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Aufladung eines Saugottos

Themenstarteram 3. Juni 2014 um 12:39

Hallo Leute,

ich habe mir überlegt meinen 2,5 l V6 aufzuladen und würde gerne wissen welche Zielwerte ich mit welchen Maßnahmen erreichen könnte. D. h. ich würde gerne wissen auf welche Werte (Drehmoment max., Leistung max., usw.) ich kommen könnte. Ob Kompressor oder ATL ist auch noch ungewiss. Auch möchte ich kein universelles Turbokit verbauen, sondern alles im Einzelnen durchrechnen.

Mein Problem ist gerade allerdings, dass ich nicht weiß, wie ich solch eine Rechnung überhaupt anfange.

Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen! Vielen Dank im Voraus!

Beste Antwort im Thema

Rechnerisch leicht - berechne aus der aktuellen Leistung deine Zylinderfüllung (in Millibar) und über diese mit dem erhöhten Ladedruck die erwartete neue Leistung.

Problem ist u.a., dass Sauger mit einer nennenswerten Ventilüberschneidung arbeiten, also Einlass und Auslassventil zeitgleich offen. Bei einem Turbo ist das Scheiße, weil du damit sinnlos Ladedruck durch den Auspuff feuerst, du brauchst nur sehr geringe Werte und damit auch neue Nockenwellen.

Nach §19(2) STVZO erlischt mit so einem Umbau die Betrieberlaubnis und die gibts erst wieder, wenn du die Einhaltung der zum Zulassungszeitpunkt mindestens gültigen Euro-Norm mit einem Gutachten nachweisen kannst. Das kostet dich mindestens ein paar tausender auf einem Abgasprüfstand und du darfst dort so oft auftauchen, bis du den Nachweis entweder bestehst oder pleite bist.

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Rechnerisch leicht - berechne aus der aktuellen Leistung deine Zylinderfüllung (in Millibar) und über diese mit dem erhöhten Ladedruck die erwartete neue Leistung.

Problem ist u.a., dass Sauger mit einer nennenswerten Ventilüberschneidung arbeiten, also Einlass und Auslassventil zeitgleich offen. Bei einem Turbo ist das Scheiße, weil du damit sinnlos Ladedruck durch den Auspuff feuerst, du brauchst nur sehr geringe Werte und damit auch neue Nockenwellen.

Nach §19(2) STVZO erlischt mit so einem Umbau die Betrieberlaubnis und die gibts erst wieder, wenn du die Einhaltung der zum Zulassungszeitpunkt mindestens gültigen Euro-Norm mit einem Gutachten nachweisen kannst. Das kostet dich mindestens ein paar tausender auf einem Abgasprüfstand und du darfst dort so oft auftauchen, bis du den Nachweis entweder bestehst oder pleite bist.

Themenstarteram 3. Juni 2014 um 14:42

Ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch...

Wie kann ich denn die Zylinderfüllung in Millibar ausrechnen? Ich dachte das ist lediglich eine Größe, die durch die zwei Verhältnisse Luftaufwand und Liefergrad beschrieben wird.

Ist die Rechnung nur mit den Werksangaben möglich, oder müsste ich dazu mal den Mitteldruck o. ä. innermotorische Kenngrößen auf dem Prüfstand messen lassen?

Bitte um Verzeihung für die Unwissenheit :-))

Bitte nimm mir das jetzt nicht krumm, aber wenn du von der Materie da so wenig Grundwissen hast, solltest du es sein lassen oder die Sache einem Profi übertragen. Selbst wenn man da jetzt wild rumrechnet und auf irgendwelche Werte kommt, zwischen Theorie und Praxis liegen doch Unterschiede. Einfach mal nen Turbo ranklatschen ist auch nicht der richtige Weg, darauf ist der Motor eben nicht ausgelegt (wie schon beschrieben Ventilsteuerzeiten etc).

Gruß Tobias

Was ist ein Sau-Gotto? ;)

Themenstarteram 3. Juni 2014 um 15:59

naja jeder fängt doch mal klein an oder? und ausserdem war meine frage ja nicht ob ich das tun soll, sondern wie das funktioniert. und ich habe mich schon relativ viel mit der Materie beschäftigt in letzter zeit, nur die Angabe der Zylinderfüllung in einer Druckeinheit ist mir halt neu und genau für solche Fragestellungen ist doch ein forum da ^^ Ausserdem werde ich das natürlich nicht im Alleingang durchziehen, aber dennoch wäre es doch interessant zu wissen was ich theoretisch aus meinem motor rausholen kann und scheinbar könnt ihr mir helfen, also bitte helft mir :-))

Liebe Grüße

Ganz grob gesagt : Leistung erhöht sich wie Ladedruck. D.h. 1 bar Ladedruck = doppelte Leistung = doppelter Spritverbrauch plus (für Innenkühlung) und doppelte Wärmemenge die abzuführen ist .

Gruß : Rostklopfer

Die beste Innenkühlung ist eine gute/schnelle Verbrennung. Du kannst den Fülldruck in Millibar mittelbar über Drehmoment/Drehzahl und den daraus abgeleiteten Kolbenmitteldruck berechnen. Und dieser korreliert mit dem Fülldruck.

Glaub mir, so einfach wie du dir das vorstellst ist es nicht. Es gibt komplette Studiengänge im Bereich Maschinenbau, die sich mit der Thematik beschäftigen.

Bevor ich mir Gedanken über die erreichbare Leistung mache, würde ich erstmal in Erfahrung bringen was der Motor ab kann, bzw. welche Leistung ich "save" fahren kann.

Bei deinem Vorwissen ist es sehr schwer, alles zu erklären. Das führt in Summe schon zu 3 Seiten ohne Gegenfragen und dummen Bemerkungen. Tja, das ist so, leider.

Ich empfehle dir das Grundwissen der Turbotechnolgie über Bücher, zumindest über 1 kleines aber feines 120 Seiten Buch zu erlangen:

Wolfgang W. Gnadt:- Turbomotoren - im Bartsch Verlag. Wenn es das nicht mehr gibt, schau in Stadtbüchereien nach. Von Gert Hack gibt es auch ein gutes, aber dicker.:)

Da wird die Technologie gut erklärt, ein paar wichtige Formeln sind auch drin, und die kleinen Probleme mit der Aufladung und deren geschichtlichen Lösung, aufgezeigt.

Themenstarteram 4. Juni 2014 um 11:33

@GaryK danke, habe jetzt nochmal ein bisschen gelesen und jetzt habe ich die Rechnung gerafft :-)

@Hellhound1979 Das wäre dann meine nächste Frage gewesen :-) dazu müsste man ja sämtliche interne Bauteildaten kennen, oder habt ihr eine Idee wie ich das rauskriege?

Themenstarteram 4. Juni 2014 um 11:37

Zitat:

Original geschrieben von flatfour

Bei deinem Vorwissen ist es sehr schwer, alles zu erklären. Das führt in Summe schon zu 3 Seiten ohne Gegenfragen und dummen Bemerkungen. Tja, das ist so, leider.

Ich empfehle dir das Grundwissen der Turbotechnolgie über Bücher, zumindest über 1 kleines aber feines 120 Seiten Buch zu erlangen:

Wolfgang W. Gnadt:- Turbomotoren - im Bartsch Verlag. Wenn es das nicht mehr gibt, schau in Stadtbüchereien nach. Von Gert Hack gibt es auch ein gutes, aber dicker.:)

Da wird die Technologie gut erklärt, ein paar wichtige Formeln sind auch drin, und die kleinen Probleme mit der Aufladung und deren geschichtlichen Lösung, aufgezeigt.

Danke für die Information, werde mal reinschauen.

Habe bisher Kolbenmaschinen von Küttner und Aufladung von Verbrennungsmotoren von Pucher gelesen, aber leider Probleme mit den oben genannten Thematiken gehabt.

nochn buchtipp:

Turbo-Kompressormotoren-Entwicklung Gert Hack

halte ich für das beste 'einführungswerk';)

um was für einen motor handelt es sich konkret? je neuer, desto vorsichtiger würde ich aufladen. die sind meist schon ohne aufladung am limit konstruiert.

aber 0,3-04bar sollte gehen. wäre 1/3 bis 1/4 mehrleistung.

Zitat:

Original geschrieben von GaryK

Problem ist u.a., dass Sauger mit einer nennenswerten Ventilüberschneidung arbeiten, also Einlass und Auslassventil zeitgleich offen. Bei einem Turbo ist das Scheiße, weil du damit sinnlos Ladedruck durch den Auspuff feuerst, du brauchst nur sehr geringe Werte und damit auch neue Nockenwellen.

jaein. kommt drauf an, was du willst; bumms von unten oder deutliche mehrleistung. oder gemischt.

und was für ein grundmotor. und..und

meine serienwelle beim gladenen hatte z.b. 0 überschneidung (ist werksmässig schon kompressor), die nach dem umbau asymetrisch mit längerem einlass (geht richtung miller;)), aber auch etwas größererer auslass; die überschneidung entspricht einem milden saugtuning. und der rennt...:eek: :D

sprich, wenn die kiste serienmäßig schon auf drehmoment von unten ausgelegt ist, gehts vielleicht noch mit der serienwelle. aber da hilft nur experimentieren:D

Themenstarteram 4. Juni 2014 um 21:26

Zitat:

Original geschrieben von sukkubus

nochn buchtipp:

Turbo-Kompressormotoren-Entwicklung Gert Hack

halte ich für das beste 'einführungswerk';)

Danke, werde ich mir auch mal ansehen! :-)

Zitat:

Original geschrieben von sukkubus

um was für einen motor handelt es sich konkret? je neuer, desto vorsichtiger würde ich aufladen. die sind meist schon ohne aufladung am limit konstruiert.

aber 0,3-04bar sollte gehen. wäre 1/3 bis 1/4 Mehrleistung.

Der Einfachheit wegen, die Motordaten anbei P=120 kW; M=223 Nm. (Quelle: Wikipedia)

Mitsubishi Galant EA0 Baujahr 1996. Serienmäßig 223 Nm bei 4500 1/min. Habe heute mal mit einem Ladedruck von 1,5 bar (absolut) gerechnet mit einer Temperatur (nach LLK) auf 50 °C und würde auf einen effektiven Mitteldruck von ca. 15,3 bar und maximalem Drehmoment von ca. 305 Nm kommen. Serienmäßig liegt ein Mitteldruck von ca. 11,2 bar bei Maximaldrehmoment an. Das wäre dann auch eine Drehmomentsteigerung von 36%.

Allerdings habe ich keinen Wirkungsgrad von Ladern gefunden, habe dann aus Literatur 0,81 gewählt.

Was haltet ihr von dem ganzen? Realistisch?

Bildschirmfoto-2014-06-04-um-21-16-51

Ein V6?

Viel Spaß bei der Luft- und Abgasführung!

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