Ach waren das Zeiten
Ich habe bei den Teilen vom 66er Galaxie ein FlatRate Manual von 1966 gefunden
Kuckt mal auf die Kosten je Stunde und was ein Service gekostet hat
Beste Antwort im Thema
Der Teufel scheißt immer auf den dicksten Haufen! Oder wie Klaus Lage schon sang: "und die Kohle fließt nach oben"
Ich behaupte: NIEMAND braucht ein Jahreseinkommen von mehr als 200.000 EUR. Auch kein Manager von einem Weltkonzern! Wofür auch? Keinem schadet es, wenn er für ein teures Auto oder eine Immobilie etwas sparen muss und solche Werte nicht "mal eben" anschafft- In meiner Umgebung hier haben die Häuser inzwischen Preise erreicht, dass ich alleine für die Maklerprovision ein Nettojahresgehalt opfern müsste! Und hier ist nicht München, wo es weitaus schlimmer ist. Gutes Geld für Gute Arbeit, aber einige Gehälter, Provisionen und Abfindungen haben Sphären erreicht dass es nicht mehr gesund für eine Gesellschaft ist.
Gruß SCOPE
47 Antworten
Unser örtlicher BMW-Händler nimmt bis zu 137,- Euro/Stunde. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass der MB-Partner zumindest nicht günstiger ist.
Selbstverständlich hatten wir 1966 ein anderes Preis- und Lohnniveau als heute. Trotzdem darf man nicht außer acht lassen, dass die Reallöhne schon seit jahren sinken. Somit kann es durchaus sein, dass die Werkstattstunde damals tatsächlich auch im Verhältnis günstiger war. Aber soweit reicht mein Wissen auch nicht zurück.
Auf jeden Fall ein spannendes Thema mit allerlei "in-Nostalgie-schwelgen"-Potential.
Zitat:
Diese statistischen Werte (19,60€/h brutto) sind ja gut und schön - nur leider kommen da weder meine Mitarbeiter noch ich annähernd ran. Trotz Tariflohn Bau.
Deshalb können wir keinen Premiumwagen fahren, sondern nur ´nen alten Amikarren. Sei´s drum.
WIR haben eben den falschen Beruf gelernt!
Ich habe in unserer Firma Einsicht in die Löhne. Von über 70 Beschäftigten unserer mittelständischen Firma liegt einer über den 19,60 €. Ratet mal wer. Ein Großteil der Mitarbeiter liegt deutlichst darunter, Thema Mindestlohn, der Rest auch noch weit genug darunter.
Und es liegt nicht daran den falschen Beruf erlernt zu haben. Es kommen halt nicht alle bei den anständig zahlenden Firmen unter. Branche, Region, Firma, Vitamin B und Glück haben großen Einfluss auf den Lohn.
Deshalb fahr auch ich einen alten Amikarren, meine Frau einen alten Amikarren und in der Freizeit gibt es noch einen älteren Amikarren.
Und mit den Stundensätzen: Über 100 € für die Arbeitszeit ohne Material sind nicht gerechtfertigt!
Dieser tolle Durchschnittslohn kommt auch nur zustande, weil ein klitzekleiner Anteil (Banker, Manager und co.) so viel verdient, dass der Rest dadurch total hochgepuscht wird. Ich kenne niemanden, der annähernd 19,60€ verdient (ok, mein Chef kommt bisschen darüber). Die Serviceleute in unserem Konzern liegen bei etwa 13,75-15€. Die draußen im Einzelhandel kommen so auf 7,50€ (Ost- und Norddeutschland) bis 8,75€ (Westdeutschland) bei 160h im Monat, sprich Vollzeit...
Nicht umsonst ist in Deutschland, im Vergleich zu Europa, das Gesamtvermögen höchst ungleich verteilt.
Für eine Arbeitsstd. in der Werkstatt muss ich auch lange schuften.
Zitat:
@wodkaa schrieb am 14. November 2014 um 11:13:06 Uhr:
Und mit den Stundensätzen: Über 100 € für die Arbeitszeit ohne Material sind nicht gerechtfertigt!
Wenn du die reine Arbeitsleistung siehst mit Sicherheit nicht. Aber wo zahlt man denn deutlich über 100€?
Das sind die großen Glaspaläste (die von den Herstellern oft Vorgeschrieben sind). Und daher zahlt man mit dem Stundensatz eben nicht nur den Mechaniker sondern auch den Glaspalast. Die freundliche Dame vom Empfang,den Servicemitarbeiter,den Kaffee etc.
Nicht zu vergessen sind die Kosten auch für den werkstattbetrieb heutzutage enorm. Allein die Diagnosegeräte kosten oft viele tausende € und die regelmäßigen Updates lassen sich die Hersteller auch gut bezahlen. Wenn ein Mitarbeiter am Airbag arbeiten soll braucht er eine spezielle Schulung usw.
Gruß Tobias
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Zitat:
Wenn du die reine Arbeitsleistung siehst mit Sicherheit nicht. Aber wo zahlt man denn deutlich über 100€?
Das habe ich garnicht direkt auf´s Auto bezogen. EDV und IT-Leute verlangen teils 120,00 €. Schulungsaufwand ja okay, aber die Sitzen teils vor dem Server und bekommen für´s Zuschauen der Sanduhr die 120,-- €.
Zitat:
@Wasper schrieb am 14. November 2014 um 11:40:49 Uhr:
Dieser tolle Durchschnittslohn kommt auch nur zustande, weil ein klitzekleiner Anteil (Banker, Manager und co.) so viel verdient, dass der Rest dadurch total hochgepuscht wird. Ich kenne niemanden, der annähernd 19,60€ verdient (ok, mein Chef kommt bisschen darüber).
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Na ja, so krass ist das nicht überall. Nimm z.B. mal den Tariflohn, wie er in der Metall- und Elektroindustrie gezahlt wird. Mit Berufserfahrung & Qualifikation kommt man schon auf deutlich über € 20 / Stunde. Nicht nur "Manager & Banker" verdienen über € 3.200 / Monat, auch Fachkräfte 🙄. Und es gibt nun auch wirklich viele Firmen, die Zahlen fair & gut. Klar, auch sehr viele, die zahlen wie von Dir beschrieben. Aber es gibt schon ein breit gestreutes Mittelfeld.
Zitat:
@wodkaa schrieb am 14. November 2014 um 11:13:06 Uhr:
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Deshalb fahr auch ich einen alten Amikarren, meine Frau einen alten Amikarren und in der Freizeit gibt es noch einen älteren Amikarren.
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Sorry, aber mit 3 Autos für 2 Personen, darunter einem Chrysler 300c 5,7 AWD Touring von 2005 kannst Du m.E. nach nicht am Hungertuch nagen 😉.
Zitat:
Sorry, aber mit 3 Autos für 2 Personen, darunter einem Chrysler 300c 5,7 AWD Touring von 2005 kannst Du m.E. nach nicht am Hungertuch nagen 😉.
Ich beschwer mich ja auch nicht. Ich wollte nur klarlegen, dass der statistische Wert von 19,60 € bei uns nicht zu erreichen ist. Ich bin vom Lande, wie man so schön sagt, und da sind viele Kosten, aber auch die Löhne niedriger als in Ballungszentren. Und aufgrund fehlender Infrastruktur auch 2 Autos nötig. Und ein 9 Jahre alter 300c ist im Vergleich zu vielen anderen Gebrauchten kein teures Auto. Der PT Cruiser meiner Frau ist nicht nur wegen der Optik gekauft worden, sondern auch wegen der Preis-Leistung. Und mein Oldie, tja Hobby. Man kann sehr wohl auch gut von unter 19,60 €/Stunde leben. Ich spar an anderen Ecken.
Und zum Fachkräftethema: Ja es gibt sehr wohl Fachkräfte, die gut verdienen, aber leider auch viele die es eben nicht tun. Wie geschrieben spielt Branche, Region, Firma, Vitamin B und Glück eine große Rolle.
80% aller Sensorkacke im Benz und Co braucht kein Mensch, es wird den menschen nur suggeriert. Aber der ganze Kram muss entwickelt gemacht und eingebaut werden, dann gewartet und repariert
Dann die Glaspaläste, teure Werbung die jeglichen Bezug zum Auto verloren hat und Werbebotschafter wie Formel 1 Fahrer die die Autos, für die die werben nicht mal mit der Beisszange anfassen würden wären da nicht Millionenverträge
das alles lässt sich mit dem Verkauf der Autos alleine nicht mehr reinholen
Der Teufel scheißt immer auf den dicksten Haufen! Oder wie Klaus Lage schon sang: "und die Kohle fließt nach oben"
Ich behaupte: NIEMAND braucht ein Jahreseinkommen von mehr als 200.000 EUR. Auch kein Manager von einem Weltkonzern! Wofür auch? Keinem schadet es, wenn er für ein teures Auto oder eine Immobilie etwas sparen muss und solche Werte nicht "mal eben" anschafft- In meiner Umgebung hier haben die Häuser inzwischen Preise erreicht, dass ich alleine für die Maklerprovision ein Nettojahresgehalt opfern müsste! Und hier ist nicht München, wo es weitaus schlimmer ist. Gutes Geld für Gute Arbeit, aber einige Gehälter, Provisionen und Abfindungen haben Sphären erreicht dass es nicht mehr gesund für eine Gesellschaft ist.
Gruß SCOPE
Ein Hoch auf den Kapitalismus und das Geldsystem mit Zins und Zinseszins!! Zumindest aus der Sicht der Reichen!'
Es tut gut zu sehen, daß ich mit meiner Meinung nicht der Einzige hier bin.
Aber mal ehrlich: den ganzen Quatsch mit der immer mehr werdenden Elektronik in den neuen Autos braucht kein Mensch. Hätte man diesen Mist nicht erfunden, müßten die Mechaniker nicht zu so vielen Schulungen, die Werkzeuge wären nicht so teuer und damit wäre eine Mechanikerstunde auch in einem "Glaspalast" erschwinglich für einige Leute mehr. Aber leider wären dann auch wo anders einige Jobs gar nicht erst entstanden. So ganz einfach isses halt doch nicht.
Mein Fazit: wir fahren unsere alten Autos (privat jeweils 13 Jahre alt) weiter und gehen in die "Hinterhofwerkstatt" unseres Vertrauens und löhnen dort weiterhin unter 30,-€/h (netto!). Und wenn dort mal ´ne Stunde länger geschraubt wird - was soll´s.
Und für die "primitiven" Arbeiten an meinen Autos, die ich schon immer selbst erledigt habe, hab ich in ein paar Tagen eine eigene Bühne.
Ich kann das Wort "brauchen" in diesem Zusammenhang nicht mehr hören. Leute.. wer entscheidet was andere "brauchen"?
Wir brauchen auch keine Oldtimer.. Wir brauchen keinen V8. Es wird "gebraucht" was die breite Masse bereit ist zu zahlen. Es kann doch auch niemand ernsthaft erwarten, dass im Jahre 2014 nicht Massenhaft Elektronik/Helferlein in Autos verbaut wird/werden, wenn die Technik eigentlich verfügbar ist. Wo lebt Ihr denn? Hinterm Mond? Kocht Ihr noch über offenem Feuer?
Ich liebe meine Oldtimer.. Aber ich kann den verallgemeinernden Mist nicht mehr hören.
Meines Erachtens ist das, was "man braucht" stets individuell unterschiedlich.
Jeder hat da so seine eigenen Bedürfnisse... 🙄
Unter Anderem deshalb ist die US Car Szene auch so weit gefächert.
Das ist ja richtig aber wo soll das aufhören? Für mich ist das eine was ich brauche eine erweiterte Notwendigkeit der Sachen die das Auto sowieso braucht. Klar brauche ich kein V8 aber einen Motor. Klar brauche ich keine 1.7Tonnen Metall aber ein Auto. Klar brauche ich kein Chrom aber eine Stoßstange. Klar brauche ich kein Cabrio aber ein Dach
Aber brauche ich im Aussenspiegel eine Lampe die mich bekloppt macht wenn ich an einer Leitplanke vorbeifahre weil die denkt da kommt ein Auto im Toten Winkel? Ich kann mein Kopf umdrehen (Schulterblick..wer kennt es noch) Braucht mein Auto einen Sensor der Fussgänger erkennt die über die Strasse wollen ohne zu kucken? Da muss ich halt aufpassen und umsichtig fahren. Brauche ich ein Auto das von selber eine Parklücke einschätzt und rückwärts einparkt? Dann muss man es halt lernen!!!! Brauch ich ein Auto das nach einem festen Beherzten Tritt vor einer SChnittig angefahrenen Kurve denkt das ist eine Notbremsung und schaltet direkt Tempo runter und Warnblinker an? Brauche ich ein Auto das mein Puls und alles misst und mir erzählt das ich müde bin? Brauche ich ein Auto das meine Reifendruckdaten an den hersteller sendet?
Braucht man so Sachen? Oder wird uns nur erzählt das die technischen Möglichkeiten das Notwendige wären?
Denn das erzählt usn unser Innenminister im Bezug auf Mautdaten und Überwachung auch...Man amcht es weil es geht
Zitat:
@deville73 schrieb am 15. November 2014 um 23:24:59 Uhr:
Meines Erachtens ist das, was "man braucht" stets individuell unterschiedlich.
Jeder hat da so seine eigenen Bedürfnisse...
Dem stimme ich voll und ganz zu - aber in Neuwagen ist i.d.R. schon so viel Mumpitz in der Grundausstattung, den man oft nicht will, aber doch mit bezahlen muß.
Aber was soll´s - ich kauf mir eh keinen Neuwagen. Mein Chevy bekommt garantiert unter mir noch sein H-Kennzeichen, falls es das in 17 Jahren noch gibt.