsste das bei dem Hybrid doch auch möglich sein.
MfG
GPK
Gerade das "Aufheulen" ist die Begleiterscheinung des Erreichens des optimalen Betriebspunktes. Jedes Unterdrücken dieses Verhaltens senkt den Wirkungsgrad des Systems. Ist das denn wirklich so schwer zu verstehen? Eine bessere Dämmung wäre eine gute Maßnahme, aber eine Verschlechterung, also weg vom Optimum, stellte nur einen verbrauchstechnischen Rückschritt dar.
re
Zitat:
@remanuel schrieb am 30. November 2017 um 20:26:57 Uhr:
Gerade das "Aufheulen" ist die Begleiterscheinung des Erreichens des optimalen Betriebspunktes. Jedes Unterdrücken dieses Verhaltens senkt den Wirkungsgrad des Systems. Ist das denn wirklich so schwer zu verstehen? Eine bessere Dämmung wäre eine gute Maßnahme, aber eine Verschlechterung, also weg vom Optimum, stellte nur einen verbrauchstechnischen Rückschritt dar.re
Ja es ist schwer zu verstehen! Der optimale Betriebspunkt liegt lt. Fahrzeugpapieren bei 4000 u/min. Bei anderen Fahrzeugen ist bei dieser Drehzahl kein Aufheulen zu hören! Somit hört es sich so an, als ob der Motor über die optimale Drehzahl hinaus dreht.
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Wenn hohe und höchste Leistung gefordert ist, muss er auch drehen. Bleibt die Leistungsanforderungen darunter, erfolgt auch kein Aufheulen. Beschneidet man bei 4000, dann fehlt natürlich allen die Leistung, so what?
re
Zitat:
@GPK46 schrieb am 30. November 2017 um 19:49:06 Uhr:
Mit meinem Avensis T25 bin ich nie auf voller Drehzahlgefahren. Der beste Verbrauch lag da immer bei so ca. 3000 U/min. Und die habe ich auch immer versucht zu halten, also frühzeitig hochschalten.
Das heißt ganz einfach: du hast nie die volle Motorleistung genutzt.
Zitat:
Ich hatte auch jetzt mal die Möglichkeit den neuen Avensis T27 mit Multidrive S Getriebe gefahren. Der hat aber auch nie auf volle Drehzahl geschaltet. Irgendwie müsste das bei dem Hybrid doch auch möglich sein.
Ahrg... geschaltet 🙄 Sorry, ich weiß was du meinst, aber beim Multidrive-S Getriebe oder den Hybriden von "schalten" zu reden.... da kräuseln sich meine Zehennägel. 😁
Der Hybrid schaltet NIE, nicht mal zum rückwärts fahren, das Multidrive-S dürfte auch nur für den Rückwärtsgang tatsächlich schalten müssen.
Aber btt: natürlich gehts. Wenn du mit deinem Auris Hybrid "Halbgas" gibst, wird der Verbrenner nicht mal in die Nähe der Nenndrehzahl kommen. Die 5.200 U/min Nenndrehzahl liegen ausschließlich bei Vollgas an.
Ich bin vor Monaten mal mit einem Verso 1.8 mit Multidrive-S gefahren, der hat sich nicht viel anders als mein Lexus CT verhalten. Mehr Gas = mehr Drehzahl. Vollgas = konstant Nenndrehzahl. Beim Multidrive-S gibts nur noch simulierte Schaltstufen, die sportlich wirken sollen, im Grunde aber einfach nur langsamer machen.
Was der Verso (und Avensis) nicht machen, ist die variable Lastverschiebung. Der Benziner wird so gesteuert, dass er immer genau die Leistung liefert, die der Fahrer durchs Gaspedal verlangt. Beim Hybrid wird die Drehzahl anders geregelt, entweder niedriger als erforderlich, um die Batterie zur Unterstützung zuzuziehen, oder höher als erforderlich, um die Batterie zu laden. Leider merkt man die Verschiebung nach oben deutlich häufiger.
Ich weiß nicht aus welchen Papieren du die 4.000 U/min her hast, aber das kommt etwa hin. Bei meinem CT (mit Drehzahlmesser) kann ich die Drehzahlverschiebung beobachten, der Benziner "hüpft" da richtig von ~ 3.300 U/min auf rund 4.000 U/min, wenn ich nur minimal mehr aufs Gas gehe.
Wie schon geschrieben, beim Prius 4 wurde der ideale Betriebspunkt nach unten geschoben, ergo, es liegen niedrigere Drehzahlen an, wenn man kein Vollgas gibt.
Zitat:
@GPK46 schrieb am 1. Dezember 2017 um 10:30:28 Uhr:
Bei anderen Fahrzeugen ist bei dieser Drehzahl kein Aufheulen zu hören!
Das liegt aber nicht am Hybridantrieb sondern an mangelnder Geräuschdämmung.
Dazu kommt dass der E-Teil relativ klein dimensioniert ist, d.h. auch bei kurzzeitig hoher Leistungsanforderung muss der Benziner (mit) liefern -> Drehzahl. Es ist nunmal ein 99PS Saugbenziner und kein Turbodiesel, da geht Leistung halt über Drehzahl. Der E-Motor/Akku ist nicht so dimensioniert als wenn der Teil einen Überholvorgang oder ähnliches alleine leisten könnte.
Zitat:
@freis schrieb am 28. November 2017 um 10:12:01 Uhr:
Das sind ja auch genau die Extrempole der Zuverlässigkeit, Toyota und Renault. ähnlich FIAT
Es bewahrheitet sich: wer billig kauft, kauft häufig zweimal.
Ohne Worte...
Na ja hoffen wir in der Zukunft wird es so !
Mein Auris ist fast 1 Monat alt und muss vom ersten Tag an eigentlich in die Werkstatt .
Termin in der Werkstatt aber erstmal bekommen .
Bisher hatte ich noch kein Auto , welches in den ersten 5 Jahren in die Werkstatt mußte , außer Wartung .
Einmal darf es , aber wehe noch ein einziges mal .
Zitat:
@freis schrieb am 28. November 2017 um 10:12:01 Uhr:
Das sind ja auch genau die Extrempole der Zuverlässigkeit, Toyota und Renault. ähnlich FIAT
Es bewahrheitet sich: wer billig kauft, kauft häufig zweimal.
Ohne Worte...
Bin mir da nicht so sicher, ob Renault wirklich ganz unten ist. Ein Bekannter arbeitet als "Gelber Engel", fährt seit Jahren Renault und hat als "Kundschaft" ganz oft Edelmarken. Bevorzugt erwischt es auf der BAB natürlich Vielfahrer, die bewegen seltener Renaults. Ich möchte keinen, aber seine scheinen zu laufen.
re
Zitat:
@der_hausmeister schrieb am 1. Dezember 2017 um 10:51:27 Uhr:
Das heißt ganz einfach: du hast nie die volle Motorleistung genutzt.
Genau das stimmt! Eben Spritsparend!
Zitat:
@der_hausmeister schrieb am 1. Dezember 2017 um 10:51:27 Uhr:
Ahrg... geschaltet 🙄 Sorry, ich weiß was du meinst, aber beim Multidrive-S Getriebe oder den Hybriden von "schalten" zu reden.... da kräuseln sich meine Zehennägel. 😁
Der Hybrid schaltet NIE, nicht mal zum rückwärts fahren, das Multidrive-S dürfte auch nur für den Rückwärtsgang tatsächlich schalten müssen.
Tut mir Leid, wenn sich Deine Zehennägel gekräuselt hatten. Ich meinte natürlich, ich hatte das Gefühl, dass der Motor bei der üblichen Fahrweise nie so hoch gedreht hatte wie beim Auris. Die Erklärung dazu hast Du ja bestens im nachstehenden gegeben. Danke!
mfG
GPK
Hier geht wieder Einiges durcheinander. Ich zitiere mal:
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Das Aufheulen liegt beim Hybrid einfach daran, dass der Motor auf die hohe Drehzahl MUSS, weil er Leistung ins Getriebe UND den generatorischen Elektroantrieb senden muss, damit Strom zur Verfügung steht, um den agierenden Elektromotor zu versorgen. Der kann ja bis zu 60kW leisten, kriegt aber nur maximal die Hälfte aus der Batterie. Da der Hybrid-Benziner aber einen schwachen Motor mit steiler Drehmomentkurve hat, wird das eben nichts mit geringer Drehzahl und mehr Injekttion, wie es beim Diesel oder Dieselhybrid der Fall ist. Das Getriebe muss sozusagen runterschalten, um das Drehmoment zu liefern. Wieviel da mechanischer und elektrischer Motor beitragen, hängt von der Fahrgeschwindigkeit ab: Bei hohen Geschwindigkeiten ist der Motor auch in der Grunddrehzahl schon weiter oben und ändert sich nur wenig. Mehr Gas geht hier direkt in das Drehmoment, das aber nicht so stark zu einer Drehzahländerung führt, sondern in den Generator geht, um elektrisch zu arbeiten. Weiter unten muss die Drehzahl eben stärker nach oben. Dass der Auris anscheinend lauter ist, als andere, liegt aber an Toyota und dem Sparkonzept in Sachen Dämmung. So sehr viel lauter ist er eigentlich nicht. Man merkt es nur, weil er bei konstanter Geschwindigkeit wieder runterschaltet, also das Getriebe die Übersetzung hin zum Drehmoment verändert, um den Motor jeweils voll zu belasten, was bei dieser Drehzahl geht.
Die Schlussfolgerung daraus lautet:
Toyota setzt auf sparen und lässt das Getriebe den Motor in den Drehmomentanschlag rutschen zum Nachteil der Reserve fürs Beschleunigen. Der Motor ist also ständig in niedrigsten Gang, was beim normalen Auto nicht geht, oder nur bei 6 Geschwindigkeiten, wenn man so will. Das CVT ist IMMER im richtigen Gang, solange man es in Ruhe lässt.
Die Lösung: Man beschleunige nur so stark, wie die Batterie momentan an Leistung hat, bzw der E-Motor noch zusetzen kann. Dann muss das Drehmoment am Benziner und dem Getriebe nicht steigen und selbiges auch nicht runterschalten. Im Gegenteil: Der E-Motor zieht den Benziner mit nach oben und schafft ihm die Drehmomentreserve, damit er sich beschleunigen kann. Das Getriebe verschiebt sich dann nur langsam, wahrscheinlich in einer Art Kompromiss zwischen 100% Drehzahl folgen und Motordrehzahl halten.
Klaro ist, dass das Beschleunigen auf diese Weise limitiert ist und nur so oft geschehen kann, wie die Batterie packt. Zwischendrin muss der Benzin-Motor auch mal die Chance haben, etwas mehr zu tun, als es muss, damit er die BAT wieder laden kann.
Das Konzept ist eigentlich genial: Man lädt die BAT wie eine Feder die ab und zu mal zuschlagen darf.
Dumm ist halt nur, dass Feder und Nachlader relativ kleinlich ausgelegt sind. Es bleibt halt letztlich ein 100PS-Auto und zwar eines mit einem Motor, der unten herum soviel Drehmoment hat, wie ein 80PS-Auto oder eben laut wird und zieht wie ein Auto mit 150PS.
Ich tröste mich damit, dass Ich damit kein Motortuning benötige und sozusagen hörbar mit Vollgas beschleunige.
bei deiner Jahreskilometer leistung kann die Kiste doch 15 Ltr auf 100km verbrauchen. Warum regst du dich auf??
Zitat:
@carlmica schrieb am 6. Januar 2018 um 09:24:25 Uhr:
bei deiner Jahreskilometer leistung kann die Kiste doch 15 Ltr auf 100km verbrauchen. Warum regst du dich auf??
An wen ist denn diese Nachricht gerichtet. Bei einer Kilometerleistung von mehr als 15 Tsd. pro Jahr, die ich fahre, ist der Verbrauch schon relevant. Und wenn dann zwischen Versprechen beim Kauf und der Realität 2 Liter liegen macht sich das schon im Geldbeutel bemerkbar.
Zitat:
@GPK46 schrieb am 6. Januar 2018 um 10:46:29 Uhr:
Versprechen beim Kauf
Moment. Du meinst den NEFZ-Normverbrauch, was in keinem Fall ein Verbrauchsversprechen seitens Toyota ist. (ich kann mir auch kaum vorstellen, dass ein Verkäufer den NEFZ-Wert versprechen würde)
@der_hausmeister Nein den meine ich nicht. Der wird ja immer niedriger angegeben als der reale Verbrauch. Der Verkäufer nannte einen Regelverbrauch von um die 4 Liter auf 100 km. Dazu wurde damit geworben, dass ich 5 km alleine auf Elektroantrieb fahren könnte. Bei der Testfahrt wurde von ihm eine Strecke vorgegeben, bei der laut Anzeige ein Verbrauch von 4,2 Liter angezeigt wurde. Dies wurde dann noch als normaler Verbrauch besonders hervor gehoben. In der Zwischenzeit ist mir klar, dass diese Anzeige vom Realverbrauch abweicht. Auch sind die 5 km alleine auf Elektroantrieb nicht realistisch.
MfG
GPK