Achsmessdaten für Tieferlegung und geändertem Radsatz

VW Passat 35i/3A

Hallo Gemeinde,

bei meiner "alten Dame" steht nach Erneueung der Stützlager wiedermal eine Achsvermessung samt Einstellung an. Die letzte Einstellung erfolgte nach den originalen Vorgaben unseres Mutterkonzerns und war durchaus befriedigend ausgefallen. Zu diesem Zeitpunkt war auch schon eine Tieferlegung verbaut und auch Räder, welche nicht mehr dem Original entsprachen. Prinzipiell war alles soweit ganz okay und das Fahrverhalten sowie Reifenverschleiß ect. nicht auffällig.
Doch rein aus logischen und theoretischen Überlegungen heraus, bin ich der Meinung dass die original Einstellwerte unmöglich ideal sein können, wenn doch so gravierend am Fahrwerk geändert wurde. Bei meiner Werkstatt des Vertrauens, welche mit einer der modernsten Vermessungsanlagen ausgestattet ist, habe ich mich erkundigt und mit dem Meister die Datenbank durchforstet....leider ohne Etfolg, es sind keine Daten für ein geändertes Fahrwerk vorhanden 🙁 Schade, denn ich wollte gern schon die idealste Einstellung haben, die möglich ist...

Hat jemand von euch da Erfahrungen oder gar entsprechende Daten vorliegen?
Hoffe ihr könnt mir helfen!

Gruß vom fetzer

10 Antworten

Nimm die originalen Einstelldaten und gut is. Das Auto liegt nur tiefer, es wurde nichts gravierendes geändert. Ausserdem steht in jedem Gutachten drin das du es auf Herstellermaße einstellen lassen sollst, wenn nichts anderes im Gutachten angegeben wird. Wenn du mit dem Verschleiss und den Fahreigenschaften zu frieden bist, dann ist sie doch ideal eingestellt. Ich bezweifle auch, das du den Unterschied merkst, wenn man an Spur und Sturz ein paar Minuten verändert. Alles andere als die originalen Einstelldaten kann zu Lasten deiner Reifen und des Fahrverhaltens gehen.

Hallo fetzer,

warum auch. Spur und Sturz sind vorgegeben und ändern sich nicht, wenn die Karre etwas tiefer liegt oder breitere Reifen drauf hat. Es wird gemessen im Ruhezustand.
Dass sich die Achsgeometrie bei geänderter Höhe im Gebrauch nicht mehr so verhält wie es die VW-Ingeneure berechnet haben, Thema Kennlinie, ist letztendlich vernachlässigbar.
Es geht darum, dass sich bei gekürzter Feder das Einfederverhalten wahrscheinlich ähnlich verhält, als hättest Du Serienfedern.

Drum gibt es auch keine Fahrwerkseinstellwerte für ein geändertes Fahrwerk.
Lass es, wie Uurrus geschrieben hat, auf die Originalwerte einstellen und gut ist.

Gruss Jakker

Hallo,

und danke für die schnellen Reaktionen..

Bei der Fahrzeughöhe gehe ich mit eurer Meinung einigermaßen mit, doch senkt sich das Fahrzeug nicht genau linear und parralel zum Originalzustand, denn dann müßte man alle Befestigungspunkte und Anlenkunspunkte mit absenken. daher sehe ich schon eine Notwendigkeit der Anpassung des Sturzes, denn zum Bsp. beschreibt der Befestigungspunkt des unteren Traggelenks vorn beim Einfedern einen Bogen, demzufolge sich selbiger im Ruhezustand an einer anderen Stelle, als beim Serienfahrwerk befindet.
Auch bei der Lenkung stellen sich bei geänderter Einpresstiefe andere Anlenkkräfte gegen die Lenkung ein, als mit originalrädern. So wird zum BSP. die Nachspur bei Vorwärtsfahrt, d.h. mit Antriebskraft in Richtung Spur Null gezogen, daher bekommt ein Frontantrieb meist Nachspur eingestellt. Nun da die Räder weiter aussen stehen ist der Hebel, der gegen die Lenkung wirkt, auch länger und somit wird mehr Kraft benötigt um gen Spur Null zu ziehen. Aber die Antriebskraft bleibt ja gleich...
So einiges wird schon beeinflusst, was mich eben zu der Übelegung bezüglich anderer Einstelldaten bewegt hat. All diese Fakten eingerechnet, macht eine Anpassung schon Sinn, finde ich zumindest....

Gruß vom fetzer

Zitat:

Original geschrieben von fetzer91


Hallo,

und danke für die schnellen Reaktionen..

Bei der Fahrzeughöhe gehe ich mit eurer Meinung einigermaßen mit, doch senkt sich das Fahrzeug nicht genau linear und parralel zum Originalzustand, denn dann müßte man alle Befestigungspunkte und Anlenkunspunkte mit absenken. daher sehe ich schon eine Notwendigkeit der Anpassung des Sturzes, denn zum Bsp. beschreibt der Befestigungspunkt des unteren Traggelenks vorn beim Einfedern einen Bogen, demzufolge sich selbiger im Ruhezustand an einer anderen Stelle, als beim Serienfahrwerk befindet.
Auch bei der Lenkung stellen sich bei geänderter Einpresstiefe andere Anlenkkräfte gegen die Lenkung ein, als mit originalrädern. So wird zum BSP. die Nachspur bei Vorwärtsfahrt, d.h. mit Antriebskraft in Richtung Spur Null gezogen, daher bekommt ein Frontantrieb meist Nachspur eingestellt. Nun da die Räder weiter aussen stehen ist der Hebel, der gegen die Lenkung wirkt, auch länger und somit wird mehr Kraft benötigt um gen Spur Null zu ziehen. Aber die Antriebskraft bleibt ja gleich...
So einiges wird schon beeinflusst, was mich eben zu der Übelegung bezüglich anderer Einstelldaten bewegt hat. All diese Fakten eingerechnet, macht eine Anpassung schon Sinn, finde ich zumindest....

Gruß vom fetzer

Mach Dir nicht zuviel Gedanken, über das was sich ändern könnte! Es ist am besten Deinen Passi auf die originalen Werte einstellen zu lassen! Ich hab das bei meinen Autos auch immer so gemacht! Und es passt, keine negativen Auswirkungen!

Im eingefederten Zustand mal alle Gummilager lösen und wieder festziehen, damit keine Verspannungen auftreten und gut!

MfG

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Die Einstelldaten gehen doch vom Ruhezustand des Fahrzeugs aus. Wenn das Auto tiefer liegt und die Achse nicht eingestellt wurde, dann haben sich die Werte zum negativen verändert. Deshalb mußt du sie ja wieder einstellen. Wenn das Rad weiter aussen steht(durch Spurverbreiterung oder andere ET), dann erhöhen sich nur die Kräfte auf das Radlager.

Hallo fezter,

Du machst Dir Gedanken....

Also das Fahrwerk stand im Serienzustand so: | | und danach so / \
Nach dem Vermessen stehen die Räder wieder so | |
Letztendlich ist der Bogen, den der Dreieckslenker beim Einfedern beschreib ja gleich geblieben.
Wird nur früher erreicht als mit den Seriendämpfern und die waren auch schon dafür abgestimmt, weil ja weiter wie Anschlag nicht geht...

Vorspur und Nachspur ist eher etwas für Oldtimer.

Gruss Jakker

@fetzer

Wenn du dir schon Gedanken machst welchen Bogen der Querlenker macht, hast du da wenigstens die Querlenker nach dem tieferlegen gelöst und wieder befestigt? Nicht das die Querlenkerbuchsen und HA Lager durch die neue Ruheposition verdreht sind.

@ UURRUS,

im Zuge der Tieferlegung kamen auch neue Querlenker ans Auto, welche natürlich im eingefederten Zustand angezogenen wurden.

@ Jakker-Papa,

dein Söhnchen wills nun mal genau nehmen, daher will ich ja auch mal eure Statements dazu hören. Sicher, der Passi ist kein Rennwagen, nur soll alles so optimal wie möglich sein.
Nunja, wenn nicht doch noch jemand in den nächsten Tagen mit fundierten Erfahrungen und entsprechenden Daten hier vorstellig wird, wird mein altes Mädchen mit den Daten des Mutterkonzerns eingestellt und ich werd sehen wie es so geht....

Danke für die rauchenden Köpfe 🙂

Gruß vom fetzer-Söhnchen

Hast du auch an die HA gedacht? 😁

Zitat:

Original geschrieben von UURRUS


Hast du auch an die HA gedacht? 😁

auch die Hinterachslager kamen damals neu.... 😉

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