250€ Kosten weil Ladesäule 21h Blockiergebühr bucht

Mercedes EQS SUV X296

Hallo zusammen, ich wollte euch mal von einem echt ärgerlichen Vorfall berichten (mal wieder) und hoffe auf Tipps oder Erfahrungen von euch.

Ich habe etwa 100 Meter Luftlinie von meinem Zuhause entfernt eine öffentliche E-Ladesäule auf dem Parkplatz eines Supermarkts. Es handelt sich um eine 60-kW-Schnellladesäule, an der ich regelmäßig beim Einkaufen lade, so auch vergangenen Samstag.

Ich habe dort laut App 17 kWh geladen, alles wie immer: angesteckt, geladen, abgeschlossen, Fahrzeug abgezogen und weggefahren. Danach bin ich ganz normal weiter mit dem Fahrzeug unterwegs gewesen.

Ein paar Stunden später bin ich mit meiner Frau mit dem Auto ca. 120 km weiter zu Bekannten in eine andere Stadt gefahren und habe dort auch übernachtet.

Dann der Schock am Montagmorgen: In der App tauchte eine Transaktion über 250€ auf – angeblich für 17 kWh + eine Blockiergebühr von 21 Stunden (!). Die App behauptet, ich hätte den Ladevorgang erst Sonntagabend beendet.

Ich habe natürlich sofort den Support kontaktiert. Die haben wiederum beim Betreiber der Ladesäule nachgefragt, aber der sagt einfach, die Abrechnung sei korrekt. Keine Einsicht bisher.

Ich habe allerdings Zeugen, dass ich mit dem Fahrzeug am angeblichen “Endzeitpunkt” gar nicht mehr in der Stadt war.

Jetzt frage ich mich: Was kann ich tun? Habt ihr sowas schon mal erlebt?

Muss ich jetzt jeden Ladevorgang mit Video dokumentieren, um mich gegen sowas zu schützen?

Ich habe ohnehin schon unzählige Werkstattaufenthalte hinter mir und mir geht das langsam echt auf die Nerven.

Viele Grüße und danke im Voraus!

27 Antworten

Die Frage nach dem Anbieter und der verwendeten App ist noch immer offen.

Das ist schon alleine deshalb ungewöhnlich, weil die Blockiergebühr in der Regel auf 12€/Ladevorgang begrenzt ist.

12€ ist nur der Deckel bei EnBW. Ich hatte auch mal so einen Fall in Frankreich, dort hatte ich zum Glück am gleichen Tag beim gleichen CPO geladen. Ich vermute auch, dass das abstecken nicht richtig als Ladestopp erkannt wurde. Vielleicht ist es weniger wahrscheinlich, wenn man den Ladevorgang immer explizit an der Säule stoppt mit RFID oder über die App.

Ohne zu wissen um welchen Anbieter geht und was genau gebucht wurde auf dem Beleg, ist alles nur Spekulation.

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Bei MB Charge sieht man fast bei allen DC-Ladestationen in Deutschland eine derartige Blockiergebühr, deren Maximalhöhe auch nicht begrenzt ist. Ich habe mal eine zufällige rausgesucht.

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Ein Hinweis darauf, dass das evtl. nicht der optimale Provider ist.

Zitat:@StefanLi schrieb am 2. Juli 2025 um 09:07:36 Uhr:
Ein Hinweis darauf, dass das evtl. nicht der optimale Provider ist.

Wenn man regelmäßig schnelllader blockiert sollte man sich in der Tat woanders umschauen ;)

Hi zusammen,

danke für die zahlreichen Antworten sorry für meine späte Reaktion, ich war die letzten Tage beruflich sehr eingespannt. Ich gehe auf eure Fragen gesammelt ein:

Zitat:
@stdok schrieb am 28. Juni 2025 um 11:14:30 Uhr:
Eco Coach genutzt? Dann könnte man nachweisen, dass man gefahren ist.

Leider nein, ich wusste bis zu deinem Kommentar tatsächlich nichts von besagtem Eco Coach. Von meinen früheren Fahrzeugen bin ich gewohnt, die Fahrtenübersicht direkt in der jeweiligen App des OEMs zu haben. Ich habe mir nun den Eco Coach installiert, aber eine granulare Auflistung jeder Fahrt gibt es dort auch nicht, oder?

Zitat:
@uyaem schrieb am 28. Juni 2025 um 11:26:30 Uhr:
Hat der Supermarkt Videoüberwachung? Ist ja bei den Parkplätzen üblich.

Muss ich noch mal prüfen, die Ladesäulen sind weit weg vom Eingang des Supermarkts. Allerdings bin ich wenig zuversichtlich dass der Supermarkt auf meine private Anfrage überhaupt reagiert.

Zitat:
@Whatson2k schrieb am 28. Juni 2025 um 15:53:05 Uhr:
Belegen könntest du dies auch mit deiner Google Zeitachse. Verfügt der Parkplatz über Kameras?

Dieses Feature habe ich sowohl bei Apple als auch bei Google deaktiviert. Fällt mir natürlich jetzt auf die Füße...

Zitat:
@WBalm schrieb am 28. Juni 2025 um 19:56:09 Uhr:
Hast Du eine Rechtsschutzversicherung? Dann Anwalt einschalten und nicht lang selbst rumtelefonieren.

Nein, leider keine Rechtsschutzversicherung. Der finanzielle Schaden ist auch in einer Größenordnung wo sich ein Anwalt und der zusätzliche Stress vermutlich nicht lohnen wird.

Zitat:
@holgor2000 schrieb am 29. Juni 2025 um 13:03:18 Uhr:
Um welche App geht es denn?
Was sagt deine App und was sagt der finale Beleg / die Rechnung? Wie lange warst du angesteckt?

Die Mercedes-Benz App fürs iPhone (und auch wenn ich mich im Webportal einlogge). Der finale Beleg sagt ich habe 17 kWh geladen und war 21h und 32min angesteckt. Da es sich um eine DC Ladesäule handelt, liegt die Blockiergebühr bei 12€ pro Stunde.

Zitat:
@ICU schrieb am 29. Juni 2025 um 14:44:33 Uhr:
Vermutlich ist das Problem, dass beim Abstecken des Autos der Ladevorgang nicht beendet wurde. Das ist mir bei einer Ionity-Säule auch schon mal passiert, dass der Ladevorgang vom Kunden vor mir noch aktiv aber unterbrochen war. Vermutlich hätte ich mein Auto einfach anstecken und auf seine Kosten weiterladen können. Seitdem ziehe ich den Stecker nicht mehr einfach nur ab, sondern beende den Ladevorgang an der Säule und gucke vor dem Weiterfahren, ob wirklich das Willkommen für den nächsten Kunden da steht...

Ja, das klingt plausibel.

Diese Ladestationen auf Parkplätzen von Supermärkten sind mir nicht geheuer. Ich werde das nicht mehr nutzen nach einem Vorfall.

Da bekam ich ein Strafmandat, da ich 2,5 Stunden mit 22kW Laden geladen hatte, wo nur 2 Stunden auf dem Parkplatz erlaubt waren. Scheinbar ist die von einer privaten Sicherheitsfirma betriebene Parkplatzkamera mit Kennzeichenerkennung und direktem Link zum Inkasso augerüstet. Nach 2 Telefonaten mit dem Edeka Supermarktinhaber wurde das Strafmandat wieder gelöscht. Aber solchen Ärger braucht man nicht.

Zitat:
@Stefano30 schrieb am 10. Juli 2025 um 11:40:00 Uhr:
Diese Ladestationen auf Parkplätzen von Supermärkten sind mir nicht geheuer. Ich werde das nicht mehr nutzen nach einem Vorfall.
Da bekam ich ein Strafmandat, da ich 2,5 Stunden mit 22kW Laden geladen hatte, wo nur 2 Stunden auf dem Parkplatz erlaubt waren. Scheinbar ist die von einer privaten Sicherheitsfirma betriebene Parkplatzkamera mit Kennzeichenerkennung und direktem Link zum Inkasso augerüstet. Nach 2 Telefonaten mit dem Edeka Supermarktinhaber wurde das Strafmandat wieder gelöscht. Aber solchen Ärger braucht man nicht.

Dafür kann ja nun die Ladestation nichts. Das sind dann Parkplatzregeln deines Supermarktes.

Manche Märkte sind so fair, am Ladeplatzschild auf die Gültigkeit der Parkhöchstdauer hinzuweisen.

Tatsächlich erlaubt eine Parkhöchstdauer nämlich auch nicht einen längeren Einkauf ! Umgekehrt lässt sich die Parkhöchstdauer dann aber auch mit einem Spaziergang (oder Einkauf nebenan) verbinden, um Umparkvorgänge zu vermeiden.

Aktuell liebäugel ich mit einer Auseinandersetzung um die Auslegung "Parken erlaubt für die Dauer des Einkaufs" dahingehend, ob das -längere- Warten auf die Marktöffnung dazuzählt :D

Zitat:@holgor2000 schrieb am 10. Juli 2025 um 11:52:22 Uhr:
Dafür kann ja nun die Ladestation nichts. Das sind dann Parkplatzregeln deines Supermarktes.

Das ist auch soweit klar. Nur genau deshalb würde ich auf Supermarktparkplätzen eher nicht mehr (länger) laden. Es gibt genug andere Optionen.

Ich finde das ganze Thema gehört eher zu den Ladesäulen oder Ladeanbietern, als zu Mercedes EQ.

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