2.0 TDI - neue Nockenwelle nach kurzer Zeit erneut eingelaufen
Hallo, da der andere Thread von mir mit dem eigentlichen Thema nichts mehr zu tun hat, eröffne ich einen neuen Thread.
Die Nockenwelle an meinem 2,0 TDi ist an einer Nocke am Zylinder 3 wie abgeschliffen gewesen. Also habe ich die Nockenwelle, die Hydrostößel, die Lagerschalen und alle Schrauben ausgetauscht. Jetzt nach nicht mal 1500km habe ich gestern mal den Ventildeckel abgenommen und was soll ich sagen. Die neue Nockenwelle hat an genau der selben Nocke und am Stößel Kratzspuren. Für mich sieht es so aus, als ob der Stößel zwischen dem Ventil und der Nocke zerquetscht wird.
Als ich die Stößel beim Austausch draußen hatte, ist mir aufgefallen das der Federteller des darunter liegenden Ventils etwas anders aussah. Die Maße waren alle gleich. Aber das Teil hat irgendwie mehr geglänzt. Ich habe aber mein Verstand ignoriert und habe alles wieder zusammen gebaut. Das ist jetzt halt die Auswirkung. War heute in der Werkstatt. Der Meister meinte der sieht so was zum ersten mal das nur eine Nocke kaputt geht. Er meinte aber eventuell stimmt was mit dem Ventil darunter nicht. Fakt ist irgendwie scheint es so als ob die Stößel sich drehen oder aber als ob die Stößel zu einer Seite kippen. An der alten Welle ist eindeutig zu sehen, das sich die Nocke schräg abgenutzt hat. Habt ihr schonmal so was gesehen? Was denkt ihr was es sein kann ? Wie sollte ich jetzt vorgehen bzw. was prüfen. Meint ihr wenn man die Ursache bekämpft, kann die jetztige Nockenwelle trotz dessen das an einigen Stellen jetzt die gehärtete Schicht weg ist drinne bleiben ? Wenn ich die Nockenwelle erneut ausbaue. Kann ich irgendwie von oben die Ventile testen ?
Beste Antwort im Thema
Zitat:
@a3Autofahrer schrieb am 24. April 2018 um 22:42:30 Uhr:
Sehe ich das richtig, dass rechts der Lagerschalen die Austrittsstellen für das Öl liegen? Wie ist das gedacht, gibt es denn auch Kanäle die das Öl wieder runter führen? Sind das die links der Lagerschalen? Oder gibt es irgendwo noch eine Sammelöffnung, wo das Öl wieder zur Wanne laufen kann?Diese Rücklaufstellen müssten auch freigängig sein. Kann denn ein blockierter Rücklaufkanal auch für Mangelschmierung sorgen?
Das soll aus der Lagerschale gar nicht ablaufen. Es soll sich ein Ölfilm bilden auf dem die Welle schwimmt. Schwimmt sie nicht, trägt sich das Material der Lagerschale ab wie hier zu sehen war.
Das Öl tritt einfach seitlich aus der Lagerstelle aus und spritzt wild herum, damit auch alles Öl abbekommt. Das ganze läuft meist in mindestens einem großen Kanal dann in die Ölwanne ab. Der ist übrigens groß genug das Werkzeug oder Schrauben durch passen.
Hier so ein Kopf mal von unten. Die länglichen Löcher sind Kühlwasser, die Kleinen runden Löcher zwischen den Zylindern vermutlich auch. 2x5 Kopfschrauben, zwischen den Ventilen in rund der PD Auslass, schräg ist die Glühkerze. Die restlichen runden Löcher sind vermutlich alle Öl Zuleitungen. Das große längliche in der Mitte oben ist der Öl Rücklauf.
Es reicht übrigens nicht wenn einfach nur Öl ankommt, es muss genug Öl ankommen und es muss auch trotz Ölaustritt rund herum genug Druck aufbauen so das die Nockenwelle auf einem Ölfilm schwimmt.
Würde gar kein Öl kommen wäre die Welle innerhalb von wenigen Minuten fest.
135 Antworten
Bin kein Schrauber, aber die Lauf- und Kratzspuren zeigen in Umfangsrichtung dieses Stößels, aber nicht in Stoßrichtung. Vermutlich dürfen die Stößel in Stoßrichtung sich auch nicht groß bewegen.
Die Spuren deuten auf Schmierstoffmangel oder zu hohen Belastungen hin, wo selbst ein Schmiermittel nicht mehr helfen konnte.
Wäre interessant gewesen, sich auch einen anderen gelaufenen Stößel anzusehen, so zum Vergleich.
Zitat:
@a3Autofahrer
Wäre interessant gewesen, sich auch einen anderen gelaufenen Stößel anzusehen, so zum Vergleich.
Ich habe mal den Vergleich zwischen einem Stößel von einem anderen Ventil und von dem defekten gemacht. Schaut es euch mal an. Bei dem Stößel der noch ganz ist, kommt trotz dessen das ich ihn 15 mal mit der Hand zerdrückt habe immer noch Öl hinaus. Der defekte ist komplett zerdrückt und trocken. Was mich auch verwundert, der defekte Stößel ist an dem Teil der auf dem Ventilfedertwller sitzt schwarz verfärbt. Kann mir das einer erklären ? Ansonsten schaut einfach. Das linke ist immer das ganze und der rechte der defekte.
Ps.: ich habe mal gerade den Stößel zerlegt. Schaut es euch einfach an. Die Feder war in 2 und das Innenleben war komplett fest. Heißt also der Stößel war komplett bis zum Anschlag eingedrückt und fest. Genau hier werde ich jetzt stutzig. Als ich die Stößel damals getestet habe, hätten alle einen festen Widerstand. Außer der defekte. Er ließ sich mit dem Schraubenzieher kinderleicht Eindrücken und kam danach auch wieder zurück nach oben. Jetzt eine Frage. Wenn das Innenlebwn des Stößels komplett eingedrückt und fest ist, hat es doch gar keine Federwirkung. Wieso Lied der sich dann Eindrücken und kam
Zurück. Er müsste ja in diesem Zudtand eigentlich ohne ein Spielraum auf dem Ventil sitzen. Ist es Wahlmöglichkeit so, das etwas am Ventil nicht stimmt und ich bei diesem Test das gesamte Ventil herunter gedrückt habe oder ähnliches ?
Wenn die Feder zerbrochen ist, dann fehlt die Expansionswirkung des Stößels. Dadurch bildet sich keine Kavität, so dass Öl eingesaugt wird.
Die dunkle Farbe kommt vermutlich von der höheren Temperaturbeanspruchung, das Öl kühlt ja auch.
Ob jetzt kein Öl im Stößel war, weil die Ölversorgung durch den Zylinderkopf unzureichend war und auch deshalb die Feder gebrochen ist, oder umgekehrt, weil die Feder gebrochen ist, der Hydro in seinen fehlenden Spielbewegungen kein Öl angesaugt (eingesaugt) hat, kann ich nicht sagen.
Zitat:
@a3Autofahrer schrieb am 19. April 2018 um 00:25:32 Uhr:
Vermutlich dürfen die Stößel in Stoßrichtung sich auch nicht groß bewegen.
Doch, das sind Tassenstößel, wenn auch hydraulische. Die bewegen sich mit dem Ventiel hoch und runter. Das sind im Grunde nichts anderes als Schutzkappen für das Ventiel.
Zitat:
@xplutier schrieb am 19. April 2018 um 02:46:49 Uhr:
Bei dem Stößel der noch ganz ist, kommt trotz dessen das ich ihn 15 mal mit der Hand zerdrückt habe immer noch Öl hinaus. Der defekte ist komplett zerdrückt und trocken.
Da er platt war, ist da auch nicht mehr viel Öl drin.
Zitat:
und ich bei diesem Test das gesamte Ventil herunter gedrückt habe oder ähnliches ?
Du drückst das Ventil nicht mal eben so runter. Dann müsste auch die Ventilfeder gebrochen sein. Dann hast du auf dem Zylinder aber auch wenig bis keine Kompression.
Kannst dir ja mal das Werkzeug ansehen zum ausbauen der Ventile. Den Hebelarm braucht man um die Federn zusammen zu drücken.
Ich schätze mal der Hydro schaut so aus weil er die ganzen feinen Späne der Nockenwelle gefressen hat.
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Zitat:
@-[BF]- schrieb am 19. April 2018 um 13:32:38 Uhr:
Zitat:
@a3Autofahrer schrieb am 19. April 2018 um 00:25:32 Uhr:
Vermutlich dürfen die Stößel in Stoßrichtung sich auch nicht groß bewegen.Doch, das sind Tassenstößel, wenn auch hydraulische. Die bewegen sich mit dem Ventiel hoch und runter. Das sind im Grunde nichts anderes als Schutzkappen für das Ventiel.
Ja. Das klingt einleuchtend. Meinte auch eher die Relativbewegung des Stößels zwischen Ventil und Nocke. Der korrekt arbeitende Stößel ist ja zwischen Nocke und Ventil faktisch eingespannt (unter Druckkraft stehend). Hast Du die Kratzspuren des Stößels gesehen? Die laufen quasi quer zur Hauptbewegungsrichtung des Stößels. Das gibt mir zur denken. Daher Ölmangel. Oder lokale Überbelastung.
Ja ne, die Kratzer sind schon auch in Hauptbewegungsrichtung. So ein Tassenstößel hat zwei Richtungen. Hoch runter, und er wird gedreht wenn sich der Nocken senkt und hebt. Damit sich das ganze nicht einläuft. Darum treffen die Nocken auch nicht ganz mittig auf den Tassenstößel, um so weiter am Rand um so mehr dreht er sich.
Das Ventil wird ebenfalls immer ein Stück gedreht wenn sich der Nocken hebt.
Okay, danke. Das klingt sinnvoll. Die Kratzer und Riefen sehen aber nicht gewollt aus.
@xplutier Hast Du von dem Vergleichsbild (das hier) noch eine Version, aber ohne Spiegelungen? Ist jetzt reine Neugierde und wird Dir bei Deinem Problem bestimmt auch nicht weiterhelfen. Aber ich würde gerne noch mal vergleichen, also den kaputten und den intakten Stößel.
Zitat:
@a3Autofahrer schrieb am 19. April 2018 um 17:05:13 Uhr:
Okay, danke. Das klingt sinnvoll. Die Kratzer und Riefen sehen aber nicht gewollt aus.@xplutier Hast Du von dem Vergleichsbild (das hier) noch eine Version, aber ohne Spiegelungen? Ist jetzt reine Neugierde und wird Dir bei Deinem Problem bestimmt auch nicht weiterhelfen. Aber ich würde gerne noch mal vergleichen, also den kaputten und den intakten Stößel.
Ich versuche es später noch einmal zu fotografieren. Ist aber etwas schwer, das man die Kratzer ohne Spieglung sieht.
@-[BF]- Ich habe das Öldruckmessgerät bestellt. Kommt die nächsten 2 Tage. Was für ein Öldruck muss der Motor in was für einem Zustand haben ?
Ps.: der Wagwn läuft gegenüber anderen 2,0tdi Motoren gerade schon richtig träge und die Abgase riechen als ob das Gemisch zu fett ist. Kann das auf eine Ventil zurückführbar sein?
Leute die Nockenwelle hat fast an jeder Nocke so graue Spuren und feine Kratzer. Eohlmöglich doch schlechtes Material ?
Zitat:
@a3Autofahrer schrieb am 23. April 2018 um 01:32:40 Uhr:
Waren die vor der neuen Nockenwelle schon so beschädigt? Sicher wäre das aufgefallen, oder?
Die alten hatten auch Einlafspuren. Meiner Meinung nach aber nicht so extrem. Das sind neue Lagerschalen. Bei den alten war die eine Schale auch bis zum Kupfer durch.
Ps.: kann es sein das die neue Nockenwelle nicht exakt passt da sie falsche Geometrien oder ähnliches hat ? Werde morgen aufjedenfsll versuchen die Welle zu reklamieren. Denn die scheint auf jedenfalls schlechter wie die Originale zu sein. Aber dennoch hat der Motor anscheinend ein anderes Problem. Wenn ich Öldeckel währen der Motor läuft auf mache spritzt auch kein Öl oder so raus. Glaube echt das oben zu wenig ankommt. Kann mich aber auch täuschen. Kann das Problem aber auch von wo anders als vom Zylinderkopf kommen ? Die Löcher im Kopf wo die Stösssel rein kommen, haben oben an der Knate leichten Grat. Dachte mir erst auch vielleicht klämmen die dadurch und lassen sich nicht richtig Eindrücken. Das erklärt dann aber nicht wieso die Lagerschalen auch bereits im
Eimer sind.
Der Öldruck unten stimmt, aber oben kommt zu wenig an. Da sind Kanäle verstopft oder teilblockiert. Kann es sein, dass jemand ein Dichtungsmittel zirkulieren ließ, was jetzt für die mangelhafte Ölversorgung sorgt?
Ok falsch rum einbauen kann man die Lagerschalen wegen dem Nippel ja nicht?
Jede zweite Lagerschale hat ein Loch, wenn nicht gar jede. Die Lagerschalen mit Loch waren auch unten im Kopf? Denn wenn nicht bekommen die kein Öl.
Du hast die Lagerschalen vor dem einsetzen der Nockenwelle mit sauberem Öl auch schön vollgesaut?
Öldruck ist reichlich da laut deinen Werten. Nur im Kopf kommt zu wenig an. Die Rollenkipphebel für die PD Elemente solltest du dir auch ansehen ob die was abbekommen haben, die werden stark belastet.
Also wie ganz am Anfang schon gesagt, jetzt muss der Kopf runter... Und du musst den Korken suchen.
Anschließend brauchst du halt wieder eine neue Nockenwelle + Lagerschalen, und den Hydro vom beschädigten Nocken vermutlich ebenso (die kann man auch einzeln kaufen!!)
Und ich würde mir überlegen die Rollenkipphebel auch neu zu machen.
Zitat:
@-[BF]- schrieb am 23. April 2018 um 02:22:08 Uhr:
Ok falsch rum einbauen kann man die Lagerschalen wegen dem Nippel ja nicht?
Jede zweite Lagerschale hat ein Loch, wenn nicht gar jede. Die Lagerschalen mit Loch waren auch unten im Kopf? Denn wenn nicht bekommen die kein Öl.
Du hast die Lagerschalen vor dem einsetzen der Nockenwelle mit sauberem Öl auch schön vollgesaut?Öldruck ist reichlich da laut deinen Werten. Nur im Kopf kommt zu wenig an. Die Rollenkipphebel für die PD Elemente solltest du dir auch ansehen ob die was abbekommen haben, die werden stark belastet.
Also wie ganz am Anfang schon gesagt, jetzt muss der Kopf runter... Und du musst den Korken suchen.
Anschließend brauchst du halt wieder eine neue Nockenwelle + Lagerschalen, und den Hydro vom beschädigten Nocken vermutlich ebenso (die kann man auch einzeln kaufen!!)
Und ich würde mir überlegen die Rollenkipphebel auch neu zu machen.
Die Rollenkipphebel zeigen keinen Verschleiss. Bzw. Man muss sehr genau hinschauen um feine Kratzer in Laufrichtung zu sehen. Aber weder bei der alten noch bei der neuen Nockenwelle hatten die Nocken worauf die Rollen laufen Beschädigungen. Die Öffnungen der Lagerschalen sind alle da und die liegen direkt an der richtigen Position. Also an den Löchern. Habe beim Einbau alles schön eingeölt und später nochmal mit Öl geflutet. Von Stößel über Lager bis hin zu der Nockenwelle.
Ich mache mir gerade noch Gedanken, was denn ist, wenn die Verstopfung im Ölsystem nicht im Kopf sondern schon davor ist. Also was kann ich alles noch mit kontrollieren.