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Antriebsleistungs-Anzeige am Armaturenbrett

Themenstarteram 5. Oktober 2012 um 12:27

Hallo Leute, es wäre doch interessant, eine Antriebsleistungs-Anzeige am Armaturenbrett zu haben. Das soll die aktuell abgegebene Leistung der Antriebsräder auf die Strasse anzeigen. Dazu könnte man diese Leistung durch den Spritverbrauch teilen, was die Fahreffizienz ergibt. Ich habe ein Gerät entwickelt, das physikalisch auch funktioniert. Ich hab's im Auto eingebaut und kann jetzt provisorisch auf einem Digital-Voltmeter die Leistung beim Fahren messen. Auf dem Foto sieht man die Motorabstützung aufs Chassis vom Ford Mondeo 2.0 tcdi 130PS Jahrgang 2004 und daneben die Elektronik als Testaufbau.

Prinzip: Leistung = Drehmoment x Omega

Ich messe die Kraft, die proportional zum Drehmoment des der Antriebstrang ist und multipliziere es mit der Raddrehzahl. Das eiche ich und bekomme den Leistungswert angezeigt.

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18 Antworten
am 5. Oktober 2012 um 12:44

Gute Idee !

 

Gruß SRAM

Zitat:

Original geschrieben von SRAM

Gute Idee !

 

 

Gruß SRAM

Aber unzureichend umgesetzt!

 

Ich vermute mal, dass das Motormoment mittels eines Dehnmessstreifens am Lager gemessen wird. Richtig?

Wenn das Moment jetzt mit der Raddrehzahl multipliziert wird, kommt da alles mögliche raus, aber nicht die Motorleistung. Da müsste man schon die Motordrehzahl bemühen. Und wie wird das Ganze kalibriert?

 

Abgesehen davon: Warum einfach, wenn es auch umständlich geht? Ich würde kurzerhand das Drehmoment und Motordrehzahl vom CAN-Bus (OBD) auslesen.

Gut, dass man da bei Audi einiges über OBD auslesen kann...:D

Bei BMW geht man ins iDrive und holt sich die Anzeige aufs Display.. Leider noch ohne Wirkungsgradanzeige. Für alle anderen gibts sicher eine App.

Amen

Zitat:

Original geschrieben von Rael_Imperial

Abgesehen davon: Warum einfach, wenn es auch umständlich geht? Ich würde kurzerhand das Drehmoment und Motordrehzahl vom CAN-Bus (OBD) auslesen.

Wie misst denn der Motor selbst sein Drehmoment?

Das wird errechnet. Mit einem Tool wie OBDSCOPE für Symbian kann man aus Drehzahl, Luftmasse/Ladedruck und anderen per OBD2 abrufbaren Parametern die aktuelle Motorleistung recht exakt abschätzen. Frustrierend wie wenig man eigentlich braucht. Und es zeigt gut das Potenzial eines starken seriellen Hybrids (z.B. 100 kW) mit mittelprächtigem (30kW) Range-Extender...

 

am 5. Oktober 2012 um 16:38

Zitat:

Da müsste man schon die Motordrehzahl bemühen.

Nö.

Bei einem Vorderradantrieb mit Diff. das direkt mit dem Motor verflanscht ist, stützt sich das Ganze ja gegen die Raddrehzahl und das dort herrschende Drehmoment ab. Die Rechnung ist so wie oben angesetzt schon richtig.

Und das Ganze hat den Vorteil, dass ALLE Wirkungsgrade schon drin sind ;)

(was z.B. bei Motordrehmoment nicht der Fall ist.......... )

 

Gruß SRAM

Beim Fahrrad kostet sowas ab 500 Euro . Man mißt entweder Drehmoment an der Nabe , oder Druck aufs Pedal oder(ganz interessant ) die Schwingungen der gespannten Kette . Druck aufs Pedal hat natürlich den Vorteil , daß man jedes Bein extra beurteilen kann . Das ganze kann man aufzeichnen, und Vergleiche auf dem PC anstellen.

Gruß : Rostklopfer

Zitat:

Original geschrieben von Rael_Imperial

Wenn das Moment jetzt mit der Raddrehzahl multipliziert wird, kommt da alles mögliche raus, aber nicht die Motorleistung.

Der TE war ja auch nicht an einer Anzeige der Motorleistung interessiert, sondern an einer Anzeige der Antriebsleistung.

Und da Drehmoment mal Drehzahl die Leistung ist, kann man beides prima umrechnen.

Zitat:

Original geschrieben von SRAM

Zitat:

Da müsste man schon die Motordrehzahl bemühen.

Nö.

 

Bei einem Vorderradantrieb mit Diff. das direkt mit dem Motor verflanscht ist, stützt sich das Ganze ja gegen die Raddrehzahl und das dort herrschende Drehmoment ab. Die Rechnung ist so wie oben angesetzt schon richtig.

Sorry, hast Recht, war ein Denkfehler von mir!

Aber der Weg ohne gesonderte Sensorik scheint mir dennoch der elegantere zu sein.

 

P.S.: Statt DMS kann man auch per Seilzugpotentiometer die Motorverlagerung messen.

Zitat:

Original geschrieben von Rael_Imperial

Aber der Weg ohne gesonderte Sensorik scheint mir dennoch der elegantere zu sein.

Einfacher ist das, aber auch nicht so leistungsfähig. Denn die vorhandenen Sensoren messen gar nicht Drehmoment oder Leistung, sondern nur die Steuerungsparameter des Motors. Die Ausgangswerte werden den Kennfeldern entnommen. Wenn aber irgendetwas im Motor nicht richtig funktioniert, sind die berechneten Werte Schall und Rauch (vielleicht sieht man den auch schon).

Die Lösung des TE misst unabhängig davon, und das mit einem einzigen Sensor. Das finde ich elegant.

Zitat:

Original geschrieben von Rael_Imperial

Zitat:

Original geschrieben von SRAM

 

Nö.

Bei einem Vorderradantrieb mit Diff. das direkt mit dem Motor verflanscht ist, stützt sich das Ganze ja gegen die Raddrehzahl und das dort herrschende Drehmoment ab. Die Rechnung ist so wie oben angesetzt schon richtig.

Sorry, hast Recht, war ein Denkfehler von mir!

Aber der Weg ohne gesonderte Sensorik scheint mir dennoch der elegantere zu sein.

P.S.: Statt DMS kann man auch per Seilzugpotentiometer die Motorverlagerung messen.

Hallo,

ich habe noch nie gehört, dass man über die Motorverlagerung das Drehmoment messen kann. Die Lagerung des Motors ist doch alles andere als linear. Wie wird das Ganze kalibriert?

Will man das Drehmoment messen, ist eine mit DMS beklebte Welle mit Übertragungstelemetrie unumgänglich.

 

Grüße,

diezge

Themenstarteram 6. Oktober 2012 um 1:40

Anmerkung:

Auf dem Foto sieht man links unten auf der Motorabstützung ein kleines schwarzes Rechteck, den Dehnmessstreifen. Weil beim Beschleunigen der Motor seine etwa halbe Trägheitskraft auch dort abstützt, zeigt meine Messung nicht ganz richtig an. Jedoch beim stationären Zustand, wenn die Beschleunigung 0 ist, zeigt sie schon richtig. Ich könnte auf den beiden oberen Motorabstützungen auch DMS anbringen und so die Trägheitskraft wegsubtrahieren nach dem System a+b-(-a+b)=2a aber das ist auch nur dann genau, wenn der Motorschwerpunkt in der Mitte ist.

Ich habe mir auch schon überlegt, das Drehmoment an der Antriebswelle des Vorderrades zu messen, aber man müsste dann dem DMS eine Spannung über Induktion zuführen und per Funk das Signal auf einen Empfänger senden. Das erschien mir zu kompliziert.

Zur Zeit arbeite ich an einer genauen Spritdurchflussmessung die 0<dv/dt<10 cm3/s messen soll. Vielleicht geht ja ein kleines Turbinchen und Drehzahlmessung.

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