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Abgasgegendruck - Diesel Kat defekt ML 320 CDI???

Mercedes ML W164
Themenstarteram 21. Oktober 2010 um 16:45

Hallo zusammen,

habe massive Probleme mit meinem ML 320 CDI, EZ 01/2007, 70.000 KM gelaufen, Service nach Scheckheft. Im Februar 2010 war das Auto über Nacht bei minus 15 Grad eingefroren (war ARAL Ultimate Diesel drin, wohl ohne Winterzusatz). Das Auto wurde abgeschleppt und in der Werkstatt "aufgetaut". Vorher wurde von dem Mechaniker in gefrorenem Zustand noch ordentlich georgelt, (fast bis die Batterie leer war!). Nach dem Auftauen über Nacht schien also alles wieder in Ordnung zu sein, bis ich feststellte, dass der Wagen fortan beim Beschleunigen, also Kickdown, fürchterlich stotterte und dann meistens in den Notlaufbetrieb ging. Dieses Phänomen geschah allerdings immer nur dann, wenn der Motor "halbwarm", also weder ganz kalt, noch ganz betriebswarm war und das unabhängig von der Außentemperatur oder Luftfeuchtigkeit. Im Fehlerspeicher stand mehrfach die Meldung: "Abgasgegendruck nicht korrekt". Daraufhin wurden die Luftfilter gereinigt, der LLM getauscht, der Turbolader kontrolliert und zwei Sensoren (Geber Abgasgegendruck und Hallgeber Nockenwelle) erneuert. Anschließend wurde der Kraftstofffilter zweimal gewechselt und jedesmal auf "Abrieb" hin untersucht, ohne Befund. In den Tank wurde nach Verunreinigungen geschaut, ohne Befund. Dann kümmerte man sich um die Abgasanlage und stellte fest, das der Diesel Kat (das Teil das nach dem Vor-Kat und vor dem DPF verbaut ist), defekt sei. Verstopft und verbrannt. Neupreis ca. 1.500 Euro - Kulanz gleich Fehlanzeige. Bevor ich nun die 1.500 Euro investiere, möchte ich gerne wissen, ob es wirklich daran liegt, oder ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Wer kann mir noch mögliche andere Fehlerursachen beschreiben?

Danke für die Antworten - Klaus

Beste Antwort im Thema

Um das Rätsel des Fehlers an meinem Motor zu lüften, hier ein Bild des defekten Teils. Das zu sehende Abgasrohr bekommt man erst richtig zu Gesicht wenn das Auspuffrohr zwischen Turbo und Vorkat entfernt wurde.

Der Turbo hatte zwar Rußspuren an der Verstellerwelle aber die waren nicht ursächlich für den Abgasgeruch im Innenraum. Denn die Abgase kamen nicht wirklich aus dieser Richtung auch wenn es optisch so schien. Auch ein erhöhter Abgasgegendruch durch defekte Katalysatoren oder DPF konnte durch Diagnose und Einbau von Auspuffatrappen ausgeschlossen werden. Erst beim Ausbau des zuletzt in Verdacht geratenen Turbos kam der Defekt zum Vorschein. Es war ein Riss im Abgasrohr zum AGR über dem waagerechten Flansch, aus welchem die Abgase in das V des Motors geblasen haben und vor dem Stellmotor EKAS wieder aufgestiegen sind.

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Ich selbst habe diesbezüglich noch keine eigenen Erfahrungen gemacht aber ich komme viel in MB Werkstätten rum und da hab ich des öfteren von gebrochenen Abgaskrümmern gehört. Am Anfang merkt man das garnicht, der Krümmer reißt weiter bis hin zu Ausbrüchen die den Turbo zerstören. Das geht doch in die Richtung Deiner Problematik!

Gruß

Ohne das Fzg. gesehen zu haben lässt sich schwer was dazu sagen, man kann die Istwerte des Filters mit dem Tester auslesen, von daher gehe ich mal davon aus das die Diagnose hinkommen könnte.

An die Krümmer glaube ich nicht, das tritt i.d.R erst jenseits der 150tkm. auf.

Themenstarteram 22. Oktober 2010 um 11:48

an TimoB.

Danke für den Hinweis, aber ein Krümmer der gerissen wäre, würde doch zischen und Geräusche machen, zumindest müsste ich im Motorraum doch Abgas- (Dieselrußspuren) sehen können.

Die Werkstatt hat zuerst auch auf zu wenig oder zu viel Luft bei der Verbrennung getippt. Dann wurde die "Kraftstoffseite" untersucht (das gleiche Prinzip - entweder zu viel oder zu wenig Sprit als mögliche Ursache) und dann auf Verunreinigungen, alles in Ordnung.

Auch die flexiblen Kraftstoffschläuche, die ja steinhart gefroren waren wurden auf Beschädigungen (Risse durch die Ausdehnung) untersucht, angeblich alles in Ordnung...

Themenstarteram 22. Oktober 2010 um 12:04

an farmer1:

ist es tatsächlich möglich, den Dieselkatalysator (Oxikat) mit dem Tester oder anderen Mitteln hin auf Durchgängigkeit zu überprüfen, oder was meinst Du mit "Istwerte des Filters"?

Warum haben die in der Werkstatt das denn nicht gemacht? Die haben mir für viel Geld den Vorkat ausgebaut, um überhaupt in den Hauptkat hineinzuschauen. Der Hauptkat wurde dann angeblich gespült mit einem Hochdruckreiniger, um die Durchlässigkeit wieder herzustellen. Hat ja aber nichts gebracht, bzw. das Ruckeln und Stottern ist unter Vollast ja noch da.

Hallo Klaus,

ein Bekannter fährt den W163 ML 400. Der hat mit seinem Auto folgendes Problem. Das Fahrzeug sprang ganz normal an. Nach einer gewissen Zeit kam dann die MKL und das Fahrzeug lief nicht mehr richtig. Also - Motoraus - kurz warten - wieder anlassen und das Problem war dann weg. Das kam aber dann immer wieder.

Er hatte es in einer freien Werkstatt, und da hatte man dann den Fehler gefunden. Das Fahrzeug hat zwei Stellmotoren, die einen Schieber (Klappen) im Abgastrackt steuern. Diese defekten Stellmotoren führten dann zu einer Fehlsteuerung.

Klingt aber ähnlich wie bei Dir.

 

- Jetzt weiß ich aber nicht, ob der W164 auch noch solche Klappen im Abgastrackt hat, oder ob das nur der 8-Zylinder hat.

Versuch das mal herauszufinden.

 

Viele Grüße RANGERBOY

Themenstarteram 22. Oktober 2010 um 13:55

Danke Rangerboy,

werde mich mal beim "Freundlichen" schlau machen, ob so etwas in meinem Auto verbaut ist. Ich höre schon mal (nicht jedes Mal) seltsame Geräusche aus dem Motorraum, kurz bevor oder unmittelbar danach wenn es zu diesen Aussetzern kommt. Hört sich an wie Stellmotoren, man sagte mir, das sei der Motor für das Gestänge am Turbolader...

Zitat:

Original geschrieben von Heideklaus

an farmer1:

ist es tatsächlich möglich, den Dieselkatalysator (Oxikat) mit dem Tester oder anderen Mitteln hin auf Durchgängigkeit zu überprüfen, oder was meinst Du mit "Istwerte des Filters"?

Warum haben die in der Werkstatt das denn nicht gemacht? Die haben mir für viel Geld den Vorkat ausgebaut, um überhaupt in den Hauptkat hineinzuschauen. Der Hauptkat wurde dann angeblich gespült mit einem Hochdruckreiniger, um die Durchlässigkeit wieder herzustellen. Hat ja aber nichts gebracht, bzw. das Ruckeln und Stottern ist unter Vollast ja noch da.

Man kann den Beladungszustand des DPF auslesen (Asche und Ruß), ausserdem noch einige andere Werte wie Differenzdruck, Abgasgegendruck und verschieden Temperatutren

Themenstarteram 23. Oktober 2010 um 17:39

Danke Farmer1,

lt. Werkstatt ist der DPF in Ordnung (ist wohl am Tester gewesen).

Kann man den Kat denn nicht genauso an den Tester hängen, um zu sehen, ob der wirklich hin ist. Irgendeine Meldung muss doch auch dort vom Kat gespeichert sein! Die Meldung "Abgasgegendruck zu hoch" muss doch auch nicht zwingend vom Kat kommen, oder? Eine andere MB-Werkstatt diagnostizierte nach meinen Schilderungen: "Kat defekt durch übermäßigen Kraftstoffeintritt." Kann das vom "Orgeln" kommen, als das Auto eingefroren war? Die erste Werkstatt, die ja "georgelt" haben, wollen davon nichts wissen als mögliche Ursache für einen möglichen Kat-Tod!!!

Hallo Klaus,

die Problematik die ich beschrieben habe trifft nur auf die innere Wandung des Krümmers zu, d.h. von aussen siehst Du garnix und riechst auch nix und oft wird es erst gemerkt wenn der Turbo schon was abbekommen hat!

Der Abgasgegendruck schliest den Kat mit ein, die anderen Werte lassen sich nicht gebrauchen um den Kat zu diagnostizieren.

Die gerissenen Krümmer lassen sich tatsächlich nicht von aussen erkennen, ich glaube trotzdem nicht dran.

Themenstarteram 25. Oktober 2010 um 9:44

Vielen Dank für die Infos,

den Krümmer kann ich ja auch nicht in der Werkstatt untersuchen lassen oder?, der muss doch ausgebaut werden, oder geht "durchleuchten"?

Was ich noch vergessen habe: Meine beiden Endrohre sind rabenschwarz, die Chromblenden sind regelrecht schwarz eingebrannt, das bekomme ich mit keiner noch so starken Politur wieder ab. Auch das deutet auf eine Problematik hin. Andere ML oder R haben nach zigtausend Kilometern total rußfreie Endblenden, habe ich mal verglichen...

Ist denn ein Katalysatorschaden durch übermäßigen Kraftstoffeintritt überhaupt möglich. Geht so ein Ding wirklich kaputt, wenn ich 5 Minuten, wie der Mechaniker der Werkstatt, versuche den "eingefrorenen" Motor zu starten?

Danke nochmals für Eure Antworten.

Wenn die Endrohre verrußt sind funktioniert der Rußfilter nicht mehr wie er soll, die müssen blitzblank sein.

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