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Statische Aufladung

Themenstarteram 16. Mai 2019 um 15:38

Hallo Gemeinde,

wie kann ich wirksam die statische Aufladung der Karosserie bzw. Stromschläge beim aussteigen verhindern?

Konstruktive Vorschläge willkommen.

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34 Antworten

Hallo,

die Aufladung kommt in der Regel durch das Aussteigen an sich.

Abhilfe: Einfach Sitzenbleiben ;)

Jetzt mal ernst. Es ist im Grunde bei statischer Elektrizität immer das Teil, was grossflächig reibt, was sich auflädt. Dies ist in der Regel die Kleidung und der Sitz bei Aussteigen. Weiterhin muss, damit die Ladung erhalten bleibt, eine gute Isolation gegeben sein. Bei feuchtem Wetter ist das Problem daher meist nicht mehr vorhanden.

Die Aufladung könnte man nun mit verschiedenen Dingen verhindern:

- Oberflächen antistatisch behandeln

- Andere Kleidung und Schuhe tragen

- Anderes Sitzmaterial wählen

- Aufladung z.B. über leitfähigen Türgriff/Karosserie beim Aussteigen ausgleichen

So nun ein paar Fragen an dich:

- Was für Sitzmaterial ist es? Ev. Fellüberzug drauf?

- Was für Kleidung trägst du? Baumwolle oder Kunstfaser?

- Was für Schuhe hast du an? Leitfähige Sohlen oder Kunststoff?

Gruss

Neo

Für das Problem gibt es im Kfz. - Zubehör eine Ableitung die unter das Fahrzeug geschraubt wird und auf der Straße schleift.

MfG kheinz

Zitat:

@crafter276 schrieb am 16. Mai 2019 um 18:16:35 Uhr:

Für das Problem gibt es im Kfz. - Zubehör eine Ableitung die unter das Fahrzeug geschraubt wird und auf der Straße schleift.

MfG kheinz

Zumindest war das mal so. Besonders Tankfahrzeuge hatten so einen Erdungspimmel.

Heutige Reifen sind antistaisch (wie zB auch Sicherheitsschuhhe).

Meine Vermutung geht eher in Richtung Fußmatten, in Verbindung mit entsprechenden Schuhen.

Wir können die hier auch akademisch behandeln.

Einsteigen,Hand an Griff dann erst Schlüssel,beim aussteigen Hand an Griff danach Füsse auf Fussboden.

War schon so 1965 bei AMT besprochen worden in der Zeit der Nylon Hemden.

Bei Latext klappt es nicht immer,hier ist die Holde gefragt.

B 19

Das lässt sich beim Aussteigen ganz leicht vermeiden, indem man beim Öffnen der Tür die Tür solange am Rahmen anfasst, bis man einen Fuß auf den Boden setzt. Funktioniert 100%.

Gruß

electroman

Zitat:

@electroman schrieb am 16. Mai 2019 um 22:52:43 Uhr:

Das lässt sich beim Aussteigen ganz leicht vermeiden, indem man beim Öffnen der Tür die Tür solange am Rahmen anfasst, bis man einen Fuß auf den Boden setzt. Funktioniert 100%.

Gruß

electroman

Das würde voraussetzen, dass alle verdächtigen Teile mit der Karosse verbunden sind. Das ist zB bei nachgerüsteten Matten nicht immer gegeben.

Was innen im Auto verbaut ist, ist ziemlich egal (Matten, Bezüge etc.)

Die Entladung, die zum "Schlag" beim Aussteigen führt, findet ja nicht im Fahrzeug statt, sondern zwischen dem Fahrzeug und dem Boden (Strasse). Indem man an den Rahmen der Tür fasst, hat der Körper das gleiche elektrische Potential wie das Auto. Wenn man dann bei immer noch angefasstem Rahmen mit dem Fuß die Erde berührt, findet der Potentialausgleich statt (überwiegend kapazitiv). Der Grund, warum man den Potentialausgleich (den "Schlag") dann nicht merkt, liegt schlicht und ergreifend an der Fläche (Hand bzw. Fuß), die beim Ladungsausgleich beteiligt ist.

Gruß

electroman

Nicht ganz.

Die Aufladung erfolgt initial zwischen Fahrer (Rücken und Beine) und Sitz (und damit Auto) durch die Reibung der beteiligten Materialien (Sitzfläche und Kleidung) beim Aussteigen. Wichtig ist, dass diese Ladung abgebaut wird, oder am besten sich garnicht aufbaut. Siehe mein Beitrag ganz am Anfang.

Die Tür beim Aussteigen anfassen ist eine gute Idee und hatte ich auch so bereits benannt.

Als ich mal ein ähnliches Problem mit einem Stuhl im Büro hatte, half mir Antistatikspray auf der Sitzfläche (für Textil geeignet).

Es ist ja klar, dass die "Aufladung" z. B. durch die Reibung der Kleidung etc. entsteht.

Aber die Aussage im Posting, um die es mir ging, "dass alle verdächtigen Teile mit der Karosse verbunden sind", ist nicht zutreffend. Denn dann müssten die Materialien selbst leitfähig sein - was sie aber in der Regel nicht sind.

Gruß

electroman

Tja, nur vergeßt ihr alle, daß man bereits beim Anfassen des 'ableitenden' Teiles einen gefegt bekommt....

Es gibt dafür Schlüsselanhänger aus leitendem Material die genau dafür gemacht werden, den überschlagenden Funken daran zu hindern, Dir weh zu tun...denn das ist das Unangenehme bei der Entladung...der überspringende Funke!

Aber jedes andere leitende Material funktioniert genauso gut...der Schlüsselbart, Schlüsselring, Uhrenarmband aus Metall, Nagel, Schraube...was auch immer Dich beim Aussteigen (in)direkt mit der Karosserie verbindet.

Nach der initialen 'Kontaktaufnahme' einfach dafür sorgen, daß man weiterhin leitend mit dem Fahrzeug verbunden ist indem man die Karosserie oder das Türschloß oder irgendwas anderes Leitendes des Fahrzeuges während des Aussteigens berührt, so ensteht keine erneute Möglichkeit der Entladung und des daraus resultierenden Funkens ;)

Oder man baut sich so einen Gummilappen unten ans Auto, wie es in den 70ern große Mode war. :D

Themenstarteram 18. Mai 2019 um 15:05

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 18. Mai 2019 um 13:05:48 Uhr:

Oder man baut sich so einen Gummilappen unten ans Auto, wie es in den 70ern große Mode war. :D

Danke Gemeinde,

für die zahlreichen Versuche, teils wissenschaftliche Ableitungen für das Phänomen.

Das war mir so schon klar, da ich im Physikunterricht (1965) aufgepasst hatte.

Der hier markierte und zitierte Beitrag bringt es auf den Punkt. :D

Es gibt kein wirksames Mittel, denn auch "so ´nen Gummilappen" auch Antistatikband genannt ist nur Geldschneiderei.

Vielen Dank an Alle, die hier mitgemacht haben..... und weiterhin gewappnet gegen Stromschläge :rolleyes:

Zitat:

@Fahrefix schrieb am 18. Mai 2019 um 15:05:50 Uhr:

...Es gibt kein wirksames Mittel, ...

Doch, ich hatte einige aufgezählt.

Dann muß ich wohl davon ausgehen, daß Du auch meinen Beitrag nicht verstanden oder gelesen...oder ihn schlichtweg ignoriert hast...

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