1Z TDI: Motor startet nicht, Motorsteuergerät defekt? Welcher Ersatz?
Hallo,
Schreibe mal hier im Golf 3 Bereich, denn der Wagen hat einen Motor aus einem Golf 3 (1Z TDI) und Spezialisten für den Caddy 2 Kasten, um den es geht, gibt es hier wohl weniger viele...
Folgendes Problem:
Der Wagen wurde gestartet, im Tank war nicht mehr viel drin, bis zur Tankstelle hätte es aber reichen sollen. Bin also losgefahren, Motor war evtl. noch ganz leicht warm (zuletzt vor 1,5 Stunden bewegt, Außentemperatur - 4 Grad). Bin 200 Meter gefahren, dann auf einmal ging das das Abblendlicht aus (evtl. auch noch andere Sachen, ist mir aber nicht sofort aufgefallen). Nach 1 Sekunde war das Licht wieder an. 2 Sekunden später das Gleiche. Dann wieder nach 2 Sekunden: Motor geht aus. Habe dann Diesel in den Tank nachgeschüttet, 5 Liter, könnte Sommerdiesel gewesen sein, hatte aber Zimmertemperatur (Stichwort außentemperatur - 4 Grad). Dann georgelt, bis die Batterie leer war: nichts.
Habe dann eine 2. Batterie geholt, diese angeschlossen, auch georgelt, bis sie ebenfalls leer war.
Der Anlasser hat das nicht überlebt. Ein neuer wurde eingebaut. Weiter wurde der Kraftstofffilter getauscht und natürlich mit Diesel befüllt.
Weitere Startversuche blieben ebenfalls ohne Erfolg.
Habe dann die Leistungen zwischen Einspritzpumpe und Dieselfilter entlüftet. Die ESP selbst natürlich auch bzw. diese mit Diesel befüllt.
Beim Anlassversuch löste ich die Leitungen zu den Einspritzventilen leicht, auch hier trat Diesel aus.
Trotz Startspray und mehreren Versuchen leider kein Erfolg.
}> Die Außentemperatur liegt mitlerweile bei + 8 Grad.
Weiter habe ich festgestellt, dann das Magnetventil an der ESP nicht öffnete. Habe testweise Plus an den Kontakt gegeben. Dann öffnete das Ventil.
Leider blieben auch Versuche danach erfolglos.
Dann wurde der Fehlerspeicher ausgelesen: Das Motorsteuergerät lies sich nicht ansprechen. Das Airbagsteuergerät funktionierte aber z. B.
Ich vermute, dass aufgrund des nicht funktionierenden Auslesens des Speichers des Motorsteuergeräts dieses evtl. defekt ist.
Es handelt sich um folgendes Steuergerät: 028 906 021 DL
Dieses wurde - soweit ich in Erfahrung konnte - nur beim Caddy 9KV mit AHU Motor verbaut. Der aktuell verbaute Mmotor ist ein 1Z (nahezu identisch mit dem AHU) von einem Golf 3 (Baujahr meine ich 1996).
Weiß jemand, ob es wirklich am Steuergerät liegt?
Wenn ja, lassen sich auch andere Steuergeräte als das oben genannte, ausschließlich im Caddy verbaute, nehmen?
Ich habe schon in Erfahrung gebracht, dass es sich um ein MSA15 Steuergerät (Aluminiumgehäuse handelt). Weiter hat der Caddy eine Wegfahrsperre.
Welche Steuergeräte vom Golf 3 oder anderen VAG Modellen würden passen? Worin unterscheiden sie sich, insbesondere im Bezug auf die 2 Buchstaben am Ende jeweils (wie hier: DL)? Gibt es dazu irgendwo eine Auflistung?
Danke für Eure Hilfe!
Pinarella
Beste Antwort im Thema
Der vom Relais geschaltete Stromkreis hat keine Sicherung. Wenn das Relais wirklich durchgebrannt ist, dann wird dir warscheinlich nichts anderes übrigbleiben als alle nachfolgenden Stromkreise zu überprüfen.
Angeschlossen sind:
Geschwindigkeitsgeber
+12V für Kühlwasser-Glühkerzensteuergerät
Mengensteller
Ventil Ladedruckbegrenzung
+12V Luftmassenmesser
Ventil Abgasrückführung
Ventil Einspritzbeginn
Lastteil Motorsteuergerät
Hypothese:
Warscheinlich hast Du einen deftigen Kurzschluß - der dann die Spannung einbrechen lässt. Vielleicht hast Du durch das bewegen der Kabel den Kurzschluß verbessert so das es jetzt gequalmt hat. Vorher hat es nur gereicht die Spannung soweit runterzuprügeln das es für dein Magnetventil nicht mehr gereicht hat.
131 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Tomy 69
Schau mal ob Du beim einschalten der Zündung am Relaisplatz vom Stromversorgungsrelais auf Pin 5/85 und 4/30 ca Batteriespannung hast. Wenn nein nimmst nicht 4/30 sondern einen anderen 12 V Punkt. Zur Gegenprobe nimmst irgend wo Masse und den Pin 4/30.
Habe gemessen:
Ob Zündung aus oder an ist egal, in jedem Fall folgendes:
Zwischen Pin 4/30 und Pin 5/85 liegt Batteriespannung an.
Pin 5/85 ist Masse, Pin 4/30 ist Dauerplus (wird nicht über Zündung geschaltet. Gegenprobe über Plus und Masse (Zigarettenanzünder) bestätigen das.
Pinarella
Pin 5/85 Masse sollte vom Steuergerät bei Zündung ein geschaltet sein. Der 2. Pin 4/30 ist Dauerstrom das passt.
Da müsste das Relais bei ausgeschalteter Zündung beim einstecken schon schalten.
Was macht das Fzg mit einer neuen Relaisplatte?
Teilenummer 357937039 Preis 232,05Euro.
Um die Schrottplatz Suche zu erleichtern: Die Platte ist im Golf2,3, Jetta, Passat, Polo,Sharan, Transporter, Vento verbaut.
Mir ist da eben noch etwas eingefallen, steck mal an der Relaisplatte hinten des Stecker G1 ab und schau ob in Kammer 7 Dauermasse anliegt. Wenn ja solltest mal am Motorsteuergeräte Stecker den Pin T68/42 auspinnen und schauen ob aus dem Steuergerät die Dauermasse raus kommt. Sollte dies der Fall sein sind Deine Bemühungen nach einem neuen Steuergerät nich umsonst gewesen.
Sollte allerdings aus dem Steuergerät nur geschaltete Masse (bei Zündung ein) raus kommen hat das Kabel Steuergerät zur Relaisplatte irgend wo Masseschluss.
Hallo,
werde eure Voschläge schnellstmöglich umsetzen, also die Sachen ausprobieren. Zwischenzeitlich habe ich leider seit gestern morgen ein ganz anderes Probelm (lasse das mal in diesem Topic, sollte es besser sein ein neues aufzumachen, mache ich das natürlich auch gern):
Wollte gestern morgen zu VW und zur Versicherung fahren (Vorab: versicherung zahlt wohl den Schmorschaden an der Verkabelung, dazu später mehr).
Starte also den Motor bzw. mache vorher diesen erstmal startklar, indem ich die Sicheung in die Brücke von Plus zum Kraftstoffabsperrventil einstecke und so die Verbindung herstelle.
Der Motor startet problemlos. Setze mich rein, fahre los. Doch sobald die Drehzahl erhöht wird (anfahren, vorher nicht), nagelt der motor EXTREM (!). Vorher hat er das nie getan, es sei denn ein wenig am Anfang, wenn es denn ganz kalt draußen war. Das wurde nach Kontrolle des Ölstandes (OK) auch nicht besser.
Habe dann die Ölwanne abgenommen und das Sieb der Ölpumpe gereinigt bzw. angesehen: war nicht verdreckt oder ähnliches. Habe dann alles samt neuer Saugrohrdichtung (O-Ring), Ölwannendichtung und neuem Ölfilter wieder zusammengebaut, den Zylinderkopfdeckel abgenommen und erneut getestet, leider ohne Erfolg, wobei die Nockenwelle mit Öl versorgt wird!
Das Nageln fängt bei geringer Drehzahl bereits an (wie viel genau keine Ahnung, Auto hat keinen Drehzahlmesser) und ist auch bei Belastung da. Nur ohne Last oder im Standgas (Leerlauf) ist nichts zu hören, soweit ich das zu beurteuilen vermag. Habe mal in Richtung Ölwanne gehorcht: es ist ein Surren zu hören, was wohl die Ölpumpe ist. Ist das normal oder arbeitet diese absolut geräuschlos?
Werde nach Möglichkeit heute Abend ein Video machen oder das Motorgeräusch (Nageln) allein aufnehmen und hier hochladen.
Vielen vielen Dank für Eure Hilfe.
Pinarella
Ähnliche Themen
Versuche erst mal die Stromversorgung in den Griff zu bekommen.
Wenn da irgend welche Ventile bzw Bauteile welche für die Kraftstoffversorgung zuständig sind nicht mit Strom versorgt werden kann es sein das der Förderbeginn nicht passt, dies kann auch zum Nageln des Motors führen.
Hallo,
habe das Motrgeräusch im Leerlauf und das Nageln bei zunehmender Drehzahl aufgenommen und hier beigefügt.
Die Datei lässt sich mit VLC-Mediaplayer, iTunes aber wohl auch anderen Playern abspielen.
Heute werde ich, wenn ich es schaffe, die Ölpumpe testweise austauschen. Ich denke zwar nicht, dass es an dieser liegt, da die nockenwelle halt geschmiert wird. Aber evtl. hört ja jemand die Ursache aus der Datei unten raus.
Pinarella
Zitat:
Original geschrieben von Tomy 69
Wie schaut es mit der Stromversorgung aus?
Hi,
ich konnte es leider noch nicht testen - sorry. Das Auto steht 20 km entfernt (nicht bei mir zuhause). Da ich kein anderes habe, bin ich immer darauf angewiesen dorthin gebracht zu werden. Ich hoffe, morgen klappt es.
Leider habe ich auch noch nichts von der Versicherung gehört. Es soll wohl ein Gutachter kommen wegen dem Kabelbrand. Ich weiß nicht, ob ich jetzt auf den warten sollte oder ob ich mich an VW wende, denen sage, die mögen das prüfen und reparieren und ggf. einen Gutachter kommen lassen, sofern die Teilkasko das zahlt. Habe ich da das Recht zu in einem solchen Fall einen Gutachter zu beauftragen (wie bei einem Haftplichtschaden, der mir zugefügt wurde)?
Bin grade am Übelerlegen, ob ich VCDS holen sollte, damit ich nicht ständig zu VW hin (geschleppt werden) muss zum Fehler auslesen etc. Macht das deiner Meinung nach Sinn (sind auch genug andere Leute im Bekanntenkreis mit VAG Autos vorhanden).
Pinarella
Ich will Dich da ja nicht entmutigen, aber wenn Du als, ich unterstelle mal als Laie, an der elektrischen Anlage veränderungen durchgeführt hast, in diesem Fall die Brücke auf dem Relaissteckplatz, würde ich sagen da hast Du Pech gehabt. Weshalb sollte das von einer Versicherung übernommen werden ?
Zitat:
Original geschrieben von alex1234567890
Ich will Dich da ja nicht entmutigen, aber wenn Du als, ich unterstelle mal als Laie, an der elektrischen Anlage veränderungen durchgeführt hast, in diesem Fall die Brücke auf dem Relaissteckplatz, würde ich sagen da hast Du Pech gehabt. Weshalb sollte das von einer Versicherung übernommen werden ?
Die Brücke ist nichts anderes, als die Funktion, die das Relais (wenn es denn funktioniert) sonst ausführt. Die Brücke hat der ADAC gesteckt.
Das stimmt aber nicht. Da das Steuergerät sowohl das Relais ansteuert als auch u.a. von dem Lastkreis des Relais versorgt wird ist es durchaus möglich das bei einer kurzschlußbedingten Unterspannung auf dem Lastkreis das Relais wieder abschaltet. Mit einer Brücke wäre dies nicht möglich. Versteh mich bitte nicht falsch, nur bevor man sich an eine Versicherung zur Schadensregulierung wendet und einen Gutachter einschaltet sollte man sich genau überlegen was man tut damit der Schuß nicht unbeabsichtigt nach hinten losgeht und dann ein versuchter Versicherungsbetrug daraus gemacht wird.
OK, ich verstehe dich schon.
Aber wie kann es denn sein, dass das Steuergerät funktioniert (Strom über das Relais bekommt) als auch dieses gleichzeitig steuert (wofür es ja Strom für den Steuerstromkreis braucht)?
Solange der Kabelbrand nicht beseitigt ist macht es keinen Sinn an der Elektrik etwas zu machen.
Ich möchte nicht mehr ohne mein VCDS und VAGdashCom sein. Es geht einfach schnell etwas am Fzg zu ändern.
Zitat:
Original geschrieben von Tomy 69
Solange der Kabelbrand nicht beseitigt ist macht es keinen Sinn an der Elektrik etwas zu machen.
Ich möchte nicht mehr ohne mein VCDS und VAGdashCom sein. Es geht einfach schnell etwas am Fzg zu ändern.
Ja denke ich auch. Wie kommt denn VW z.B. dahinter, wo der "Wurm" im Kabelbaum ist? Haben die spezielle Stecker oder Geräte (könnte mir so einen Riesenstecker für die Relaisplätze vorstellen und die entsprechenden Gegenstücke für die Strecker der Leitungen im Motorraum) oder messen die jede Leitung mit nem Multimeter durch und prüfen diese auch ggf. auf den Kontakt mit Masse (klar: Massekabel muss auch auf Masse sein)?
Zu VCDS: Von welchem Anbieter hast du das gekauft (gibt ja 4 oder 5 Stück offizielle)? Kennst du die Unterschiede (außer Support über verschiedene Foren) zwischen der Soft- oder Hardware dieser einzelnen Vertriebspartner von Ross-Tech?
Pinarella
Zitat:
Original geschrieben von Pinarella
OK, ich verstehe dich schon.Aber wie kann es denn sein, dass das Steuergerät funktioniert (Strom über das Relais bekommt) als auch dieses gleichzeitig steuert (wofür es ja Strom für den Steuerstromkreis braucht)?
Ja das wäre möglich. Das Steuergerät hat u.a. eine Verbindung zum Zündungsplus und dann auch zu Dauerplus über das Relais. Ich denke mal das es sich bei den letzteren Anschlüssen um die Anschlüsse zur Versorgung des Leistungsteils dient. Also das Stg. wird über den Zündungsplusanschluß geweckt und schaltet dann den Leistungsteil zu. Das mit der Kurzschlußerkennung ist aber nur eine Theorie - es ist technisch problemlos machbar aber ob das auch gemacht wurde keine Ahnung.
Zitat:
Wie kommt denn VW z.B. dahinter, wo der "Wurm" im Kabelbaum ist? Haben die spezielle Stecker oder Geräte (könnte mir so einen Riesenstecker für die Relaisplätze vorstellen und die entsprechenden Gegenstücke für die Strecker der Leitungen im Motorraum) oder messen die jede Leitung mit nem Multimeter durch und prüfen diese auch ggf. auf den Kontakt mit Masse (klar: Massekabel muss auch auf Masse sein)?
Es gibt einen Adapter der anstelle des Motorsteuergerätes aufgesteckt werden kann. Von dort kann man dann die einzelnen Leitungen durchmessen und die Verbindungen mit dem Schaltplan abgleichen. Der Adapter dient aber nur der einfacheren Verbindung. Gemessen wird mit einem normalen Multimeter, daher kann man auch nur statische Fehler finden. Wenn also ein Kurzschluß erst auftritt wenn eine bestimmte Bedingung/Schaltsituation eintritt oder sich aufgrund von schlechten Verbindungen Potentiale verschieben wirds kompliziert. Je nach Fehler bedarf es schon viel Erfahrung, Zeit und man braucht alle Schaltpläne. Wegen der Zeit wird dann häufig der komplette Kabelbaum ausgetauscht.
Aber wenn es gequalmt hat dann weiß man schonmal so ungefähr wo man suchen muß.