Als Geschädigter: Gegnerische Versicherung wartet auf Akteneinsicht
Liebe Community,
evtl. könnt ihr mir helfen und sagen was ich noch tun kann.
Der Fall:
Mitte Oktober 2022 ist jemand, während des einparkens, in mein geparktes Fahrzeug gefahren. Der Schaden ist minimal aber nun mal vorhanden. Die Verursacherin ist ausgestiegen und einfach weggegangen. Hat den Wagen aber dort stehen lassen.
Glücklicherweise haben dies zwei Zeugen beobachtet (saßen im Café direkt an der Straße an der Stelle wo ich parkte).
10 Minuten später kam ich und die Zeugen haben mich angesprochen. Habe die Polizei gerufen und diese haben alles aufgenommen und mir auch das Unfallprotokoll mitgegeben.
Habe die gegnerische Versicherung informiert (die auch meine KFZ Versicherung ist).
Die Unfallverursacherin bestreitet die Tat und sagt sie wisse nichts davon dass sie gegen mein KFZ gefahren ist (trotz Zeugenaussagen).
Der Schaden beläuft sich laut Sachverständiger auf brutto ca. 2700 Euro.
Ich werde den Schaden nicht reparieren lassen, daher geht es mir im Anliegen hier nur um die Zahlung, welche mir, ob Reparatur oder nicht, einfach zusteht.
Das Problem / Anliegen:
Der Fall liegt mittlerweile bei der Staatsanwaltschaft Köln. Diese hat mich auch gebeten die Schadenshöhe mitzuteilen, welches ich auch per Übermittlung des Sachverständigen-Gutachtens getan habe.
Die Versicherung sagt sie reguliert den Schaden erst nach Akteneinsicht. da sie die Zeugenaussagen sehen möchte... diese Einsicht kann wohl erst nach Abschluss der Akte erfolgen... das kann aber sicher ewig dauern... solange werde ich also nichts von dem Geld sehen.
Meine Frage:
Hat jemand bereits eine ähnliche Erfahrung gemacht und hat ggf. einen Ratschlag wie man den ganzen Kram beschleunigen kann?
Einen Fachanwalt für Verkehrsrecht einzuschalten würde ich gerne vermeiden, da die Kosten vorab sicher auch erstmal bei mir auflaufen würden (und wahrscheinlich bei mir hängen blieben).
Vielen Dank und viele Grüße
111 Antworten
Danke euch... bin gespannt wie (schnell) es jetzt weitergeht...
@NanoQ2
Um die Frage zu beantworten warum ich es nicht gleich so gemacht habe (am Besten direkt seit Oktober)
Ich habe tatsächlich daran geglaubt, dass in diesem Fall die Sachlage so dermaßen klar ist, dass die Versicherung (welche im Übrigen auch meine KFZ Versicherung ist bzw. evtl. künftig WAR) ohne Probleme meinen Schaden reguliert.
Ein solches Verhalten ändert meine Meinung zu diesem Thema aber gänzlich.
Meine Einstellung ist jetzt so, dass ich erstmal eine KFZ Rechtsschutz mir anschaffen- und dann künftig direkt alles in die Hände eines Anwalts geben werde.
@Darkhexlein
Danke für die Daten, ich selbst werde keinen Kontakt mehr in irgendeine Richtung vornehmen.
(Auch wenn es natürlich in den Fingern juckt dort mal anzurufen...aber ich lasse es bleiben)
Es wird auch nichts bringen. Die Kanzlei wird dir keine Auskünfte geben. Lass das den Rechtsbeistand machen.
Wenn Unfälle in Verbindung mit Straftaten bearbeitet werden, geht es schon mal nicht schnell, weil häufig zunächst der Ausgang des Strafverfahrens abgewartet wird.
Zitat:
@AndreKoeln schrieb am 1. Februar 2023 um 12:15:39 Uhr:
Danke euch... bin gespannt wie (schnell) es jetzt weitergeht...
@NanoQ2
Um die Frage zu beantworten warum ich es nicht gleich so gemacht habe (am Besten direkt seit Oktober)Ich habe tatsächlich daran geglaubt, dass in diesem Fall die Sachlage so dermaßen klar ist, dass die Versicherung (welche im Übrigen auch meine KFZ Versicherung ist bzw. evtl. künftig WAR) ohne Probleme meinen Schaden reguliert.
Ein solches Verhalten ändert meine Meinung zu diesem Thema aber gänzlich.
Meine Einstellung ist jetzt so, dass ich erstmal eine KFZ Rechtsschutz mir anschaffen- und dann künftig direkt alles in die Hände eines Anwalts geben werde.@Darkhexlein
Danke für die Daten, ich selbst werde keinen Kontakt mehr in irgendeine Richtung vornehmen.
(Auch wenn es natürlich in den Fingern juckt dort mal anzurufen...aber ich lasse es bleiben)
Versuch wenn möglich eine RS ohne SB zu bekommen...
Ähnliche Themen
Ergänzend:
Ja, es gibt einige RSV, die auf nachträglichen Kundenfang gehen. Hier sollte man sich die Bedingungen und Preise jedoch sehr genau ansehen.
Zitat:
@NDLimit schrieb am 1. Februar 2023 um 12:46:44 Uhr:
Ergänzend:Ja, es gibt einige RSV, die auf nachträglichen Kundenfang gehen. Hier sollte man sich die Bedingungen und Preise jedoch sehr genau ansehen.
Ja habe eben schon mit einer RS telefoniert die aber seit einiger Zeit nur noch nachträglich so Sachen wie Bußgeldverfahren versichern. Dieser Fall wäre dann nicht mitversichert.
ABER das Gespräch war trotzdem aufschlussreich... Ich habe der Dame am Telefon meinen Fall geschildert OHNE die gegnerische Versicherung zu nennen... ihre Reaktion war nur "Handelt es sich bei der Versicherung um die HUK Coburg...?" .... da war ich kurz sprachlos und hab das nur bejaht und gefragt wie sie sofort darauf kommt.... die Aussage war "Ja...die muss man immer erst Verklagen bevor da was passiert...nehmen sie sich einen Fachanwalt und der wird bei der HUK schon direkt wissen was zu tun ist..."
Wie traurig ist sowas wenn das schon scheinbar in den Kreisen allgemein bekannt ist...
Wie oft habe ich diese Tatsache schon in diesem Forum genannt, und jedesmal werfen mir gewisse Leute vor, ich würde HUK bashing betreiben....
Im übrigen sei in der Regel der Anspruchsteller (!) selbst schuld, wenn die Regulierung nicht zügig erfolgt. Drollig.
die Geschädigten und Anspruchsteller sind ganz bestimmt nicht "selbst Schuld", wenn die HUK zeitverzögert unvollständig oder auch mal gar nicht reguliert.
Daran ändert im übrigen auch ein Rechtsanwalt erst einmal nichts, ganz egal wie gut oder schlecht der ist.
Mit einem qualifizierten Rechtsanwalt an seiner Seite, hat man aber die Gewähr, dass die Ansprüche vollumfänglich befriedigt werden (so weit diese denn gerechtfertigt sind)
Zitat:
@NDLimit schrieb am 1. Februar 2023 um 12:39:35 Uhr:
Eine RS ohnen SB ist nicht so das Problem, hilft aber in diesem Fall nicht mehr.
Ja, das ist natürlich klar
Bei Ohne SB geht man aber eher zum RA,
als mit hoher SB...
Was wiederum auch nicht immer gut ist,
aber im Fall wie hier, wäre er schon längst beim Anwalt gewesen.
Zitat:
@AndreKoeln schrieb am 1. Februar 2023 um 12:15:39 Uhr:
Danke euch... bin gespannt wie (schnell) es jetzt weitergeht...
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Einmal hat mich eine Frau von meinem Motorrad herunter gefahren, wegen des Schmerzensgeld u. der ganzen kaputten Klamotten samt "benutztem" Helm beauftragte ich einen Anwalt. Die Verursacherin hat den Unfall gar nicht ihrer Versich. gemeldet, da staunt man u. ich war froh den Anwalt beauftragt zu haben; der Sach- und Personenschaden wurde reguliert.
Etwas später hatte ich einen Lauf mit meinem PKW: ich Unfallgeschädigter -> repariert -> wieder das gleiche usw.. Ohne Anwalt alle Reparaturen problemlos reguliert bekommen.
Dann an eine Lügnerin geraten -> sofort zu "meinem" Anwalt: geg. HUK vor Gericht, gewonnen.
Es liegt m.M.n. an den/die Verursacher/in, wenn diese Erwachsenen den Unfallhergang genauso schildern wie der/die Geschädigte gibt es kein Problem.
Allerdings können auch vermeintlich Geschädigte Lügner/innen sein.
(bisher habe ich keine RSV)
Gähn...
Ohne HUK-bashing scheint hier kein Thema mehr auszukommen. In der vom TE geschilderten Konstellation wird keine Versicherung einfach mal so zahlen, auch mit dem besten Anwalt nicht.
Moin Harig58,
kann das sein, das du dein Geld mit der HUK verdienst?
Vorab: Bei deinem 2.Satz bin ich vollkommen bei dir!
Alle Versicherungen versuchen den Preis zu drücken, und nutzen die
"Unwissenheit" der Unfallpartner z.T. schamlos aus.
Das du hier Angst vor HUK -Bashing hast, verstehe ich nicht wirklich.
Warum?
Weil ich davon ausgehe, das die Leute die hier posten Erlebnisse aus ihrer eigenen Erfahrung
schildern, und wenn da die HUK oft genannt wird, dann ist das halt eben so.
(Immerhin ist die HUK wohl der 2. größte KFZ Versicherer...)
Ein Forumsverbot scheint es wohl bei der Namensnennung nicht zu geben.
Ob man nun davon ausgeht, ob alles was hier gepostet wird, der Wahrheit entspricht,
muß jeder für sich selbst entscheiden.
Das ist hier aber nur meine bescheidene Meinung zum Thema.
Nein, ich bin lediglich bei der HUK versichert.
Mir geht nur dieses bashing mittlerweise gewaltig aus den Sack. Bei sehr vielen Beiträgen habe ich dazu ernsthafte Zweifel am Wahrheitsgehalt. Andere schreiben einfach drauflos und unterstellen nie gesagtes oder geschriebenes- so wie Du: Wo soll denn meine "chronische Angst vor HUK-bashing" sein? Halt einfach mal so losgelassen. Dann ist es kaum verwunderlich, wenn Du etwas nicht verstehst. Und was das mit dem "Forumsverbot bei der Namensnennung" soll, weißt Du wahrscheinlich selbst auch nicht- zumal es das tatsächlich nicht gibt. Warum schreibt man so etwas überhaupt?
Nein, ich bin weder für noch gegen die HUK- so wie bei jeder anderen Versicherung auch, jede davon hat ohnehin ihre Vor- und Nachteile. Keine davon wird jedoch bei unklarer Sachlage einfach mal so bezahlen und keine davon wird alles stehen und liegen lassen, um einem solchen Fall oberste Priorität einzuräumen. Warum man das aber wieder mal zum Anlass nimmt, ohne jegliche Objektivität auf ein Unternehmen einzudreschen, dürften die wenigsten verstehen. Zumindest ich schon mal nicht.
Zitat:
@Harig58 schrieb am 2. Februar 2023 um 10:00:59 Uhr:
Nein, ich bin lediglich bei der HUK versichert.Mir geht nur dieses bashing mittlerweise gewaltig aus den Sack. Bei sehr vielen Beiträgen habe ich dazu ernsthafte Zweifel am Wahrheitsgehalt. Andere schreiben einfach drauflos und unterstellen nie gesagtes oder geschriebenes- so wie Du: Wo soll denn meine "chronische Angst vor HUK-bashing" sein? Halt einfach mal so losgelassen. Dann ist es kaum verwunderlich, wenn Du etwas nicht verstehst. Und was das mit dem "Forumsverbot bei der Namensnennung" soll, weißt Du wahrscheinlich selbst auch nicht- zumal es das tatsächlich nicht gibt. Warum schreibt man so etwas überhaupt?
Nein, ich bin weder für noch gegen die HUK- so wie bei jeder anderen Versicherung auch, jede davon hat ohnehin ihre Vor- und Nachteile. Keine davon wird jedoch bei unklarer Sachlage einfach mal so bezahlen und keine davon wird alles stehen und liegen lassen, um einem solchen Fall oberste Priorität einzuräumen. Warum man das aber wieder mal zum Anlass nimmt, ohne jegliche Objektivität auf ein Unternehmen einzudreschen, dürften die wenigsten verstehen. Zumindest ich schon mal nicht.
Das du ernsthafte Zweifel am Wahrheitsgehalt hast, ist doch dein gutes Recht.
Forumsverbot bei der Namensnennung:
da geht es darum, ob die Forumsregeln es erlauben den Namen einer Vers. zu posten
Ganz nebenbei:
Ich bin auch bei der HUK versichert.
Ich mache aber hier keinen "Bashing - Wind" wie du.
Das es bei Vers.-Threats meist "Ausschweifungen" ohne Ende gibt,
sollte auch zur genüge bekannt sein.
Nun aber gerne zurück zum Thema!