7 Liter Diesel und rest Benzin

BMW 3er E36

Hi Leute,

eine Freundin von mir hat grad, mit ihren Beziner, 7 Liter Diesel getankt, hats also noch rechtzeitig bemerkt.

Der Machaniker bei der tanke sagte sie soll einfach den Tank mit Bezin vollmachen...kannst dann weiterfahren meinte er.

Stimmt das?

Gruß

47 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von BlueWhite


Beim Diesel ist das auch wieder was anderes, da sich dort der Sprit selbst entzündet führt das zu einer klopfenden Verbrennung, das gleicht die Klopfregelung wieder aus.

 

Eben,bei nem Diesel empfiehlt es sich ja auch im Winter einen gewissen anteil an Benzin mit in den Tank zu geben,wegen der Gefriergefahr.Ob das nun den Neuen Motorenschadet sei mal dahin gestellt,aber daran sieht man ja,das die Diesel Motoren das schon abkönnen,ganz genau wie du es erklärt hast.

Zitat:

Original geschrieben von Gustl323ti


oh weh...echt so schlimm?

Hab das alles schon gehabt. Kundin Tankt Diesel in einen 1,4l Lupo und fährt damit durch die Gegend. Sie klagt anschließend über Leistungsverlust, na gut die 30000er Inspek stand eh an. Wir haben den Fehlerspeicher ausgelesen: Lambdasonde Bank1, Unplausibles Signal. Gut also Inspek weiter durchgeführt und der Krümmer war unten 3cm gerissen. Tcha das waren dann 500€ für Krümmer und Arbeit.

Die Einspritzdüse hat sich zu meiner Gesellenzeit ein Geselle zerschossen der sich abgepumpten Super/Diesel-Gemisch rein getan hat.

Zitat:

Original geschrieben von scarface21


Eben,bei nem Diesel empfiehlt es sich ja auch im Winter einen gewissen anteil an Benzin mit in den Tank zu geben,wegen der Gefriergefahr.Ob das nun den Neuen Motorenschadet sei mal dahin gestellt,aber daran sieht man ja,das die Diesel Motoren das schon abkönnen,ganz genau wie du es erklärt hast.

Das ist heut nicht mehr nötig, im Winter werden entsprechende Additive dem Diesel in der Raffinerie beigemischt (Winterdiesel) um das Einfrieren zu verhindern. Tankt man heute zusätzlich Benzin kann ein kapitaler Motorschaden die Folge sein.

Zitat:

Original geschrieben von BlueWhite


Das ist heut nicht mehr nötig, im Winter werden entsprechende Additive dem Diesel in der Raffinerie beigemischt (Winterdiesel) um das Einfrieren zu verhindern. Tankt man heute zusätzlich Benzin kann ein kapitaler Motorschaden die Folge sein.

Ja,kann sein/wird so sein.

Ich meinte damit ja auch nur den vergleich,das es halt beim Diesel nicht so tragisch wäre einen minimalen Anteil Benzin getankt zu haben,wie andersherum 😉

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Ok, dann abpumpen.
Was wird das kosten? Ein Bekannter von mir hat seinen neuen 320d auch eine Tankfüllung Bezin "gegönt"....beim zahlen aber bemerkt das er falsch getankt hat...
hat sein Auto zur nächsten BMW werkstatt abschleppen lassen und fürs abpumpen 400Euro zahlen müssen.

Eine Frage noch, welche Motoren reagieren jetzt schlimmer auf Falschbetankung? Diesel oder Beziner?

Danke schonmal
Gruß
Gustl

Diesel getankt statt Benzin oder Super?
Wer den Fehler noch vor dem Start bemerkt, sollte den Motor nicht mehr anlassen, sondern in der Werkstatt den Sprit absaugen, den Tank sauber machen und neu mit Super oder Benzin füllen lassen. Fährt man sein Auto trotzdem weiter, meldet sich der Motor durch Stottern und Qualmen zu Wort. In diesem Fall muss nicht nur der Tank gereinigt, sondern auch die gesamte Kraftstoffanlage gründlich gesäubert und überprüft werden. Dieser Fall kommt in der Praxis aber nur selten vor. Die Dieseleinfüllstutzen an Tankstellen haben einen größeren Durchmesser als die Tanköffnung bei Autos mit Ottomotor. Darum ist es kaum möglich, damit etwas falsch zu machen.
(Quelle:www.adac.de)

Ich denke bei Ihr reicht es den Tank abzusaugen,da ja der anteil sich noch in grenzen hält.Also eine reinigung würde ich nicht machen,um 100% sicher zu gehen,schon.
Das können auch Frei werkstätten machen,sollte unter 400€ bleiben.Also ich würde glaub ich nicht mehr als 50 bis 100 € zahlen.Aber kommt drauf an wo man es macht.Und nicht vergessen vorher einen kanister mit diesel zu befüllen und den nach dem apumpen dann reingießen 😉

also so weit ich weiß gehen beim diesel die einspritzanlagen kaputt wenn man bezin tankt da im benzin nicht die nötigen additive drin sind die zur schmierung der der pumpen u.ä. nötig sind. denn wenn man überlegt mit welchen drücken so ein pumpe düse arbeitet (schätze mal >1000bar) scheint ne gute schmierung lebenswichtig zu sein. bei nem alten vergasen isses net so tragisch. ein bekannter von mir hat früher in sein moped reigekippt was grade da war, zum schluss war ne mischung aus benzin, diesel, modellautosprit, 2taktöl,usw. drin, danach ist die kiste zwar nicht schneller als 30km/h gelaufen und hat gestunken wie die pest aber es lief noch. ein anderer spritveruch war bei nen abderen der hat in seinen star nur diesen modellrennsprit getankt, die kiste hat duch das rizinusöl widerlich gestunken aber gerannt wie die sau aber hat erhebliche thermische probleme gemacht sprich die karre ist stehen gebleibenund auf den schrott gweandert.

Wir machen das abhängig von der abgesaugten Kraftstoffmenge. Wir müssen einen Auftrag schreiben, den Gesellen oder einen Azubi beauftragen und für die Entsorgung sorgen, zusätzlich kommt noch die Neubefüllung des Tanks (Spritkosten).
Ich würde bei einem 45l Tank: 50ZE (Zeiteinheiten ca. 30min) für die Absaugung und Entsorgung 70€ berechnen. Die Neubefüllung ist dann extra zu bezahlen 15ZE + Volumenkosten des Kraftstoffes.

Zitat:

also soweit ich weiss ist es weniger schlimm bei einem Dieselfahrzeug benzin zu tanken als bei einem Benziner Diesel zu tanken. Der diesel ist ja dicker und der macht glaube ich die einspritzdüsen und pumpe und so kaputt.

Das war mal so, ist heute nicht mehr der Fall.

Das mit den 10% wie oben erwähnt - ist mir neu.

Bei einem 60 Liter Tank - egal in welche Richtung: Alles über 2 Liter muss raus. Bei weniger als zwei Litern auf Max mit dem richtigen Sprit tanken und mehrfach nachtanken.

Nachdem ich hier so viel Quatsch gelesen habe (Diesel verbrennt heisser als Benzin!!), muss ich mich auch mal zu Wort melden.

Benziner und Diesel haben zwei total unterschiedliche Brennverfahren. Beim Diesel wird in die komprimierte Luft Kraftstoff (Dieselkraftstoff) eingespritzt. Durch die Kompression ist die Luft sehr heiss und der eingespritzte Kraftstoff entzündet sich noch, bevor die Einspritzung beendet ist und der Strahl brennt dann weiter. Dies nennt man auch eine Diffusionsflamme. Beim Benziner wird der Kraftstoff zunächst vergast bzw. vernebelt (früher im Vergaser, heutzutage durch die Einspritzung), so dass in die Brennräume ein homogenes Kraftstoff-Luft-Gemisch gelangt. Auch dieses erwärmt sich durch die anschließende Kompression, jedoch entzündet sich der Kraftstoff dadurch noch nicht. Dies geschieht erst durch den Zündfunken. Nach der Zündung brennt die Zylinderladung von der Zündkerze aus zu den Brennraumwänden hin durch.

Damit hätten wir auch schon die wichtigsten Unterschiede zwischen Diesel und Benziner: Dieselkraftstoff muss sehr zündwillig sein - und ist sehr zündwillig - so dass er möglichst kurz nach Einspritzbeginn zu brennen anfängt. Ist dies nicht der Fall, so gelangt eine zu große Dieselmenge vor Einsetzen der Verbrennung in den Brennraum, die sich dann bei Brennbegin schlagartig entzündet. Dies führt zu einem sehr steilen Druckanstieg mit hohen Spitzendrücken, der Motor wird aufs extremste belastet.

Im Gegensatz dazu muss Ottokraftstoff (also Benzin) sehr zündunwillig sein, denn sonst würde er ja schon durch die Verdichtung zu brennen beginnen. Da aber der gesamte Brennstoff schon im Zylinder ist, hieße dies, dass praktisch die gesamte Brennstoffmenge schlagartig auf einmal verbrennt, bevor der Zündfunke kommt. Folgen wie beim Diesel.

In beiden Fällen hätte man also sehr hohe Drücke, die den Motor sehr belasten. Beim Benziner nennt man das Klopfen, beim Diesel soweit ich weiß auch. Klopfen kann beim Benziner jedoch auch aus anderen Gründen eintreten, auch wenn mit Benzin gefahren wird. Deswegen gibt es die Zündverstellung über Drehzahl und Last, so dass der Motor immer außerhalb der klopfgefährdeten Bereiche betrieben werden kann.

Tankt man Benzin mit einer niedrigeren als der vorgeschriebenen Oktanzahl (sie ist ein Maß für die Zündunwilligkeit des Kraftstoffes), kann der Motor klopfen. Deswegen besitzen moderne Fahrzeuge eine Klopfregelung, die Klopfen erkennt und durch die Verstellung des Zündzeitpunktes dem entgegenwirkt.

Das Zutanken von zündwilligem Diesel zu Benzin hat in etwa die gleichen Folgen wie das Tanken von Kraftstoff niederer Oktanzahl: das Gemisch wird zündwilliger, der Motor klopft leichter. Ist eine Klopfregelung vorhanden, ist dies bei geringen Mengen Diesel nicht so schlimm, da die Zündung so eingestellt wird, dass er nicht mehr klopft. Bei größeren Mengen Diesel funktioniert das natürlich nicht mehr. Bei Fahrzeugen ohne Klopfregelung kann man mit geringen Mengen Diesel im Tank auch noch weiterfahren, sollte jedoch beherzigen, was auch gilt, wenn man z.B. statt Super oder Super Plus Benzin oder Super getankt hat: Möglichst bald mit hochwertigem Sprit (also am besten Super plus) drauftanken, und bis der Tank leer ist, nicht Vollgas fahren, da der Motor bei Vollgas eher klopft.

Das Zutanken von Benzin zu Diesel stellt in geringen Mengen bei alten Dieselfahrzeugen (mit Reihen- oder Verteilereinspritzpumpen und Vorkammermotoren) nicht so das Problem dar. Der Motor wird etwas mehr nageln, durch die Vorkammer wird das jedoch auch ein bisschen abgemildert. Bei modernen Dieseln sieht das anders aus: Zum einen wird der Kraftstoff direkt in den Brennraum eingespritzt, das heisst, dass der hohe Druck und die hohe Druckanstiegsgeschwindigkeit Brennraum und Kolben voll erwischt - mit entsprechenden Belastungen. Zum Anderen arbeiten moderne Diesel mit irrsinnig hohen Einspritzdrücken (Common-Rail ca. 1600bar, Pumpe-Düse bis zu 2000 bar!!). Die Einspritzpumpen/Pumpenelemente sind dadurch hoch belastet und können das nur dadurch leisten, dass Diesel sehr gute Schmiereigenschaften besitzt. Werden dem Diesel wenn auch nur geringe Mengen Benzin beigemischt, verschlechtern sich diese rapide, die Pumpe wird nicht mehr ordentlich geschmiert und geht kaputt.

So, und jetzt zur Mär von der heisseren Verbrennung: Sowohl Benzin, als auch Diesel besitzen einen Heizwert - ein Maß für die in ihnen gespeicherte Energie - von ca. 41000 kJ/kg. Wird in einer konstanten Masse Luft die gleiche einmal Diesel und einmal die gleiche Masse Benzin wie Diesel verbrannt, so heizt sich die Luft um in etwa die gleiche Temperatur auf. Jetzt kann man natürlich sagen, dass Diesel eine höhere Dichte hat als Benzin und deswegen die Temperaturen ansteigen, wenn Diesel im Benzin ist. Theoretisch ja. Wird die gleiche Menge Benzin-Diesel-Gemisch (cm³) eingespritzt, so gelangt mehr Masse (g) in den Brennraum als bei reiner Benzineinspritzung. Dieses Mehr an Masse kann jedoch nicht verbrannt werden, da die vorhandene Luft gerade ausreicht, um die Benzinmenge verbrennen zu können. Also kann das Mehr an Heizwert - was zu einer Temperaturerhöhung führen würde - nicht genutzt werden.

Als Abschluss noch der Hinweis, dass auch Super oder Super Plus nicht heisser verbrennt als Normal. Die haben alle in etwa den gleichen Heizwert. Der Unterschied liegt nur in der Zündwilligkeit.

Gruß Markus

Zitat:

Original geschrieben von Honda_CX-ler


Nachdem ich hier so viel Quatsch gelesen habe (Diesel verbrennt heisser als Benzin!!), muss ich mich auch mal zu Wort melden. ...

Danke dafür das kenne ich schon aus: Kfz-Lehre, Service-Techniker Ausbildung, Meister Lehrgängen und der FOS (Fachoberschule Technik).

Diesel ist leichtes Heizöl, im Gegensatz zu dem Heizöl ist Diesel gelb und Heizöl rot eingefärbt. Dieses Öl (bestimmte Anteile wirken ätzend) zersetzt (bei oftmaliger Betankung) Dichtungen und schädigt bei zu hohem Dieselanteil die Einspritzdüsen. Bei kaltem Wetter bildet Dieselkraftstoff Paraffine welche die Düsen verstopfen können, genauso wie den Spritfilter, etc.!

Eine Schädigung des Motors findet in jedem fall statt. Bei Betriebswarmen Motor verbrennt der Dieselkraftstoff fast vollständig (der Flammenpunkt liegt bei ca.55Grad Celsius, Betriebstemperatur des Otto-Motors: 80Grad Celsius). Heizwert Diesel: 43MJ/Kg, Benzin 43,5 MJ/Kg.

Da der Diesel langsamer verbrennt kann die Verbrennung bis zum Auststoßtakt andauern, die Verbrennung verlagert sich in den Abgaskrümmer. Es können sich auch unverbrannte Molekühle im Krümmer ablagern welche sich dann entzünden können. Für solche Temperaturen sind die Krümmer nicht ausgelegt.

Dieselkraftstoff ist zudem noch Zähflüssiger was dazu führen kann das die Einspritzdüsen überlastet werden und diese anfangen zu Tropfen.

@BlueWhite

Falls Du es so aufgefasst hast - mit dem Quatsch hab ich sicher nicht Dich gemeint. Im Gegenteil überzeugst Du durch korrekte, kompetente Beiträge.

Gruß Markus

schlimmer ist es wenn man benzin in ein diesel tankt....
im schlimmsten falle kann die einspritzpumpe fressen,und der schaden wird dann 4 stellig...

Ich arbeite auch in einer Werkstatt und da kommt es in letzter Zeit immer öfter vor das ich den Leuten die Tanks abpumpen muss!Ich habe schon bei einigen Diesel das ganze Einspritzsystem wechseln müssen weil sich nach dem Fahren mit hohem Benzinanteil Späne im System befunden hatten!Bei den Benzinern war es bisher weniger tragisch,die meisten kommen sogar noch aus eigener Kraft bis zu Werkstatt,laufen aber abartig beschissen!Bei Benzinfahrzeugen hatte ich bisher nur einen Space Wagon GDI,dem es die Einspritzventile zerschossen hat mit Diesel! Fakt ist das ich das Zeug dann selbst in meinen Fahrzeugen verfeuere!Mein 309 Diesel läuft bis gut 40%Benzin im Tank völlig normal(wer auch 100%Pöl ohne Umbau wegzieht muss auch mit Benzin laufen),mein Subaru Turbo frißt auch ca 50:50 Mischung,läuft dann im Kalten sehr bescheiden!

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