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ADAC und Motorräder ?

Themenstarteram 2. Juli 2005 um 18:18

Hallo zusammen,

ich bin seit einigen Jahren ADAC-Mitglied.

Allerdings hauptsächlich wegen meiner 35.000 Auto-km pro Jahr.

Ich habe den ADAC auch bereits dreimal in Anspruch genommen, immer mit Autoproblemen (zweimal Abschleppen, einmal Finanzhilfe nach Wildschaden).

Beim Motorrad konnte ich mir bislang immer selbst helfen und ich glaube auch nicht, dass mir der ADAC, außer als Bringdienst zur nächsten Werkstatt, wirklich hätte helfen können (Wasser in der Elektrik, Getriebeschaden, defekte Vergasermembrane und gebrochene Lager im Kardantunnel).

Ein Kumpel von mir, selbst ADAC-Mitglied, blieb mit seinem Mopped mal auf der Autobahn liegen und rief den ADAC um Hilfe. Nach zwei Stunden, mehrfachen Telefonaten, unfreundlicher Abfertigung und nachdem immer noch keine Hilfe in Sicht war, schob er dann sein Motorrad einige km bis zur nächsten Tankstelle, deren Personal ihm dann half (Spritmangel wg. defektem Reservehahn).

Der ADAC meldete sich nie bei ihm.

War das ein Einzelfall ?

Ist der ADAC überhaupt in der Lage zu helfen und auf motorradspezifische Probleme vorbereitet oder können die doch nur Abschleppen ?

Werden PKW-Fahrer vielleicht sogar bevorzugt behandelt ?

Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht ?

Gruß, rainman

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30 Antworten
am 7. August 2005 um 20:57

Vor einigen Wochen, an einem Sonntag, haben wir mit einigen Möp´s eine Tour gestartet. 50km von der Heimat entfernt ist einem der Kupplungszug gerissen. Hatte natürlich keiner einen Reparaturzug dabei.

ADAC angerufen und das Problem geschildert. Nach ca. 1 Std. kam ein "gelber Engel", der auch einen Reparaturzug im Wagen hatte. 15min später konnte die Tour weitergehen.

Schnelle u. kompetente Hilfe durch den ADAC.

Habe bisher meine Mitgliedschaft im ADAC noch nicht bereut.

Dem Argument "Ich zahl nur das was ich brauche" wiederspricht dem Grundsatz einer Solidargemeinschaft. Wenn jeder so denken würde, gäbe es wohl keine Auto-Clubs, die auch Nicht-Mitgliedern weiterhelfen. Vielmehr würden viele unprofessionelle „Wegelagerer“ ihre Dienste zu Wucherpreisen anbieten, weil sie die Notsituation schamlos ausnutzen.

Sparen ok, aber nicht am verkehrten Ende.

Gruß Ralf

Themenstarteram 7. August 2005 um 21:40

Im Prinzip verhält es sich mit einer ADAC-Mitgliedschaft doch wie mit einer Versicherung.

Wenn ich sicher wäre, dass ich sie nie bräuchte, dann würde ich auch nicht Mitglied sein und Prämien bezahlen wollen.

Aber der Beitrag von formel123 zeigt auch, dass der ADAC durchaus auch Motorradfahrern technisch helfen kann.

Allerdings war es in diesem Fall auch relativ einfach, weil der Fehler eindeutig war und schon am Telefon gut erklärt werden konnte.

Übrigens muss der ADAC auch Nichtmitgliedern helfen, weil er sich ansonsten nicht "gemeinnützig" nennen und diesbezüglich dann auch keine steuerlichen Vorteile haben darf.

Als Nichtmitglied muss man halt nur jede Aktion voll bezahlen.

Gruß, rainman

Es ist wie bei allen Versicherungen das Geschäft mit der Angst.

Solange ich eine habe, brauch ich sie nicht .... aber wehe, ich habe sie gerade gekündigt !!!

am 7. August 2005 um 21:58

genau das is mir mit dem ADAC passiert, grade gekündigt und dann verreckt mir der Motor von meinem C-Kadett als ich zur Arbeit wollte.

Womit ich jetz dem ADAC jetz auf keinen Fall unterstellen möchte das die gelben Engel damit was zu tun haben könnten:eek:

Aber der ADAC hat mir auch schon sehr oft geholfen als ich mit dem Moped (damals noch meine 72er Bonneville) liegengeblieben bin. Eimal wars ne defekte Zener-Diode die natürlich kein Pannenhelfer an Bord hat, ...und das letzte ,mal vor ca 3 Jahren als mir auf der dritten Spur bei 130 das Hinterrad stehngeblieben ist weil die Kurbelwelle keinen Bock mehr hatte mitzuspielen, da haben die freundlichen ADAC Leuts mir nach ner guten Stunde nen Abschleppwagen geschickt der mir die Guteste nach Hause gebracht hat.

Aber auch mit dem Auto hatte ich schon mehrere Pannen, womit sich meine Mitgliedschaft also auf alle Fälle gelohnt hat...

Pannenfreie fahrt @ all...

Gruss Michael

Mitglied seit 1972 (mit Glied schon länger ;)).

Inanspruchnahme Auto mehrfach:

Dänemark, Volvo mit defekter Automatik auf der Rückfahrt vom Nordkap. 3 Tage mit 4 Personen in einem der teuersten Hotels Dänemarks (sagten mir Dänen), es war nichts anderes frei wg. Urlaubszeit. Anruf zur Klärung der Kostenübernahme genügte. Dazu hatte ich einen Leihwagen auf Schutzbriefkosten und habe die Urlaubstage in Dänemark einfach noch genießen können.

D, wg. defekten Limareglers in einem späteren Volvo eine zerkochte Batterie. Abschleppen nicht nur bis zum nächsten Volvohändler (Schwarmstedt), sondern zur Volvowerkstatt in Hannover, direkt neben unserem Büro.

Inanspruchnahme Motorrad:

20km vor Meran mit Schaden am vorderen Zahnriemenrad liegen geblieben. Bis Meran, dann nach Bozen zum Händler auf ADAC-Kosten transportiert. Hotel ebenda für zwei Personen zahlte auch der ADAC.

Reifenpanne in der Nähe von Besancon, Frankreich, auf der Rückfahrt vom Bigtwintreffen in Castellon, Spanien. Transport zum Hotel (eine Tour, vom französischen Gesetzgeber festgelegt, kostete grundsätzlich 600.-Franc/ca. 200.-DM). Vom Hotel zur Werkstatt (nochmal 200.-DM). Taxikosten und Hotel kamen auch noch dazu.

Was das "Finden" der Werkstätten angeht: alle Kontaktpersonen der jeweiligen ADAC-Stellen sprechen deutsch! In Besancon hätte ich Probleme gehabt eine Werkstatt zu finden, da gibt's keinen Händler der Marke. Hat auch der ADAC gelöst, mit Kontakt zu einem markenspezifischem Club, der dann für die Werksatt gesorgt hat.

Auf der gleichen Rückfahrt bin ich dann noch mit defekter Batterie liegen geblieben (das Moped lag während des Reifentausches auf der Seite, es hat halt keinen Hauptständer und die Werkstatt hatte keinen passenden Heber, aber die B. war auch schon 4 Jahre alt). Wieder Abtransport von der Autobahn nach Guxhagen. Am nächsten Tag Rücktransport nach Hannover. ADAC Leistung.

Das Geld, das ich in Beiträge und Schutzbriefgebühren ausgegeben habe, hab ich locker wieder draußen.

Und, bei Gesprächen mit z.B. den Franzosen anlässlich der Reifenpanne, waren die Leute neidisch auf die gute Versorgung, die wir durch "DIE" erleiden. Es gibt in den anderen europäischen Ländern, zumindest denen im Süden, nichts vergleichbares (in DK gibt.s den Falck Rettungsdienst, der funktioniert ähnlich, bietet aber wohl nicht die Leistungen, die der ADAC bietet).

Reale Hilfe, direkt auf der Straße:

1994 hatten einer von uns Probleme an seiner Harley, zuerst Zündaussetzer, dann gar keine Zündung mehr.

ADAC angerufen, der kam nach einer Weile, maß mit einem Messgerät etwas rum (konstatierte irgendeine Unterbrechung), baute einen Draht zwischen Batterie und Zündgeber ein, et voila, das Ding lief wieder.

Das Wort "Solidaritätsgemeinschaft" fiel ja schon.

Ich bleibe weiterhin Mitglied, kann ja auch andere Leute treffen, und die Kosten können dann deren Beiträge überschreiten. Dafür zahle jetzt ich (und eine Vielzahl anderer Mitglieder!).

Leider wird dieser Solidaritätsgedanke bei der Autoversicherung ja seit Jahren aufgeweicht. Durch Spezialtarife für Frauen unter 25, Hausfrauen mit mehr als zwei Kindern, Jahresfahrleistungen unter 2000km (die sind, m.E. schon wg. der mangelnden Fahrerfahrung, eine Gefahr an sich, selbst bei der geringen Zeit die sie auf der Straße verbringen :(), Garagenparker, Zweitauto(moped)besitzer, Dieselfahrer u.v.m.

Gruß aus H

Uli

am 7. August 2005 um 23:27

lässt sich auch net umoperieren:D

Umoperieren?

 

Nur wenn's der ADAC als Schutzbriefleistung anbietet ;).

Außerdem hatte ich in meiner Auflistung der Spezialtarife noch einen der wichtigen vergessen: Nasenbohrer

Gibt mindestens 50% Rabatt :(

Uli

am 8. August 2005 um 2:05

wie wird man Nasenbohrer?:eek:

Vielleicht sollte Uli sich einfach mal ein vernünftiges Auto und ein vernünftiges Motorrad zulegen, dann muss er auch keine anderen Leute fragen ob sie ihm mal helfen können.

Wieso zahlt ihr alle nur 30 im Jahr ?? für den adac, ich zahle 100

Weil der Thread 16 Jahre alt ist und es damals noch ander Preise gab ;)

Auch ich kann nicht Klagen ja mal ne stunde Warten kann schon dabei sein , aber es wird einem im Notfall (Unfall) auch richtig organisatorisches abgenommen.

1 x Liegen geblieben weil ich eine Mutter vom Krümmer verloren hatte der Adac kam nach 40 min mit passender mutter und weiter konnte die fahrt gehen.

1 Unfall meiner Frau nach 30 min war der ADac da Top, auch das ganze Organisatorische wie Hotel Rückfahrt zurück Bringung des Motorrades , alles ohne großen Telefon Aufwand wir wurden immer Angerufen wann was passiert auch der Kranken Rücktransport war sehr gut gemacht.

Dann 2 x mit dem Auto auch hier wurde recht schnell geholfen warte Zeit 30 und 45 min.

Dann letztes jahr mein Sturzt auf dem Campingplatz mit 2 abgerissenen Sehnen in der Schulter , der Rücktransport wurde innerhalb 2 Tagen organisiert, wir hätten ein hotel zur Übernachtung bekommen waren aber bei freunden gut untergebracht.

Rückfahrt 12,5 Std von Husum ins Allgäu nach hause mit kurzen zwischen Stopp und Fahrerwechsel in Fulda .

War sehr unterhaltsam und gut organsiert.

Auch der Motorradrücktransport mit Sammeltransport geschah innerhalb 2 Wochen.

Wenn ich das alles schon zusammen rechne was das mir an Zeit nerven und kosten gekostet hätte , ist der jährliche Beitrag gering.

Gegenüber den jetzt schon angefallenen kosten.

Auch wenn man das ganze über den ADAC organisiert man wissen die sofort wer man ist und was für ein Problem vorliegt , ich konnte Abends um 22 uhr Anrufen und es wurde mir genauso weiter geholfen.

Das war schon sehr erleichternd vor allem wenn man sich Sorgen um seine Sozia bzw Frau macht.

Zitat:

@Sauerklein schrieb am 17. Mai 2021 um 01:14:25 Uhr:

Wieso zahlt ihr alle nur 30 im Jahr ?? für den adac, ich zahle 100

Hast du kein anders Hobby früh um 1

Um 1:13.angemeldet und 1 Minute später schon eine Leiche gefunden ....

Ich kenne auch ein Paar Biker die beim ADAC sind und soweit eigentlich positives berichteten. Nach Recherchen und Vergleiche habe ich persönlich einen Schutzbrief bei der ARAG. Ist auch personenbezogen und deckt jedes Fahrzeug ab, das ich gerade fahre. Nennt sich da zwar Schutzbrief, aber enthält soweit eigentlich die gleiche Leistung wie beim ADAC auch. Für mich ausreichend und kostet mich im Jahr etwa 52 Euro.

Ich bin auch beim ADAC. Es ist schon mehr als 30 Jahre her, damals gabs noch den "Auslandsschutzbrief". Bin mit dem Motorrad in Spanien gestürzt. Gabel verbogen, Instrumente und Scheinwerfer vorne hinüber. ADAC wollte damals wissen, ob das Bike am Ort repariert werden kann. Da dies nicht der fall war, haben sie den Heimtransport der Kiste durchgeführt. Ansonsten bin ich in jüngster zeit vom ADAC mehr als enttäuscht. Gott sei dank brauch ich den nur im Ausland. So 2017 in Schottland, Samstag Nachmittag, mit Platten am Auto liegen geblieben. ADAC: "leider sind alle Mitarbeiter im Gespräch" und das ne vietel Stunde lang. Hab dann doch den Vermieter angerufen, der hat mir dann einen Abschleppwagen organisiert. Dann ca 2012, Mallorca: Auto tropft, verliert Wasser, ADAC: "Leider sind alle Mitarbeiter in Gespräch". Also das hatte damals beim Motorrad in Spanien besser funktioniert. ich bin seit 1976 bei dem Haufen und empfehle keinem Freund da einzutreten. Preis rauf, Quanlität runter. Kennt man ja. Nur ist das bei dem "Versicherungsverkäufer" ADAC auch nicht anders.

Gruß

Gerhard

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