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Unterschied der Aufladung bei Otto- und Dieselmotoren

Themenstarteram 24. Mai 2014 um 17:37

Hallo Gemeinde,

ich hab einmal eine laienhafte Frage, aber es hilft einfach nichts, ich will da was wissen:

Dieselmotoren haben ja generell betrachtet keine Drosselklappe, weil durch die Direkteinspritzung der Brennstoff direkt im Brennraum gezündet wird und somit die ganze Luft reingepresst werden kann. Somit eignen sich Dieselmotoren ja super für Turbolader. Das ist ja mal soweit richtig oder?

Jetzt aber zum Ottomotor. Hier muss sich das Benzin-Luftgemisch ja eigentlich schon vorher vermischen um dann im Brennraum gezündet werden zu können. Für das richtige Mischverhältnis ist ja die Drosselklappe verantwortlich? Somit war es hier schwieriger einen Turbolader zu verbauen, weil ja nicht die komplette Luft in den Zylinder kommt, sprich durch die Drosselklappe blockiert wird?

Es gibt aber ja mittlerweile Benzinmotoren mit Direkteinspritzung. Aber dennoch brauche ich die Drosselklappe?

Bitte klärt mich einmal auf =)

Beste Antwort im Thema

Noch mehr zitieren in einem Beitrag ging wohl nicht mehr, oder?

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Du vermischt da ein paar Sachen :)

Eine Drosselklappe hat erst mal nichts mit Aufladung oder Direkteinspritzung zu tun. Bei Benzinern wird über die Drosselklappe der Füllgrad der Zylinder bestimmt. Also Drosselklappe voll auf: viel Luft und somit auch viel Kraftstoff im Zylinder. Drosselklappe zu: wenig Luft und wenig Kraftstoff im Zylinder. Das Mischverhältniss ist beim Benziner immer etwa gleich, bei zu viel oder zu wenig Benzin in der Luft läuft der Motor schlecht.

Ein Diesel bekommt immer die "volle" Luftmenge, die Leistung wird nur über den Zugeführten Kraftstoff bestimmt. Daher ist keine Drosselklappe für den normalen Motorlauf nötig.

Direkteinspritzung und Aufladung ist beim Diesel nur weiter verbreitet, weil er es - im Gegensatz zum Benziner - nötig hat, weil er ohne kaum Leistung bringt.

Für das richtige Mischverhältnis beim Otto sorgt die Einspritzanlage, die mit den "richtigen" Zeiten aus dem Steuergerät gefüttert wird. Und dieses hat ein Kennfeld, in dem aus Parametern wie gemessener Luftmasse, Druck im Ansaugtrakt, Drosselklappenstellung und den letzten Messungen der Lambda-Sonden (bei leidlich neuen Turbos immer Breitband-Sonden) das richtige Gemisch vorgelegt wird. Die typische Treffgenauigkeit liegt bei ca 2-5%.

Moderne Diesel haben übrigens auch eine Drosselklappe. Die heißt nur anders. Denn ohne Unterdruck im Ansaugtrakt kann ein Abgasrückführungsventil nicht arbeiten ;)

Themenstarteram 24. Mai 2014 um 18:41

Danke für die Antworten. Aber warum kann ich beim Ottomotor mit Direkteinspritzung nicht auch die komplette Luft zuführen und mi die Drosselklappe sparen?

lg

wegen den zündgrenzen kann man keine Komplette Qualitätsreglung machen wie beim Diesel.

Wegen des Wunschtraums Lambda=1. Der Diesel fährt mit Lambda 1.3 und mehr, das Kraftstoff/Luftverhältnis kann dem quasi Wumpe sein. Einem Ottomotor ist das wegen der Zündgrenzen und vor allem wegen des Kats nicht egal.

Diesel: Lambda 6 bis 1,3

Benziner: Lambda 1, bei Volllastanreicherung < 1

Bei manchen Herstellern entfällt beim Benziner die Drosselklappe.

Dann wird über variablen Ventilhub "gedrosselt".

Da beim Benziner deutlich höhere Abgastemperaturen entstehen, wird beim Turbobenziner das Gemisch zu Kühlzwecken im Volllastbetrieb deutlich angefettet.

Turbo läuft = Turbo säuft:D

Durch wassergekühlte oder im Zylinderkopf integrierte Abgaskrümmer soll das reduziert werden.

Themenstarteram 24. Mai 2014 um 19:23

Ok, das wird dan auch wegen der Klopfgrenze und so was zu tun haben.

Danke euch schon mal allen!

Zitat:

Original geschrieben von Cyrus_Ramsey

Diesel: Lambda 6 bis 1,3

Benziner: Lambda 1, bei Volllastanreicherung < 1

Bei manchen Herstellern entfällt beim Benziner die Drosselklappe.

Dann wird über variablen Ventilhub "gedrosselt".

Da beim Benziner deutlich höhere Abgastemperaturen entstehen, wird beim Turbobenziner das Gemisch zu Kühlzwecken im Volllastbetrieb deutlich angefettet.

Turbo läuft = Turbo säuft:D

Durch wassergekühlte oder im Zylinderkopf integrierte Abgaskrümmer soll das reduziert werden.

Was Du Schreibst ist absoluter Schwachsinn!

Zitat:

Original geschrieben von i-bose

Zitat:

Original geschrieben von Cyrus_Ramsey

Diesel: Lambda 6 bis 1,3

Benziner: Lambda 1, bei Volllastanreicherung < 1

Bei manchen Herstellern entfällt beim Benziner die Drosselklappe.

Dann wird über variablen Ventilhub "gedrosselt".

Da beim Benziner deutlich höhere Abgastemperaturen entstehen, wird beim Turbobenziner das Gemisch zu Kühlzwecken im Volllastbetrieb deutlich angefettet.

Turbo läuft = Turbo säuft:D

Durch wassergekühlte oder im Zylinderkopf integrierte Abgaskrümmer soll das reduziert werden.

Was Du Schreibst ist absoluter Schwachsinn!

Wenn du es besser weißt, tu dir keinen zwang an;)

Zitat:

Original geschrieben von Cyrus_Ramsey

 

Da beim Benziner deutlich höhere Abgastemperaturen entstehen, wird beim Turbobenziner das Gemisch zu Kühlzwecken im Volllastbetrieb deutlich angefettet.

Richtige Beobachtung, falsche Erklärung. Ottomotoren haben die höchste Abbrandgeschwindigkeit des Gemisches im leicht fetten Bereich, etwa 0.85. Zudem muss ein aufgeladener Otto wegen der Klopfgrenze etwas aufpassen, vor allem wenn der Ladeluftkühler zu schwach dimensioniert ist.

Zitat:

Original geschrieben von Cyrus_Ramsey

Zitat:

Original geschrieben von i-bose

 

Was Du Schreibst ist absoluter Schwachsinn!

Wenn du es besser weißt, tu dir keinen zwang an;)

Es gibt auch Benziner, die mit Lambda > 1 laufen. Theoretisch könnte dort die Drosselklappe entfallen (was sie aus diversen Gründen nicht tut).

Zitat:

Original geschrieben von GaryK

Denn ohne Unterdruck im Ansaugtrakt kann ein Abgasrückführungsventil nicht arbeiten ;)

Wieso? Hätte gedacht daß der Abgasdruck auf jeden Fall höher ist.

Gruß Metalhead

Du willst alleine zur Schonung des Turbos keinen großen Staudruck haben und musst in wenigen Millisekunden eine ausreichende Abgasmenge in den Ansaugtrakt rüberschaffen. Mit einer kleinen Drosselklappe für ein paar Millibar extra Druckdifferenz ist das leichter als mit Staudruck alleine. Wo du die Strömungsverluste "baust" ist hingegen fast egal ;)

Hi,

OK das macht Sinn.

Aber wie war das bei Euro3 Dieseln? Die hatten IMHO keine Drosselklappe.

Was die bei Euro4 soll hab ich mich auch schon öfters gefragt, Antwort war immer das verbesserte Abstellverhalten (was es für die Umwelt bringe soll wenn der Motor beim Abstellen 3 Umdrehungen mehr oder weniger macht ist mir allerdings auch Schleierhaft).

Gruß Metalhead

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