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Themenstarteram 21. März 2008 um 16:44

Hallo....

 

 

es ist ja allgemein bekannt, dass die Automobilindustrie in den letzten Jahren sehr viele Mitarbeiter auf die Strasse gesetzt hat. Alle jammern über den kürzlich von BMW angemeldeten Stellenabbau von 8100 Mitarbeitern.

 

Der Stellenabbau bei SAAB ist nicht zu toppen und ist einmalig in der Automobilgeschichte und kann nur von den Unternehmen geschlagen werden, die es heute gar nicht mehr gibt.

 

1992 hatte die SAAB Automobile AB noch ca. 16000 Mitarbeiter beschäftigt . Heute sind es noch ca.  4700 .

Das sind sage und schreibe ca. 75 % Personalabbau.

 

Ich hoffe doch sehr, dass sich das Bild bald wieder ändert.

 

 

 

 

The Moose

 

 

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von keule69

Zitat:

Original geschrieben von Swedishmoose

1992 hatte die SAAB Automobile AB noch ca. 16000 Mitarbeiter beschäftigt . Heute sind es noch ca.  4700 .

Das sind sage und schreibe ca. 75 % Personalabbau.

Hallo The Moose,

aus welcher Quelle hast Du diese Zahlen? Zuverlässige Quelle?

Gruß Keule

Hallo Keule!

1992...2008...das sind 16 Jahre!

1992 gab es noch den 900-I, der mit 60 Stunden im Werk zusammengebaut wurde.

Der 900-II kam schon mit 26 Stunden aus.

Da die Verkaufszahlen nicht sonderlich stiegen, wurden auch Stellen am Band abgebaut.

mit der Auslagerung von Motoren und Getrieben gingen ebenfalls Arbeitsplätze verloren...in Schweden!

SAAB in Schweden hat Arbeitsplätze abgebaut und dadurch Arbeitsplätze in Europa gesichert, bzw. aufgebaut.

Motorenwerk in Rüsselsheim, Cabrio-Werk in Österreich, Getriebe in Deutschland und Japan (Automatikgetriebe).

GM hat heute immernoch in Schweden eine Forschungs-Abteilung.

Die malen jedes Jahr rote Zahlen, weil die nix produzieren, sondern nur forschen und probieren.

Da sind 100 Ingenieure am Werk!

Bei den Stückzahlen und guter Logistik kommt das schwedische Werk gut mit 4500 Arbeitern im Werk zurecht.

Das Werk bringt jährlich soviele Fahrzeuge auf die Strasse, wie Volkswagen in einer Woche produziert!!!

Und da reden wir von 200.000 Einheiten.

Schweden...Deutschland...USA...

Schweden hat ein Sozialgefüge in der Politik, die rudern langsam zurück.

Deutschland ist erst im Begriff, den Mißstand zu erkennen!

Und die USA haben kein Sozial-Gefüge!

GM fordert nur Leistung von GM/Europa!

...und gehen dabei notfalls über Leichen...

Die Konzerne haben kein Interesse am einzelnen Mitarbeiter.

Die Diskussion über das Werk in Bochum sollte noch in allen Ohren sein!

Die Kameraden nähen ihre Naht, hauptsache das Manager-Gehalt stimmt.

 

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Tja, der Stellenabbau bei BMW un Nokia ist schon gewaltig. Bin mal gespannt, wie viele Politiker jetzt ihre BMW's weg schmeissen. Wäre ja nur konsequent nach der Nokia-Handy-Aktion :D - Wüsste dann eine Alternative. Fängt mit SA an und hört mit AB auf ;)

 

 

am 21. März 2008 um 16:53

Das ist eines der Probleme, wenn man nur noch die Aktionärswelt hinwirtschaftet ;/

Ja wie. Wirft Saab Automobile AB Gewinne ab und zahlt fette Dividenden? Man versucht hier wohl eher Break Even zu erreichen.

am 21. März 2008 um 17:29

Sorry, das war eher in Bezug auf BMW und Nokia gemeint.

Es geht leider schon lange nicht mehr um das Produkt, oder den Mitarbeiter. Das Einzige das Zählt ist die Dividende und der Aktienkurs. Aber Geld kann man nicht Essen! 

Es geht leider schon lange nicht mehr um das Produkt, oder den Mitarbeiter. Das Einzige das Zählt ist die Dividende und der Aktienkurs. Aber Geld kann man nicht Essen!

 

Stimmt. Aber man kann drin schwimmen und wenn IKB, Ackermann und Co. auf dem Trockenen stehen, wird nach dem Bademeister Steinbrück gerufen und die Nichtschwimmer dürfen wieder zahlen ... :mad:

am 21. März 2008 um 18:14

Mit 4700 Leuten kann man eigentlich gar keine Autos mehr bauen.

Wenn Opel nicht so kräftig helfen würde - oder?

Themenstarteram 21. März 2008 um 18:45

Hallo...

 

 

mit nur noch 4700 Mitarbeitern kann man nur noch Fahrzeuge herstellen, wenn der Automatisierungsgrad überdurchschnittlich hoch ist.

 

SAAB hatte mal 16000 Mitarbeiter, heute noch ca. 4700.

Ich denke mal, dass sich die Tatsache, dass SAAB keine eigene Forschungs-u.Entwicklungsabteilung mehr hat , die eigene Motoren-bzw. Getriebefertigung aufgegeben hat , dadurch nur bestätigt. Und die nächsten Modelle werden in Rüsselsheim gefertigt und dadurch kann man davon ausgehen, dass es bald noch weniger Mitarbeiter sein werden..... es sei denn, der künftige 9-1 wird evtl. dann doch in Trollhättan gefertigt.

Früher haben mal fast 1000 Mitarbeiter allein in der Forschung und Entwicklung bei SAAB gearbeitet.

 

Ich finde es schon bedrückend und wirklich schade für den traditionsreichen Automobilstandort Trollhättan.

 

Zu SAAB'sbesten Zeiten gab es eine zweites Montagewerk in einem ehemaligen Werftkomplex in Malmö. Es war damals eine der mitarbeiterfreundlichsten und modernsten Fertigungsanlagen der Welt.....auf zwei Etagen mit großen grünen Oasen und Lichträumen.

 

The Moose 

Das Werk war aber ein teueres Fiasko. Das konnte man sich damals nur über den Gesamtkonzern leisten. Dann war da noch die eigene Sitzproduktion.

Zitat:

Original geschrieben von Swedishmoose

1992 hatte die SAAB Automobile AB noch ca. 16000 Mitarbeiter beschäftigt . Heute sind es noch ca.  4700 .

Das sind sage und schreibe ca. 75 % Personalabbau.

Hallo The Moose,

aus welcher Quelle hast Du diese Zahlen? Zuverlässige Quelle?

Gruß Keule

Zitat:

Original geschrieben von keule69

Zitat:

Original geschrieben von Swedishmoose

1992 hatte die SAAB Automobile AB noch ca. 16000 Mitarbeiter beschäftigt . Heute sind es noch ca.  4700 .

Das sind sage und schreibe ca. 75 % Personalabbau.

Hallo The Moose,

aus welcher Quelle hast Du diese Zahlen? Zuverlässige Quelle?

Gruß Keule

Hallo Keule!

1992...2008...das sind 16 Jahre!

1992 gab es noch den 900-I, der mit 60 Stunden im Werk zusammengebaut wurde.

Der 900-II kam schon mit 26 Stunden aus.

Da die Verkaufszahlen nicht sonderlich stiegen, wurden auch Stellen am Band abgebaut.

mit der Auslagerung von Motoren und Getrieben gingen ebenfalls Arbeitsplätze verloren...in Schweden!

SAAB in Schweden hat Arbeitsplätze abgebaut und dadurch Arbeitsplätze in Europa gesichert, bzw. aufgebaut.

Motorenwerk in Rüsselsheim, Cabrio-Werk in Österreich, Getriebe in Deutschland und Japan (Automatikgetriebe).

GM hat heute immernoch in Schweden eine Forschungs-Abteilung.

Die malen jedes Jahr rote Zahlen, weil die nix produzieren, sondern nur forschen und probieren.

Da sind 100 Ingenieure am Werk!

Bei den Stückzahlen und guter Logistik kommt das schwedische Werk gut mit 4500 Arbeitern im Werk zurecht.

Das Werk bringt jährlich soviele Fahrzeuge auf die Strasse, wie Volkswagen in einer Woche produziert!!!

Und da reden wir von 200.000 Einheiten.

Schweden...Deutschland...USA...

Schweden hat ein Sozialgefüge in der Politik, die rudern langsam zurück.

Deutschland ist erst im Begriff, den Mißstand zu erkennen!

Und die USA haben kein Sozial-Gefüge!

GM fordert nur Leistung von GM/Europa!

...und gehen dabei notfalls über Leichen...

Die Konzerne haben kein Interesse am einzelnen Mitarbeiter.

Die Diskussion über das Werk in Bochum sollte noch in allen Ohren sein!

Die Kameraden nähen ihre Naht, hauptsache das Manager-Gehalt stimmt.

 

Moin,moin !

Wenn ich den Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer zitieren darf:

"Im Produktionsbereich werden bei den Autobauern nach unserer Einschätzung bis 2013 zwischen 15.000 und 20.000 Arbeitsplätze in Deutschland entfallen"

Dudenhöffer begründet seine Prognose damit, dass künftig ein größerer Teil der Autos lokal in den Märkten Russland und USA gebaut werde. Derzeit werde die Nachfrage dort zumeist mit Exporten aus Europa gedeckt. Angesichts des schwachen Dollars und der hohen Einfuhrzölle in Russland belaste dies die Gewinnspanne der Hersteller erheblich.

USA bzw. Russland sind sehr wichtige Märkte für Saab (USA) bzw. Opel (Russland) !!

Warten wir mal ab, wann der nächste Hersteller Arbeitsplätze auslagert.

Zitat:

Original geschrieben von Kalle Saabström

Mit 4700 Leuten kann man eigentlich gar keine Autos mehr bauen.

Wenn Opel nicht so kräftig helfen würde - oder?

Mit 4700 Leuten kann man aus zugelieferten Komponenten ein Auto zusammen stecken oder ein wenig Design für zukünftige Karossen oder Prototypen betreiben. Mehr ist leider nicht drin.....

Zitat:

Original geschrieben von Exschwede

Zitat:

Original geschrieben von Kalle Saabström

Mit 4700 Leuten kann man eigentlich gar keine Autos mehr bauen.

Wenn Opel nicht so kräftig helfen würde - oder?

Mit 4700 Leuten kann man aus zugelieferten Komponenten ein Auto zusammen stecken oder ein wenig Design für zukünftige Karossen oder Prototypen betreiben. Mehr ist leider nicht drin.....

Nun...:)

Ich frage mich grade, wieviel Mitarbeiter die Firma Spyker in den Niederlanden hat...oder Königsegg in Schweden...:D

Die Kameraden bauen zwar nur Mini-Serien...aber alles in Handarbeit.:eek:

Aber die Stückzahlen sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen...:rolleyes:

Und ich vermute, daß die Mitarbeiterzahl deutlich unter 1000 liegt.

Motoren und Getriebe werden ebenfalls zugekauft!

Und bei Stückzahlen von 200-300 Einheiten per Anno und Preisen von 200.000Euro pro Einheit...die gerne gezahlt werden...stimmt der Umsatz.:D

Und bei diesen kleinen Manufakturen stimmen auch die Kunden mit genügend Geld im Portemonnaie...und damit ist der Gewinn schon garantiert.:D

Man hat versucht, die Marke SAAB zu einem Massenprodukt zu pushen.

Der Caddilac BLS ist ein Massenprodukt, zumindest was den Preis angeht, der über den Verkauf vom SAAB 9³-Sport subventioniert wird.

Da wird quasi dieselbe Technik in einem feinen Kleidchen verkauft, rund 15.000 sfr teurer...über den Namen und den restlichen Prestige/Image, der bei SAAB noch vorhanden ist.

SAAB ist erheblich teurer, wie Opel oder Caddilac, mit gleicher Technik und Elektronic, nur mit unterschiedlichen Karosserie-Formen und äusserlichen Akzenten.

Im Innenraum ist die Materialqualität weitestgehend gleich, ebenfalls das Design, bzw. die Form.

Welcher Saabfahrer kauft sich dann demnächst noch einen Saab? Wenn der Preisunterschied schon in der Liste 5000 Euro beträgt?

Bei genauer Betrachtung wird der potentielle SAAB-Käufer ein Fahrzeug derselben Baugruppe kaufen, allerdings bei Opel oder Caddilac, weil Geld eben Geld ist!

Und vom Emblem kann keiner leben.

Der Zug, SAAB als PRESTIGE und PRIMEUR-Fahrzeug in Europa zu etablieren, ist mit der Produktion von Caddilac in Schweden absolut abgefahren!

Und wenn SAAB in Deutschland produziert werden, neben Opel auf der gleichen Schiene, nur die Embleme den Unterschied bringen...dann ist SAAB in Germany total am Ende.

Die neuen SAAB-Modelle 9-4x und der neue 9-5 ... werden garantiert auch mit Opel-Blitz zu kaufen sein.

Und das wird es dann gewesen sein.

Ich mag den Guru-Dudenhöfer nicht. Der hat schon viel Scheiße erzählt. Aber mit dem Abbau von 20.000 Arbeitsplätzen in der Autoindustrie in Europa wird er vermutlich recht haben.:(

Gleichzeitig werden aber neue Firmen entstehen und dadurch neue Arbeitsplätze.

Nämlich in der Region von Forschung und Entstehung von Firmen zur Gewinnung von erneuerbarer Energie!:)

Der Fahrzeugbau wird sich langfristig auf andere Antriebsarten umstellen müssen.

Werke, die heute Verbrennungsmotoren herstellen, werden demnächst Brennstoffzellen und Akkumulatoren neuester Generation herstellen.

Wasserstoffgewinnung und Gebrauch als mobilem Kraftstoff wird unsere Zukunft sein.

City-Fahrzeuge mit Elektromotor...heute noch belächelt...wird die Regel werden!!!

Strom für diese Fahrzeuge stellt jeder Hausbesitzer durch eigene Sonnenkollektoren her!!!

Langstreckenfahrzeuge werden mit Wasserstoff betrieben. Hergestellt aus Wasser durch Elektrolyse. Die elektrische Energie wird aus Sonne, Wind und Wasserkraft erzeugt werden müssen, weil fossile Energiequellen versiegt sind!

WIR sind die armen Arschlöcher, die diesen Wechsel mitmachen werden!...mit unseren Kindern!!!

Unsere Enkel und Ur-Enkel werden diese neuen Energien als normale Quellen kennenlernen.

Aufabsehbare Zeit wird es keine Fahrzeuge im privatem Besitz geben, die noch mit Verbrennungsmotoren ausgerüstet sind.

Oldtimer-Besitzer werden ihr Benzin wieder in der Apotheke kaufen müssen...wie zu Zeiten von Carl Benz!!!

Literpreis dürfte dann bei 50 Euro liegen...oder höher.

Der heutige "Bio-Sprit" ist nur eine zwischenzeitliche Erscheinung.

Der Weltbedarf an Bio-Sprit kann niemals gedeckt werden!

In spätestens 10 Jahren wird diese Energiequelle wegen der explodierenden Preise für Nahrungsmittel politisch indiskutabel!

In 100 Jahren tun uns die Knochen nicht mehr weh.:)

Und unseren Kindern auch nicht...:)

Aber ich kann mir durchaus vorstellen, daß in 200-300 Jahren große Segelschiffe wieder

in Mode kommen...für Fernreisen.:)

Die AIDA mit 4 Masten...und vollen Segeln...Energie zum Nulltarif...da wird jede Kreuzfahrt direkt billig!

Mit der "Sir Francis Drake" nach Mallorca...2-4 Wochen Überfahrt...Urlaub an Bord.

Mit Fahrrad und anschliessend rudern...geht vermutlich schneller.:D

 

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