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Anzeige für Seitenairbag ausschalten

Themenstarteram 19. Februar 2013 um 13:40

Hallo Leute, ich hab da mal ne sehr spezielle Frage: Bei meinem 8 Jahre alten und schon 260.000 Kilometer gefahrenen Passat wurde durch einen harmlosen Seitenaufprall der Beifahrerairbag ausgelöst. Da sich bei dem Alter des Fahrzeugs der Ersatz nicht mehr lohnt, habe ich nur die Naht zunähen lassen. Jedoch nervt jetzt die Anzeige, die mich ständig auf den fehlenden Airbag hinweist.

Gibt es eine Möglichkeit, diese Anzeige zu deaktivieren? Natürlich würde ich anschließend den Sachverhalt beim Tüv eintragen lassen.

Danke für eventuelle Lösungsvorschläge!

LG

Hans aus Berlin

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von acf24

wenn man ein Teil ausbaut und dies dem TÜV mitteilt, geht das normalerweise.

er hätte gar nicht auslösen müssen, denn auf der Seite hat niemand gesessen.

1) Wie gesagt, nur bei Fahrzeugen wo er optional war. Ansonsten werden keine sicherheitsrelevanten Systeme ausgetragen weil das Fahrzeug nur mit geprüft und genehmigt wurde.

Bezüglich Verantwortung: Was ist wenn bei dem nächsten Crash rechts doch einer sitzt und du aus Geiz keinen Airbag dort mehr hast? Und der schwere Verletzungen erleidet die er mit Airbag nicht so heftig gehabt hätte? Genau darum hat man die Möglichkeit der Austragung von solchen Systemen massiv eingeschränkt.

2) Anlehnend an einen aktuellen Thread aus dem Sicherheits-Forum: Verklag VW :D :D

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Las es erst beim TÜV eintragen. Denn das wird nicht gehen. Von daher ist spätestens bei der nächsten TÜV Untersuchung schluss mit dem Wagen.

MfG

Mike

---Link!---

Und vom Fachbetrieb einbauen lassen, fertig. Bei dem Baujahr schon ein 3C-Modell, oder? Falls ja Seitenairbag serienmäßig, also nichts mit eben austragen beim TÜV. Günstige Werkstatt suchen und Airbag ersetzten lassen. Selbst neu sind die Module nicht so teuer als das sich das nicht lohnt. Selber am Airbag rumbasteln ist aber nicht erlaubt - also von jemandem machen lassen der weiss was er tut.

Die Frage ist aber auch wie der restliche Schaden instandgesetzt wurde wenn es daran scheitert. So leicht war der Unfall nicht, bei einem Parkrempler löst kein Seitenairbag aus.

Es ist unverantwortlich so zu fahren.

Und das Abschalten der Warnmeldung ist sogar verboten.

Hyperbel

Austragen wird wohl immer schwieriger, als am besten zum Tüv und mit dem das abklären ob es überhaupt geht.

Themenstarteram 19. Februar 2013 um 15:23

Vielen Dank für die schnelle Antwort! Das war auch kein Parkrempler, sondern ein Unfall, bei dem einer von rechts gekommen ist und mich hinten gerade noch erwischt hat, als ich schon fast von der Kreuzung wieder runter war. Er ist sicher zu schnell gefahren in der Tempo 30 Zone, aber beweise das mal…

Jedenfalls war das Auto noch voll fahrbereit und vergleichsweise wenig beschädigt, eben Wertarbeit. ? Die erste Reaktion war dann, Schlitz am Sitz zunähen lassen und weiterfahren. Dies ist auch nicht unverantwortlich, @ Hyperbel, und @ Mike, wenn man ein Teil ausbaut und dies dem TÜV mitteilt, geht das normalerweise. Und bis vor wenigen Jahren sind wir noch alle ohne Seitenairbag gefahren, und nebenbei gesagt: er hätte gar nicht auslösen müssen, denn auf der Seite hat niemand gesessen.

Daß ich jetzt was machen muß ist klar, daher noch mal vielen Dank für den Tip mit dem neuen Airbag aus dem Zubehör.

LG

Hans aus Berlin

Zitat:

Original geschrieben von acf24

wenn man ein Teil ausbaut und dies dem TÜV mitteilt, geht das normalerweise.

er hätte gar nicht auslösen müssen, denn auf der Seite hat niemand gesessen.

1) Wie gesagt, nur bei Fahrzeugen wo er optional war. Ansonsten werden keine sicherheitsrelevanten Systeme ausgetragen weil das Fahrzeug nur mit geprüft und genehmigt wurde.

Bezüglich Verantwortung: Was ist wenn bei dem nächsten Crash rechts doch einer sitzt und du aus Geiz keinen Airbag dort mehr hast? Und der schwere Verletzungen erleidet die er mit Airbag nicht so heftig gehabt hätte? Genau darum hat man die Möglichkeit der Austragung von solchen Systemen massiv eingeschränkt.

2) Anlehnend an einen aktuellen Thread aus dem Sicherheits-Forum: Verklag VW :D :D

Grundsätzlich gilt:

Zitat:

Jede Arbeit an einem Airbag oder Gurtstraffersystem, sowie der Handel damit ist für Privatpersonen verboten.

 

Grundlage hierfür ist das Dritte Gesetz zur Änderung des Sprengstoffgesetzes (3. SprengÄndG) und anderer Vorschriften vom 15.06.2005.

 

Sofern es sich bei den Airbags- und Gurtstraffereinheiten um Produkte der Unterklasse T1 handelt, ist gemäß § 4 Abs. 3 1. SprengV verbindlich der gewerbliche Umgang und die Notwendigkeit der Fachkunde vorgeschrieben. Andernfalls, d.h. bei privatem Umgang mit diesen Teilen, liegt ggf. ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz vor.

 

Hieran ändert es auch nichts, wenn einzelne Personen im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit, den Fachkundenachweis erbringen können, denn die Erlaubnis beschränkt sich auf den gewerblichen Umgang. Da hier im Forum aber nur Privatpersonen lt. Nutzungsbedingungen etwas anbieten dürfen, kann der gewerbliche Background ausgeschlossen werden und somit ist auch dort keine Erlaubnis mehr gegeben.

 

Sofern einzelne Hersteller eine ABE haben, so kann und wird diese den Zusatz der Fachkunde enthalten und schliesst somit den Umbau durch Privatpersonen ebenfalls aus.

Das Staatliche Amt für Arbeitsschutz Essen hat ein Merkblatt herausgegeben. Darin heißt es: Die "Zulassungen von Airbag- und Gurtstraffereinheiten sind an die Bedingung geknüpft, dass der Umgang nur im gewerblichen Bereich und nur durch geschultes Personal erlaubt ist". Das StAfA sagt weiter, dass insbesondere die Prüf-, Montage- und Reparaturarbeit damit gemeint ist. Wird das nicht beachtet, erlischt die von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung erteilte Zulassung für Airbags- und Gurtstraffer. Hierüber, muss im Betrieb ein gültiger Schulungsnachweis für den Mitarbeiter vorhanden sein.

Zusammengefasst: Schraubt jemand privat am Airbag erlischt die Zulassung der Airbags und damit auch die des Autos und in Folge dessen auch der Versicherungsschutz.

Weil sich Motor-Talk weder selbst, noch wir die User in rechtliche Probleme bringen wollen, müssen wir an dieser Stelle darauf hinweisen und falls nötig entweder Beiträge aus Threads editieren oder entfernen bzw. den entsprechenden Thread schließen.

Ich weiß jetzt nicht, ob der Bag im Sitz ist, oder oder in der Karosse steckt. Aber: Wenn der Airbag im Sitz ist, tausch den Sitz oder lass dir einen anderen gebrauchten Sitz einbauen.

Es darf genau genommen kein fremder Bag eingebaut werden, wenn dieser nicht neu ist, aber es gibt genug Sitze zu kaufen, wo dennoch ein Bag drin sitzt. Gebrauchte Airbags dürfen also eigentlich gar nicht zum Verkauf stehen.

MfG

Zitat:

Original geschrieben von Johnes

Gebrauchte Airbags dürfen also eigentlich gar nicht zum Verkauf stehen.

Das ist nicht explizit verboten. Wenn eine berechtigte Werkstatt den gebrauchten Airbag kauf und einbaut darf sie das und haftet als Fachwerkstatt für ihre Arbeit. Hatte in meinem Post ja schon geschrieben dass selber rumbasteln nicht erlaubt ist. Und unabhängig von den rechtlichen Verboten halte ich es auch nicht für sinnvoll dass Laien an sicherheitsrelevanten Systemen rumbasteln. ;)

Und jeder seriöse Händler wird im eigenen Interesse keinen gebrauchten Airbag offiziell an Privatpersonen verkaufen.

Wie auch immer, selbst neue Module sind nicht sooo teuer als dass sich das bei einem 8 Jahre altem Passat nicht mehr lohnt. Es sei denn der ist durch den Unfallschaden eh schon zu ramponiert. Aber dann sollte man den mal in eine Restwertbörse stellen, verkaufen und sich nach Ersatz umsehen.

Themenstarteram 19. Februar 2013 um 16:15

Daß man da nicht selber dran basteln darf, habt Ihr ja an anderer Stelle schon ausführlich erwähnt. In der Frühzeit des Airbags hat sich da so mancher Bastler, aber auch mancher Feuerwehrmann, der einen Verletzten bergen wollte, ein blaues Auge geholt.

Die Sitze sind aus Leder, da ist gebrauchter Ersatz auf jeden Fall teurer als ein neuer oder gebrauchter Airbag aus dem Zubehör.

Ich bin erst vor ein paar Tagen auf diese Forum gestoßen, und ich bin beeindruckt, wie lebhaft hier diskutiert wird. Kann man nur weiterempfehlen…

LG

Hans aus Berlin

Zitat:

Original geschrieben von Hyperbel

Es ist unverantwortlich so zu fahren.

Und das Abschalten der Warnmeldung ist sogar verboten.

 

Hyperbel

huuuch:eek:

und ich habe allein drei fahrzeuge ganz ohne airbag. und zwei davon fahren an die 300km/h.

was soll ich jetzt bloß machen???

 

Wobei mich wirklich interessieren würde ob es wirklich laut Gesetz nicht möglich ist Airbags austragen zu lassen wenn es das Fahrzeug nie ohne Airbags gab.

Das wäre für mich dann glatt nen Argument auf keinen Fall ein Auto mit Airbags zu kaufen.

Du kommst aber kaum mehr um den Bag rum!

Es ist sehr schwer bis nicht mehr möglich, den Bag austragen zu lassen. Dies ist nur in Sonderfällen möglich. Ein simpler Defekt ist aber kein Sonderfall! Das Fahrzeug ist ggf. von der Konstruktion her so ausgelegt, dass es die Airbags braucht. Daher, erlischt die BE wenn der Airbag fehlt oder defekt ist.

MfG

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