3 Reifenpannen in 18 Monaten durch Reifendrucksensoren!?

Ford Mondeo Mk4 (BA7)

Ich fahre seit September 2009 einen neuen Mondeo Turnier 2.0 TDCI Automatik mit Reifendruckkontrollsystem (RDKS, TPMS) und habe inzwischen 67000 km geschafft.

1. Im Sommer 2012 fiel zuerst der Reifendrucksensor hinten links aus. Nach Sichtkontrolle war der Reifen unbeschädigt und der Druck OK. Später auf der Autobahn bei 130 km/h schneller Druckverlust (ohne Warnung, da Sensor defekt). Gefühlt ein Platzer und fast ein Unfall. Ventil/Reifendrucksensor war zermalmt - die Seitenwand des Reifens total zerstört.
Habe alle Reifen und den Sensor erneuern lassen.

2. Sommer 2013: Das System zeigt Druckverlust hinten rechts. Habe angehalten. Der Reifen verlor den kompletten Druck innerhalb von 5 Minuten. Am Reifen war kein Loch zu sehen.
Ein Reifen und das Ventil/Sensor wurden ersetzt.

3. Januar 2014: Der Druck fällt vorne links auf 1,9 /1,7 bar. Halte an und kontrolliere den Reifen: unbeschädigt. Doch am Ventil hat sich Metall gelöst. Beim Aufsetzen des Luftschlauchs an der Tankstelle wackelt das Ventil und die Luft zischt heraus. Reifen platt.
Muss noch zur Werkstatt.

Auf den Punkt gebracht: Ich vermute, dass die Reifendrucksensoren an den Ventilen nach Laufleistungen von 50000-70000 "zerfallen" und zu Druckverlust und Reifenpannen führen. Fehlkonstruktion!

Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder bin ich nur ein Pechvogel?

Es wäre schon mehr als ärgerlich, wenn dieses System Pannen anzeigt und verursacht, die man ohne es gar nicht gehabt hätte>:-(
Ich überlege alle Drucksensoren zu entfernen und einen bösen Brief an Ford zu schreiben.

Vielen Dank für Antworten und Ratschläge,
Torsten

26 Antworten

Die Sensoren und Ventilnippel sind eine Einheit. Man kann sie bei Felgenwechsel ebenfalls wechseln. Dabei muss aber jedesmal die Dichtung erneuert werden. Das Maintenance-Set dazu kostet etwa soviel wie ein Sensor, die Montagekosten kommen dann auch noch dazu.
Ich würde die Sensoren nicht jedesmal wechseln sondern auf der Felge lassen.
Die Reifen bzw. der Reifenwechsel haben nichts mit den Sensoren zu tun.
Die Sensoren habe ich bei Ford einzeln gekauft, die Felgen und Reifen jeweils im Internet und zur Montage bringst Du alles zusammen mit.

Ich danke euch für die Antworten. Dann werde ich mich vorher um neue Sensoren kümmern. Anlernen geht ja über den BC habe ci gesehen.

Ja, das geht automatisch über den Bordcomputer, du musst garnichts machen.
Da die Sensoren alle eine Kodierung haben merkt die Elektronik wenn sich neue Sensoren im Rad befinden.

Hallo Torsten Hallo Leute,
habe einen VW Routan besser auch als Chrysler bekannt der Wagen hat Sensoren von Daimler Chrysler.
Nachdem ich nach 3 Jahren vier Sensoren sich zerlegt haben fahre ich jetzt ohne diese Dinger. Was ist geschehen. Der 1. Sensor zeigte zu wenig Luft an also ran an die Tanke Luft aufgepumpt plötzlich kam mir der Ventileinsatz entgegen. Die anderen Sensoren haben sich die Muttern zerlegt welche die Sensoren in der Felge halten und sind während der Fahrt auf der Autobahn in den Reifen hinein gerutscht und binnen Senkunden war der Reifen Platt und das bei 160. Da dies gleich 3 x passiert ist sind diese Sensoren lebensgefährlich. Ich bin noch am überlegen, ob ich einen Sachverständigen einschalte. Denn die Dinger welche ja nicht gerade ein Schnäppchen sind eine Gefahr darstellen.

Grüße
Harald

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Volltreffer
Ich habe soeben mit meinem S-Max zum zweiten Mal die Erfahrung gemacht.
Beim ersten mal dachte ich noch "Zufallstreffer" aber das was sich hier abzeichnet ist ein Sicherheitsrisiko:
"Reifendruckmeldung, kurze Warnung, Reifen innerhalb von Sekunden platt"

Mein Ventil sieht ähnlich aus, und weist starke Korrosionen auf. Die Überwurfmutter habe ich nur noch

Sorry, aber das ist ein systematischer Fehler in einer Charge von Sensoren.

Noch eine kleine Anmerkung: Der erster Defekt ist mit der Originalbereifung aufgetreten, Montagefehler können ausgeschlossen werden.

Ich werde jetzt mal Kontakt mit meinem freundlichen Fordhändler aufnehmen. Ich gehe allerdings davon aus das wohl ein Brief an die Qualitätssicherung bei Ford mehr Erfolg verspricht.

Hat da jemand mal aktuelle Kontaktdaten?

Joe Bar on Tour

Zitat:

Original geschrieben von Joe-Bar-on-Tour


Volltreffer
Ich habe soeben mit meinem S-Max zum zweiten Mal die Erfahrung gemacht.

Was ist es denn für Baujahr?

Im Nachbarforum hat jemand übrigens dieses Reparaturset gefunden. Demnach gibt es doch den Ventilträger einzeln.
http://m.ebay.de/itm/290823926169
Ist allerdings mit 30€ auch nicht gerade so günstig gegenüber einem neuen Sensor, da man ja mit dem alten Sensor auch die alte Batterie behält.

Danke für den Tip.

Mein S-Max ist Baujahr Februar 2009

Aber das eigentliche Problem sehe ich hier bei Ford. Diese Reifendrucksensoren sind eigentlich ein Sicherheitsbauteil. In diesem Fall sind sie allerdings ein Sicherheitsrisiko. Fahrt mal mit 180km/h auf der Autobahn und der Reifen ist nach der ersten Meldung innerhalb von 5 Sekunden platt. Schönes Abbremsen und ab auf den Pannenstreifen.

Wenn ein Radio spinnt, die Motorhaube sich nicht immer reibungslos öffnet sind das Themen die ärgerlich sind aber keine Gefahr für Leib und Leben bergen.

Aber dies ist ein Fehler, an einem Bauteil, das eigentlich die Sicherheit erhöhen soll.

Wenn Ford ein sinnvolles funktionierendes Qualitätsmanagement hat, dann sollte es hier handeln.
Ich habe noch zwei original verbaute Sensoren auf meinem Fahrzeug. Schauen wir einmal wie diese aussehen

Zitat:

Original geschrieben von Joe-Bar-on-Tour



Noch eine kleine Anmerkung: Der erster Defekt ist mit dherer Originalbereifung aufgetreten, Montagefehler können ausgeschlossen werden.

Wocher willst du das wissen? Diese werden ja nicht in die Felgen reingeboren, sondern auch per Hand eingebaut. Und wo Menschen arbeiten, passieren leider Fehler!

Diese Sensoren werden bei Hundertausenden anderer Autos auch verbaut, oder hat da jeder sein eigenes System ?
Wie sieht es bei anderen Modellen mit diesem Problem aus ??

Hallo Norbert!

Zitat:

Original geschrieben von Norbert-TDCi


Diese Sensoren werden bei Hundertausenden anderer Autos auch verbaut, oder hat da jeder sein eigenes System ?
Wie sieht es bei anderen Modellen mit diesem Problem aus ??

Richtig, diese Sensoren sind bei allen Herstellern im Grunde die gleichen. Meistens von VDO-Siemens. In meinem Mercedes S211 sind die Dinger auch drin. Erstens funktionieren die seit Erstzulassung des Wagens im Oktober 2005 klaglos und haben schon fast 400.000km hinter sich gebracht und zweitens ist mir im hiesigen 211er-Forum bisher noch nicht aufgefallen, daß es Reifenschäden gegeben hätte, die mit den Reifendrucksensoren zusammenhängen solten.

Man muß nur bei der Montage neuer Reifen aufpassen, daß Reifendrucksensoren in der Felge stecken, sonst macht der unachtsame Monteur die beim Abziehen des alten Reifens von der Felge sofort kaputt. Das ist aber wieder ein anderes Problem als das vom Themenersteller geschilderte.

LG
Granada

Moin Moin Leidensgenossen 😁

Ich fahre einen Mondeo MK4 BJ2007 mit genau diesen Reifensensoren wie in den Bildern.
Mein Mondi geht morgen zum FFH um zu prüfen, ob die Reifendruckfunktion deaktivert werden kann?!

Diese Sensoren sind eine echte Sicherheitslücke und Lebensgefährlich !!!

Ich habe vor 3 Jahre neue Winterreifen bekommen und diese Sensoren in den Winteralus verbauen lassen (bei Ford). Im ersten Winter war nichts los. Im zweiten Winter ist mir direkt nach dem Reifenwechsel an der Tanke beim Luftdruck prüfen ein Ventil um die Ohren geflogen.
Das Ventil war offensichtlich porös und ist dort wo die Schraubkappe endet, beim Versuch diese abzuschrauben, direkt abgebrochen. Ventil wurde ersetzt.
Diesen Winter ist mir ein Reifendrucksensor auf der Auffahrt weggeflogen. Es hat geknallt und als ich raus war, war der Reifen platt. Der selbe Fehler!
Der Ventilschaft ist so stark korrodiert, dass er vom Reifendruck einfach rausgeschossen wurde. Natürlich wieder genau unter der Schraubkappe wie das Jahr zuvor, was für ein Zufall (siehe Bild).
Die Schraubekappe endet übrigens dort, wo das Gewinde für die Kappe nicht weiter geschnitten wurde. Somit ist hier die Stelle mit dem geringsten durchmesser aufgrund des Gewindegangs und dieser ist ungeschützt, da die Kappe ja hier endet.

Ich gehe aufgrund meiner Lebenserfahrung davon aus, dass es sich um ein Leichtmetall handelt, welches in Verbindung mit Streusalz stark korrodiert, somit an Stabiltät verliert. Wenn dass Salz dann auch noch im Sommer bie mittlerer bis hoher Luftfeuchte auf Ventil bleibt, verstärkt dies bestimmt die Wirkung. Wenn man früh auf Sommerreifen wechselt bekommen diese vllt auch noch was ab...
Abhilfe würden wohl Schraubkappen schaffen die das gesamte Ventil inkl. den letzten Gewindegang abdecken, nur sind die auch 100% dicht?
Viel zu aufwendig, besser gleich Ventile aus Edelstahl!
Mal ehrlich Ford, ich denke mal so viel teurer kann diese kleine Änderung nicht werden. Zumal das Ventilinnere übrigens aus Edelstahl ist! O_o ...Welcher Dipl. Ing. hat sich dass ausgedacht?
Und dann bezahl ich auch gerne zu den sowieso schon teuren Ventil nochmal 5€ mehr

Gott sei Dank ist dies bei mir nicht während der Fahrt passiert.
Ich möchte dass nicht erleben, wie weiter oben geschildert, wenn bei 160-180 der Reifen auf einmal Platt ist. Am besten noch bei einem Lenkmanöver... willkommen Leitplanke, lass dich knutschen :* ...

Der freundliche Fordhändler gab dann beim nachhaken und sticheln zu, diese Problematik zu kennen, es gäbe aber keine Lösung MIT Reifensenor, ach wie schön 😁

Nun nach langem Suchen im Internet kann ich nur Ventile aus (wie gesagt) Leichtmetall (ich tippe mal auf Aluminium) finden.

Vielleicht ist es auch nur eine Charge die besonders anfällig ist, weil sonst müsste ja jeder im Winter diese Problematik kennen ?! Ich kann mir auch vorstellen, dass einige Felgenreiniger dieses Metall ebenfalls angreifen und zum korrodieren bringen.

Ich denke mal es gibt keine andere Lösung als die Dinger auszubauen und normale Ventile einzusetzen oder hat jemand Austauschsensoren gefunden die aus einem anderen Material sind ?

LG

Wenn nur eine bestimmte Charge betroffen war kauf Dir neue, die sollten ja dann halten.

Das Problem ist wirklich eigenartig weil diese Teile sicherlich getestet werden wie sie sich in Verbindung mit Salzwasser und Reinigungschemikalien verhalten.

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